Elsässer der Reaktionär

Eine Überraschung ist ja nicht wirklich: Jürgen Elsässer, Freund und Verteidiger der Linken-, Oppositionellen-, Frauen- und Schwulenmördern aus Teheran, stellt sich in einem weiteren Bereich der Gesellschaftsanalyse auf eine Stufe mit Rechtsetxtemisten, Nazis und reaktionären Ultrareligiösen. Kritik an den potenziell unterdrückenden Machtstrukturen innerhalb der Familie, dieser von den Rechten mit so viel Verve beschworenen „Keimzelle der Gesellschaft“, ist für ihn ein „Angriff auf die Familie“, mit dem die Menschen für die „Neue Weltordnung“ zugerichtet werden sollen. Auch den Nationalismus verteidigt Elsässer leidenschaftlich, was nicht verwundern sollte, immerhin ist der Mann ein Nationalbolschewik. Ins Bild passt da auch seine Verteufelung der Homosexualität und seine Ablehung des Adoptionsrechts für homosexuelle Paare. Äußerungen wie „Sexualität ist Privatsache, der Staat hat sich nicht einzumischen. Aber was im Augenblick läuft, sind nicht Maßnahmen gegen Schwulendiskriminierung, sondern Maßnahmen zur Zerstörung der Familie“ oder „Jedenfalls: „Der Kampf um die Familie ist ein großer Kulturkampf, der diese Gesellschaft polarisieren wird wie kaum ein Zweiter! Und eines ist auch klar: In diesem Kampf gegen die postmodernen Zerstörern (sic) jeder dauerhaften menschlichen Bindung stehen die Einwanderer und die Moslems auf der Seite der Familienfreunde“,  könnten so auch von irgendeiner fundamentalistischen christlichen Sekte, vom Kärntner „Männerrechtler“ Karlheinz „Homosexualität ist eine Kultur des Todes“ Klement oder den Faschisten von Altermedia stammen, und entlarven Elsässer als Reaktionär der schlimmsten Sorte, der die Emanzipationsbewegungen ablehnt und ausgerechnet die negativsten Aspekte der islamischen Kultur, zu denen eben allzu häufig auch die rigiden patriachalen und oft genug extrem gewalttätigen Familienstrukturen gehören, als vorbildlich hinstellt.