Die Fans der Kindersegregation

Österreich verstößt mit seiner Weigerung, die Sonderschulen abzuschaffen, gegen die Menschenrechte, besagt ein neues Rechtsgutachten. Das schmeckt den Leserinnen und Lesern des liberalen „Standard“ gar nicht. Hier ein paar Postings.

1. Der überforderte Lehrer/Pfleger, der vor den „Bärenkräften“ psychisch auffälliger KInder warnt. Den und seine Kollegen findet man sonst gerne unter Artikeln, in denen über Zwangsmaßnahmen gegen psychisch Kranke berichtet wird. Auch dort weisen sie stets auf die „Bärenkräfte“ der Kranken hin, derer man außer mit Zwangsjacke und Fixierung einfach nicht Herr werden könne.

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2. Der besorgte Papa, der „alles“ tun würde, um Behinderte „loszuwerden“.

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3. Der, der gegen körperlich Behinderte eigentlich gar nix hat, aber die geistig Behinderten dann doch etwas eklig findet.

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4. Der, der meint, die Menschenrechte seien einfach gar zu schwierig und utopisch.

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5. Einer der denkt, man solle das mit den Menschenrechten lieber ganz bleiben lassen und das, was ihn überfordert, „schwachsinnig“ findet.

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Veröffentlicht von

lindwurm

Der Lindwurm aus Klagenfurt

2 Gedanken zu „Die Fans der Kindersegregation“

  1. Inklusion ist sicher erstrebenswert, jedoch gilt auch hier wie bei allem:
    NICHT IMMER und NICHT FÜR JEDEN.
    dieWelt: Die Idee, dass behinderte u. nicht behinderte Kinder in einem Klassenzimmer erfolgreich lernen können, ist eine Fiktion. Sie ist rücksichtslos gegen der Mehrheit und der Minderheit zugleich.
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article129854880/Die-Inklusion-schadet-den-Behinderten-selbst.html
    Inklusion schaden den Behinderten selbst
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article129854880/Die-Inklusion-schadet-den-Behinderten-selbst.html
    Es scheint so, dass die „political correctness“ hier sehr zu Lasten der betroffenen Kinder und auch der gesunden Kinder in Schulen geht.
    Aber lieber: AUGEN ZU – den Behinderten schaden, den „Normalen“ schaden.. denn das ist ja politisch korrekt?
    Mein Sohn war in einer Klasse, wo ein psychisch beeinträchtigtes, emotional zerstörtes und intelligenzmäßig leider sehr eingeschränktes Kind über 4 Jahre „mitgeschleppt“ wurde. Obwohl 2 Lehrer Standard in der Klasse waren, war es die Hölle. Sowohl für den Betroffenen, für den NIE genug Zeit war, auf seine Bedürfnisse einzugehen, als auch für den Rest der KIasse, die über 4 Jahre lang sein ständiges Hineinschreien, vor sich Hinreden etc. aushalten mussten.
    Inklusion JA – unbedingt
    Aber: nicht für JEDEN!

  2. Ich finde die Abschaffung der Sonderschulen auch nicht richtig. Ich würde sie jedoch Förderschulen nennen. Kindern mit Entwicklungsverzögerungen wird nicht geholfen, wenn sämtliche Sprachheilschulen und andere Förderschulen abgeschafft werden, da die Kinder an normalen Grundschulen untergehen. Sie sind dort unfallgefährdet, lernen weniger als in einer Förderschule und haben weniger Freunde. Auch ein Kind mit Handicap merkt so etwas und leidet.

    Man sollte die Förderschulen nicht abschaffen, sondern ausbauen. Vielleicht in Form von mehr Kleinklassenschulen. Es gibt viele Eltern betroffener Kinder die gerne ein privates Schulgeld zahlen würden, nur damit ihre Kinder die Chance auf eine gute Schulausbildung erhalten. In einer normalen Grundschule würden sie ausgegrenzt und geärgert werden.

    Wer sich gerne über Mobbing in der Arbeitswelt beschwert: In Grundschulen geht es nicht anders zu. Die Realität sieht leider so aus.
    LG

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