Getötete Iraker: Übertreibung als Propaganda

Nach Schätzungen der Friedensbewegung kamen seit der US-Besatzung im Irak rund 60.000 Zivilisten ums Leben. Das ist eine erschreckende Zahl, aber sie ist weit von den Ziffern entfernt, die antiwestliche Agitatoren immer wieder verbreiten. Diese Leute, die die USA und die freie Welt abgrundtief hassen, argumentieren stets mit der Fantasiezahl von 600.000 getöteten Irakis. Nun macht es moralisch keinen Unterschied, ob 60.000 oder 600.000 ihr Leben verloren, jeder tote Zivilist ist einer zuviel. Dennoch ist es unredlich, die Zahlen künstlich aufzubauschen, bloß um die USA, die im ürbrigen für die Mehrzahl der Toten gar nicht verantworlich sind, da diese von ihren eigenen Landsleuten ermordet wurden, als böse Schurken darzustellen. Ein weiteres Propagandamärchen der Antiamerikaner ist die Darstellung des Irak unter Saddam Hussein als friedliches Paradies, in dem alte Mütterlein abends ohne Angst durch die Straßen laufen konnten. Wahr ist, dass im Irak die Friedhofsruhe einer brutalen Diktatur herrschte. Wer aufmuckte oder auch nur im Verdacht stand, das Regime zu kritisieren, verschwand in den Folterkellern und wurde ohne großes Aufsehen ermordet. Oft wird von Gegnern des Irakkrieges auch ins Feld geführt, dass Saddam keine Verbindungen zum internationalen Terrorismus gehabt hätte. Das ist falsch. Hussein hat zum Beispiel den Familien von Selbtmordattentätern, die sich in israelischen Schulbussen und Cafes in die Luft sprengten, 25.000 Dolar bezahlt. Auch wenn das den Antisemiten nicht passt: Wer Mörderbanden finanziert, die in einem anderen Land Menschen zerbomben, der ist ein internationaler Terrorist. Des weiteren gibt es Hinweise, dass Hussein sehr wohl Vertreter des militanten Dschihadismus unterstütze. Der Lindwurm war trotzdem der Meinung, dass man dieses Regime auch mit anderen Mitteln als duch eine Invasion beseitigen hätte können. Der militärische Angriff war falsch, die Zerstörung der Baath-Dikatur war richtig.

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Was befeuert die Amerikahasser?

In diesen angespannten Tagen, da der Iran widerrechtlich 15 britische Soldaten festhält, toben sich die seltsamsten Gestalten in diversen Internetforen aus. Alleine in der Onlineausgabe des „Standard“ ist das Verhältnis zwischen Antiamerikanern und antiwestlich eingestellten Postern zu jenen, die noch ihre Tassen im Schrank haben, in etwa 80:20. Die Diskussion im Forum des „Spiegel“ läuft ganz ähnlich. So wie sich diese Leute schon hinter das Monster Saddam Hussein und die mordenden Baathisten im Irak gestellt haben, stärken sie nun den Teheraner Klerikalfaschisten den Rücken. Auffällig ist, dass ein Konsens zwischen Neonazis und weitesten Teilen der Linken darüber zu bestehen scheint, wonach „die Amis“, wie die US-Amerikaner stets verächtlich genannt werden, und „der Westen“ grundböse seien und sich die Gotteskrieger lediglich „im Widerstand“ befänden. Fast wortident sind die Postings von Rechten und Linken, sobald es um die Themen Irak, Iran oder Israel geht, und zwar so gleichförmig, dass zwischen den Positionen nicht mehr unterschieden werden kann.

Wie kommt es aber, dass sich so viele Menschen ohne zu zögern für die Seite faschistoider Strömungen entscheiden und, ganz wie es die islamistische Propaganda seit Jahrzehnten vorgibt, die USA für den „Großen Teufel“ halten? Ganz einfach: Diese Leute irren sich nicht, sie gesellen sich mehr oder weniger bewusst genau dorthin, wo sie sich wohlfühlen, nämlich zu antimodernen und antiaufklärerischen autoritären Bewegungen. Die Hasser des „Westens“ verabscheuen Weltläufigkeit und Offenheit und lieben Stallwärme und Enge. Sie verachten moderne Kunst und verehren das Urtümliche und Primitive. Ihrer Meinung nach sollte die Welt lieber ein kunterbunter Haufen aus Diktaturen und rückständigen Kulturen sein statt ein globaler Marktplatz samt freiem Austausch von Ideen. Blasmusik statt Jazz, kopflastiges Arthouse statt Hollywood, Religion statt Psychoanalyse, Staatswirtschaft statt freier Markt, Bio statt effiziente Landwirtschaft, analog statt digital, „warm“ statt „kalt“ – so rumort es in den denkunfähigen Brägen der Globalisierungsgegner und Amerikafeinde, die sich mit den Mullahs ins Bett legen. Sie biedern sich an totalitäre Regimes an, weil sie selber zutiefst autoritär denken und im Grunde ihres Herzens nach Führung lechzen, wie sie eine moderne westliche Demokratie nicht bieten kann.

Quislings Nachfahren kriechen im Iran

Iran hat 15 britische Soldaten in irakischen Hoheitsgewässern festgenommen, genauer formuliert: entführt. Damit stellt sich das Mullahregime noch weiter an den Rand des Abgrunds und außerhalb der Zivilisation. Die Uhr für das Steinzeitregmine läuft ab, und das ist gut so. Der Lindwurm würde einen Krieg gegen den Iran begrüßen. Warum? Nicht aus Blutrünstigkeit, sondern weil diese Fanatiker von der Regierung verjagt werden müssen. Die iranische Gottesdikatur verletzt nicht nur im eigenen Land permanent die Menschenrechte, sondern exportiert seine abscheuliche Ideologie in alle Welt, schickt Mörderbanden los, um Regimekritiker zu töten, ist ein Hauptunterstützer von neonazistischen Dreckschweinen und des internationalen Terrorismus und bastelt an der Atombombe. Das sind genug Gründe, um den Iran militärisch zu befreien, und wem an der Zivilisation und den Menschenrechten liegt, der weiß und unterstützt das auch. Wie leider zu erwarten war, eiert Europa hin und her anstatt Partei für die Freiheit zu ergreifen, und wieder einmal sind die Norweger ganz vorne mit dabei beim Appeasement gegenüber den Klerikalfaschisten. Während die Freie Welt die Sanktionen gegen Iran verschärft, konterkarieren die Nachfahren von Vidkun Quisling diese Bemühungen und entsenden eine Parlamentarierdelegation und einen Staatssekretär auf Goodwill-Tour nach Teheran. Es ist nicht das erste Mal, dass Norwegen wegen seiner Nähe zu Islamisten und durch Feindschaft gegenüber Israel auffällt. Unter großem Applaus der Bevölkerung hat etwa der Schriftsteller Jostein Gaarder („Sofies Welt“) im Vorjahr einen Hetzartikel veröffentlicht, in welchem er Israel das Existenzrecht aberkannte und auf eine neue Diaspora der Juden hoffte. Norwegen hat als erstes westliches Land die Hamas anerkannt, norwegische Regionalparlamente beschlossen mehrfach, israelische Waren zu boykottieren und immer wieder fallen norwegische Politiker mit antiisraelischen Stellungnahmen auf. Auf den Ölreichtum der EU-Verweigerer im Norden bezogen könnte man sagen: Wohlstand schützt nicht davor, ein dummes Arschloch zu sein.

Rumpolds teure Pressekonferenz

Der BZÖ-Wahlkämpfer Gernot Rumpold, ein Haider-Mann der ersten Stunde, langt gerne zu, seien es die Hoden anderer Männer oder Geld. Der Eurofighterausschuss brachte zutage, dass Rumpolds Werbeagentur für eine Pressekonferenz mit dem früheren Verteidigungsminister Herbert Scheibner (BZÖ) und Eurofighterchef Aloysius Rauen 96.000 Euro verrechnet haben soll. Fucking 96 TAUSEND Euro! Für eine Pressekonferenz! Wie geht das? Hat Rumpold die geladenen Journalisten per Privatjet durch die Stadt geflogen und mit Pandabärentatzen, garniert mit vergoldetem Kaviar, bewirtet? Waren die Presseunterlagen mit Diamanten besetzt und auf eine Gutenbergbibel gedruckt? Wohl kaum. Der Lindwurm kennt sich bei Pressekonferenzen ein bisschen aus und kann voller Überzeugung sagen: 96.000 Euro kostet sowas nicht. Eine Quersubventionierung des BZÖ? Geldwäsche? Die Staatsanwaltschaft sollte aktiv werden!

Braune Richtungskämpfe

Dass FPÖ-Chef Hans Christian Strache nun einen Verein namens „SOS Abendland“ gegründet hat, dessen Zweck in erster Line der Kampf gegen die „Islamisierung“ sein soll, ist symptomatisch für die großen Richtungskämpfe, die derzeit an den rechtsextremen Rändern der Politik gefochten werden. Während weite Bereiche des neonazistischen Spektrums größte Sympathie für den militanten Islam zeigen, da dieser mit mörderischer Gewalt gegen die USA, Israel, Juden und die den Nazis verhasste Demokratie vorgeht, bedienen die volkstümlicheren Vertreter von Rechtsaußen, wie zB Strache, xenophobe Stimmungen und dreschen auf „den Islam“ hin. Dieser Richtungsstreit spaltet derzeit die gesamte rechte Szene Europas. Exemplarisch dafür die Auseinandersetzungen von Leuten wie Jörg Haider, die voll auf die arabische Karte setzen und beste Kontakte zu den Diktatoren der Wüste pflegen, mit den Straches der Szene, die sich lieber mit rechtskonservativen kirchlichen Kreisen und auch mit Rassisten verbünden. Und immer dann, wenn die Rechten streiten, freut sich der Lindwurm.

Die Neutralität – noch sinnvoll für Österreich?

Ganz egal, ob das Video, in dem Islamisten Österreich und Deutschland mit Anschlägen drohen, echt oder ein Fake ist, es hat eines bewirkt: Die österreichische Neutralität ist wieder einmal in Diskussion. Konservative Kräfte aller Parteien nehmen es zum Anlass, sich auf den überholten Standpunkt zurückzuziehen, wonach „uns“ die Welt da draußen nichts anginge und „wir“ allen noch so abscheulichen Verbrechern bloß mit der Teilnahmslosigkeit politischer Eunuchen zu begegnen hätten und alles würde gut, still und friedlich bleiben. Übereifrige Atlantiker wiederum sähen Österreich am liebsten als NATO-Mitglied in vorderster Reihe kämpfen, egal, gegen wen es gerade geht. Der Lindwurm will sich keiner dieser Richtungen anschließen. Er hält die Neutralität, so wie sie praktiziert wurde, für überholt, passend in die Zeit des Kalten Krieges und schon damals oft moralisch fragwürdig. Neutralität bedeutete in erster Linie, dass dieses Land als Aufmarschplatz für Spione und von internationalen Terroristen als sichere Durchgangsstation benutzt wurde. Unvergessen etwa die Peinlichkeit und Schäbigkeit, als der Terrorist „Carlos“ nach einem Coup in Wien vom damaligen Innenminister Otto Rösch mit Handschlag in die unverdiente Freiheit geleitet wurde. Dass Rösch ein ehemaliges Mitglied von NSDAP und SA war, mag für seine Sympathie für den antisemitischen Carlos eine Rolle gespielt haben, wäre aber eine eigenen Analyse wert. Auch danach konnten öfters mal arabische und iranische Terrorkommandos nach erledigten Anschlägen in Mitteleuropa ungehindert aus Österreich ausreisen. Das war keine neutrale Politik, das war Kumpanei mit Verbrechern und ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Gleichzeitig spionierte Österreich mehr oder weniger offiziell für die NATO, übte sich vor allem in Planspielen gegen den Warschauer Pakt und ergriff Anfang der 90er Jahre massiv und völlig einseitig Partei im auseinanderbrechenden Jugoslawien. Spätestens seit damals existiert die Neutralität nur mehr am Papier.

Was aber schlägt der Lindwurm vor, was will er? Nun, er möchte Österreich nur ungern in der NATO sehen, solange diese in erster Linie der verlängerte Arm der USA ist. Sympathischer wäre dem Klagenfurter Reptil eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik, an der die einzelnen Länder im Rahmen ihrer militärischen Kapazitäten teilnehmen und die gemeinsam vom Europaparlament und den Mitgliedsstaaten gestaltet wird. Ein solches „Europamilitär“ müsste nicht einmal massiv aufgerüstet werden, es wäre bereits jetzt stark genug für eine EU, die nicht imperialistisch, sondern an Sicherheitskriterien orientiert denken und handeln würde. Dies schlösse einige gemeinsame Aktionen mit den USA ein, andere wiederum aus. Sollte sich diese Option durchsetzen, wäre der Lindwurm für die offizielle Aufgabe der Neutralität.

Deutsche erklären Juden zu den „neuen Nazis“

Das Bertelsmann-Institut hat Anfang März von den Meinungsforschern von TNS Emnid umfragen lassen, wie denn die Deutschen zu Israel stünden. Das wenig überraschende, aber dennoch erschreckende Resultat: Der Staat Israel hat bei 44 Prozent der Befragten ein „schlechtes oder sogar sehr schlechtes“  Image, 30 Prozent meinen, Israel führe einen „Vernichtungsfeldzug gegen die Palästinenser“ und weitere 30 Prozent stimmten der Aussage zu, „Israel macht mit den Palästinensern im Prinzip nichts anders, als das was die Nazis mit den Juden gemacht haben“. Wie auch in Österreich hat bei unseren nördlichen Nachbarn der Verdrängungs- und Rechtfertigungsmechanismus voll gegriffen: Man fantasiert sich die Juden als Nazis zurecht, die auch nicht besser seien als die Deutschen unter Hitler, was die Psyche der Fantasten gleich zweifach entlastet. Die Einmaligkeit der Naziverbrechen wird relativiert und der Holocaust entpuppt sich als gar nicht so schlimm, traf er doch Menschen, die dieser Wahnvorstellung nach auch nicht besser als die Nazis waren. Dass Israel im Gegensatz zu den Deutschland niemals einen „Vernichtungsfeldzug“ geführt hat, was ja auch die seit Jahrzehnten ständig steigende Bevölkerungszahl in den Palästinensergebieten beweist, und dass nirgendwo Gaskammern stehen, in denen Palästinenser ermordet werden, ficht das deutsche Volksempfinden nicht an. Wie auch? In derselben Umfragen haben 40 Prozent der Befragten geäußert, der Nationalsozialismus  habe auch gute Seiten gehabt…