„Either we reach Gaza or martyrdom“

Je mehr über die „Free Gaza“-Flotille und die heutige Aktion der israelischen Armee gegen die Möchtegernblockadebrecher bekannt wird, desto klarer kristallisiert sich heraus, dass es die Schifferlfahrer von Anfang an auf Provokation und Konfrontation abgesehen und mit mit tätlichen Angriffen auf die IDF eine gewaltsame Reaktion herausgefort haben. Wer bereits vor der angeblichen „Friedensfahrt“ das Märtyerertum erhofft, der zeigt, wes Geistes Kind er/sie ist. Und obwohl ich es ja inzwischen (lol, seit ca 90 Jahren) gewohnt sein müsste, bin ich immer wieder auf´s Neue davon überrascht, dass sich Leute, die sich selbst als „links“ oder auch nur „humanitär“ sehen, mit der Muslimbruderschaft, der Hamas und ähnlichem Gesocks gemein machen. Die Schwärmerei von Teilen der Linken für alles Antizivilisatorische und Barbarische habe ich nie verstanden und werde wohl auch nicht mehr lernen, es zu verstehen.

Arschlöcher auf See

In meiner Naivität hatte ich die „Free Gaza“-Halbmondfahrer ja bislang zwar als deppert, aber relativ harmlos eingeschätzt. Ein Artikel in der „Welt“ (und nicht nur dieser) lassen mich aber vermuten, dass hier nicht nur Idioten, sondern wahre Arschlöcher auf See unterwegs sind. Ich zitiere: (…) Dabei hatte sich die israelische Regierung zuvor sogar um einen Kompromiss bemüht und den Organisatoren der Friedensflotte angeboten, die Ladung freiwillig in Aschdod zu löschen. Man werde die Hilfsgüter dann an die Vereinten Nationen übergeben, die sie auf dem Landweg nach Gaza bringen könnten. Zuvor wollten die Israelis nur prüfen, ob zwischen den Hilfsgütern möglicherweise auch Waffen versteckt seien. Die Organisatoren wollten von dem Angebot nichts wissen. Dann bot die Familie des vor vier Jahren von der Hamas entführten Soldaten Gilad Schalit den Organisatoren an, sich bei der Regierung in Jerusalem dafür einzusetzen, die Friedensflotte nach Gaza zu lassen. Im Gegenzug wünschten sich die Schalits, die Passagiere der „Friedensflotte“ mögen sich bei der Hamas dafür einzusetzen, dass ihrem Sohn ein Paket mit Lebensmitteln und Briefen übergeben werden dürfe. Auch dieses Ansinnen wurde abgelehnt. (…) Die Bindung der Organisatoren an die Hamas scheint beunruhigend eng zu sein. Bei der Abschiedsfeier eines der Schiffe in Istanbul sollen nach Informationen des israelischen „Intelligence & Terrorism Information Center“ zwei hochrangige Hamas-Mitglieder aus Großbritannien und ein jordanischer Führer der Muslimbruderschaft anwesend gewesen sein.

Ginge es den „Free Gazaianern“ um die Versorgungslage der Gazabewohner, würden sie in Kooperation mit Israel ihre Hilfsgüter abliefern, ohne mit aller Gewalt die Konfrontation mit der israelischen Marine zu suchen, um sich dann öffentlichkeitswirksam als Opfer stilisieren zu können. Ginge es den „Free Gazaianern“ um die Menschenrechte, hätten sie den Vorschlag der Familie Schalit angenommen oder würden sich zumindest der Form halber für die Freilassung von Gilad einsetzen. Es geht diesen Leuten aber weder um die Menschen in Gaza, noch um Menschenrechte, es geht ihnen allein darum, die Hamas zu unterstützen, Israel zu dämonisieren und ihr Bedürfnis nach Selbstdarstellung zu befriedigen.