Toulouse: Hurra, doch kein Nazi

Der Kinder-,  Juden-  und Soldatenmörder aus Toulouse ist wohl gefunden. Er soll „algerischer oder pakistanischer“ Herkunft sein und gab als Motiv für seine Taten an, er habe „palästinensische Kinder rächen“ wollen. Ein großes Aufatmen ist nun auf rechten Hass-Blogs zu vernehmen: „Keiner von uns“. Wie erbärmlich und bezeichnend es aber ist, dass es sehr wohl denkbar gewesen ist, dass so ein Attentäter aus dem Dunstkreis rechtsextremer Phobiker und Hasser kommt, bemerken sie gar nicht, die tumben Toren. Seit Breivik, eigentlich ja schon seit Franz Fuchs weiß man, dass man die kriegerische Rhetorik der „Kulturkämpfer“ ernst nehmen muss. Sicher, zu 99 Prozent sind das Maulhelden, die sich Mut ansaufen, um dann im Internet, vermeintlich anonym,  ihre Fantasien vom „Bürgerkrieg“ ausleben zu können und sich gegenseitig anzustacheln, immer noch einen drauf zu setzen gegen die „Musels“. Leider gibt es auch ein Prozent Tatmenschen, die das Gerede von „Krieg“ und „Eroberung“ und „Notwehr“ ernst nehmen und zur Waffe greifen. Wo geredet wird wie auf „SOS Heimat“ oder „pi-news“, dort folgen irgendwann auch die entsprechenden Taten.