Arschlöcher für Deutschland

Der stellvertretende Vorsitzende der sächsischen AfD, der Diplompädagoge und Dozent für Journalistik und Medienproduktion an der TU Dresden Thomas Hartung, liefert ein Paradebeispiel dafür, wie barbarisiert Deutschlands Eliten zum Teil sind. Über den Spanier Pablo Pineda, der trotz Down-Syndrom den Hochschulabschluss schaffte und nun als Lehrer arbeitet, schrieb der Herr Professor auf Facebook: „Was sagt uns das: Sei nur blöd genug, reise in der Welt herum, die Dummen wenden sich schon ganz allein dir zu. (…) Wo soll das hinführen, wenn es als normal gezeigt wird???“ . Und er legt noch nach: „Wollt ihr von jemandem belehrt werden, der weniger weiß als ihr? Ich spreche einem Menschen mit Trisomie 21 die Befähigung ab, in Deutschland den Hochschulberuf eines Lehrers zu ergreifen, und gebe kund, dass ich als Nichtbehinderter von einem solchen nicht unterrichtet werden möchte“. 

Die Leser der „Bild“ verstehen die Aufregung nicht und beeilen sich zu zeigen, dass sie eben solche Barbaren sind wie die AfD-Bande.

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Das „Das-wird-man-ja-wohl-noch-sagen-dürfen“-Land lässt seine Leitmedien ordentlich austeilen. Nach Roma, Muslimen, Homosexuellen und Russen kommen jetzt die Frauen an die Reihe. Für solche Überschriften, für so eine Sprache gewordene Misogynie wären Journalisten noch vor wenigen Jahren gefeuert worden. Inzwischen geht das wieder. Man ist wieder unverschämt primitiv.

Focus:

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Der Spiegel:

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Grün(d)lich zivilisiert

„Die europäische Welt hat keine Angst mehr vor den Deutschen, weil wir 1968 aufgebrochen sind, weil wir das Law-and-Order-Denken heraus geblasen haben aus diesem Land, weil wir, eine andere Generation, diese deutsche Gesellschaft gründlich zivilisiert haben.“ (Antje Vollmer, Grüne, 9. August 1990, Deutscher Bundestag)

Also sprechen die gründlich Zivilisierten, nachdem sie einen Artikel über eine finnische Rom gelesen haben, der in einem schwedischen Hotel der Zugang zum Speisesaal verweigert wurde, weil sie in der Tracht ihres Volkes erschienen war:

„Roma, auch bekannt unter der Bezeichnung  Zigeuner, woraus sich die treffende Umschreibung (Herum-)Ziehende Gauner ableiten lässt. Biologisch gehören diese Lebewesen zur Familie der Heuschrecken.“

„@Samsara: Falsch – Heuschrecken hauen ab, wenn sie sich sattgefressen haben. Zigeuner wid man nie wieder los.“

„Wer in einem Nobelhotel frühstücken will, kann dort nicht in Lumpen antanzen. Wieder mal eine Roma, die sich selbst diskriminiert und andere dafür beschuldigt…“

„Irgendwie mag die keiner auf der Welt. Ich verstehe das nicht. Das sind doch anständige, fleißige und ehrliche Menschen.“

„Sowas als Tracht zu bezeichnen ist schon mehr als gewagt. Und selber schuld, daß ihr das passiert ist. Offensichtlich hat sie es darauf angelegt, denn sonst hätte sie sich „normal“ gekleidet, wie jeder andere dort auch. Das zeigt mal wieder, auf welchem geistigen Stand diese Leute stehengeblieben sind.“

Hier die Tracht

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Irre Zustände

Gegen 114.578  Menschen wurden allein in Deutschland im Jahr 2009 Verfahren zur zwangsweisen Unterbringung in psychiatrischen Kliniken eingeleitet. Für 96.000 von ihnen schlossen sich tatsächlich die Mauern der Irrenhäuser. Manchmal für Jahre, in einigen Fällen für immer. Entgegen allen Beteuerungen der psychiatrischen Zunft und der dieser Zunft weitgehend unkritisch gegenüberstehenden Politik ist der Bestrafungs- und Zurichtungscharakter der Psychiatrie offensichtlich, was allein schon am Sprachgebrauch  der Medien erkennbar ist. Beispielhaft hier ein Zitat aus dem „Merkur“: „Glimpflich ist für eine 52-jährige Hausfrau aus Weyarn ein Prozess vor dem Landgericht München II ausgegangen. Die Frau, die im April 2011 aufgrund schwerer psychischer Beeinträchtigungen ihr Zimmer in Brand gesetzt hatte, wurde nicht mit einer Einweisung in die Psychiatrie bestraft.“ Medien, die allgemeine Bevölkerung und natürlich Betroffene von Zwangsmaßnahmen schätzen die Psychiatrie völlig realistisch als Instrument ein, mit dessen Hilfe man Menschen, die nichts oder nur sehr wenig verbrochen haben, für Jahre oder Jahrzehnte verschwinden lassen kann. Vor allem die forensische Psychiatrie ist, wie der Bayrische Rundfunk treffend beschreibt, eine „Black Box“, in der unbeachtet von der Öffentlichkeit die Menschenrechte nicht gelten, Folter an der Tagesordnung ist und aus der es nur selten ein Entrinnen gibt. Nahezu jährlich erweitern die WHO und  American Psychiatric Association den Katalog an Verhaltensweisen, die als Symptome psychiatrischer Erkrankungen angesehen werden. Der Spielraum für das, was als „normal“ betrachtet wird, verengt sich also zusehends, und das kann katastrophale Folgen für diejenigen haben, die gegen ihren Willen psychiatrisch behandelt werden, denn wenn Psychiater lange genug fahnden, können sie mittlerweile so gut wie jeden Menschen zum „Kranken“ stempeln, dem man das Grundrecht auf Freiheit entziehen kann. Niemand soll denken, er oder sie wäre dagegen gefeit, in der Psychiatrie zu landen. Ein falsche Wort da, ein übereifriger „Helfer“ dort, und schon geht es in Polizeibegleitung ab zum Amtsarzt und von dort in die Klinik, wo man dann Ärzten, die mehrheitlich davon ausgehen, dass diejenigen, die zu ihnen gebracht werden, schon „irgendwas hätten“, beweisen muss, dass man weder sich, noch andere gefährden wolle. Und wehe dem, der eine Straftat begeht und bei dem das Gericht einen psychiatrischen Sachverständigen beizieht.

Hier ein winzig kleiner Auszug einer Recherche per Google:

Der Gießener „Linke“-Politiker Dennis Stephan sitzt 2013 monatelang in der forensischen Psychiatrie, weil er in seiner Wohnung ein paar Lappen verbrannt haben soll. 

Seit September 2013 sitzt die „Linke“-Politikerin Julia Bonk zwangsweise wegen „Eigengefährdung“ in einer psychiatrischen Klinik. 

Ein 26-Jähriger wirft mit einem Stein ein Fenster im Augsburger Dom ein. Er wird vom Gericht zu einer „dauerhaften Unterbringung in der Psychiatrie“ verurteilt, denn er habe durch „die Taten an sakralen Gegenständen das Sicherheitsempfinden der Allgemeinheit beschädigt“. 

Ein 28-jähriger Wiener „bedroht“ FPÖ-Chef Strache mit „Quanten-Raumschiffen“. Er wird in eine „Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher“ gesteckt

Nachdem ein aggressiv wirkender Mann Passanten in der Willi-Bredel-Straße am heutigen Vormittag, gegen 10.00 Uhr mit seinem Hund verängstigte, schritt die Polizei ein. Auch den Beamten gegenüber zeigte der offensichtlich verwirrte Schweriner eine äußert aggressive Haltung, so dass es während der Personalienfeststellung zur körperlichen Außeinandersetzung kam. Die Beamten mussten Pfefferspray einsetzen, um den Widerstand des 29-jährigen zu brechen. Bei der später durchgeführten Gewahrsamstauglichkeitsprüfung im Polizeirevier, wurde durch einen Arzt festgestellt, dass der Mann, der als BTM-Konsument bekannt ist, eine betäubungsmittelverdächtige Substanz bei sich führte. Weiterhin stellte sich heraus, dass er dringend psychiatrische Hilfe benötigt. Durch den Bereitschaftsdienst der Schweriner Berufsfeuerwehr wurde eine Zwangseinweisung in die Psychatrische Klinik angeordnet

Aus „Datum“: „Seit 17 Jahren ist B. kein freier Mann mehr. Der Grund dafür ist einer der Briefe, die er geschrieben hat. Er war gespickt mit Drohungen, es ging um Geld und um Kleidung, die ihm der Adressat angeblich immer noch schuldete. Ein Gericht befand damals, dass B. keine Schuld für den Drohbrief zugesprochen werden kann: B. ist in einem Wahnkonstrukt gefangen; er hält sich für den besten Sportkenner der Welt und glaubt sich in große, wichtige Geschäfte involviert. Er ist unzurechnungsfähig und damit nicht schuldfähig. Trotzdem ist er seit fast 20 Jahren eingesperrt. Denn das Gericht befand auch, dass von B. eine Gefahr ausgeht. Es verurteilte ihn nach Paragraf 21 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs. Der sieht eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher vor, wenn „zu befürchten ist, dass er sonst unter dem Einfluss seiner geistigen oder seelischen Abartigkeit eine mit Strafe bedrohte Handlung mit schweren Folgen begehen werde“.

Hysterischer Kinderschutz

Jeder, der hin und wieder ein Bier trinkt, ist Alkoholiker. Alle, die an einen Gott glauben, sind religiöse Fundamentalisten. Sämtliche Gewerkschafter, die mehr Rechte für Arbeitnehmer fordern, sind Kommunisten. Wer sich zu Fotos aus dem Playboy einen runterholt, ist mit Sicherheit ein Fan von Gewaltpornographie und ein potenzieller Vergewaltiger. Weil es im Umfeld der FPÖ Personen gibt, die am Neonazismus anstreifen, ist jedes FPÖ-Mitglied ein Nazi. Wer Hasch raucht, nimmt auch Heroin. Ob ein Kunstwerk oder eine Fotografie sexuelle Inhalte hat, hängt nicht vom objektiven Inhalt des Kunstwerks oder der Fotografie ab, sondern allein davon, ob der Betrachter sich davon sexuell erregt fühlt.

Das waren jetzt ein paar ziemlich dumme Sätze, deren Dummheit so gut wie jeder nicht debile Mensch problemlos erkennen wird. Zirkelschlüsse halt, die ganz leicht zu widerlegen sind. Es sei denn, man redet über Pädophilie. Dann nämlich bringen auch als seriös geltende Medien wie die „Zeit“  Texte, deren intellektuelle Schlichtheit nur von der moralisierenden Penetranz des „Denkt denn hier niemand an die Kinder“-Geschreis übertroffen wird. Im einem Kommentar mit dem Satire herausfordernden Titel „Es geht um die Kinder!“ schreibt Ludwig Greven so, wie das gesunde Volksempfinden empfindet: Hirnlos, planlos und rassistisch:

Bis vor einer Woche schien es noch einen gesellschaftlichen Konsens zu geben: Sexuell ist fast alles erlaubt, sofern es freiwillig geschieht – zwischen Erwachsenen. Das sexuelle Ausnutzen von Kindern jedoch muss in jeder Form tabu sein. Denn es schädigt ihren Körper und ihre Seele, oft für ihr ganzes Leben. Das ist nicht zuletzt die Lehre aus Pädophilie-Debatte der Grünen, die in ihrer Gründungszeit die Grenzen nicht immer klar zogen. Nun wird aber anhand des Falls Edathy feinsinnig unterschieden zwischen Kinderpornographie und bloßen Nacktaufnahmen Minderjähriger. Sind ihre Genitalien deutlich zu sehen? Stehen sie im „Vordergrund“ oder handelt es sich lediglich um „naturalistische“ FKK-Bilder? Strafrechtlich mögen solche Unterscheidungen relevant sein. Denn der Besitz von FKK-Fotos und ähnlichen Abbildungen Minderjähriger ist in Deutschland nicht verboten.

Wie die dumpfe Masse jener, die bei den  Themen Pädophilie und Kindesmissbrauch durchdrehen, weil sie annehmen, eine sexuelle Veranlagung (Pädophilie) sei dasselbe wie ein Verbrechen (Kindesmissbrauch), wirft auch Greven munter Zutaten in einen Topf, die nicht zusammenpassen und nichts miteinander zu tun haben, aber vermischt eine hübsche Giftbrühe ergeben. Zwischen der Darstellung von Kindesmissbrauch und Nacktfotos zu unterschieden, mag „feinsinnig“ sein, wie Greven abwertend schreibt, den fundamentalen Unterschied aber zu leugnen, obwohl das bislang nicht mal das deutsche Strafrecht macht, ist stumpfsinnig. Zeigt das eine Material Vergewaltigung (Sex mit Kindern oder Minderjährigen ist meiner Ansicht nach wegen des Machtgefälles immer eine Form von Vergewaltigung, Anm.), zeigt das andere Nacktheit. Das ist nicht das Gleiche und schon gar nicht Dasselbe. Für Greve und Konsorten wird Harmloses aber gefährlich, verändert also seine Natur, sobald der Betrachter dabei eine Erektion kriegt.

Ist dem ausgeschiedenen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy nicht mehr nachzuweisen, käme er ohne Strafe davon. Das heißt aber nicht, dass solche Machwerke harmlos sind. Wer sich derartiges Material im Internet bestellt, tut das in der Regel nicht aus ästhetischen, sondern aus pornographischen Gründen: Er ist pädophil. Er betrachtet Bilder von Kindern und Jugendlichen zur sexuellen Befriedigung.

Ein Pädophiler betrachtet vermutlich auch manche Kinder auf der Straße, Kataloge von Kindermodenherstellern und Kindertalentwettbewerbe im Fernsehen aus „pornographischen Gründen“. Wird aus all dem nun Kinderpornographie? Und wie ist dagegen anzukämpfen? Durch ein Verbot all dessen, weil es Pädophile erregen könnte? Oder dadurch, dass man Pädophilen die Augen aussticht? Für Greve, der sich ja für zivilisiert hält, kommt (vorerst?) nur ersteres in Frage:

 Am Ende macht es keinen großen Unterschied, ob Kinder heimlich nackt aufgenommen werden oder ob sie zu Posen gezwungen werden. Sie werden in jedem Fall benutzt – für die sexuelle Stimulierung Erwachsener. Oft werden Zwang oder Gewalt auf sie ausgeübt. Das Geschäft damit sollte deshalb gleichermaßen verboten werden. Der eigentliche Skandal ist daher auch nicht, ob die Staatsanwaltschaft Hannover zu viele Details über das Kaufverhalten von Herrn Edathy und seine Vorlieben preisgegeben hat. Sondern dass sich Hunderte Männer in Deutschland, darunter wohl auch Sebastian Edathy, in Kanada solche Aufnahmen bestellt haben. Die Opfer stammten zum Teil aus Deutschland: Ihnen sollte die ganze Aufmerksamkeit gelten“.

Unbeabsichtigt, so nehme ich zumindest an, platzt es am Ende aus Greven heraus, dass deutsche Kinder ganz besonders schützenswert seien, womit er klar zeigt, wie der Kinderschutzlynchmob tickt. All das, was in zivilisierten Rechtsstaaten bei der Ermittlung von Schuld, Strafwürdigkeit und Strafmaß zu Recht größte Bedeutung hat, nämlich objektiver Tatbestand, Motiv, Beweislage und Unschuldsvermutung, soll für Pädophile nicht mehr gelten. Bei denen reicht, was Greven ihnen unterstellt, dass Greven sie eklig findet und dass Greven meint, ein diffuses Moralrecht stünde über dem Strafrecht, womit die soziale Vernichtung solcher Leute durch Staatsanwaltschaften, die ohne Hinweis auf strafbare Handlungen Ermittlungen öffentlich machen, gerechtfertigt wird. Bezeichnend an solchen Geisteshaltungen ist, dass die Empörung sich fast zur Gänze gegen jene richtet, die für ihre Veranlagung nichts können, aber nicht mal ansatzweise gegen soziale Verhältnisse, in denen Kinder, Jugendliche und deren Eltern für ein paar Euro bereit sind, sich nackt oder gar beim Sex fotografieren zu lassen. Statt das Elend zu bekämpfen, das die (sexuelle) Ausbeutung  von Kindern erleichtert, soll rein über prohibitive und repressive Maßnahmen eingegriffen werden. Ein furchtbar verkürzter Ansatz, der vielleicht eine kurzfristige moralische Befriedigung bringen mag, aber das Problem des realen Kindesmissbrauchs nicht aus der Welt schaffen wird. Wer gegen Kindesmissbrauch ist, muss Kinder stärken – ökonomisch, sozial und rechtlich.

Ich bin genauso wenig Experte für die Themenbereiche Pädophilie und Kindesmissbrauch wie Ludwig Greven. Ich würde auch ein Verbot des Handels mit „Poserbildern“ nicht generell ablehnen wollen, sofern es zuvor zu einer von echten Expertinnen begleiteten Abschätzung  kommt, ob negative Folgen wie die mögliche Kriminalisierung tatsächlich harmloser Familienfotos etc. die politisch erwünschte sexualpolitische Aussage nicht überwiegen. Ich weiß aber, dass Hysterie immer ein schlechter Ratgeber ist und dass es gefährlich wird, wenn Staatsanwaltschaften anfangen, „moralisch“ zu handeln statt nach den Buchstaben des Gesetzes. Und ich weiß, dass das Strafrecht sich nicht ausschließlich danach richten darf, was Mehrheiten für moralisch oder amoralisch, für okay oder ekelhaft halten, sondern sich stärker danach richten sollen, welcher reale Schaden durch eine Tat entsteht.

Zeit der Entscheidung

Als ich mich vor einigen Jahren mit einem rassistischen Ungarn wegen dessen Hasstiraden gegen Roma und Sinti stritt, sagte der: „Wart´s nur ab. Sobald die Zigeuner nach Westeuropa kommen, wirst du schon sehen, dass eure Leute sie genauso hassen werden, wie wir es tun“. Er hatte natürlich Recht. Kaum wagten es einige Roma, die als großes Verdienst der EU gefeierte Reise- und Niederlassungsfreiheit in Anspruch zu nehmen, begegnete ihnen dort, wo sie sich ansiedeln wollten, Hass und Ablehnung. Politiker, gerne auch Sozialdemokraten, taten sich in Frankreich und Deutschland als Mahner wider den „Sozialtourismus“ hervor und befeuerten so den Fressneid der Eingesessenen. Ganz schnell wurde klar, dass Reisefreiheit nach Möglichkeit nur für Exportgüter der westeuropäischen Industrie gelten solle, nicht aber für arme Menschen, die dorthin wollen, wo diese Exportgüter hergestellt werden. Ganz besonders schnell und ganz besonders ekelhaft outeten sich Deutsche als Antiziganisten. Das Volk, das Hunderttausende Roma ermordet hatte, gründete Bürgerinitiativen genannte Lynchmobs, sobald sich Roma in einer Stadt ansiedelten, und ließ in Internetforen wie Facebook seinen Mordfantasien freien Lauf. Verstöße gegen deutsche Tugenden wie Mülltrennung, die Erziehung von Kindern zu Schweigsamkeit und die Pflicht Armer, sich demütig unsichtbar zu machen, nehmen Deutsche besonders krumm. Es treibt sie in den Wahnsinn, wenn jemand sich die Freiheit herausnehmen will, mitten in Deutschland anders zu leben, als es die deutsche Mehrheit macht. Im besten Fall fordern die empörten Anrainer sogenannter „Problemhäuser“, also jener Häuser, in denen Roma leben, nur die Deportation der ungeliebten neuen Nachbarn. „Die Politik“, so diese Spießbürger, müsse „was unternehmen“. Ganz Unrecht haben sie mit letzterem gar nicht. Europa hat ein massives und sich täglich zuspitzendes Problem mit den ärmeren Teilen seiner Bevölkerung, und wir stehen genau jetzt an einer Weggabelung und müssen uns entscheiden, welchen Weg wir nehmen wollen.

Wir müssen uns entscheiden, ob wir den totalen Markt und die totale Konkurrenz haben wollen oder nicht. Wenn wir ersteres wollen, dass also alle europäischen Volkswirtschaften gegeneinander und der europäische Block gegen alle anderen Blöcke konkurrieren, also den Kapitalismus in seiner natürlichen, unkorrigierten Form, dann bringt das zwangsweise die Barbarei mit sich. Wenn alles nur mehr Konkurrenz und Kostenfaktor ist, können sich die konkurrierenden Wirtschaften Menschen, die mehr kosten, als sie einbringen, nicht leisten und müssen sie daher loswerden. Das geschieht üblicherweise durch Mord, dem zumeist noch die Verwertung der zu Ermordenden durch Sklavenarbeit vorausgeht. Das ist kein Ausdruck von Sadismus, obwohl die dazu gehörenden Prozesse der Menschenmaterial-Verwertung natürlich Sadisten und Psychopathen anziehen, sondern die Folge ökonomischer Sachzwänge einer globalen Konkurrenzwirtschaft. Wenn Marktteilnehmer A seine Alten und Kranken durchfüttert, Marktteilenhmer B aber nicht, dann wird Marktteilnehmer B Marktteilnehmer A wirtschaftlich in absehbarer Zeit auslöschen. Natürlich könnte Europa auch sagen: „Nein, das wollen wir nicht, so sind wir nicht mehr. Wir möchten, dass jeder Mensch existieren darf und kann, da dies ein Menschenrecht ist und außerdem vernünftig, da ja auch wir mal zu den Überflüssigen gehören könnten“. Solche Überlegungen gab es schon mal, man nannte sie unkorrekt „Kommunismus“.

Dazu ein kleiner Exkurs:

Die Roma waren und sind die großen Verlierer des Untergangs des Realsozialismus. Ich habe oft genug über die negativen Seiten des so genannten Kommunismus geschrieben, ich brauche mich also weder für die Erwähnung seiner positiven Aspekte zu rechtfertigen, noch muss ich jedes Mal „Pol Pot“ , „Stalinismus“ und „Kulturrevolution“ dazuschreiben. Die Schwächen aller sozialistischen Versuche sind allgemein bekannt, die größte davon war wohl, dass nahezu überall verabsäumt wurde, Herrschaftsstrukuren abzuschaffen oder so zu entschärfen, dass die immer noch oft genug tödliche Machtausübung von Menschen über Menschen nicht stattfinden kann, dass sich keine neuen Eliten bilden, was wieder nur jene Charaktere nach oben spült, die auch im Kapitalismus zu den Herrschenden gehörten. Statt der Freiheit kam die Unfreiheit in neuem Gewand. Wie jeder klar denkende Mensch lehne ich aber Totalitarismustheorien ab. Rassistisch motiviert ganze Menschengruppen vom Baby bis zum Greis millionenfach, industriell, programmatisch, kaltblütig und geplant zu ermorden, ist nicht „gleich schlimm“, wie durch Fehlentscheidungen Versorgungsengpässe herbeizuführen. Es ist wesentlich und qualitativ viel schlimmer. Geistig Kranke hunderttausendfach umzubringen ist nicht „gleich schlimm“, wie einige Regimegegner in die Psychiatrie zu stecken. Es ist wesentlich und qualitativ viel schlimmer. Wenn man den Realsozialismus beurteilen will, sollte man auch mal darauf achten, was der nicht gemacht hat. Er hat Menschen nicht aus rassistischen Gründen verfolgt, eingesperrt und ermordet. Er hat Menschen, die eingeschränkt oder gar nicht arbeitsfähig waren, nicht verrecken lassen. Für die Roma und etliche andere Gruppen, die zuvor jahrhundertelang mit entsprechenden Folgen für Selbstwertgefühl, Eigendefinition und ökonomisches Standing ausgegrenzt worden waren, bedeutete dies, dass sie in den sozialistischen Diktaturen Arbeit, menschenwürdige Behausung, Ausbildung und medizinische Versorgung hatten. Sie waren inkludiert und durften zumindest offiziell nicht diskriminiert werden. Ihre Kinder gingen zur Schule und viele davon später auf Universitäten. Die Integration der Roma und anderer zuvor ausgeschlossener Menschen in die realsozialistische Wirtschaft und Gesellschaft war eine politische Entscheidung. Man entschied sich dafür, jedem Menschen ein Recht auf Existenz zuzugestehen. Das war, rein ökonomisch betrachtet, ineffizient und teuer. Daher wurde das mit dem Einzug des Kapitalismus auch sofort beendet. Nicht nur Roma, aber vor allem auch diese waren plötzlich arbeitslose Sozialhilfeempfänger. Massiv rassistisch ausgegrenzt, konnten sich Roma und Sinti am schlechtesten an die neue Kultur des Konkurrenzkampfes anpassen und versanken in Not und Elend, hausend in Ghettos und einmal mehr zurückgeworfen auf sich selber und überholte Clanstrukturen. Und heute schlägt jenen, denen durch das Zusammenstreichen der Sozialsysteme und durch Diskriminierung schlimmster Sorte die Lebenschancen gestohlen werden, Hass und Ablehnung dafür entgegen, dass sie Opfer sind.

Um den Wert von Menschenleben nicht ökonomisch festzuschreiben, was zur Vernichtung von Menschenleben führen muss, braucht es nicht zwingend die Diktatur des Proletariats. Es braucht politische Entscheidungen und den Willen, eine Gesellschaft zu haben, in der niemand so weit zurückbleiben muss, dass er durch strukturelle oder offene Gewalt seine Existenz verliert. Entweder Europa, dieser unglaublich reiche Kontinent, bekennt sich zu einer Form eines gemäßigten Kapitalismus, die jeden Menschen leben lässt, oder man muss den Kapitalismus abschaffen. Eine reiche Gesellschaft, die ihren stetig und immer weiter wachsenden Reichtum durch Exklusion und letztlich Mord zu verteidigen und auszubauen beabsichtigt, hat keine Existenzberechtigung, da sie verbrecherisch ist. Und auch wenn das mal wieder als Alarmismus abgetan werden wird: Wir sind nicht mehr weit davon entfernt, dass das stille und etwas verschämte Morden, wie das Verreckenlassen von Armuts- und Kriegsflüchtlingen oder das Sterbenlassen von Armen und Kranken, in offenen Massenmord übergehen wird. Schon der Status Quo ist inakzeptabel und unerträglich, aber was da immer schneller am Horizont aufsteigt, ist die totale Dehumanisierung, ein neues Massenmorden im Namen von Wettbewerbsfähigkeit und Geldwertstabilität. Jetzt ist die Zeit, Position zu beziehen, offen, immer und überall. Wer nicht will, dass wir diese Straße, die zu Lagern und Krematorien führt, weiter gehen, muss handeln. Macht verdammt noch mal euer Maul auf! Sagt es den Politikerinnen und jedem, ob er es hören will oder nicht, dass ihr keine Welt wollt, in der Menschen nur Zahlen in Kosten-Nutzen-Rechnungen sind!

„Solange sie brav ist…“

Die Abgeordnete der deutschen Partei „Die Linke“, Julia Bonk aus Sachsen, wurde zwangsweise in eine psychiatrische Klink eingewiesen. In diversen Politikforen kommentiert das der bräunliche Abschaum voller Schadenfreude. Ich weiß nicht, was Frau Bonk gemacht oder gesagt hat, das ihre Zwangseinweisung rechtfertigen würde. ich weiß nur, dass es mir bei den Kommentaren den Magen umdreht. Ebenso bei dem Gedanken, unter diesen Kommentatoren könnte auch der eine oder andere Pfleger oder Arzt sein.

-Logisch, dass man bei Verfolgungswahn aller Art (hier: Nazi-Paranoia), erst mal in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen wird. Kein Thema!

-Sieht gut aus, die Pfleger werden sich freuen

-Toll – müssen sie denn jeden Junkie-Abfall bei UNS abkippen? Ist in Dresden keine Klapse? Frau Bonk hat wohl zuviel davon geträumt, daß Heroin nicht abhängig macht. Naja, jetzt macht sie wahrscheinlich Bekanntschaft mit anderen „Benzos“.

-So lange sie brav ist, kann sie mehr oder weniger machen was sie will. Wenn sie Ärger macht, gibt es eine „Mach-Heia-Spritze“ oder sie wird fixiert, also ans Bett gefesselt.

-Daß sie so fett ist, könnte daran liegen, daß sie starke Psychopharmaka bekommt, manche lassen den Menschen aufdunsen.

-Die typ. linksradikale Fresse, so wie ich es gewöhnt bin – ob von den Genossinnen „der ersten Stunde“, den Alt-68zigern, den Gendervotzen oder dem ganzen femininen Gesocks aus der Umvolkungsindustrie. Da kommt mir das Kotzen!

-Linke sind doch von Natur aus geisteskrank. Wundert mich wenig.

-War „Bala-Bala-Bonk“ nicht diese überaus eifrige Nazijägerin, die hinter jedem Baum einen vermeintlichen „Nazi“ enttarnte, stets protegiert v.a. von den Staatsmedien wie SPIEGEL?! Eine paranoide Schizophrenie würde ich hier nicht ausschließen

-ich kann mir eine gewisse Häme nicht verkneifen. Stünde sie rechts, wäre sie wahrscheinlich nicht krank geworden. Aber so sind sie halt, unsere „Antifanten“. Immer schön gegen rechts pöbeln und dabei den Verstand verlieren. 

-Eine Dumme schlampe die Vergnügungssüchtig ist und von Politik keine Ahnung hat, – und sich nur links vorkommt, wenn Sie gegen Nazis ist, – ehrlich ist mir unbegreiflich wie so eine Zicke in den Landtag kommen  kann…da hat sie jemanden von der Stasi den Schwanz gelutscht anders kann ich mir den Aufstieg dieser Eule nicht erklären.

-Naja, wenn sie das Gras bei ihrem Lieblings-Neger kauft, hat sie gute Chancen, daß da noch ganz anderer Scheiß drin ist, als nur ein bissel THC.

-Mit Negern wrd die ohnehin schon einschlägige Erfahrungen gemacht haben.

-Diese Frau hätte vor 20 Jahren in ein ordentliches katholisches Internat gehört. Sie hätte dort lernen können zu beten, einen Haushalt führen, Kinder großziehen und einem Ehemann eine treue Frau zu sein.  
Unsere gottlose ökoschwule Gesellschaft hat ein Wrack aus ihr werden lassen.

-Ich denke, die Klapsmühle ist die passende Endstation. Finde gut, dass man solche Leute jetzt endlich medizinisch unter die Lupe nimmt.

-Geisteskrankheiten gehören zu den Bolschewisten,wie der Hopfen zum Bier!

-Psychisch Kranke habern nichts im Bundestag verloren, wo im Ernstfall z.B. über Krieg oder Frieden entscheiden werden kann.

Pädophilie: Verlogenes Grünen-Bashing

Wäre ich Deutscher, hätte ich gute Gründe, die Grünen nicht zu wählen. Dass Daniel Cohn-Bendit, Jürgen Trittin und andere vor Jahrzehnten einen differenzierten und auch naiven Zugang zum Themenkomplex Pädophilie hatten, gehörte für mich nicht dazu. Die skrupellose Niederträchtigkeit, mit der deutsche Konservative im Wahlkampf versuchen, die Grünen zu einer Partei der Kindesmissbraucher zu stempeln, ist ebenso bezeichnend wie die ängstliche Bekennerei der heutigen Grünen, dass man die sexuelle Hingezogenheit Erwachsener zu Kindern eh ganz doll schlimm und eklig und falsch fände, dass man also mit dem gesunden Volksempfinden voll und ganz übereinstimme. Niemand traut sich, rational und ohne emotionalen Ton auszusprechen, was Realität ist, nämlich dass Pädophilie an sich nicht mehr oder weniger problematisch ist als jede andere Form sexueller Orientierung. Zu einem Problem und, je nach gesetzlicher Lage, einem Verbrechen wird sie erst dann, sobald der Pädophile seine Neigung auslebt, Kinder missbraucht oder kinderpornographisches Bildmaterial herstellt, in Umlauf bringt oder dafür bezahlt. Dann soll das Strafrecht greifen, wobei die Bestrafung möglichst mit einer psychologischen Betreuung verbunden sein sollte, die zum Ziel hat, dem Täter klar zu machen, was sexueller Missbrauch von Kindern bei den Opfern anrichtet, dass sie Leben zerstören und Menschen seelisch verkrüppeln kann. Pädophilie als Neigung an sich zu verteufeln, mag ein vielen Menschen nahe liegender Impuls sein, Sinn ergibt das bei genauer Betrachtung nicht. Keine sexuelle Abweichung vom Fortpflanzungssex ist per se schlecht, so lange dabei niemand zu Schaden kommt und ausgelebte Sexualität zwischen Menschen stattfindet, die einwilligungsfähig sind und wissen, worauf sie sich einlassen. Das ist bei Kindern nie der Fall. Ausgelebte Sexualität, bei der ein Partner erwachsen und der andere ein Kind ist, muss immer Missbrauch sein, weswegen dies auch zu Recht als eine Form von Vergewaltigung gesehen wird. Wer aber diesbezüglich nur Fantasien hat und diese niemals auslebt, ist kein schlechterer Mensch als jemand mit sadomasochistischen Kinks oder was auch immer. Das Reich der sexuellen Fantasien und Fetische ist ein weites, und würden wir wissen, was die Menschen um uns herum sich alles zusammenträumen, würden wir staunen und es wohl oft genug mit der Angst zu tun bekommen.

Die Heftigkeit der Ablehnung und der Distanzierungsbekenntnisse, die man von vielen Leuten beim Thema Pädophilie zu hören bekommt, lassen tief blicken und bezeugen, wie weit verbreitet pädophile Neigungen sind. Es ist kein Zufall, dass die lautesten Rufer nach „Todesstrafe“ und „Kastration“ immer die sind, die autoritäre Lebensentwürfe und Politikvarianten befürworten, also Strukturen haben wollen, die genau jene sind, unter denen Kinder mächtigen Personen und Institutionen ausgeliefert und damit leichte Opfer sind. Andererseits zeigt dies auch die Sehnsucht vieler Menschen, sich eine imaginierte moralische Überlegenheit anzumaßen, mit deren Hilfe sie dann anderen die Menschlichkeit absprechen und sie umbringen, foltern oder kastrieren dürfen. Die sadistischen Impulse des ungesunden Volksempfindens haben dieselbe Wurzel wie die sexuelle Deviation des  Machtmissbrauchers, der sich Schwächeren aufdrängt. Konkreter gesagt: In Deutschland haben Teile von CDU und CSU bis in die 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts hinein verhindern wollen, dass die Vergewaltigung in der Ehe  ein Straftatbestand wird und dass man Kinder  nicht schlagen dürfe. Das waren teils dieselben Leute, die auch gegen Frauenhäuser waren und die grundsätzlich jede Reform, die die Macht des „Hausherren“ über Frauen und Kinder beschränken sollte, ablehnten. Genau dort aber, im trauten Heim, geschieht sexueller Kindesmissbrauch am häufigsten. Am zweithäufigsten werden Kinder zu Opfern sexueller Gewalt, wenn sie Zwangsinstitutionen wie Heimen, Gefängnissen oder Psychiatrien ausgesetzt sind. Erst danach und mit riesigem Abstand kommt der böse Fremde, der Kindern auflauert. Das ist kein Geheimnis. Wer dennoch diese Reihenfolge umdreht, um daraus politisches Kapital zu schlagen, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er nicht etwas ganz anderes im Sinn hat als den Schutz der Kinder. Das Grünen-Bashing von genau jenen, die von der Heiligkeit der Familie schwafeln und auch sonst ganz dafür sind, Kinder möglichst machtlos zu halten und unhinterfragbaren Autoritäten auszusetzen, kann man als Revanchegelüste jener lesen, die die gesellschaftliche Liberalisierung nach 1968 bis heute nicht verwunden haben und gerne zurück möchten in die Zeiten, als immer die Eltern recht hatten und nie die Kinder, immer die Pfarrer und nie die Ministranten, immer die Heimleiter und nie die Insassen, in eine Zeit also, in der  Kinder massenweise sexuell missbraucht wurden und die Missbraucher alle Macht auf ihrer Seite hatten. 

Demokratiefetischisten und Diktaturverharmloser

Demokratie, verstanden als Herrschaft der Mehrheit, ist kein Wert für sich. Es gibt kein Menschenrecht darauf, Menschenrechte auf demokratischem Wege abzuschaffen. Ein demokratisch gewählter und bei demokratischen Wahlen immer wieder bestätigter Nazi bleibt ein Nazi. Demokratisch legitimierte Konzentrationslager bleiben Konzentrationslager. Verbrechen, Unmenschlichkeit und Verstöße gegen die Menschenrechte hat man auch dann nicht zu akzeptieren, wenn 99 Prozent der Wähler dafür gewesen sein sollten. Wer nicht versteht, dass es Werte gibt, die wichtiger sind als Mehrheitsbeschlüsse, der soll zu Ägypten und Syrien und überhaupt zur Weltpolitik schweigen. ich denke, Barack Obama ist so einer, der besser das Maul halten sollte. Am besten zusammen mit der verlogenen deutschen Polit-Elite, die immer nur dann den Pazifismus entdeckt, wenn Militäreinsätze westlicher Staaten den eigenen Weltmachtfantasien in die Quere kommen. Was für eine Bande! Einerseits Obama, der Demokratie immer total super findet, ganz egal, was da zusammengewählt wird, anderseits die Deutschen, die nicht nur beim Export Weltmeister sind, sondern auch darin, Diktatoren und Despoten vor Marschflugkörpern zu bewahren. Und solche Leute führen die sogenannte Freie Welt?

Islamisten und Islamophobe: Getrennt marschieren, vereint gegen Brüste

Die islamischen, christlichen und rechtsradikalen Fanatiker mögen einander in vielen Dingen spinnefeind sein, sich verbal und manchmal auch mit Bomben gegenseitig an die Gurgel gehen, in einem sind sie sich einig: Der Körper der Frau gehöre nicht ihr, sondern dem Mann und dessen Männergott.  Oder der Männernation. In Tunesien möchten Islamisten eine junge Femen-Aktivistin ausgepeitscht und gesteinigt sehen, in Deutschland wettern die Islam-Hasser von „politically incorrect“ gegen die Femen im Allgemeinen und gegen das CDU-Mitglied Zana Ramadana im Besonderen und sehen durch sie die „konservativen Werte“ der CDU gefährdet. Ob die rechten Idioten die Ironie bemerken?