Hysterie um Darabos

Dass das Simon-Wiesenthal-Zentrum nun den österreichischen Verteidigungsminister Norbert Darabos zum Rücktritt auffordert ist genauso daneben wie Darabos´peinliche Attacke auf den israelischen Außenminister Lieberman. Darabos suchte sich unter all den wirklich unerträglichen Politikern dieser Welt ausgerechnet einen israelischen aus, um den als „unerträglich“ zu bezeichnen, und Shimon Samuels, Direktor für internationale Angelegenheiten des Zentrums, nimmt sich von all den wirklichen Antisemiten und Israelhassern unter den Politikern dieser Welt ausgerechnet den Antifaschisten Darabos vor. Das zeugt von einer Überhitzung der Debatte, von Realitätsverlust und fast schon Hysterie. Darf das Wiesenthal-Zentrum das? Klar darf es. Ist das klug? Nein, es ist deppert. Wasser auf den Mühlen all jener Drecksäcke und ihrer Nachplapperer, die bei jeder Gelegenheit weinerlich beklagen, man dürfe Israel nicht kritisieren. Und ein Knüppel zwischen die Beine von all jenen, die seit vielen Jahren dafür kämpfen, dass Israel als normaler Staat gesehen und akzeptiert wird. Natürlich spricht Samuels nicht für Israel, aber wir wissen ja, dass dem durchschnittlichen antisemitischen Dummbeutel, der jeden Juden überall mit Israel gleichsetzt, Fakten egal sind. Daher hat, selbst wenn es schwer fällt und die Versuchung groß ist, auch ein Sprecher des Wiesenthal-Zentrums sein Hirn einzuschalten bevor er was sagt. Mit dem Hochschaukeln der Affäre ist Israel ebenso wenig gedient wie den österreichischen Juden. Darabos ist Verteidigungsminister eines Kleinstaates mit einem lächerlichen Militär, unbedeutend eigentlich, und so entbehrlich seine Wortspenden zu Israel auch waren, muss man sie doch aushalten können, vor allem wenn man mitdenkt, dass Darabos eben einer ist, von dem man mit Sicherheit sagen kann, dass er kein Antisemit und kein verkappter Nazi ist. Genauso, wie man es auch als Freund Israels aushalten muss, wenn ein österreichischer Politiker mal nicht jeden israelischen Minister und jede politische Aktion Israels großartig findet.

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7 Gedanken zu “Hysterie um Darabos

  1. Ein objektiver Beitrag, zumindest aus meiner subjektiven Sicht gesehen.

    IHR ZITAT:
    Darabos eben einer ist, von dem man mit Sicherheit sagen kann, dass er kein Antisemit und kein verkappter Nazi ist
    ZITATENDE:

    Ist er sicher nicht, dafür ist er ein ….. ich drücke mich mal vornehm aus: Darabos zählt sicher nicht zur geistigen Elite dieses Landes.

  2. jemanden als „unerträglich“ zu bezeichnen, hat halt wenig mit „Kritik“ zu tun.

    im Standard-Forum sind solche Beschimpfungen „auszuhalten“ (auch wenn ich nicht verstehen kann, warum ausgerechnet Bronners Zeitung den Israel-Hassern ein Forum zur Verfügung stellen musste)

    Bei einem Minister sind solche Beschimpfungen hingegen „unerträglich“

  3. „…ausgerechnet einen israelischen… “
    Bislang war ich mir unschlüssig was ich darüber denken soll. Sich Lieberman als Opfer seiner Polemik zu machen, ist schon sehr billig. Aber diese Worte eines Anonymen zeigen genau was Sache ist. Die Linken sind die Rassiten/Faschisten von Heute. Die Legende von den „…weinerlich beklagen, man dürfe Israel nicht kritisieren…“ hat dagegen – in Kombination mit „..Mit dem Hochschaukeln der Affäre ist Israel ebenso wenig gedient wie den österreichischen Juden“ echtes Stürmer-Niveau! Na ja, ein Bergvolk halt! Arme Kellertöchter….

  4. Man muss sich aber schon fragen wieso macht Darabos das? Das ist ihm nicht einfach so rausgerutscht, sondern er steht dazu, auch noch nach der Distanzierung durch die Regierung. Darabos profiliert sich sonst nicht als großer Kommentator des Weltgeschehens, aber zu Israel fällt ihn nichts ein außer Liebermann? Ja Antifaschist mag er wohl sein, aber so einer wie der gesamten sozialistischen Riege: einer, der vom Antisemitismus erst dann was weiss, wenn er tote Juden sieht und also nichts darüber weiss. Solche Leute sind ja in aller Regel auch Antizionisten und hassen Israels vorgehen. Als nächstes fordert er Blauhelme für Israel, um es vor Liebermans zu schützen, der ja „bekanntlich“ ein Faschist ist und die Palästinenser ausrotten will.
    Nein ehrlich, „deppert“ ist nicht die Reaktion des Wiesenthal Centers sondern der Österreicher, die sich nicht vorstellen können warum ein Minister zurücktreten muss.

  5. Blauhelme für Israel ?

    Bei dem Eifer den linke Israelkritiker unter den Politikern an den Tag legen, liegt diese Lösung doch nahe.
    Wenn z.B. israelische Sicherheitskräfte in Hebron ein Apartheidsregime errichten, damit eine jüdische Minderheit sicher inmitten der fremdenfeindlichen Mehrheitsgesellschaft leben kann könnten UN-Blauhelme statt israelischer Soldaten das Problem endgültig lösen.
    Warum nicht, hat ja auch in Srebrenica funktioniert…

    Wie gut das funktioniert wenn man auf Toleranz statt Repression setzt kann man ja in den national befreiten Zonen Ostdeutschlands sehen, wo der deutsche Staat keinen Apartheid durchgesetzt hat damit Ausländer und Andersdenkende sicher leben können.
    Die dortige Bevölkerungsmehrheit ist zufrieden, die Ausländer sind weg und die Andersdenkenden halten das Maul, oder sie bekommen ein paar auf das selbige.

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