Krebsgeschwür Korruption

Sie werden immer unverschämter, die korrupten Totengräber der Demokratie. Früher mal hätte ein britischer Premierminister, den man dabei erwischt, wie er sich und seine Partei gegen Bargeld verkauft, sofort den Rücktritt eingereicht und/oder sich eine Kugel in den Kopf geschossen. Heutzutage wird relativiert und abgestritten und „eine Gegenoffensive gestartet“. Auch in Österreich, wie in vielen anderen Staaten, gehört es längst zum schlechten Ton, Politik für jene zu machen, die die Politiker bestechen, und kaum jemand schämt sich dessen noch. Wer erwischt wird, wird schlimmstenfalls in die zweite Reihe verbannt oder in den Vorstand eines Unternehmens, die Justiz ist entweder überfordert oder unwillens, gegen dieses Krebsgeschwür, das die westlichen Demokratien von innen heraus auffrisst, vorzugehen, Untersuchungsausschüsse tagen ohne dass es Konsequenzen gäbe. Die Medien decken zwar manches auf, gehen aber allzu rasch wieder zur Tagesordnung über, was gar nicht überrascht, kämpfen Aufdeckungsjournalisten doch gegen eine Hydra, die man einst nur in Süditalien, in Entwicklungsländern und Osteuropa vermutete, die sich aber längst überall verbreitet hat, und wenn man als Journalist hilflos zusehen muss, wie sofort der nächste Politiker sein Händchen aufhält, sobald dessen Vorgänger erwischt worden ist, vergeht einem irgendwann die Lust, weiterzumachen. Außerdem: Wer weiß, ob nicht der eigene Chef auch gerade einen Deal mit dem Regierungschef gemacht hat? Jedenfalls ist die Politik so korrupt wie noch nie zuvor, und das verursacht nicht nur wirtschaftliche Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe auf Kosten vor allem der Konsumenten, es unterminiert jegliches Restvertrauen, das die Leute in die Politik noch haben mochten.  Eine Politik, die zur Face verkommt, wenn Politiker mit Preisschildern herumrennen und sogar jene, die während ihrer aktiven Zeit kein Geld annehmen, Politik dergestalt machen, dass man für sie Posten und Dienstwagen und Nutten und Koks in den Vorständen jener Unternehmen reserviert, in deren Interesse sie handeln.

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3 Gedanken zu “Krebsgeschwür Korruption

  1. Gnade uns Gott, wenn Politiker nur mehr am Gängelband der Lobbyisten hängen. Wenn man in die Politik geht um Geld zu verdienen anstatt Überzeugungen zu leben, ist man eine Polithure. Dann werden die internationalen Konzerne regieren, dann werden alle kleinen Strukturen zerschlagen werden, dann hat der Großkapitalsmus entgültig den Sieg davonngetragen. Wo bleibt der Aufschrei der ehrlichen Politiker? Oder gibt es sie schon nicht mehr?

  2. Konsequente und gnadenlose ABWAHL der „Corruption Four“

    … und im Übrigen sind Abwürger von Korruptionsaufklärung und korruptionsbelastete Parteien („the Corruption Four“) konsequent ABzuwählen und von der Macht zu entfernen!

    Man kann ein Problem nicht mit der gleichen Denkweise lösen, die es hat entstehen lassen (A. Einstein).
    Und daher ist auch das Problem Korruption mit korruptionsbelasteten Parteien wohl kaum lösbar.

    Wahlverweigerung oder ungültig wählen zementiert nur die üblen Zustände.
    Es gibt sauber geblilebene Alternativen …

    “Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.” Mahatma Gandhi

    ==> http://www.korruption-abwahl-jetzt.at <==

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