Stress im Mömax-Restaurant

Das Möbelhaus „Mömax“ schickte mir einen Gutschein, mit dem man entweder ein Wiener Schnitzel oder einen Fitness-Salat gratis haben konnte. Einzulösen in den Restaurants von Mömax. „Das ist aber nett“, dachte ich mir, und fuhr heute zur Filiale in der Klagenfurter Völkermarkter Straße. Da es 33 Grad im Schatten hatte, bestellte ich mir den Salatteller. An dem gab es nichts auszusetzen. Als ich zahlen wollte, machte die Kellnerin plötzlich Stress.

„Das geht leider nicht“.
„Was geht nicht?“
„Na sie hätten mir den Gutschein vorher zeigen müssen“.
„Auf dem Gutschein steht aber nirgends, dass der vor der Bestellung vorzuweisen sei“.
„Das ist aber so, außerdem hab ich das schon als normale Bestellung gebucht“.
„Na dann buchen sie´s zurück. Wird doch im Computerzeitalter keine Raketenwissenschaft sein“.
„Ich darf nicht“.
„Na dann holen sie bitte ihre Chefin“

Die Restaurant-Chefin kommt und beharrt darauf, dass der Salat voll zu bezahlen sei, da ich den Gutschein nicht vor der Bestellung vorgezeigt habe. Es entwickelt sich eine Diskussion, die ungefähr fünf Minuten, die sich anfühlen wie eine Stunde, dauert. Danach lässt sich die Restaurantleiterin endlich dazu herab, den Gutschein anzuerkennen. Ich mag sowas nicht. Ich mag nicht wegen 5.90 Euro rumstreiten und Alarm schlagen und streiten müssen. Das ist mir peinlich. Aber 1. habe ich nun mal wenig Geld und 2. geht es schon auch ums Prinzip. Nennt mich pingelig, aber wenn ich einen Gutschein für ein Gratisessen bekomme, dann will ich für dieses Essen auch nicht bezahlen müssen. Das Management von „Mömax“ möchte ich gerne fragen: Was erhofft ihr euch davon, den Angestellten aufzutragen, bei Gutscheineinlösungen bockig zu werden? Was wäre passiert, wenn ich den Gutschein vor der Bestellung vorgezeigt hätte? Wäre der Fitnessteller um zwei Tomatenscheiben und drei Gramm Blattsalat spärlicher ausgefallen? Bringt es das? Zahlt sich so eine Geschäftspolitik der Kleinlichkeit aus? Ist es euch egal, wenn Kunden sich verarscht vorkommen, nie wieder einen Fuß in eure Restaurants setzen und ihre negativen Erfahrungen öffentlich machen? Falls ihr das alles mit „ja“ beantwortet, dann möchte ich mich gerne um einen Job im höheren Management bei euch bewerben, denn Kunden mit unfreundlicher Unflexibilität verärgern und dazu noch die eigenen Angestellten wie ungute Deppen aussehen lassen, das kann ich auch, das ist ganz easy.

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5 Gedanken zu “Stress im Mömax-Restaurant

  1. gibt es leider bei ins in der Schweiz auch. Bauernfängerei nennt sich das. 3 von 5 Kunden reklamieren nicht und schon ist ein Geschäft gemacht…..

  2. Mömax baden baden verarscht die Mitarbeiter!! Überstunden ohne Ende , am bestens kein Urlaub! Viel versprochen und dann die Kündigung!!

  3. Es ist doch allgemein bekannt das man Gutscheine für Essen am Besten während der Bestellung ( also VORM Essen ) vorzeigt.
    Ich sehe da die Mitarbeiter im Recht ehrlich gesagt.

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