Kärnten: Neuwahlen jetzt!

Das Geständnis von Josef Martinz hat nur bestätigt, was aufmerksame Beobachter seit Jahren vermuteten: Kärnten wurde von einer Bande von Blendern und Verbrechern ausgeraubt, und der schlimmste von ihnen war Jörg Haider. So wie alle Gauner und Trickbetrüger hat sich Haider immer als Saubermann inszeniert, als „ehrlich und anständig“, als einer der aufräumen werde mit „Privilegien und Skandalen“. In Wirklichkeit haben er und seine Gang zusammen mit den Schwarzen nach der Machtübernahme in Kärnten (und im Bund ab Bildung der ÖVP-FPÖ-Koalition) sofort damit begonnen, das Land systematisch auszuplündern und dabei alles, was es vorher gab, an krimineller Energie bei weitem übertroffen. „Sauber“ oder „anständig“ war da gar nix. Die Bank Hypo-Alpe-Adria wurde von diesen Figuren als persönlicher Goldesel missbraucht und, nachdem er schlachtreif war, unter Umständen, die noch etliche Gerichtsverfahren nach sich ziehen werden, verkauft, wobei bei diesem Verkauf nicht nur eine ganze Reihe von FPÖ/ÖVP-Günstlingen gut verdienten, sondern eben auch direkte illegale Parteienfinanzierung stattgefunden hat. Der sogenannte „Birnbacherprozess“ bringt das jetzt ans Licht. Es ist schon ungeheuer frech, wie hier sechs Millionen Euro Steuergeld abgezweigt wurden und in die Parteikassen von FPÖ (damals BZÖ) und ÖVP wandern sollten. Und es ist genauso übel, wie man sich das immer vorgestellt hatte. Da wanderten schon mal 65.000 Euro in einem Kuvert von Hand zu Hand, da wurde Österreichs Korruptionsspezialist der besonderern Art Ernst Strasser, der gegen 100.000 Euro in bar Einflussnahme auf die EU-Gesetzgebung angeboten hatte, als „Berater“ beigezogen, da haben Anwältinnen Tricks ausgeheckt, wie man Geld waschen könnte. Und selbstverständlich war da die gesamte Führungsriege von FPK/BZÖ und Kärntner ÖVP eingeweiht. Die Behauptung, man habe das nicht mitgekriegt, können die Herrschaften dem Weihnachtsmann erzählen. Martinz hat nun getan, was er schon vor Jahren tun hätte sollen, nämlich seinen Rücktritt bekannt zu geben und alle Ämter niederzulegen. Aber das reicht natürlich bei weitem nicht. In der Kärntner ÖVP muss es einen totalem personellen Umbruch geben, muss jeder, der in das System Haider-Martinz eingebunden war, gehen, falls diese Partei auch nur einen Rest an Glaubwürdigkeit behalten möchte. Dasselbe gilt für die FPK, wo vom Landeshauptmann abwärts die ganze Regierungsriege überreif ist für den Rücktritt. Und in Kärnten muss so rasch wie möglich neu gewählt werden. Alle, die Medien voran, sind gefragt, hier entsprechenden Druck aufzubauen. Dass diese Figuren so weiterregieren, als wäre nichts geschehen, ist unerträglich.

Übrigens: Dieses Denkmal hat man dem Alkoraser, Volksaufhetzer und Steuergelddieb Jörg Haider errichtet

Was mit den „verbindenden Händen“ gemeint war, hat der Karikaturist Michael Pammesberger schon vor einiger Zeit richtig erkannt:

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3 Gedanken zu “Kärnten: Neuwahlen jetzt!

  1. Ich würde gerne den Einzahlungsbeleg über die 65.000 Euro, die angeblich an die Kärntner ÖVP gegangen sind sehen. Ich habe viel mehr die Vermutung, dass Pepi die eingesteckt hat. Das war sicher nicht alles. Von Dörfler ist nichts zu erwarten. Keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus.

  2. In der vom Wirtschaftsprüfer Mag. Rossbacher geprüften ÖVP Finanzen scheinen im Jahr 2008 als Spenden nur € 59.819,48 auf. Entweder prüft einer hier nicht genau (Landesauftrag?) oder der Pepi hat das Geld für andere Ausgaben verwendet. Es müssen ja auch Handtaschen, Schuhe (Susi geh voran!) usw. bezahlt werden.

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