Jubelperser at work

Die Freilassung der britischen Geiseln durch den in die Enge getrieben Iran führt erwartungsgemäß dazu, dass in den Foren des „Standard“ die Jubelperser kräftig in die Tasten hauen. Der sattsam bekannte Dr. kokos schreibt: „man wird ahmadi nejad neu bewerten müssen. er dürfte intelligenter sein als bush und blair zusammen genommen.“ Ein Pooshee Kooratz meint: „fantastischer coup des iran welcher die ganze kälte und brutalität des blair-regimes offenbart hat, das grundlos 15 der eigenen für einen weiteren obskuren kriegsgrund opfern wollte.“ Der iranische Regimefreund Alphysiker will seinen Führer gleich mit hohen Ehren überhäuft sehen: „!Herr Ahmadi-Nadschad verdient die Nobel Preis fur Fried!!!!!!(sic)“. Ein gewisser Völker Höbart ist ganz begeistert: „Es gibt noch Politiker mit Herz. Jetzt sind Blair und Bush gefordert IHREN Friedenswillen klar zu machen. Der Iran hat bewiesen, dass es ihm um Völkerverständigung zu tun ist, dass er selbst noch Imperialisten die Hand zur Versöhnung reicht und dass Frieden und Gerechtigkeit die Zielpunkte seiner Außenpolitik sind.“ Ein Herr Cyberman jubiliert: „Grandiose Inszenierung der eitle Pudel Blair, dedemütigt von Ahmadinejad, dem Obertrottel Bush einen Knochen hingeworfen und gleichzeitig 15 unnütze Fresser aus dem Land geschmissen.“

So geht das immer weiter. Über hunderte von Postings hinweg. Blair ist ein „Pudel“, Bush ein „Verbrecher“ oder ein „Affe“ und der Iran ein tapferer antiimperialistischer Vorposten. Ach, lieber Gott, tu ein Osterwunder und lass Hirn regnen!

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Britische Geiseln kommen frei

Die Geiselnahme britischer Soldaten durch den Iran ist vorbei. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die Freilassung der entführten Engländer verkündet. Dies ist vor allem ein geglückter Propagandaschachzug, werden doch die meisten westlichen Menschen sich nicht an das Verbrechen, sondern an das scheinbar galante Verhalten des Verbrechers erinnern, denn wenn ein Wesenszug die westliche Öffentlichkeit auszeichnet, so ist es das stellvertretende  Stockholmsyndrom. Das Verhalten der iranischen Führung ist indes völlig der dschihadistischen Tradition entsprechend: Man führt sich schurkisch auf und erntet dann Applaus dafür, nicht alle Möglichkeiten der Schurkerei ausgeschöpft zu haben. Bei genauerer Betrachtung wird man feststellen, dass die iranischen Falken wohl von den regierenden Mullahs zurückgepfiffen wurden, weil diese Herren gerne noch ein paar Jahre länger an der Macht und am Leben bleiben möchten.

Deutscher Talib ehrenhalber

Deutschlands SPD-Chef Kurt Beck hat sich während eines Afghanistanbesuchs dafür ausgesprochen, eine Friedenskonferenz unter Beteiligung der Taliban einzuberufen. Damit verdient sich der Sozialdemokrat den Titel „Ehren-Talib“, einen entsprechenden Bart trägt er ja bereits. Es ist schon atemberaubend, mit welch dummdreister Frechheit ein deutscher Spitzenpolitiker der internationalen Allianz, die im Kampf gegen Steinzeitislamisten steht, in den Rücken fällt. Was erhofft sich Beck? Die Taliban haben mehrfach bewiesen, dass sie den Koran wörtlich nehmen, also an einem Frieden nicht interessiert sind, sondern die totale Unterwerfung ihrer Feinde wollen. Es darf auch darauf hingewiesen werden, dass es die Taliban waren, die nicht nur die eigene Bevölkerung mit Terror und Barbarei überzogen, sondern auch die Al Kaida beschützten und es zuließen und unterstützten, dass tausende Terroristen, deren einziges Ziel das Morden im Westen war, ausgebildet wurden. Und diesen Leuten, die in Fußballstadien Frauen abschlachteten und einzigartige Kulturdenkmäler zerstörten, verschafft nun ausgerechnet ein deutscher Politiker Legitimation? Man kann gar nicht soviel fressen wie man kotzen möchte.

Getötete Iraker: Übertreibung als Propaganda

Nach Schätzungen der Friedensbewegung kamen seit der US-Besatzung im Irak rund 60.000 Zivilisten ums Leben. Das ist eine erschreckende Zahl, aber sie ist weit von den Ziffern entfernt, die antiwestliche Agitatoren immer wieder verbreiten. Diese Leute, die die USA und die freie Welt abgrundtief hassen, argumentieren stets mit der Fantasiezahl von 600.000 getöteten Irakis. Nun macht es moralisch keinen Unterschied, ob 60.000 oder 600.000 ihr Leben verloren, jeder tote Zivilist ist einer zuviel. Dennoch ist es unredlich, die Zahlen künstlich aufzubauschen, bloß um die USA, die im ürbrigen für die Mehrzahl der Toten gar nicht verantworlich sind, da diese von ihren eigenen Landsleuten ermordet wurden, als böse Schurken darzustellen. Ein weiteres Propagandamärchen der Antiamerikaner ist die Darstellung des Irak unter Saddam Hussein als friedliches Paradies, in dem alte Mütterlein abends ohne Angst durch die Straßen laufen konnten. Wahr ist, dass im Irak die Friedhofsruhe einer brutalen Diktatur herrschte. Wer aufmuckte oder auch nur im Verdacht stand, das Regime zu kritisieren, verschwand in den Folterkellern und wurde ohne großes Aufsehen ermordet. Oft wird von Gegnern des Irakkrieges auch ins Feld geführt, dass Saddam keine Verbindungen zum internationalen Terrorismus gehabt hätte. Das ist falsch. Hussein hat zum Beispiel den Familien von Selbtmordattentätern, die sich in israelischen Schulbussen und Cafes in die Luft sprengten, 25.000 Dolar bezahlt. Auch wenn das den Antisemiten nicht passt: Wer Mörderbanden finanziert, die in einem anderen Land Menschen zerbomben, der ist ein internationaler Terrorist. Des weiteren gibt es Hinweise, dass Hussein sehr wohl Vertreter des militanten Dschihadismus unterstütze. Der Lindwurm war trotzdem der Meinung, dass man dieses Regime auch mit anderen Mitteln als duch eine Invasion beseitigen hätte können. Der militärische Angriff war falsch, die Zerstörung der Baath-Dikatur war richtig.

Was befeuert die Amerikahasser?

In diesen angespannten Tagen, da der Iran widerrechtlich 15 britische Soldaten festhält, toben sich die seltsamsten Gestalten in diversen Internetforen aus. Alleine in der Onlineausgabe des „Standard“ ist das Verhältnis zwischen Antiamerikanern und antiwestlich eingestellten Postern zu jenen, die noch ihre Tassen im Schrank haben, in etwa 80:20. Die Diskussion im Forum des „Spiegel“ läuft ganz ähnlich. So wie sich diese Leute schon hinter das Monster Saddam Hussein und die mordenden Baathisten im Irak gestellt haben, stärken sie nun den Teheraner Klerikalfaschisten den Rücken. Auffällig ist, dass ein Konsens zwischen Neonazis und weitesten Teilen der Linken darüber zu bestehen scheint, wonach „die Amis“, wie die US-Amerikaner stets verächtlich genannt werden, und „der Westen“ grundböse seien und sich die Gotteskrieger lediglich „im Widerstand“ befänden. Fast wortident sind die Postings von Rechten und Linken, sobald es um die Themen Irak, Iran oder Israel geht, und zwar so gleichförmig, dass zwischen den Positionen nicht mehr unterschieden werden kann.

Wie kommt es aber, dass sich so viele Menschen ohne zu zögern für die Seite faschistoider Strömungen entscheiden und, ganz wie es die islamistische Propaganda seit Jahrzehnten vorgibt, die USA für den „Großen Teufel“ halten? Ganz einfach: Diese Leute irren sich nicht, sie gesellen sich mehr oder weniger bewusst genau dorthin, wo sie sich wohlfühlen, nämlich zu antimodernen und antiaufklärerischen autoritären Bewegungen. Die Hasser des „Westens“ verabscheuen Weltläufigkeit und Offenheit und lieben Stallwärme und Enge. Sie verachten moderne Kunst und verehren das Urtümliche und Primitive. Ihrer Meinung nach sollte die Welt lieber ein kunterbunter Haufen aus Diktaturen und rückständigen Kulturen sein statt ein globaler Marktplatz samt freiem Austausch von Ideen. Blasmusik statt Jazz, kopflastiges Arthouse statt Hollywood, Religion statt Psychoanalyse, Staatswirtschaft statt freier Markt, Bio statt effiziente Landwirtschaft, analog statt digital, „warm“ statt „kalt“ – so rumort es in den denkunfähigen Brägen der Globalisierungsgegner und Amerikafeinde, die sich mit den Mullahs ins Bett legen. Sie biedern sich an totalitäre Regimes an, weil sie selber zutiefst autoritär denken und im Grunde ihres Herzens nach Führung lechzen, wie sie eine moderne westliche Demokratie nicht bieten kann.

Quislings Nachfahren kriechen im Iran

Iran hat 15 britische Soldaten in irakischen Hoheitsgewässern festgenommen, genauer formuliert: entführt. Damit stellt sich das Mullahregime noch weiter an den Rand des Abgrunds und außerhalb der Zivilisation. Die Uhr für das Steinzeitregmine läuft ab, und das ist gut so. Der Lindwurm würde einen Krieg gegen den Iran begrüßen. Warum? Nicht aus Blutrünstigkeit, sondern weil diese Fanatiker von der Regierung verjagt werden müssen. Die iranische Gottesdikatur verletzt nicht nur im eigenen Land permanent die Menschenrechte, sondern exportiert seine abscheuliche Ideologie in alle Welt, schickt Mörderbanden los, um Regimekritiker zu töten, ist ein Hauptunterstützer von neonazistischen Dreckschweinen und des internationalen Terrorismus und bastelt an der Atombombe. Das sind genug Gründe, um den Iran militärisch zu befreien, und wem an der Zivilisation und den Menschenrechten liegt, der weiß und unterstützt das auch. Wie leider zu erwarten war, eiert Europa hin und her anstatt Partei für die Freiheit zu ergreifen, und wieder einmal sind die Norweger ganz vorne mit dabei beim Appeasement gegenüber den Klerikalfaschisten. Während die Freie Welt die Sanktionen gegen Iran verschärft, konterkarieren die Nachfahren von Vidkun Quisling diese Bemühungen und entsenden eine Parlamentarierdelegation und einen Staatssekretär auf Goodwill-Tour nach Teheran. Es ist nicht das erste Mal, dass Norwegen wegen seiner Nähe zu Islamisten und durch Feindschaft gegenüber Israel auffällt. Unter großem Applaus der Bevölkerung hat etwa der Schriftsteller Jostein Gaarder („Sofies Welt“) im Vorjahr einen Hetzartikel veröffentlicht, in welchem er Israel das Existenzrecht aberkannte und auf eine neue Diaspora der Juden hoffte. Norwegen hat als erstes westliches Land die Hamas anerkannt, norwegische Regionalparlamente beschlossen mehrfach, israelische Waren zu boykottieren und immer wieder fallen norwegische Politiker mit antiisraelischen Stellungnahmen auf. Auf den Ölreichtum der EU-Verweigerer im Norden bezogen könnte man sagen: Wohlstand schützt nicht davor, ein dummes Arschloch zu sein.

Rumpolds teure Pressekonferenz

Der BZÖ-Wahlkämpfer Gernot Rumpold, ein Haider-Mann der ersten Stunde, langt gerne zu, seien es die Hoden anderer Männer oder Geld. Der Eurofighterausschuss brachte zutage, dass Rumpolds Werbeagentur für eine Pressekonferenz mit dem früheren Verteidigungsminister Herbert Scheibner (BZÖ) und Eurofighterchef Aloysius Rauen 96.000 Euro verrechnet haben soll. Fucking 96 TAUSEND Euro! Für eine Pressekonferenz! Wie geht das? Hat Rumpold die geladenen Journalisten per Privatjet durch die Stadt geflogen und mit Pandabärentatzen, garniert mit vergoldetem Kaviar, bewirtet? Waren die Presseunterlagen mit Diamanten besetzt und auf eine Gutenbergbibel gedruckt? Wohl kaum. Der Lindwurm kennt sich bei Pressekonferenzen ein bisschen aus und kann voller Überzeugung sagen: 96.000 Euro kostet sowas nicht. Eine Quersubventionierung des BZÖ? Geldwäsche? Die Staatsanwaltschaft sollte aktiv werden!