Braunes Buddhismus-Bobo-Gesindel

Burma lässt einen alten Traum der Eugeniker wahr werden und will per Gesetz armen Frauen verbieten, öfter als einmal alle drei jahre schwanger zu werden. Für die Leserinnen und Leser des „Spiegel“ ist das eine großartige Neuigkeit, die den eigenen tiefen Wünschen, die Armen statt der Armut zu bekämpfen, ein gutes Stück entgegenkommt. Politisch Schwachsinnige erkennt man ja seit mehr als 40 jahren unter anderem daran, dass sie meinen, es gäbe zu viele Menschen auf der Welt und nicht etwa zu viele Privatjets. Und die sexualpathologische Sehnsucht, den Armen die Fortpflanzung zu verwehren, scheint einfach nicht totzukriegen sein. Dass die Spiegel-Leserinnen nicht in der Lage sind oder sein wollen, den neben dem Eugenischen ebenfalls vorhandenen rassistischen Kern des burmesischen Gesetzes zu erfassen, wundert einen da auch nicht weiter. Das braune Bio-Buddhismus-Bobo-Gesindel in voller Aktion.

Screenshot_1

Screenshot_2

Screenshot_3

Screenshot_4

Screenshot_6

Screenshot_7

Screenshot_8

Screenshot_9

Screenshot_10

Veröffentlicht von

lindwurm

Der Lindwurm aus Klagenfurt

2 Gedanken zu „Braunes Buddhismus-Bobo-Gesindel“

  1. ja, „wer brauch da noch Horror, Filme …“

    Danke, du lindwurm du!
    Bestens die „Arm(uts)enbekämpfungsfalle“ der „Situationsbürger“ beschrieben: Es ist immer wieder das gleiche Klische und Schema:
    Nicht das Übel wird angegangen, sondern die Welt, in der es zuschlägt, nicht die Armut sondern die Armen.

    Das geht gewissermaßen als Basisdenken bis in die Kulturnation Deutschland hinein (oder: kommt von solchen heraus …?):
    Nicht die Ursache des Streiks der Lokführer-Gew., der indirekt vorgesehene Gesetzesbruch von „Amtes“ des Bahneigentümers Bundesregierung wird (vor allem medial) angegangen, sondern die, die davon betroffen wären, deren verfassungsmäßiges Recht im brutalen aber hinterhältigen Schleichweg zu Lasten vieler Bahnfahrer zwangsweise gekappt werden soll, die Streikenden, werden verunglimpft – noch deutlicher beim Streik der KindergärtnerInnen, der „Kinderpädagogen für qualifizierte frühkindliche Erziehung“, die die amtlichen gesetzlichen Arbeitgeber eben nicht wie Pädagogen sondern wie Aufbewahrer von Gepäckstücken bezahlen wollen, aber zugleich die „armen betroffenen“ Eltern (nur weil „die“ für persönlich mehr Geld streiken, werden unsere Kinder nicht aufbewahrt und verdienen wir während des Streikes weniger Geld), medial gezielt aufgefordert werden, auch die streikenden Kinderpädagogen zu diskriminieren mit der Beschuldigung, „ein ganzes Land für individuelle Vorteile in Geiselhaft zu nehmen“, und das bei gleichzeitiger regierungsamtlicher Forderung, die „Qualität der frühkindlichen Erziehung“ herzustellen und von dem z.T. noch zwangsweise gegebenen Zustand der „Kinderaufbewahrungsstationen“ weg zu kommen, indem das „Personal besser zu qualifizieren ist“.

    Leider können die burmesischen Frauen und Männer (!) nicht streiken gegen diese ihre menschliche Entwürdigung.

    Wieder soll ein Grundrecht, ein Grundwert menschlichen Daseins, oder: das „ganze Volk“ in Geiselhaft genommen werden, jedoch von den Verursachern des Übels, für deren eigenes Unvermögen, den angemessenen Ausgleich zu bewirken.

    Es ist das GLEICHE DENKEN, hier in Deutschland und dort in Burma, ver- und „gespiegelt“ nun in unseren (ehemals) investigativen „Medien“, das in dumpfer Blockade eines schlichten Ursache-Wirkungsdenken gern mal zu nur scheinbar „einfachen“ oder „naheliegenden“ Forderungen und Wertungen führt, das sich wohl erst ändert, wenn solche so tickenden Menschen in Erfüllung dieser ihrer eigenen Logik ernsthaft vor der Forderung stehen, beim geringsten Hungergefühl sich doch den Magen entfernen zu lassen, als „nächstliegende“ Lösung …

    Blödsinn ist nicht bekämpfbar, er muß überrollt werden, wie ein Knitter im Hemd ausgebügelt werden.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s