Fragen an Herrn Christoph Biro

Christoph Biro, Chefredakteur der steirischen Mutation der „Krone“, holte am 25. Oktober zu einem Rundumschlag gegen Flüchtlinge aus.

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Dazu möchte ich dem Herrn Chefredakteur ein paar Fragen stellen.

-Wo gab es die „äußerst aggressiven sexuellen Übergriffe“? Wer fiel denen zum Opfer? Sind der Polizei entsprechende Anzeigen bekannt? Bei solch schwerwiegenden Anschuldigungen gibt es doch sicher Aktenmaterial, auf das sich Herr Biro stützt, oder?

-Wann und wo haben welche Afghanen Sitze in ÖBB-Zügen augeschlitzt und dies damit begründet, sie säßen nicht auf Sitzen, auf denen zuvor Christen gesessen wären? Es wird dazu ja sicher eine entsprechende Stellungnahme der ÖBB und eine Anzeige bei der Polizei geben, oder?

-Welche weiblichen Hilfskräfte in welchen Flüchtlingseinrichtungen wurden von welchen Flüchtlingen dazu aufgefordert, deren Notdurft zu beseitigen? Da gibt es doch sicher Namen und Zeugenaussagen, oder?

-Welche „Horden“ haben welche Supermärkte „gestürmt“ und dort Verpackungen aufgerissen und sich die Waren einfach „genommen“? Dazu gibt es doch sicher Aussagen und Anzeigen seitens der Supermarktketten, oder?

-Wer gibt den Flüchtlingen das „Kommando“, über „unsere Grenzen zu trampeln“?

Ich gehe davon aus, dass Herr Biro all diese Fragen beantgworten und all seine Vorwürfe belegen kann. Falls nicht, hätte er sich der Verhetzung schuldig gemacht und sämtliche journalistischen Grundregeln ignoriert. Da ich das von einem Chefredakteur einer großen österrreichischen Tageszeitung nicht glauben mag, wird Herr Biro sicher in den kommenden Tagen die geforderten Nachweise erbringen. Oder?

Update: Christoph Biro hat angekündigt, sich zumindest für eine gewisse Zeit zurückzuziehen. Er habe „Fehler gemacht“. Immerhin sieht er das ein.

Veröffentlicht von

lindwurm

Der Lindwurm aus Klagenfurt

9 Gedanken zu „Fragen an Herrn Christoph Biro“

  1. Das alte Spiel einer Zeitung, die mit bröckelnden Leserzahlen kämpft. Polarisieren ist angesagt, nicht recherchieren. Jetzt wird bestimmt der Postler-Bsuff (sorry für den Ausdruck, habe höchsten Respekt vor dem Berufsstand der Briefträger) nachlegen. Wie gesagt, das alte Spiel einer alten Zeitung mit alten (auch von der Gesinnung) Lesern.

  2. ….nun ja – ganz so einfach ist es eben nicht:
    1. …..was soll die dämliche linke Hetze „….einer alten Zeitung mit alten (auch von der Gesinnung) Lesern“ ???
    2….von der ach so tollen freien und liberalen Presse sehe ich nie Fotos, die nach so einer Zugfahrt das Gegenteil vom Gegenteil beweisen; im übrigen wird es keine Anzeigen geben, weil es einfach nicht nur unerwünscht, sondern es sämtlichen beteiligten und angestellten Akteuren bei Kündigung verboten ist, darüber etwas zu sagen – und das ist fakt, genau so wie es fakt ist, dass in keiner Kriminalstatistik je religiöse oder ethnische Hintergründe beachtet sind oder der deutsche Presserat ein Verbot über ein solches verhing (wird man nie in deutschen Medien zu lesen bekommen !!!) Also ich glaube schon, dass wir alle nach Strich und Faden verar…. werden – auch das ist fakt.
    Im übrigen denke ich, dass linke Hetze um keinen Deut besser ist als rechte Hetze….

  3. Wer etwas behauptet, ist in der Beweispflicht. Biro stellt Behauptungen auf, scheint aber keinen Nachweis erbringen zu können. Damit disqualifiziert er sich selbst und selbstverständlich ist es darum auch keineswegs so, dass andere rund um das von ihm Angesprochene etwas nachweisen müssten. Es reicht nämlich vollkommen aus ihn nach handfesten Begründungen zu fragen und da er diese schuldig bleibt, hat er wohl nur sehr viel schlechte Luft produziert, um ins braune Horn zu blasen.

  4. es reicht doch, das im Internet stehen zu haben. Die Entschuldigung oder gar Aufklärung verteilt sich längst nicht so weit und schnell wie der Lügentext.

  5. zu linke Hetze:
    Sie setzen ernsthaft Aufrufe zu gewalt bzw. Pauschalurteile gegen ganze Bevölkerungsgruppen gleich mit „Linke“ aufzeigen von Fehlverhalten von bestimmte Politiker der FPÖ (eine Partei die übrigens mehr verurteilte Kriminelle hat als alle anderen Parteien zusammen)?

  6. In der Welt ist Krieg,

    der Westen bombt in vielen Orten dieser Welt.

    In der Welt ist Krieg

    der Westen lockt , verspricht den Menschen Geld.

    Und immer steht der Dom im Licht

    Sogar wenn Flieger kommen.

    Dem großen Dome stört es nicht

    ist obrigkeitsversonnen.

    In der Welt ist Krieg

    der Westen schickt noch Waffen in die Welt

    In der Welt ist Krieg

    der Westen zündelt, will Macht Öl und Geld

    Und immer stand der Dom im Licht.n

    Erstrahlt mit Kirchengeld

    für uns und Gäste , zeigte Gesicht

    hörte nicht den Schmerz in der Welt!

    In der Welt ist Krieg

    wir stehn heut hier unten am Bauwerk

    das Domlicht ist aus , strahlt nicht für uns

    Die Kirche ist nur ein Berg

    Gott sei Dank habe ich auch eine Lampe dabei

    sie strahlt kurz den Großen mit an

    Das Hiersein, nicht die Kirche macht frei

    Meister Eckardt sagte es an.

    Das schreibt Ihnen aus Thüringen

    Frau Helga Müller,

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