RIP, Levon Helm

Nach dem tragischen Selbstmord von Richard Manuel und dem Herointod von Rick Danko ist nun Levon Helm von uns gegangen. Und mit ihm die letzte Stimme von „The Band“. Jetzt leben noch der Haupt-Songwriter Robbie Robertson und der Arrangeur Garth Hudson, doch der letzte, der die Songs dieser großen amerikanischen Gruppe singen konnte, ist nun gestorben. Krebs war es, wie so oft in jüngerer Zeit. Helm war ein unglaublich guter Schlagzeuger und Sänger, ein Musiker, dessen Stil unverwechselbar und unnachahmlich war. Er war aus der harten Schule hervorgegangen, die „The Band“ für alle Beteiligten war: Zuerst jahrelang Begleitband für den kanadischen Rocker „The Hawk“, der die Jungs mit den Worten gelockt hatte: „You won´t get much money but you´ll get more pussy than Frank Sinatra“, dann von Bob Dylan engagiert und mit Dylan Rockgeschichte geschrieben (es war „The Band“ zu der Dylan einst in England 1966 sagte: „Play it fucking loud“), und schließlich selber an die Spitze der Charts mit von Americana durchtränkten Eigenkompositionen. Und mit diesem Gesang. Und mit diesem Schlagzeug. Jeder, der was vom Trommeln versteht, wird sofort zugeben, dass Levon Helm einer der besten war. Ruhe in Frieden,  Levon, und danke für die Musik!

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4 Gedanken zu “RIP, Levon Helm

  1. JA! Erstklassige Musik und eine Hammer-Stimme von dem Drummer. Hatte von der Blues-Rockband „The Band“ damals in den frühen 80ern auch eine Schallplatte.
    „The Night They Drove Old Dixie Down“ ist wohl das bekannteste und beste Stück. Danke für die Vorstellung! Da werden Erinnerungen wach.

    Als besten Drummer favorisiere ich Jaki Liebezeit, den ich Mitte der 80er auch persönlich kannte, was kein allzu großes Kunststückwar, da der Proberaum öffentlich zugänglich und wer wusste, wo in Köln das „Alte Stollwerck“ zu finden ist.
    😀

  2. Ich komme nicht umhin, noch einmal hier rein zu posten, zu beschreiben, wie mich dieses Stück „The Night They Drove Old Dixie Down“ innerlich ergreift. Es ist nicht einfach eine Rockmusik, das ist echter Blues and Soul, die kräftige Stimme von Levon Helm ist von ungeheurer Leidenschaft.
    Damals habe ich mich nie tiefer mit dem Sinn des Textes auseinandergesetzt, mit „Old Dixie“ schwebte mir der Gedanke vor, wie afroamerikanische Jazzmusiker in einer Prozession den „alten Dixie“ zu Grabe tragen; was wohl nicht korrekt ist.
    Hier finden Interessierte eine umfassende Hermeneutik zum Text und zur Musik:
    http://de.wikipedia.org/wiki/The_Night_They_Drove_Old_Dixie_Down

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