Die EU auf dem Highway to hell

Der Bericht von Amnesty International über das Flüchtlingslager Traiskirchen, in dem festgehalten wird, dass Österreich „fast alle Menschenrechtskonventionen verletzt“, bestätigt nur das, was Interessierte seit langem wissen. Ich denke, man kann der österreichischen Bundesregierung in diesem Fall kein Versagen vorwerfen, da sie nicht versagt, sondern diese Zustände ganz absichtlich herbeigeführt hat. Das ist kein Versagen, sondern die Anpassung an den volksgemeinschaftlichen Sadismus und die Erfüllung der Wünsche der xenophoben Menschenfeinde. Diese sehen es nämlich gern, wenn schwächere Menschen leiden.

Ob in Österreich, in Ungarn, in Deutschland, in Frankreich, in Großbritannien – überall dasselbe. Die Politik geriert sich nur mehr als Vorschlaghammer, der auf angeblichen oder auch tatsächlichen Wunsch von Mehrheiten schwachen Minderheiten die Zähne ausschlägt. Es ist ja kein Zufall, dass die unwürdige Behandlung von Refugees Hand in Hand daherkommt mit einer stetig zunehmenden Diskriminierung und absichtlichen Verelendung sozial Schwacher wie Arbeitslosen, Kranken und Behinderten.

Die Szenen des Schreckens, die wir aus den Flüchtlingslagern berichtet bekommen, sind gewollte Botschaften, deren Aussage ist, dass nun aber Schluss sei mit der „Humanitätsduselei“. Sie zeigen handfest, dass die derzeitige Politik vor keiner Sauerei mehr zurückschreckt. Und man bedenke: Wir sehen erst die Anfänge. In Deutschland werden demnächst „Sonderlager“ für „Balkanflüchtlinge“ (aka Roma) eingerichtet werden und der deutsche Innenminister will nicht nur finanzielle Leistungen für Flüchtlinge kürzen, sondern auch eine „Debatte über europäische Standards der Menschenwürde“ lostreten, wie der „Spiegel“ berichtet. In Ungarn bauen zur Zwangsarbeit verpflichtete Sozialhilfeempfängerinnen Stacheldrahtzäune gegen Flüchtlinge. In Österreich wird diskutiert, die Sozialhilfe auf Sachleistungen umzustellen und deren Bezieher zur Zwangsarbeit heranzuziehen.

Während in den USA ein Bundesstat nach dem anderen die Mindestlöhne erhöht, der Zugang zur Krankenversucherung massiv erleichtert und eine antizyklische Wirtschaftspolitik betrieben wird, geht Europa erneut den Weg der 1930er Jahre. In den USA füllt der linke Politiker Bernie Sanders ganze Sportstadien, in Europa läuft man lieber rechtsextremen Rattenfängern hinterher. Die von Deutschland geführte und weitgehend von rechten Regierungen dominierte EU fährt mit fliegenden Fahnen  zur Hölle.

Veröffentlicht von

lindwurm

Der Lindwurm aus Klagenfurt

5 Gedanken zu „Die EU auf dem Highway to hell“

  1. „In den USA werden die Mindestlöhne angehoben…. “
    Geht ja auch locker bei den wenigen Arbeitsplätzen, die dort noch verblieben sind. Zweistellige Millionenzahlen von Erwerbslosen, viele auf Essensmarken angewiesen. Jemandem heute noch die USA als Vorzeigemodell verkaufen zu wollen, ist geradezu skandalös. Dort erschießt die Polizei laufend Menschen aus nichtigen Gründen – nur so angemerkt als kleines Beispiel des dort herrschenden Staats-Terrorismus.

    Konzentrationslager? Ganz Mitteleuropa ist auf dem Wege, ein Freiluft-KZ zu werden, in dem auch wir – zusammen mit den „Refugees“ – gefangengehalten werden sollen und mit Zwangseinquartierungen von uns völlig kulturfremden Menschen in einem wirtschaftlich ausblutenenden Europa im Regen und im Elend stehengelassen werden sollen. Ungarn baut einen Zaun, in Calais soll auch einer gebaut werden. Reiseeinschränkungen auf Befehl unserer lieben Übersee-Freunde, Versammlungsverbote in Spanien und auch in Österreich usw.usf.

    Ist das alles in Eurem Sinne, Ihr lieben Gut- und Bessermenschen? Eurer Hauptanliegen: Mit der Lupe nach Rassismus suchen und besorgte Bürger mit Weitblick an den Pranger stellen. Merkt Ihr nicht, daß damit nur unsere Sozialsysteme aus dem Weg geräumt sollen und letztlich mit den geplanten Kriegen auch noch der letzte Rest unserer Errungenschafte plattgemacht werden soll, weil dies den Finanzoligarchen samt Helfershelfern als einzige Option verbleibt, nicht wegen dieses betrügerischen Geldsystems vom aufgebrachten Volk aufgeknüpft zu werden.

    Last not least: Schuld sind wieder einmal die Deutschen. Wie könnte es anders sein?

  2. Es wäre schön wenn Du unrecht hättest.
    Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat der O. Schily als Innenministerversucht „Auffang“-Lager für Flüchtlinge in Libyen zu organisieren. Solche Menschen (Sozialdemokraten) werden in den BRD-Medien, vorallem FAZ, gern als Sozialisten bezeichnet. Pack, alle.

  3. „alice“ aka edwige kommt aus deiner Nachbarschaft. Hier ein Kommentar von ihm auf einem Nationalsozialistischen Blog. Nur so zur Info, Lindwurm!

    @ Nordlaender

    Entschuldigung, “alice” ist mein Name bei einem ausgewählt-verdrehten Blogger aus meiner Nachbarschaft, der mich leider immer wieder total auf die Palme bringt und ich dann vergesse, meinen eigentlichen Namen wieder einzugeben.

    Aber er ist sogar explizit vom ORF belobigt worden😀
    h+++ttps://lindwurm.wordpress.com/2015/08/14/die-eu-auf-dem-highway-to-hell/#comments

    Er schaltet Kommentare oft erst nach vielen Tagen frei, also ist ein Diskurs kaum möglich.

    Du schreibst von der Nichtbeachtung solcher vielsagenden Videos, Dokus.
    Nur wenige Menschen sind in der Lage oder willens, konzentriert zuzuhören. Habe es auch relativ spät erst gelernt.

    Kommentar von edwige — 27. August 2015 @ 19:11

    Gruß,
    Arnulf Heger

  4. @Arnulf Heger
    Kann Ihnen nur zustimmen, Warnung an B. Torsch – „alice“ ist ein sich harmlos-bieder gebender neonazistischer Aktivist ersten Ranges – mit Verbindungen in die NeonNazi,-Rocker-und Fußballhooliganszene Österreich und Deutschlands!

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