Chronik des Grauens

Die Geschichte der österreichischen Kinderpsychiatrie wird immer mehr zu einer Chronik des Grauens. In Wien hat man Kinder absichtlich mit Malaria infiziert und „Fiebertherapien“ unterzogen. In Tirol wurde Mädchen ein  Präparat aus der Veterinärmedizin gespritzt, um ihre Sexualität zu kontrollieren. In Kärnten hat ein langjähriger Leiter der Kinderpsychiatrie dutzende, wenn nicht hunderte Kinder sexuell missbraucht. Ehemalige Nazis und deren Schüler und Schülerinnen tobten sich gegen die Schwächsten der Schwachen, Kinder mit psychischen Auffälligkeiten nämlich, aus und die Öffentlichkeit sah zu, wie da gefoltert und vergewaltigt wurde. Waren ja nur Kinder, denen man eh nicht glaubte und falls doch, traute sich niemand, den „Herr Primar“ oder die „Frau Doktor“ zur Rechenschaft zu ziehen. Wer es dennoch tat, wer die grauenhaften Zustände ansprach, galt als „Nestbeschmutzer“, als „undankbar“, als „Querulant“. Kinderheime und Kinderpsychiatrien waren die Extremfälle einer kranken Gesellschaft, in der es noch lange üblich war (und oft genug noch ist), Kinder zu schlagen und/oder als Sexspielzeuge zu sehen.

Advertisements

5 Gedanken zu “Chronik des Grauens

  1. das waren(sind) symptome des „““wertes“““ von schwachen in unserer gesellschaft.
    mit medizin/psychiatrie hat das wenig zu tun!
    diese differenzierung ist enorm wichtig; denn auch dieses thema wird wieder von radikalen missbraucht, um die psychiatrie zu verteufeln (siehe bischof laun und andere)

  2. Die heutige Psychiatrie hat sich zum Glück weitgehend von solchen Zuständen und Einstellungen befreit. Aber bis in die 80er Jahre hinein war es nur allzu verständlich, dass die Menschen Angst vor der Psychiatrie hatten.

  3. IHR ZITAT:
    In Wien hat man Kinder absichtlich mit Malaria infiziert und „Fiebertherapien“ unterzogen. Ehemalige Nazis und deren Schüler und Schülerinnen tobten sich gegen die Schwächsten der Schwachen, Kinder mit psychischen Auffälligkeiten nämlich, aus und die Öffentlichkeit sah zu, wie da gefoltert und vergewaltigt wurde.
    ZITATENDE:
    Interessant mit welchem Klientel die Roten „Ihre“ Spitäler oder/und Kinderheime personell besetzten.

  4. brav, erich!
    da hat der stauni wieder einen roten skandal aufgedeckt,gell?
    wien ist ja weltberühmt für sein mieses sozial- und gesundheitssystem …

  5. Chef der Klinik, in der die „Malariaexperimente“ durchgeführt wurden, war doch Dr. Hoff; ( < jüdischer Herkunft). Und der soll ein ein Nazi sein?
    Mit Deinen plumpen Nazi-Verallgemeinerungen erweist Du niemandem einen guten Informationsdienst.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s