Der Nachfolgestaat

Der deutsche Sozialrichter Jan Robert von Renesse wollte sich nicht damit abfinden, dass die Sozialbürokratie in unheiliger Allianz mit der Politik Rentenzahlungen an jüdische Ghetto-Überlebende so lange hinauszuzögern  gedachte, bis auch der letzte Anspruchsberechtigte verstorben sein würde, und mischte sich zugunsten der Opfer ein. Zum Dank für seinen Einsatz für die Holocaustüberlebenden wird er nun in Deutschland geschnitten und gemobbt. Wir erinnern uns: Das ist jenes Deutschland, das sich erstaunlich leidenschaftlich dafür einsetzte, dass SS-Mitglieder und Wehrmachtskollaborateure in ganz Europa eine schöne Rentenaufbesserung aus Bonn und Berlin bekamen.  Nazi-Täter gelten Deutschland als „die unsrigen“, auf die man auch finanziell schauen müsse, Nazi-Opfer sind lästig und sollen wegsterben, damit endlich Ruhe im Karton ist.  Das ist und war die Realität jenseits der wohlfeilen Sonntagsreden im „gründlich zivilisierten“ (Claudia Roth) Deutschland.

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2 Gedanken zu “Der Nachfolgestaat

  1. Da lob ich mir die sozialistische DDR.

    Die hat sich immer als nicht-Nachfolgestaat des Deutschen Reiches betrachtet, und deswegen auch nichts gezahlt.

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