Pensionslüge und Pensionsrealität

Weil es im Sonntagsgerede der der Politikerinnen, im Ablenkungsgeschwafel der „Experten“ sowie im sich stets ähnelnden Summen der Journalistinnen untergeht, sei es hier wenigstens gesagt: Die immer wieder geforderte und bereits schrittweise durchgeführte Erhöhung des Pensionsantrittsalters soll weder „das Pensionssystem sichern“, noch „der gestiegenen Lebenserwartung Rechnung tragen“, und schon gar nicht „unser Sozialsystem auch für kommende Generationen erhalten“. Die Maßnahme dient nur einem Zweck: Die Löhne sollen sinken. Das ist das kleine Kapitalismus-Einmaleins: Je mehr Mitbewerber ich auf einen Markt lasse, desto  niedriger werden die Preise. Mit der Erhöhung des Pensionsantrittsalters und der Abschaffung der Invaliditätspension wird genau das erreicht, da noch mehr Menschen auf einen Arbeitsmarkt gedrängt werden, der ohnehin schon überlaufen ist. Die „Ware Mensch“ wird billiger, und allein das zählt, allein dafür werden Politiker bezahlt (nicht das Taschengeld namens Politikergehalt ist hier gemeint, sondern die echte Bezahlung, die Politiker in aller Regel, aber nicht ausschließlich nach Ausscheiden aus dem Amt von der dankbaren Industrie in Form von Aufsichtsratsposten, überbezahlten Vorträgen und ähnlichen Goodies bekommen).

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