So wird das nix, liebe G8-Gegner

Militante so genannte „Autonome“ haben anlässlich des G8-Gipfels die Demonstrationen der Globalisierungskritiker in eine Schlacht gegen die Polizei verwandelt. Es ist eine alte Taktik: Man greift die Sicherheitskräfte an, provoziert diese zu harten Reaktionen, von denen auch friedliche Demonstranten betroffen sind, und hofft so auf eine Radikalisierung auch derjenigen Menschen, die Gewalt ablehnen. Da dies aber vorhersehbar war, frage ich mich doch, weshalb jene Demonstranten, die laut eigenen Angaben die friedliche Mehrheit sind, nicht schon im Vorfeld wirkungsvolle Schritte gegen das Kidnappen ihrer Kundgebung unternommen haben. Ach ja, ich vergaß, das wäre ja böse, weil autoritär und gar nicht alternativ und anarchisch und transgender und softsozialistisch. Leider ersaufen jene Anliegen einiger Globalisierungskritiker, die durchaus berechtigt sind, in einer diffusen Strömung unklarer, naiver Forderungen und im Lärm der Radikalen, die der Radikalität willen radikal sind. Alles in allem nicht ernst zu nehmen, dieser Protest.

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Ausrutscher und Perzeptionen

Europa hat aus dem Holocaust eine wichtige Schlussfolgerung gezogen. Aber nicht etwa die, dass nie wieder ein Ausrottungsversuch an Juden stattfinden dürfe, nein, Europas Lehre aus der Geschichte lautet: „Lass andere die Drecksarbeit erledigen“. Was die Nazis wegen mangelnder militärischer Erfolge nicht schafften, das sollen nun bezahlte islamische Auftragskliller erledigen. Harte Worte? Gewiss, aber zu welch anderer Schlussfolgerung kann man kommen, wenn die EU Jahr für Jahr viele Millionen an Steuergeldern an jene Gruppen verteilt, die nichts sehnlicher wünschen, als Israel auszulöschen und die Juden zu ermorden? Die EU ist der Hauptfinancier der Palästinenser, die seit Jahrzehnten nichts anders im Sinn haben, als Krieg zu führen, und die europäische Elite stellt sich fast geschlossen hinter die Todfeinde Israels. Das muss man zwar gegenüber den EU-Bürgern gar nicht groß argumentieren, da diese eh zu Zwei Dritteln antisemitisch eingestellt sind, aber dennoch wird auch am letzten Sympathiebonus, den Juden in Europa noch haben, nämlich Opfer einer systematischen Menschenvernichtung gewesen zu sein, kräftig gesägt, damit der antisemitische Konsens sich ungehindert ausbreiten kann. Die jüngsten Beispiele dafür kommen, wenig überraschend, wieder von linker bzw. grüner Seite. So hat die Integrationsbeauftragte der Stadt Köln, Marlis Bredehorst (Bündnis 90/Die Grünen), jüngst bei einer Informationbsveranstaltung zum Bau der Kölner Moschee gesagt, der Holocaust sei ein „Ausrutscher“ der ansonsten eh schon immer toleranten Deutschen gewesen. Ausrutscher passieren auch den Besten, und wer wird denn heute noch ein großes Geschrei darum machen, dass den Nazis sechs Millionen kleine Ausrutscher passiert sind?

Ein paar politische Etagen höher angesiedelt, aber ebenso degoutant ist auch der aktuelle Vorschlag der schweizer Außenministerin und Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey. Die Sozialdemokratin hatte dem Iran vorgeschlagen, doch mal in einem der schicken schweizer Konferenzorte ein gemeinsames „Seminar zur unterschiedlichen Perzeption des Holocausts“ zu veranstalten. Eine grandiose Idee! Man lädt Leute, die den Holocaust zwar offen leugnen, aber dennoch mehrfach seine Wiederholung angekündigt haben, ein, als anerkannte Partner mit einer offenbar legitimen „Wahrnehmung“ über die Shoa zu diskutieren. Ich habe die Perzeption, dass Frau Calmy-Rey, die ja schon des öfteren mit antiisraelischen und strikt antiamerikanischen Statements aufgefallen ist, sich die Verbündeten sucht, die zu ihr passen: Antisemitische Drecksäcke.

Lethal Antisemites

Mel Gibson und Danny Glover haben in den vier Teilen der „Lethal Weapon“-Reihe als toughes Cop-Duo die Freunde der gepflegten Balleraction auf der ganzen Welt erfreut. Die beiden Schauspieler eint aber noch mehr als die gemeinsame Filmographie: Beide mögen keine Juden. Gibson, ein christlicher Fundamentalist, hat seinen Antisemitismus ganz offen in seinem Machwerk „Die Passion Christi“ zur Schau gestellt und auch schon mal öffentlich in besoffenem Zustand erklärt „I hate jews“.  Glover wiederum ist ein typischer „linker“ Antisemit, was er durch seine großen Sympathien für den venezuelanischen Grotesk-Politiker Hugo Chavez, mit dem er auch mehrere Filmprojekte plant, ausdrückt. Deswegen sind die Filme dieser beiden Herren natürlich nicht schlechter. Dass auch radikale Antisemiten große Kunst machen können, bewiesen unter anderen ja Richard Wagner und Louis-Ferdinand Celine. Trotzdem haben Gibson und Glover bei mir verschissen und ich werde darauf verzichten, mir deren neue Produktionen anzusehen und sie dadurch mitzufinanzieren.

Hans Peter Haselsteiner erklärt uns die Welt

In einem Interview mit der Wiener Tageszeitung „der standard“ gewährt Österreichs reichster Bauunternehmer, der Vorstandschef des Großkonzerns Strabag Hans Peter Haselsteiner, tiefe Einblicke in seine zutiefst österreichische Seele. Den Verkauf von 30 Prozent der Strabag an den russischen Milliardär Oleg Deripaska verteidigt er damit, dass dieser ein „strategischer Partner und keine Heuschrecke“ sei, also ein braver Vertreter des schaffenden Kapitals. Überhaupt sind Haselsteiner „die Russen“ sympathisch, was er gleich mit Hausmeistervölkerkunde untermauert: „Die Russen sind sehr herzliche, angenehme und gemütliche Leute, ganz im Gegensatz zu anderen europäischen Nationen. Die Franzosen etwa sind als Nation arrogant, eine geschlossene Veranstaltung: Wenn man nicht perfekt Französisch kann, ist man ein Untermensch.“

Aber nicht nur gemütliche Russen und arrogante Franzosen tummeln sich im Weltbild des als „Vorzeigeunternehmer“ bejubelten Kärntners, es gibt da auch noch die perfiden Juden. Bezüglich der russischen Praxis, in Ungnade gefallene Unternehmer schon mal in Sibirien zu internieren, meint Haselsteiner: „Deripaska weilt, anders als Chodorkowski früher, nicht ständig in Israel und klagt dort, wie schlecht er behandelt wird in Russland. Aber ich will mich nicht einmischen bei den Oligarchen, und schon gar nicht bei dem jüdischen Netzwerk, das sie darstellen.“ Wer sich über die undemokratischen Zustände in Russland beschwert, braucht sich also nicht zu wundern, wenn er im Straflager endet. Das ist für Haselsteiner ganz normal, denn es zählt ja nur, dass der Rubel rollt. „Wenn Deripaska in politische Verwirrungen verstrickt wird, wird ein anderer seine Rolle einnehmen“, meint er mit der kalten Pragmatik des Groschenzählers, der mit dem Satan persönlich Geschäfte machen würde, sollte sich das kurzfristig auszahlen.

Natürlich will ein Mann, der „jüdische Netzwerke“ sieht und „französische Arroganz“ nicht als Neoliberaler tituliert werden. Neoliberale seinen nämlich, anders als er, „habgierig“. Er hingegen sei „ein Unternehmer“, also ein Vertreter des guten, schaffenden und mit Sicherheit nicht jüdischen Kapitals. So also tickt eine der führenden Wirtschaftspersönlichkeiten Österreichs, so also denkt der „gute Freund von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer“, derlei Ideen und Vorstellungen hat also der ehemalige Hauptfinancier des „Liberalen Forums“. Hans Peter Haselsteiner ist ein Österreicher durch und durch, und das ist nun wirklich nicht als Kompliment gemeint.

Wie schrecklich: Israel wehrt sich!

Israel hat bekanntgegben, dass es vermehrt auf so genannte „gezielte Tötungen“ setzen werde. Das hat erwartungsgemäß zu einem Aufschrei bei Nazis, Linksradikalen und selbsternannten Araberfreunden geführt, die zum andauernden Beschuss Israels mit Raketen bestensfalls schweigen, aber für gewöhnlich den Terror sogar verteidigen. Israel wird von Terroristen und Killern attackiert und bedroht, daher wehrt es sich, und da die palästinensische Autonomiebehörde keinen Finger rührt, um den Terror zu stoppen, ja ihn in Wahrheit finanziert (mit Fördergeldern der EU), bleibt den Israelis nichts anderes übrig als die Mörder israelischer Zivilisten zu beseitigen. Das ist nicht sonderlich schön, aber im Moment wohl eine der wenigen erfolgversprechenden Vorgehensweisen. Wenn mich ein Nachbar ständig mit seinem Gewehr beschießen würde und die Polizei untätig zusähe bzw. ihn sogar mit Geldern versorgt, damit er weiter Patronen kaufen kann, dann würde ich auch zur Selbsthilfe greifen und den Mann ein für alle mal daran hindern, mein Leben zu bedrohen.

EU will Terror finanzieren

Die Terrororganisation Hamas hat die Waffenruhe mit Israel aufgekündigt und lässt wieder Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung regnen. Dies nahm nun Frankreich zum Anlass, ein Zeichen zu setzen und…die Hamas zu belohnen. Die Direktzahlungen an die palästinensischer Einheitsregierung, in der die Hamas sitzt, sollten wieder aufgenommen werden, forderte die französische Europaministerin Catherine Colonna. Unterstützung erhielt sie für ihren Vorstoß von Spanien, Irland, Schweden und Griechenland. Schande über diese Förderer des Terrorismus!

„Der Standard“ lässt Terroristen zu Wort kommen

Zeinab Al-Saffar ist eine 32jährige Libanesin, die für den Fernsehsender Al-Manar, der der Terrororganisation Hisbollah gehört, arbeitet. Diese feine Dame weilt zur Zeit in Österreich, weil sie zu einer Veranstaltung namens „Frauen gegen den Terror“ nach Wien eingeladen eingeladen wurde. Das ist so absurd wie dämlich. Genausogut könnte man Adolf Hitler zu einer Diskussion mit dem Titel „Schnurrbartträger gegen den Nazismus“ einladen. Die Hisbollah ermordet seit mehr als 20 Jahren Zivilisten, sendet Selbstmordattentäter los, die sich in Bussen und Cafes in die Luft sprengen und hat nichts geringeres im Sinn als die Zerstörung Israels und die Ermordung seiner Einwohner. Der Sender Al-manar ist die Stimme der Terrorbande und sendet permanent antijüdische und antiwestliche Hetzpropaganda. Nun hat es die Onlineausgabe der Wiener Tageszeitung „der Standard“ für notwendig erachtet, Frau Al-Saffar ein Forum zu geben.

Der Artikel beginnt wie eine Heldensaga: Als am 13. Juli 2006 links und rechts neben ihr die Bomben einschlugen, hatte die libanesische TV-Journalistin Zeinab Al-Saffar ihre große Stunde. „Zehn Minuten bevor ich auf Sendung ging, schlug eine Rakete im Nebenhaus ein. Das ganze Gebäude wackelte.“ Zu dem Zeitpunkt hatten sich die meisten ihrer Kollegen schon in Sicherheit gebracht. Al-Saffar blieb von den mehr als hundert weiblichen Mitarbeitern am längsten. Nicht einmal der Kameramann war noch da: „Ich saß allein im Studio und schaltete einfach alles rund um mich aus. Es wurde die beste Sendung meines Lebens.“ Nach drei Tagen war das Gebäude fast völlig zerstört. Ihr Wohnhaus lag in Schutt und Asche.
Dass das Funkhaus von al-Manar angegriffen wurde, weil es das Sprachrohr jener Organisation ist, die zuvor israelische Soldaten entführt hatte und monatelang einen Raketenhagel auf Nordisrael niedergehen hatte lassen, erwähnt der Standard mit keinem Wort. Dafür darf unsere tapfere Heldin unwidersprochen und ohne Kommentierung seitens der Standard-Redaktion ihre Bewunderung für Terror und Selbstmordattentäer ausdrücken: „Wir betrachten Widerstand gegen jegliche Art von Besatzung nicht als Terrorismus.“ Zu Selbstmordattentaten sagt sie: „Ich respektiere Menschen, die in dieser Option Zuflucht nehmen. Ich verstehe, was sie fühlen.“

Lieber Standard: Terroristen sind nicht nur jene, die mit eigener Hand Menschen ermorden, sondern auch die Hintermänner und -frauen, die Zuarbeiter und Logistiker und vor allem auch die Propagandisten. Mit Artikeln wie diesem wird Mördern eine Stimme gegeben, die sie nicht haben sollten.