Kabinett der besten Köpfe

Ein feines Kabinett hat sich der feine Herr Ahmadinejad da zusammengestellt. Sein Verteidigungsminister Ahmad Vahidi zum Beispiel steht ganz oben auf der Fahnungsliste von Interpol, weil er 1994 an dem bestialischen Anschlag auf ein jüdisches Kulturzentrum in Buenos Aires beteiligt war, bei dem 85 Menschen starben. Aber ok, was will man sich von einem Mann erwarten, der vermutlich höchstselbst 1989 in Wien drei Kurdenführer ermordet hat? Schwerverbrecher umgeben sich halt gerne mit ihresgleichen. Österreich hat damals übrigens nach massiven Drohungen des Iran die Tatverdächtigen, die sich in die iranische Botschaft geflüchtet hatten, unbehelligt ausreisen lassen. Einer der großen Schandflecke auf der ach so reinen Weste des neutralen Wien. Können wir erwarten, dass die Welt zur Kenntnis nimmt, mit wem sie es bei der iranischen Regierung zu tun hat? Wie fühlt man sich so als US-Präsident, oder westlicher Diplomat, oder Vertreter eines Konzerns, wenn man mit Mördern und internationalen Terroristen Deals abschließt? Schläft man da schlechter? Ich denke nicht, denn als Mensch in solchen Funktionen hat man, freundlich gesagt, eine dicke Haut. Unfreundlich gesagt hat man einen moralischen Defekt.