Schwarz-blau-oranger Mob

ÖVP, FPÖ und BZÖ zeigen sich von ihrer herzlichsten Seite und gehen als Polit-Mob auf Mindestsicherungsbezieherinnen  los. ÖVP-Innenministerin Mikl-Leitner keift, dass diese Menschen, die mit 750 Euro überleben müssen, „engmaschiger kontrolliert“ werden sollten. Der Umgang der Behörden mit den Armen sei „zu lasch“. Die FPÖ geifert, die Mindestsicherung sei „ein Selbstbedienungsladen für Migranten“ und das BZÖ möchte die, die von diesem Taschengeld abhängig sind, zur Zwangsarbeit verpflichten. Gleichzeitig startet die ÖVP eine Kampagne zur Einführung des 12-Stunden-Arbeitstages. Die SPÖ tut empört, hat aber selber die Invaliditätspension für Menschen unter 50 abgeschafft und passt daher ausgezeichnet zu dieser Schlägertruppe, die auf die Schwächsten einprügelt. Das alles passiert, ohne dass sich ernsthafter Protest regen würde. Das Land hat sich verändert oder findet, je nach Betrachtungsweise, mental und politisch wieder zurück zu dem Zustand, in dem es vor den sozialdemokratischen Reformen der 70er Jahre war. Die „Gutmenschen“ sind geschlagen, man darf wieder gegen Minderheiten und Schwache und Arme hetzen und ohne jeden Anflug von Scham niedrigste Instinkte wie den Fressneid ansprechen.

Veröffentlicht von

lindwurm

Der Lindwurm aus Klagenfurt

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