Mani polite für Österreich jetzt!

Was braucht es denn noch, bis der Kärntner ÖVP-Chef Josef Martinz endlich zurücktritt? Muss man ihn erst in flagranti dabei erwischen, wie er eine Bank ausraubt? Die Sache mit dem Birnbacher-Honorar, für das die Steuerzahler das Dreißig- oder gar Sechzigfache dessen bezahlt haben, was gerade noch vertretbar gewesen wäre, gehört mit zum Schlimmsten, was sich Politiker in der Zweiten Republik je erlaubt haben. Konkret waren es Jörg Haider und Martinz, die dem Martinz-Freund Birnbacher zuerst zwölf und dann, nach ersten Protesten, „nur“ sechs Millionen Euro für ein sechsseitiges „Gutachten“ bezahlt haben (Haider: „Birni, wir können dir die zwölf Millionen nicht zahlen. Bist du mit sechs auch zufrieden?“). Sollte Martinz auch nur über einen Funken an Restanstand verfügen, was ich stark bezweifle, würde er noch heute Abend seinen Rücktritt bekanntgeben und Selbstanzeige erstatten. Hoffentlich kann die Justiz diesmal nachweisen, wohin die sechs Millionen geflossen sind. Es ist nur schwer vorstellbar, dass Haider und Martinz dieses Wahnsinnshonorar nur deswegen ausbezahlt haben sollten, weil ihnen der „Birni“ so sympathisch war. Es riecht streng (und natürlich unschuldsvermutet) nach illegaler Parteienfinanzierung und/oder persönlicher Bereicherung auf Kosten der Steuerzahler. Und das ist nur einer von so vielen Fällen von mutmaßlicher Ausräuberei des Volkes, dass einem schon ganz schwindelig wird, wenn man versucht, alle „Unschuldsvermutungen“ aufzuzählen. Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf, dass das österreichische Rechtssystem dazu in der Lage ist, diesen Riesensaustall, in den sich Österreich seit der FPÖ/ÖVP-Regierung verwandelt hat, auszumisten. Es wird Zeit für „Mani pulite“!

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Ein Gedanke zu “Mani polite für Österreich jetzt!

  1. Martinz und nicht Birnbacher,
    An den Pranger gehört hier in erster Linie Martinz, seines Zeichens Landesrat der ÖVP und Mehrheitsbeschaffer für die FPÖ in der Kärntner Landesregierung. Denn geben mag schon seliger sein als nehmen, nur hier handelt es sich nicht um das Privatgeld eines ÖVP Landesrates, hier geht es um unser aller schwer verdientes Geld. Und ÖVP Martinz, der sich gerne als Sparefroh ausgibt, dieser Herr Martinz soll endlich die
    Konsequenzen ziehen aus dem Hypo-Skandal, der auch ein Skandal Haider-Martinz ist. Zahlen Sie, Herr ÖVP Landesrat Dr. Martinz das auf Kosten der Steuerzahler großzügig an ihren persönlichen Steuerberater und Freund Birnbacher bezahlte Honrorar in Höhe von Euro 6 Millionen zurück und treten sie als ÖVP Landesobmann und Landesrat zurück, sofort. Herr Bundesparteiobmann Dr. Spindelegger, sorgen Sie für Sauberkeit in den Reihen der ÖVP, sorgen Sie dafür, dass für Leute wie Dr. Martinz in der christlichen Volkspartei ÖVP keinen Platz haben.
    Herr Dr. Martinz, erweisen Sie ihrer Partei, der ÖVP einen letzten Dienst ,treten Sie endlich zurück .

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