Royal pain in the ass

Während Spaniens Bevölkerung unter einem drakonischem Sparkurs leidet, sollte man nicht vergessen, dass es auch der spanische König nicht leicht hat. Juan Carlos hat sich nämlich bei der Jagd auf Elefanten die Hüfte gebrochen. 20.000 Euro kostet es übrigens, ein Exemplar der größten Landsäugetiere des Planeten totzuschießen. Aber wer würde schon Cents zählen wollen wenn die Herrschaft herrschaftlichen Vergnügungen nachgeht? Dekadenz? Ach wo! Der Pöbel hat Probleme, zugegeben, und junge Spanierinnen und Spanier wandern aus, weil es in der Heimat nur noch Scheißjobs gibt (falls überhaupt). In den überfüllten Wartesälen der Krankenhäuser krepieren die Leute, weil das Land halt sparen muss, aber man muss einsehen, dass so ein König doch ein bisserl verwöhnt ist, rein erlebnistechnisch betrachtet, und daher das Umbringen von Elefanten gerade noch einen milden Kitzel seiner royalen Nerven auslösen kann. Und irgendwann mal war der doch gegen die Faschos, nachdem die Faschos schon verloren hatten? Nein, Leute, Häme und Missgunst sind hier fehl am Platze, lasst uns viel mehr Mitleid empfinden mit dieser schmarotzenden Warze am Arsch des spanischen Volkes! Und lasst uns zu den Gebeinen der Cousine dritten Grades der Heiligen Johanna von Santiago beten, dass der Monarch wieder völlig genesen möge, auf dass er noch viele böse Elefanten totmachen kann! Auf unsere Kosten.

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2 Gedanken zu “Royal pain in the ass

  1. In Israel wird anscheinend im Fernsehen berichtet, dass der Koenig von einem Oel-Scheich – sorry mein Mann kann sich nicht erinnern, welcher genau – zur Elefantenjagd eingeladen wurde. Wenn die Rechnung nicht durch den spanischen Steuerzahler getragen werdem und es um Geschaefte gehen sollte, die ev. spanische Arbeitsplaetze erhalten oder gar schaffen, dann fiele Deine Kritik zusammen.

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