Augstein, moderner Antisemit

Die Deutschen kennen mal wieder keine Parteien mehr, sondern nur noch den angeblich gemeinsamen Außenfeind, diesmal amerikanische Juden, konkret das Simon-Wiesenthal-Zentrum, welches den Verleger und Hobbykolumnisten Jakob Augstein in die „Top-Ten-Liste“ der schlimmsten antisemitischen und antiisraelischen Entgleisungen von 2012 aufgenommen hatte, und wenn die Deutschen parteiübergreifend zusammenrücken, will auch der Zentralrat der Juden in Deutschland nicht abseits stehen und bescheinigt daher Augstein, kein Antisemit zu sein. „Besser mit der Rotte heulen als Abseits zu stehen“, mag man sich beim Zentralrat denken, doch wie es die deutsche Mehrheitsgesellschaft Juden dankt, wenn die sich übereifrig an sie anbiedern, kann in jedem besseren Geschichtsbuch nachgelesen werden. Als Deutschland und Österreich den Ersten Weltkrieg lostraten, waren die deutschen Juden genauso patriotismusbesoffen wie ihre christlichen Mitbürger. Zehntausende Juden meldeten sich freiwillig zur Armee, rund 100.000 waren es insgesamt in Deutschland, und 12.000 von diesen bezahlten ihren Einsatz mit dem Leben. Zu Kriegsbeginn verlautbarte der zionistische Wanderbund „Blau-Weiß“: „Das Vaterland ruft seine Söhne zu den Waffen, freudig folgen wir seinem Ruf“. Es nützte natürlich nichts. Obwohl die berüchtigte „Judenzählung“ von 1916 ergeben hatte, dass anteilsmäßig ebenso viele Juden wie Nichtjuden im Heer dienten, galten Juden als Drückeberger, „Zersetzer“, und, nach der Niederlage, als Dolchstoßer und vaterlandslose Gesellen. Warum? Weil der Antisemitismus gegen Fakten so resistent ist wie die Beulenpest gegen Aspirin. Deswegen ist das Einzige, das verlässlich gegen die tödlichen Auswirkungen des Antisemitismus hilft, Israel. Und weil das so ist, ist derjenige, der Israel obsessiv, einseitig und delegitimierend „kritisiert“, ein Antisemit, auch wenn er oder sie das nicht verstehen will oder kann. Vor der Gründung Israels haben die Juden  wirklich alles versucht: Von Abschottung zu Assimilation, von Assimilation zu Konversion, von schüchternem Schtedtlleben zum selbstbewussten Auftreten in Industrie, Kunst und Wissenschaft – am Ende brannten die Hinterhofsynagogen ebenso wie die sakralen Großbauten, wurden die Assimilierten ebenso in den Krematorien der Vernichtungslager verbrannt wie die Bekennenden, die Liberalen wie die Orthodoxen. Und es war die vermeintlich aufgeklärte Kulturnation Deutschland, die der viele Jahrhunderte lang andauernden Verfolgung der Juden die industrielle Ermordung folgen ließ, die den Zivilisationsbruch beging. Und damit war die Frage, ob sich Juden auf die Toleranz und die Zivilisiertheit von Staaten, in denen sie nicht die Mehrheit stellten, verlassen könnten, solange sie sich nur brav verhielten, für alle Zeiten mit „Nein“ beantwortet.

Die Liste des Wiesenthal-Zentrums mag auf den ersten Blick nicht glücklich zusammengestellt wirken. Mir fielen viele andere Personen oder Organisationen ein, die man dort statt Augstein oder zumindest gleichwertig mit ihm auflisten hätte müssen. Den Chef der größten österreichischen Oppositionspartei zum Beispiel, der auf seiner Facebookseite antisemitische Hetzkarikaturen im „Stürmer“-Stil verbreitete. Doch sollte man die Verantwortlichen im Wiesenthal-Zentrum nicht für Idioten halten, die, wie es manche Deutsche nun darstellen, sich vom bösen Henryk M. Broder für dessen Privatfehde gegen Augstein instrumentalisieren hätten lassen. Augstein hat sich seinen Platz auf der Antisemitenliste verdient, weil er einer der aktivsten publizistischen Wortführer in Sachen Dämonisierung und Delegitimierung von Israel ist. Seine Kritik an Israel ist keine, er hetzt bloß. Ginge es ihm um Kritik, würde er die Zustände in Gaza beklagen, OHNE in diesem Zusammenhang das objektiv falsche und im Kontext der Shoah besonders perfide Wort „Lager“ zu gebrauchen, und ohne für die Zustände in Gaza ausschließlich das 2005 aus Gaza abgezogene Israel und mit keinem Wort die dort regierende Hamas verantwortlich zu machen. Ginge es ihm um Kritik an der Kriegsgefahr im Nahen Osten, würde er nicht das in einer Verteidigungsposition ums Überleben kämpfende Israel als alleinige „Gefahr“ denunzieren, sondern die Vernichtungsrhetorik des an der Schwelle zum Besitz von Atomwaffen stehenden Iran und die Wirkung, die diese Rhetorik auf Israel, aber auch auf die sunnitischen Staaten hat, ebenso erfassen und berücksichtigen wie die Stellvertreterarmeen des Iran, die an Israels Grenzen lauern. Ginge es ihm um Kritik, würde er konkrete Taten und Absichten des israelischen Kabinetts anprangern, statt Israel als monolithischen Block zu schildern, der in der Augstein´schen Erzählung gar nichts richtig machen KANN. Wäre Augstein ein Kritiker und kein Hetzer, würde er nicht vom „Cui bono“ raunen, wenn er über 9/11 oder den Mohammedfilm schreibt. Und er würde vor allem nicht das ur-antisemitische Märchen verbreiten, die 15 Millionen Juden auf dieser Erde seien so mächtig, die Weltpolitik zu bestimmen. Augstein ist ein im Medienzirkus mit Machtpositionen ausgestatteter Vertreter des modernen Antisemitismus, der bei genauerer Betrachtung doch ganz der alte ist, und daher war es durchaus berechtigt, ihn auf die Top-Ten-Liste der schlimmsten Antisemiten von 2012 zu setzen.

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31 Gedanken zu “Augstein, moderner Antisemit

  1. Hallo Lindwurm

    Ich mag deinen Blog sehr, aber Augstein als Antisemiten zu bezeichnen find ich schon ein starkes Stück. Er mag in manchen Sachen übertereiben, aber deswegen ist er noch lange kein Antisemit. Witzig finde ich, dass sich das Wiesenthal-Zentrum unter anderem auf Henrik M. Broder beruft. Einem wirklich schrecklichen Mann, der alles was nicht seiner Meinung entspricht nicht gelten lässt und keine Kritik zulässt. Wenn ihm die Argumente ausgehen begibt er sich in die Fäkalsprache und hetzt in Nazisprache.
    Wer so über den Islam als ganzen hetzt wie er darf niemals eine Lobby haben, denn er ist nicht besser als ein Antisemit. Er mach es halt mit dem Islam. Da ist der Augstein harmlos.

  2. Nur einen einzigen Satz in diesem hervorragenden Kommentar muss ich richtig stellen,
    nach aktuellen Erhebungen leben weltweit lediglich nur 14 Millionen Juden http://www.israelheute.com/Nachrichten/tabid/179/nid/25326/Default.aspx

    Zitat:
    „Weltweit 14 Mio. Juden
    Eine ausführliche Studie des Pew Forums hat ergeben, dass es weltweit 14 Millionen Juden gibt, das sind 0,2 Prozent der Weltbevölkerung. Zum Vergleich: Die Zahl der Muslime beträgt 1,6 Milliarden………..“

  3. @Michael
    Antisemit ist man erst wenn man als NPD Mitglied die gleiche Meinung wie Augstein vertritt, oder wie?
    Uebrigens, der ADAC hat 18 Millionen Mitglieder und strebt die Herrschaft ueber die Verkehrspolitik der ganzen Welt an.

  4. @thomas
    denen reicht es aus, wenn ein CDU, FDP oder ‚Rechts’sozialdemokrat die gleiche Meinung wie Augstein vertritt, um ihn Antisemit zu nennen und gleich die ganze Partei, der er dazugehörig ist, antisemitisch zu nennen. In diesen von keiner anderen politischen Richtig auch nur annähernd gelebten, brutalst möglichen double standards, äussert sich bereits das tollwütige totalitäre Wesen dieser ganzen politischen Richtung.

  5. Wenn über die Hälfte der Menschen (59 %) mit mosaischen Glaubens im Ausland und nicht in Israel lebt, kann es doch mit dem Antisemitismus im Ausland bzw auch in Germany, so schlimm nicht sein, oder?! Die oftmals berechtigte Kritik an der israelischen Regierungs- und Siedlungspolitik immer gleich als Antisemitismus zu bezeichnen, nervt!

  6. Ich schließe mich Michael an, eine absurde Diskussion. Hier wenigstens wird ein wenig differenziert:
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1967345/
    Ich schätze Augstein, auch wenn ich oft anderer Meinung bin (z.B. zu diesem unsäglichen Grass-Gedicht), weil er für mich glaubhaft die Idee einer gerechteren Gesellschaft im Blick hat und sicher kein Rassist ist.
    Bernhard, hier gebe ich dir Recht: “Besser mit der Rotte heulen als Abseits zu stehen”, mag man sich beim Zentralrat denken, doch wie es die deutsche Mehrheitsgesellschaft Juden dankt, wenn die sich übereifrig an sie anbiedern, kann in jedem besseren Geschichtsbuch nachgelesen werden.“
    Genau. Warum dann aber Broder mit Ultrarechten und Nazis stumpfsinnig und pauschal gegen Moslems und Linke hetzt?
    Hass und Paranoia gebären die seltsamsten Allianzen…
    http://www.tagesspiegel.de/medien/im-terroristen-manifest-zitiert-broder-ueber-broder-bei-breivik/4427010.html

  7. Genau genommen, hat Augstein auch die angeborene Fähigkeit sich Realitäten hübsch in rechte Licht zu rücken.

  8. http://www.publikative.org/2013/01/04/was-hat-augstein-eigentlich-geschrieben/

    http://www.konkret-magazin.de/aktuelles/aus-aktuellem-anlass/aus-aktuellem-anlass-beitrag/items/333.html

    Das Gerücht über die Juden

    Dabei gibt es beste Gründe, Augstein einen Antisemiten zu nennen, wie insbesondere Henryk M. Broder in der Welt, Rainer Trampert in Konkret und Stefan Gärtner in der Titanic (sic!) überzeugend nachgewiesen haben. »Die fantasierte jüdische Weltherrschaft«, so resümiert Trampert, »die Weltkriegsgefahr, die Aufregung über eine Fiktion und die Gleichgültigkeit gegenüber realen Kriegen und Kriegstoten, die Insinuationen, dass Israel hinter dem Mohammed-Film, dem Krieg in Syrien und der iranischen Bombe stecke und die Toten in den innerarabischen Machtkämpfen zu verantworten habe, die Wiederholung der Lüge vom Juden, der aus dem Antisemitismus Profit schlage, diese ganze Sammlung perfider Projektionen zeigt eine Verblendung, die mit einer Kritik an Aspekten israelischer Politik nichts mehr zu tun hat.« Hinzu gesellt sich noch der altbekannte Trick, »sich als Verfolgte[r] darzustellen«, wie Adorno analysierte, »sich zu gebärden, als wäre durch die öffentliche Meinung, die Äußerungen des Antisemitismus heute unmöglich macht, der Antisemit eigentlich der, gegen den der Stachel der Gesellschaft sich richtet, während im Allgemeinen die Antisemiten doch die sind, die den Stachel der Gesellschaft am grausamsten und am erfolgreichsten handhaben«. Oder, um es mit Stefan Gärtner zu formulieren: »Dass die Juden uns den Mund verbieten, ist das Gerücht über die Juden, das nach Adorno der Antisemitismus ist. Wer glaubt, dass es wahr sei, ist ein Antisemit. Augstein ist einer.«”

    http://lizaswelt.net/2013/01/05/freispruch-fuer-deutschland/

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/augstein_im_zweifel_ahnungslos/
    Augstein – Im Zweifel ahnungslos

    “Frank Olbert hat im Kölner Stadt-Anzeiger das getan, was die meisten Verteidiger Augsteins bisher aus gutem Grund unterlassen – Er hat ihn zitiert. Herausgekommen ist dabei folgende Analyse: “…Nun mögen Haredim mit ihren Stirnlocken, Bärten und der mittelalterlichen Kleidung in Augsteins Augen vielleicht rückständig wirken – Bombenleger sind diese äußerst frommen Juden ganz sicher nicht. Sie gehen oft nicht einmal zum Militär, und einen Staat Israel kann es für viele von ihnen erst geben, wenn der Messias erscheint. Den sehen sie in Netanjahu eher nicht. Indem er sie alle in einen Topf wirft, die Haredim, die Ultraorthodoxen, die Islamisten, bedient Augstein ein auch im linken Milieu gepflegtes Klischee, wonach in jedem Strenggläubigen ein Gotteskrieger steckt. “

  9. Ähm… „mit der Rotte heulen“ bedeutet dann in diesem Fall, dass der Zentralrat der Juden ebenfalls zum Antisemitismus übergelaufen ist!?

  10. Broder wird verteidigt, Augstein vernichtet. Ein Islam-Hasser ist also ok, ein Judenhasser ist böse?

    Und gleichzeitig Augstein Doppelmoral vorwerfen. Der Balken im eigenen Auge ist wohl zu klein?

  11. Augstein wird ja nicht vorgeworfen einer der „10 schlimmsten Antisemiten“ zu sein sondern „einen der 10 am meisten antisemitischen Sager“ abgesondert zu haben. Das ist schon ein Unterschied. Salon-Antisemit ist er sicher, einer „der 10 schlimmsten Antisemiten“ sicher nicht. Er ist halt ein Opportunist, der sich in den deutschen Mainstream einreihen will. Wie sein Vater ist er ein bestenfalls mittelmäßiger Journalist mit eher bescheidenem Intellekt aber dafür um so größerem Selbstbewusstsein. Im Gegensatz zu seinem Vater hat er es aber nie geschafft, herausragende Journalisten um sich zu sammeln und sich die – richtigen – Feinde zu suchen.

  12. Antideutsche sind übrigens auch linksradikal wie Augstein, im Deutschenhass sind die sich einig, die Brüder im Geiste.
    Lizas Welt und Feige im Nirgendwo und deren Jünger sind üble Antideutsche.

  13. @Olaf

    können Sie nicht endlich aufhören, den immer gleichen Müll nicht ständig in allen möglichen Blogs zu hinterlassen?

  14. Liza ist Fussballfan, aber zur deutschen Nationalmannschaft hält er nicht, die ist in seiner Welt pöhse. Er glaubt Jogi Löw ist Hitler und Philip Lahm ist Eva Braun;) So sinds, die Antideutschen.

  15. Schula hat nichts Substanzielles einzuwenden…… immer Toleranz einfordern, jedoch niemals aufbringen, wenn es um Interessen der Deutschen geht. Kennt man ja.

    Olaf. sei nicht so streng! Antideutsch ist doch chic.
    Dieses Volk hat nichts anderes verdient, als ständig gedemütigt zu werden.
    Aber nein doch, wehe wenn jemand anders in die Opferrolle schlüpfen will; da sei der mediale Spin vor.

  16. Woher will ein Dummschwätzer wie Sie das wissen?
    Wer ist „man“, Dummschwätzer? 😀

    Adios.

  17. es gibt gut Gründe antideutsch zu sein.

    Der Standesdünkel und die Überheblichkeit, die Fremdenfeindlichkeit und der Chauvinismus der sich gerne als Vorurteil gegen die USA – oder Wahlweise Italien oder Frankreich richtet – und dem auch im linken Mainstream selten Widersprochen wird… das ist schon ausreichend genug um als Deutscher antideutsch zu werden.

    Es gibt nichts schöneres als in einer typischen Linken Szenekneipe den Kindern der Besserverdienenden dabei zu zu hören wie sie erst ihre Privilegien verteidigen und dann später über die unterpriviligierten Prolls aus den bildungsfernen Schichten lästern… das ist ausreichend genug um antideutsch zu werden.

    Auch schön ist es Antiimperialistische Flugblätter zu lesen, in denen sich mehr Revanchismus als in den Postillen der Heimatvertrieben findet – nur das darin kein eigener Staat für Schlesier und Sudeten auf den Gebiet von Polen und Tschechien inklusive Rückkehrrecht für alle Flüchtlinge gefordert wird… das ist ausreichend genug um antideutsch zu werden.

  18. @Alreech-

    Lese bereits seit längerer Zeit und mit Interesse Ihre Kommentare. Meistens stimme ich mit Ihnen überein. Wieso aber soll man z.B. antideutsch werden, wenn man den linken Schnöseln in der Kneipe zuhört, so verachtenswert deren Äußerungen auch sein mögen. Dieses Verhalten ist doch nicht typisch deutsch, das gibt es überall. Und genau dieses Phänomen meine ich.
    – an Deutsche wird ein anderes Maß angelegt, als etwa an Franzosen, Türken.oder wen immer Und es betrifft Menschen, die man für keine Shoa oder Vertreibungen verantwortlich machen kann.
    – volksverhetztend und rassistisch sind per se / vor allem die Deutschen
    Gegen Deutsche darf gefahrlos gehetzt werden; da greifen keine Paragraphen.

    Was sagen Sie zu Parolen wie „Harris, do it again!“ angesichts einer Opferzahl in Dresden, die die von Hiroshima und Nagasaki überstieg und die auch nur aus Zivilisten und unzähligen (und daher auch nie gezählten) Flüchtlingen bestand?
    Sieht aus, als ob der Spieß umgedreht worden wäre: Deutsches Leben ist unwertes Leben.
    Und allein dafür, dass ich sowas hier schreibe, lande ich im Nazi-Eck. Aber ist es nicht so, dass Versöhnung nur möglich ist, wenn alles ehrlich aufgearbeitet wird. Doch mir scheint, dass echte Versöhnung nicht erwünscht ist.

  19. @Alreech

    das ist eine Einbildung derer. Wenn man sich gegen Rassismus und vor allem dem deutschen Antisemitismus wehrt, ist man bei denen anti-deutsch. Daher sieht man doch, daß die sich gern als Opfer stilisieren.

  20. @Schula

    …… dass sie sich gerne als Opfer stilisieren…?? Hat jemals ein Vertreter des Judenrates oder des Moslem-Rates sein Bedauern für ein deutsches Opfer ausgesprochen, das versehentlich einem Mighgru-Messerstecher vor die Klinge lief? Wenn der Täter dann endlich und eher durch Zufall gefaßt wird, wird er auf Bewährung freigelassen, etwa weil er zu sensibel für den Knast ist, Wenn ein Deutscher zum Täter wird, auch im Falle von Notwehr, dann hagelt es von allen Seiten Ermahnungen und ihn trifft die volle Wucht des Gesetzes und die Medien überschlagen sich in ihren „Kampf gegen Rechts“ -Affirmationen. Tut mir leid, aber diese Tricksereien sind eines Rechtsstaates nicht würdig.

  21. @magellan: Die dümmste Wortspende kommt wie üblich von einem Rechten wie dir. Warum der Zentralrat der Juden in Deutschland irgendwelche Messerstechereien kommentieren sollte, erschließt sich wohl nur einem antisemitischen Rassistengehirn. Auf den Scheiß, den du da verzapfst, will ich gar nicht näher eingehen, aber soviel sei dann doch gesagt: Deutsche jüdischen oder muslimischen Glaubens sind, auch wenn dich das überraschen mag, Deutsche.

  22. „Judenrates“

    Auch die Sprache, Lindwurm, sagt alles. Was „Judenräte“ waren, weiß jeder, der sich wenigstens mal ansatzweise mit dem Holocaust befaßt hat.
    Daß bei einem Rechten Muslime und Juden keine Deutsche sind, überrascht bei der braunen Kacke nun nicht mehr.

  23. @magellan

    Der Begriff Antideutsch ist als Abgrenzung zu Antiamerikanismus und anderen Formen des Chauvinismus zu sehen.

    Die Linke Szene in Deutschland besteht hauptsächlich aus den Kindern des Bildungsbürgertums. Als solche sind sie privilegiert durch Herkunft (leichter Zugang zur Bildung über das Elternhaus, offensichtlich einheimisch) und Status (Student oder Akademiker). Personen die nicht dieser privilegierten Klasse angehören sind innerhalb der linken Szene kaum wahrnehmbar oder vorhanden.
    Die linke Szene in Deutschland ist deutsch. Sie mag sich noch so internationalistisch und Links geben, Migranten und Arbeiter sind in ihr kaum vertreten.

    Vorurteile gibt es auch in dieser Szene. Der dummer Ami gehört genauso dazu wie der dumme Italiener (Berlusconi !) oder der dumme Franzose (Chirac und Sarkozy) die deswegen dumm sind weil sie Politiker wählen die ein privilegierter Deutscher niemals wählen würde.
    Die Kritik an den USA oder anderen Ländern dient dann vor allem dazu die eigene Nation als Gegenbild aufzuwerten.

    Gegen so eine chauvinistische Kritik anderer Länder durch Deutsche richtet sich die Kritik der Antideutschen.
    Jeder sollte zuerst einmal vor der eigenen Türe kehren.
    Deswegen sollte man als Deutscher Linker eben auch die deutsche Linke kritisieren, und nicht über Amis oder dumme Prolls lästern.

  24. @Schula
    Tut mir leid, dass mir die exakte Bezeichnung in der Hektik nicht eingefallen ist. Vom Judenrat, den Du meinst, habe ich bis dato noch nichts gehört.

    @lindwurm
    Du irrst. Niemals habe ich FPÖ oder BZÖ gewählt. Das könnte ich beim Augenlicht meiner Liebsten oder meines eigenen schwören. Selbst ÖVP habe ich nur einmal bei Gemeinderatswahlen angekreuzt. Daher bin ich also kein Rechter. Ich schwimme einfach ein bisserl gegen den Strom, weil ich ein ein Verfechter von Gerechtigkeit bin. Und da darf es einfach kein verschiedenes Maß in einem Rechtsstaat geben. Punktum.
    Du machst es Dir leicht: Du erklärst einfach alle zu Deutschen, die sich dort aufhalten, damit spart man sich Antworten. Warum hat dann jede Konfession eine eigene starke Vertretung, wenn eh alle Deutsche sind? Ihr nehmt es auch immer so, wie ihr es gerade braucht und vermischt rechtsstaatliche und konfessionelle Grundlagen. Rabulistik pur.

    Auffällig ist ja, wie „Gegen-Rechts“ – Kämpfer mittlerweile die gleichen Methoden in ihrer Gesinnungsschnüffelei anwenden, wie früher die Stasi oder gar die Gestapo Ja, das ist echte Zivilcourage: mit der Staatsmacht im Rücken!.

  25. @Alreech
    Deine Definition von Antideutsch ist falsch.
    Antideutsche sind doch zumeist reiche Studenten, die den deutschen Arbeiter nicht nur verachten, sondern sogar blutrünstig hassen.
    Sie sind nicht gegen arrogante Linke, im Gegenteil, sie sind ja selbst überhebliche Linksradikale.
    Sie lieben die Deutschenschlächter Stalin, Benes, Honecker etc. genauso wie Augstein und Co.
    Antideutsche und Augsteins stimmen zu 99% überein.

  26. Wie die Demonstrationen zum WKR-Ball 2012 gezeigt haben, spaltete sich die „ANTIFA“-Linke in zwei Lager auf. Die einen unterstützen Palästinenser und sind gegen israelische Politik, gegen Globalisierung und gegen US-Imperialismus.

    Die andere Gruppe ist der Meinung, dass Kritik an den USA oder Israel struktureller Antisemitismus wäre, ebenso Kapitalismuskritik. Wie diese zu Palästina stehen, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Was die beiden Gruppen gemeinsam haben, ist die antideutsche Haltung und die Migrationsfreundlichkeit. Auch Nationalstaaten wollen beide abschaffen – in erster Linie europäische, sicher nicht afrikanische oder gar Israel.

  27. @magellan
    So ist es, diese Israel Diskussion ist in erster Linie ein Bruderkampf unter Linksfaschisten.
    Es gibt auch ein paar Anständige wie Matussek, aber die sind die Ausnahme.

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