Occupy-Nazis

Auf der Facebookseite von „Occupy Wall Street“ lässt das antisemitische Gesindel alle Hemmungen fallen. Dort wurde das folgende unglaublich bösartige und den Holocaust relativierende Bild gepostet:

 

Die Kommentare der Okkupanten fallen dementsprechend aus:

 

 

 

 

 

 

Mir war von Beginn an klar, dass im 99-Prozent-Gehabe von „Occupy“ der Antisemitismus mindestens als verkürzte Kapitalismuskritik ein Einfallstor hatte. Dass sich der Facebook-Arm von „Occupy“ als stramme Linksnationalsozialistenveranstaltung entpuppt, ist daher leider weniger überraschend, als manche meinen.

 

FPÖ, Davidsterne, Schweinefleisch und ein großes Schweigen im Land

Am 18. August postete FPÖ-Chef Strache dieses Bild auf seiner Facebookseite:

Wer heute nachschaute, fand dasselbe Bild, aber mit verändertem Text:

Aha, zuerst mal antisemitisch und antimuslimisch rumpöbeln und dann, nachdem der Hut brennt, das Posting nachträglich zu entschärfen versuchen. Blöd nur, dass es inzwischen tausende Screenshots gibt und Facebook natürlich auch alles loggt.

Reichlich armselig auch die Versuche Straches, sich aus dem Skandal mit der antisemitische Karikatur im „Stürmer“-Stil herauszuwinden. Da setzt der rechtsradikale Politiker, wie die Kollegen vom Blog „Bawekoll“ lobenswert herausgearbeitet haben, auf die vermeintliche Macht der optischen Täuschung. Zum „Beweis“, dass die Davidsterne auf der Karikatur keine Davidssterne seien, postet Strache einen Ring mit Davidsternmotiv. Und dreht ihn in eine falsche Position:

Das ist putzig. Genauso putzig wie der Hinweis darauf, die FPÖ „vermittle“ in Hebron zwischen Palästinensern und Israelis. Wir wollen jetzt mal gar nicht darauf eingehen, mit welchem Mandat die Blauen für das, was sie da angeblich tun, ausgestattet wurden (es war kein israelisches und kein österreichisches), aber in Israel ist den Herrschaften von der FPÖ sicher der eine oder andere Davidstern untergekommen, zum Beispiel auf der Israelischen Nationalflagge:

Und jetzt vergleichen wir noch einmal den von Strache als „Beweis“ geposteten Ring, in die richtige Position gedreht, mit der ebenfalls von Strache geposteten Karikatur:

Jene Partei, von deren versprengten Mitgliedern einst die FPÖ gegründet wurde, wusste übrigens ganz genau, wie ein Davidstern aussieht:

Nein, Strache, aus dieser Sache werden sie sich nicht mehr herauswinden können. Da hilft all das unverschämte Lügen und Täter-Opfer-Umkehren und Manipulieren von Postings nicht. Sie haben nachweislich antisemitische Propaganda verbreitet, Strache. Eine zweite Möglichkeit gibt es theoretisch noch: Sie haben das Bildungsniveau eines Vorschulkinds. Auch das würde sie, Strache, für alle politischen Funktionen in diesem Land disqualifizieren. Würde, leider nicht wird, denn sie wissen ja genau, wo sie sind, in Österreich nämlich, wo dieser Skandal schon morgen wieder vergessen sein wird, wo sie kein Bundespräsident, kein Bundeskanzler, kein Vizekanzler und  kein Zeitungsherausgeber zum sofortigen Rücktritt auffordert, wo es wohl als verzeihlich gilt, wenn der Anführer der größten Oppositionspartei Karikaturen veröffentlicht, die inhaltlich und stilistisch den Hetz-Zeichnungen des „Stürmer“ entsprechen. Die ÖVP sieht natürlich auch keinen Anlass, klar zu stellen, dass sie mit einer Strache-FPÖ keine Koalition eingehen werde. Nein, im Land herrscht ein großes Schweigen. Aber sorgen sie sich nicht, Strache, auch wenn es die österreichischen Eliten nicht für notwendig erachten, sie so zu ächten, wie sie es verdient hätten – als selbst ernannter Philosemit und Israelfreund können sie nun abdanken, das glaubt ihnen jetzt nämlich außer einer Gruppe Denkbehinderter wirklich keiner mehr. Und international haben sie sich damit wohl endgültig ins Aussätzigeneck gestellt.

Von Schweinen und Menschen

Das Verbreiten antisemitischer Karikaturen reicht nach Ansicht von FPÖ-Chef Strache wohl noch nicht aus, um seinen Facebook-Fans zu signalisieren, wie weit rechts die Blauen stehen und welche Menschengruppen sie ausgrenzen möchten. Daher postet Strache, in einen halblustigen Reim verkleidet, die Parole: „Juden und Muslime raus“.

 

Was sonst als „Juden und Muslime raus“ sollte der Spruch „Isst du Schwein, darfst du rein“ bedeuten? Veganer wird Strache wohl nicht gemeint haben mit seinem kulinarischen Ariernachweis.

Sieht man sich die Fülle an antisemitischen Ausfällen seitens der FPÖ an, und berücksichtigt man auch das Treiben der Blauen in Sachen Omis-Abzocken, Demokratieverhindern in Kärnten, Richterbeschimpfen, Pressefreiheitbeschneiden, Aufhetzen gegen Religionsgemeinschaften, Kellernazis zu Präsidentschaftskandidatinnen machen, Israelhass und Kumpanei mit arabischen Despoten, und so weiter und so fort, dann müsste man den Strache-Spruch wie folgt umdichten, zum neuen Mitgliederwerbespruch der FPÖ nämlich: „Bist du ein Schwein, darfst du rein“.

„Antisemitismus ist doch nie und nimmer antisemitisch, echt nicht“

Um die von FP-Chef Strache auf Facebook gepostete antisemitische Karikatur gibt es erwartungsgemäß viel Wirbel. Dieser Politiker, der sich eigentlich nur entschuldigen, von allen Funktionen zurücktreten und ansonsten die Pappn halten sollte, wie es in einer zivilisierten Gesellschaft der Fall wäre, kann es nicht lassen und provoziert weiter.

Auf Facebook beharrt Strache nach wie vor darauf, dass die antisemitische Karikatur nicht antisemitisch sei:

Er macht sich die Welt, wi-di-wi-di wie sie ihm gefällt:

„Trallalalala, der Himmel ist gelb und die Sonne ist blau, oben ist unten, bei meiner Ehr´“:

Zur Erinnerung:

Herr Strache, hörn´s doch auf, uns zu verarschen! Wir sind weder blind, noch blöd. Und hören´s auf, wie ein Kleinkind die Schuld von sich schieben zu wollen:

Sie haben hier nichts verlinkt, Strache, sie haben ein Bild abgespeichert, das sie vermutlich auf einer Neonazi-Webseite gefunden haben, und es auf Facebook gepostet. Nicht, dass das rechtlich einen großen Unterschied machen würde, denn auch für verlinkte Inhalte ist man natürlich belangbar, wenn die einen strafrechtlichen Tatbestand erfüllen.

Aber seien sie nicht betrübt von der pösen links-linken Jagdgesellschaft, es gibt ja noch genügend Geistesschwache und Nazis, die fest zu ihnen halten, wie die folgende Dokumentation zeigt.

„Krone“:

„Die Presse“:

„Kurier“:

Nazi-Karikatur auf Straches Facebookseite

Der anlaufende Wahlkampf in Österreich wird schmutzig. Wir dürfen uns darauf einstellen, dass vor allem  bei der FPÖ alle noch eventuell vorhanden gewesenen moralischen Schranken fallen und vor nichts, vor wirklich gar nichts mehr zurückgeschreckt werden wird. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat darauf einen Vorgeschmack gegeben und auf seiner Facebookseite eine Karikatur gepostet, wie man sie aus dem „Stürmer“, dem antisemitischen Hetzblatt der Nazis, kennt:

Das ist tatsächlich in jeder Hinsicht klassische nationalsozialistische Propaganda. Die Regierung füttert einen fetten Mann („Die Banken“), der am Ärmel Davidsterne trägt, während ein hungriger dürrer Mann („Das Volk“) nichts kriegt. Meiner Meinung nach hat sich dadurch Strache (oder sein PR-Knecht, der die Facebookseite betreut) der Verhetzung, des Aufrufs zum Rassenhass und  der Aufstachelung zum Antisemitismus schuldig gemacht.

Interessant ist übrigens, dass sich jemand bei der FPÖ oder bei der Website, von der die FPÖ die Hass-Karikatur übernommen hat, die Mühe machte, die ebenfalls schon bedenkliche Orginalzeichnung extra zu „nazifizieren“. Hier das Original:

Wir sehen: Hier hat die Figur, die „die Banken“ symbolisiert, noch keine Davidsterne als Manschettenknöpfe und noch keine „Judennase“ im Stil der NS-Karikaturen.

Straches Rechtfertigungsversuch ist frech und dummdreist wie immer:

Okay, dann schauen wir also noch einmal ganz genau hin:

Doch doch, eindeutig Davidsterne. Keine Ausreden bitte, Herr Strache. Wie ein Davidstern ausschaut, dürften sie doch wissen, spätestens bei ihrem Israelbesuch, wo sie es sich nicht entgehen lassen wollten, die Opfer der Shoah zu verhöhnen, dürften sie ja welche gesehen haben. Und gerade sie, der sie sich und ihre Gesinnungskameraden als „neue Juden“ bezeichneten und für diese Anmaßung und diese freche Verharmlosung der Leiden der echten Juden heftigen Applaus von ihren Facebookfreunden bekamen, wollen einen Davidstern nicht erkennen, wenn sie einen sehen? Ich frage da mal höflich: Für wie dumm halten sie die Öffentlichkeit? Ich hoffe, sie werden sich für das Posten von Nazidreck demnächst vor Gericht verantworten müssen, sie Hetzer.

Update: Strache hat das Machwerk mittlerweile durch die ein bisschen weniger verfängliche Originalversion ersetzt. Weil er sich ja gaaaar keiner Schuld bewusst ist und weil da gaaaar keine Davisterne zu sehen sind, gell?

Update des Updates: Nein, auch die Naziversion der Karikatur ist immer noch auf Straches Facebookseite zu finden. Er ist entweder zu blöd oder unwillig, sie zu entfernen.

„Provokante Juden, linke Arschlöcher“

FPÖ-Führer Heinz Christian Strache, nach eigenen Angaben „neuer Jude“ und beinahe einer neuen Reichspogromnacht zum Opfer gefallen, findet solcherlei Vergleiche 1. eh ganz normal, 2. wiederholte er sie am 31.1. in der ZIB2 und 3. sei er bloß einmal mehr ein Opfer wortverdrehender linkslinker Journalisten. Auf seiner offiziellen Facebookseite geben ihm seine Fans, auch lauter antifaschistische neue Juden, Rückendeckung:

usw.

 

 

 

Ein St.Veiter FP-Gemeinderat, eine Knarre und ein seltsames Motto

Da FPÖ-Chef Strache offenbar gerne Menschen an den Internetpranger stellt, will der Lindwurm nicht päpstlicher als der Papst sein und auch was in den großen weiten Cyberspace schießen, was vielleicht sogar ein bisserl mehr Berechtigung zur Veröffentlichung hat als das Foto eines unbescholtenen und unschuldigen Nicht-Politikers. In St.Veit an der Glan gibt es einen FP-Gemeinderat namens Arno Kampl, der schon ein Mal auffällig geworden ist,  mit der Ankündigung, er würde „mit Gesindel gnadenlos aufräumen“ (mit „Gesindel“ war eine Menschengruppe gemeint, die von einem Facebook-Freund Kampls als „Jugos“ tituliert worden war). Dieses Prachtexemplar von Lokalpolitiker hat auch ein hübsches Pinnwandfoto auf seiner Facebookseite:

„Allzeitige Bereitschaft – numquam retrorsum“, hmm, da war doch was? Ja, in der Tat, als die Austrofaschisten 1933 das Parlament ausschalteten, wurde dies vom Wiener Kardinal Theodor Innitzer als „Anbruch einer neuen Zeit“ begrüßt, weswegen er den Katholikentag im selben Jahr unter eben dieses Motto stellte: numquam retrorsum, also „niemals zurück“ zur bösen Demokratie. Organisiert wurde dieser Katholikentag, das sei auch noch erwähnt, von Taras Borodajkewycz, einem fanatischen Antisemiten und überzeugten Nazi, der auch nach dem Ende des Zwölfjährigen Reichs seinen finsteren Ansichten treu bleiben sollte.

Was also will uns Herr Kampl mitteilen? Dass er sich auf das Ende der Demokratie freut und sich ideologisch irgendwo zwischen Klerikalfaschismus und Nationalsozialismus positioniert? Falls nicht, würde ich mich über eine nachvollziehbare Erklärung für die sonderbare Wahl dieses Mottos freuen, welches Kampl noch dazu unter ein Bild stellt, auf dem man ihn mit einer Knarre hantieren sieht. Vielleicht bezieht sich Kampl aber ja auch ausgerechnet auf eine deutsche Reservistenkameradschaft aus der tiefsten Provinz? Oder er ist World of Warcraft-Gamer? Oder Fan des FC-Steyr?