Dawn of the antisemitic Dead

In Frankreich griffen vor ein paar Tagen tobende Mobs Synagogen an und brannten jüdische oder als jüdisch markierte Geschäfte nieder. „Kommt ausgerüstet! Granatwerfer, Feuerlöscher, Schlagstöcke. Besuch des jüdischen Viertels!“, hieß es zynisch in den Aufrufen zum Pogrom, das unter anderem von der Nouveau Parti ancticapitaliste organisiert wurde, einer trotzkistischen linksradikalen Kleinpartei. In Deutschland mobilisierte die Jugendorganisation der Partei „Die Linke“ für Demonstrationen, auf denen im tausendfachen Chor vor Synagogen „Jude, Jude, feiges Schwein – komm heraus und kämpf allein“  und „Adolf Hitler“ gebrüllt wurde und bei denen die Nazis der NPD mit Transparenten mitmarschierten, auf denen geschrieben stand: „Gestern Dresden, heute Gaza – Völkermörder zur Rechenschaft ziehen“. Nun sollte man annehmen, dass für jeden Menschen mit einem Rest von Anstand, Intelligenz und Geschichtswissen allein schon die Haltung der NPD ausreichen sollte, um in diesen Tagen eindeutig Partei für Israel zu ergreifen, doch stattdessen schalten große Teile der im weiteren und näheren Sinne linken Bewegungen in den Crazy-Modus, verbünden sich mit Nazis und national-religiösen arabischen Fascho-Gruppen und attackieren diejenigen, die den Irrsinn irre nennen, als „Rechte“, „Bürgerliche“ oder, in deren Terminologie noch schlimmer, „Liberale“.

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Wer nicht einmal dann aufwacht, wenn er sich mit echten Nazis auf derselben Seite findet, ist bereits tot und weiß es nur noch nicht. Er ist ein Zombie. Über Zombies wusste der Regisseur George A. Romero viel zu erzählen. In seinem Meisterwerk „Dawn Of The Dead“ flüchtet sich eine kleine Gruppe vor den lebenden Toten in ein Einkaufszentrum und hat dort unter anderem das Problem, dass die Zombies von dem Gebäude fast magisch angezogen werden. Die wandelnden Leichen strömen in Massen zur Shopping Mall, weil sie es früher, als sie noch Menschen waren, so gelernt haben und nun, von höheren Gehirnfunktionen abgeschnitten, nicht mehr anders können, als den einst eingeübten Verhaltensmustern zu folgen. Die internationale Linke verhält sich ganz ähnlich. Die orientierte sich, ob ihr das voll bewusst war oder nicht, stets mehrheitlich an Moskau, dem langjährigen Zentrum des Realsozialismus. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg war die Sowjetunion eine starke Befürworterin eines jüdischen Staates auf dem britischen Mandatsgebiet Palästina, teils aus dem Kalkül, dadurch London zu schwächen, teils aus Überzeugung. Und so waren auch Linke in aller Welt mehrheitlich für den neuen jüdischen Staat, für den Zionismus. Doch als Moskau in den späten 50er Jahren und dann endgültig nach dem Sechs-Tage-Krieg voll auf eine pro-arabische Linie umschwenkte, schwenkten die Linken weltweit mit, ob sie nun Kommunistinnen waren oder Sozialdemokraten oder us-amerikanische Demokraten. Spätestens seit 1967 gehörte es zum guten innerlinken Ton, Israel nicht zu mögen und die „Palästinenser“, die erst kurz zuvor mit ebenfalls sowjetischer Unterstützung zu diesen mutiert waren (vorher waren sie schlicht Araber gewesen), mit Liebe und Solidarität zu überhäufen. Als dann der realsozialistische Block recht überraschend aufhörte zu existieren, konnte er in der Nahostfrage auch keinen neuerlichen großen Schwenk vollziehen, und so blieb auch die Linke der Welt der antizionistischen Position verhaftet und trottet seither, ganz wie Romeros Zombies, mit den einst einstudierten Parolen und verkürzten Zugängen zur Thematik durch die Straßen und zuckt nicht einmal zusammen, wenn daneben Nazis und Klerikalfaschisten marschieren.

In der „taz“ barmt derweil ein Stefan Reinecke: „Es muss in einem freien Land möglich sein, straflos das Existenzrecht Israels infrage zu stellen. Im Zweifel für die Meinungsfreiheit.“  Diese Meinungsfreiheit ist aber ebenso wenig gefährdet wie es gesetzlich verboten wäre, Israel das Existenzrecht abzusprechen. Natürlich ist es in Deutschland und Österreich sowohl gesetzlich erlaubt, als auch gesellschaftlich akzeptiert, den Zionismus abzulehnen. Aber zur Meinungsfreiheit gehört auch, dass man denen, die den Zionismus ablehnen, sagen darf, was man davon und von ihnen hält. Prinzipiell gilt: Wer den Zionismus ablehnt, kann das ohne Verdacht des Antisemitismus machen, solange er jede andere Form von Nation und Staat ebenfalls und mit der gleichen Inbrunst ablehnt. Aber für einen arabischen Staat anstelle des jüdischen zu sein und mit palästinensischen Nationalisten dafür zu demonstrieren, ist nichts als Antisemitismus in seiner reinsten Form. Ähnlich ist es mit der Kritik am Staate Israel und dessen Politik. Selbstverständlich darf man Israel und dessen politische Entscheidungen kritisieren. Und weil das so selbstverständlich ist, macht das auch fast jeder, sei er Hinz, Kunz oder Augstein. Aber auch hier gilt zu prüfen, ob der Kritiker seine strengen Maßstäbe auch an andere Nationen anlegt oder ob er sie exklusiv für Israel, den „Juden unter den Staaten“, reserviert hat. Ein antisemitischer Kern ist am Begriff „Israelkritik“ schon allein dadurch erkenntlich, dass es ein Wort dafür gibt. Es gibt keine „Deutschlandkritik“, keine „Jamaikakritik“ und keine „Indienkritik“, nicht als Begriffe. Hier wird also schon sprachlich der jüdische Staat aus allen anderen Staaten selektiert und entsprechend antisemitisch gefärbt ist die „Israelkritik“ dann meistens.

 

Gaza: Crisis? What Crisis?

Man lese und staune! Ausgerechnet im „Spiegel“ ist eine lesenswerte Reportage über die nicht vorhandene „humanitäre Krise“ im Gazastreifen erschienen. Auszüge: „Wer in diesen Tagen durch Gaza reist, der sieht Polizisten auf schicken weißen BMW-Motorrädern. Vor den Läden stapeln sich Berge von Wassermelonen, Tomaten und Pfirsichen. Nagelneue Autos fahren durch die Straßen, ein Einkaufszentrum und ein Fünf-Sterne-Hotel sollen bald eröffnen. Am Strand gibt es neue Restaurants und kleine Freizeitparks. Auf den ersten Blick gibt es keine humanitäre Krise in Gaza. (…) Hayeks offizieller Titel lautet: Generalsekretär des obersten Komitees zur Aufhebung der Blockade von Gaza. Er steht unter einem Mahnmal am Hafen von Gaza-Stadt, das der neun Türken gedenkt, die bei der israelischen Operation gegen die Flottille im vergangenen Jahr gestorben sind. Das Mahnmal ist eine etwa zehn Meter hohe Betonsäule, gekrönt von einer Weltkugel aus Eisen, es steht auf einem hübschen Podest aus Stein. Es ist nicht gerade ein Zeugnis von Betonknappheit. (…) Braucht Gaza den Zement, den die Flottille mitbringen will? „Wie viel Zement haben die Schiffe denn geladen?“, fragt Mansi und lacht. „Das ist ein Symbol, mehr nicht. Was die israelische Armee uns von der ersten Flottille geliefert hat, reichte nur, um zwei Häuser zu bauen. Das ist nichts.“ Dann steigt er in seinen silbernen Audi A6 und fährt davon.

Es gibt hunderte Millionen Menschen auf diesem Planeten, denen so eine „humanitäre Krise“ wie das Paradies auf Erden vorkommen muss. Das bedeutet nicht, dass in Gaza eh alles fein wäre und man die Leute dort beneiden müsste, aber Unannehmlichkeiten wie eine hohe Arbeitslosenrate und eine eingeschränkte Reisefreiheit sind zwar nicht schön, doch noch lange keine Katastrophe. Und auch diese unangenehmen Wirkungen der israelischen Teilblockade würden fast über Nacht verschwinden, wenn die Bevölkerung von Gaza die Hamas und andere Terroristen zum Teufel jagen würde bzw. die Hamas endlich ihrer Agenda, Israel vernichten zu wollen, abschwören täte.

Deppenflotte ahoi

In Ungarn flüchten Roma vor neonazistischen Paramilitärs. In Syrien lässt Diktator Assad mit tatkräftiger logistischer Unterstützung aus Teheran Oppositionelle massakrieren. Leider können viele europäischen „Menschenrechtsakivisten“ und „Linke“ dazu nicht mal einen Kommentar abgeben, geschweige denn was dagegen tun, denn die sind derzeit voll und ganz damit beschäftigt, in Komplizenschaft mit radikalislamistischen Kräften eine antiisraelische Blockadebrecherflotte zusammenzustellen

Besser spät als nie

Richard Goldstone nimmt weiteste Teile des nach ihm benannten Reports über die Operation „Gegossenes Blei“ zurück. Im Gegensatz zum damaligen Bericht, der von Antisemiten aller Länder begeistert aufgenommen und verbreitet worden war, gibt Goldstone jetzt zu, dass die israelische Armee keineswegs absichtlich auf Zivilisten geschossen hat. Freilich wird das den ressentimentgeladenen Israelhassern wurscht sein, aber es ist dennoch gut, dass die Wahrheit zumindest eine Chance gegen die Propaganda kriegt.

Ägypten, Gaza und der ganze Rest

Jetzt ist es offiziell: Mubarak ist am Ende. Mit seiner Ankündigung im TV, er werde im September nicht erneut für das Präsidentenamt kandidieren, hat er den Weg frei gemacht. Für wen und für was, ist noch nicht klar. Wie auch immer, Israel sollte die Gelegenheit nutzen und endlich den blöden Gazastreifen loswerden! Also die Verantwortung für diesen, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Vielleicht als Freundschaftsgeschenk an die neue Regierung in Kairo, die dann beweisen kann, wie sehr ihr Herz wirklich für die „arabischen Brüder“ in Gaza schlägt? Natürlich mit der dezenten Warnung, dass terroristische Übergriffe an der neu gezogenen israelisch-ägyptischen Grenze bzw. an der Grenze zwischen Israel und dem ägyptischen Protektorat Gaza ein Kriegsgsgrund wären und man sich in diesem Fall gezwungen sehe, den Sinai zurückzuerobern. Das wäre doch die Gelegenheit, diese groteske Situation, in der Israel zwar Nahrung, Energie, Medikamente und andere Güter nach Gaza liefert, aber trotzdem als Buhmann dasteht, zu beenden! Sollen sich doch ENDLICH die Araber selbst mit Hamastan herumschlagen statt bloß kostenloses Solidaritätsgeblöke und Israelbashing von sich zu geben! Aber wer weiß, vielleicht tut es das Volk in Gaza den Tunesiern und Ägyptern gleich und wartet erst gar nicht darauf, dass andere seine Probleme lösen und über sein Schicksal bestimmen? Die Hamas wird schon einen Grund haben, warum sie derzeit jede noch so kleine öffentliche Kundgebung mit brutalster Gewalt niederknüppeln lässt. In der ursprünglichen Fassung des „Manifests der Jugend von Gaza“ hieß es „Fuck Hamas! Fuck Israel“! Erst auf Druck vor allem westlicher „Soli-Kreise“ wurde die Reihenfolge in „Fuck Israel! Fuck Hamas!“ geändert. Das ist ein feiner, aber nicht unwichtiger Unterschied, und zeigt, dass die jungen Leute in Gaza besser als die Würstchen von der ach so wohlmeinenden westlichen Wohnzimmerintifada wissen, wer an ihrer elenden Lage die Hauptschuld trägt. Behirnte junge Araber wissen genau, dass es zwar Scheiße ist, hinter Checkpoints und Zäunen leben zu müssen, dass dies aber gar nicht nötig wäre ohne die Wahnsinnigen, die außer Krieg und Terror gegen Israel nix im Schädel haben.

Aber zurück zu Ägypten und zum Ernst des Lebens: Zur Zeit melden sich allerorten die Schwarzmaler zu Wort, die in Kommentaren und „Analysen“ die paranoide Sicht verbreiten, ein Post-Mubarak-Ägypten hätte nichts dringenderes vor, als umgehend den Friedensvertrag mit Israel aufzukündigen, dass ein „islamistischer Dominoeffekt“ drohe und nach Ägypten auch der zweite Friedenspartner Jordanien bald in die Hände judenmordgieriger Fanatiker fallen werde. Das kann natürlich passieren, und das wäre unangenehm, aber selbst wenn man vom Schlimmsten ausgeht, sollte man doch nachprüfen, wie groß die Gafahr dann wirklich sein würde. Ägypten zum Beispiel verfügt über eine starke, mit westlichem High-Tech ausgerüstete Armee. Aber glaubt jemand ernsthaft, die USA oder andere westliche Staaten würden auch nur ein einziges Ersatzteil für die extrem wartungsbedürftige militärische Hochtechnologie liefern, falls in Ägypten antiwestliche, antiisraelische Hitzköpfe an die Macht kämen? Es wäre eine Frage von Monaten, bis diese völlig von amerikanischer Technik abhängige Kriegsmaschinerie auf einen Papiertiger zusammenschrumpfen würde. Außerdem gebe ich zu bedenken, dass die Ägypter nicht zu Millionen auf die Straße gegangen sind, weil ihnen die Politik gegenüber Israel, den USA und Europa nicht gepasst hat, sondern weil sie einfach genug hatten von der jämmerlichen wirtschaftlichen Inkompetenz des Regimes und den daraus folgenden ökonomischen, sozialen und politischen Ungerechtigkeiten. Eine neue ägyptische Regierung wäre extrem von den Spendierhosen des Westens abhängig, so sie nicht alsbald das Schicksal der Mubarak-Administration erleiden möchte. Ist es realistisch, dass es so eine neue Regierung wirklich wagen würde, sich Sanktionen und Isolation einzuhandeln? Würde eine Bevölkerung, die zu einem großen Teil vom Tourismus lebt, stillhalten, wenn eine islamistische Führung dafür sorgt, dass sich kaum jemand mehr traut, die Pyramiden zu besichtigen oder eine Nilkreuzfahrt zu unternehmen? Ich denke nicht. Noch bevor die Bärtigen „Allah ist groß“ brüllen könnten, würden sie sich neben Mubarak im Exil wiederfinden – oder an den Laternenmasten. Noch mal zum Mitschreiben: Möglich ist alles, auch das Schlechteste, aber wenn die derzeitigen Ereignisse in der arabischen Welt uns eine Lektion erteilen, dann die, dass es rassistischer Quatsch ist, zu meinen, die Araber seien nur dann in Wut zu bringen und zum Aufstand zu bewegen, wenn es gegen Mohammedkarikaturen, Israel oder Amerika geht. Araber sind, zur Überraschung der Rassisten, Menschen wie alle anderen, die aufbegehren, wenn die Herrschaft zu frech und das Brot zu teuer wird. Und weil sie Menschen wie alle anderen auf diesem Planeten sind, sind sie weder Engel, noch Dämonen. Sie sind für das Gute empfänglich und für das Böse, aber derzeit vor allem für Werte, die uns bekannt vorkommen müssten: Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit. Wenn wir den Arabern, den Ägyptern von vorneherein absprechen, es damit ernst zu meinen, dann sollten wir mal in den Spiegel schauen. Vermutlich erblicken wir darin dann die versteinerten Fratzen zynisch und faul gewordener alter Säcke, denen „Stabilität“ über alles geht, auch wenn diese „Stabilität“ auf Kosten hunderter Millionen Menschen geht.

Empört euch – gegen die Dummheit!

Es könnte so schön sein: Ein 93-jähriger Holocaust-Überlebender und Resistance-Veteran schreibt noch einmal eine Kampfschrift, in der er die Jugend auf kurzen und knackigen 32 Seiten dazu auffordert, sich zu empören, und die Jugend vertieft sich brav in die Kampfschrift und empört sich gegen das Unzumutbare. Aufstand! Widerstand! Party! Faschisten an die Laternen! Leider ist es so, dass Stéphane Hessel, der das Pamphlet „Inidgnez Vouz“ sozusagen als Vermächtnis vor dem Ritt in die Grube geschrieben hat, kein des analytischen Denkens fähiger Mann ist. Wie sonst könnte er sagen, am meisten empöre ihn „die Blockade des Gazastreifens“? Müsste ihn nicht viel mehr der Grund für die Blockade empören, wenn er sich schon ausgerechnet Gaza als Empörungsthema Nummer 1 herauspicken muss in einer Welt, in der es echte Völkermorde gibt, in der Milliarden in Diktaturen leben, in der Menschen verhungern und an heilbaren Krankheiten verrecken, in der Millionen von klerikalfaschistischen Regimen geknechtet werden, in der die Nazis wieder marschieren? Nein, davon kein Wort. Den alten Mann empört nicht, dass Fanatiker den Abzug Israels aus Gaza zu einem fürchterlichen Terrorkrieg nutzten und immer noch nutzen, ihn empört, dass Israel dagegen Schutzmaßnahmen ergriffen hat, dass sich Israelis nicht ohne Gegenwehr abschlachten lassen. Und das, Monsigneur Hessel, bedeutet Disqualifikation. Aufrichtig wäre es, sich gegen die Hamas zu empören statt gegen Israel. Ehrlich und redlich wäre es, sich mit jenen Menschen im Gazastreifen zu solidarisieren, die unter der Situation leiden, denen die Jugend gestohlen und die Zukunft verbaut wird von Terroristen, denen das Leid der Bevölkerung nicht nur egal ist, sondern die dieses Leid der Propagandawirkung wegen nach Möglichkeit zu vergrößern trachten. Schade, dass keiner dem Hessel erzählt hat, dass die Jugend in Gaza sehr empört ist – aber nicht bloß wegen der Blockade, sondern vor allem auch wegen der dafür Verantwortlichen, der Hamas nämlich. Und wenn der Tag kommt, an dem sich diese empörte Jugend der Hamas und anderer Verbrecher entledigen wird, dann wird auch die Blockade fallen. Diese Blockade ist nicht schön, und sie bedeutet Frustration und Leid für die Bewohner von Gaza, aber wenn die Alternative dazu bedeutet, dass man Vernichtungsantisemiten ungestört ihr blutiges Werk verrichten lässt, dann ist sie ein notwendiges Übel und moralisch sowie rechtlich völlig in Ordnung.

Gaza-Krieg: Hamas bestätigt israelische Opferzahlen

Nach der „Operation Gegossenes Blei“ haben die israelischen Streitkräfte Opferzahlen veröffentlicht. Demnach fielen dem Gazakrieg 709 Hamas-Kämpfer, 295 Zivilisten und 162 „nicht Einordenbare“ (Männer im kampffähigen Alter, aber nicht eindeutig als Kämpfer identifiziert) zum Opfer. 295 getötete Zivilisten, das ist natürlich schrecklich, aber angesichts der Situation in Gaza und der Taktik der Hamas und anderer Terrorgruppen, sich unter Zivilisten zu mischen, ist das Opferzahlenverhältnis zwischen Kämpfern und Zivilisten geradezu ein Musterbeispiel dafür, wie eine Armee relativ gezielt und schonend vorgehen kann. Wären den Israelis die Zivilisten in Gaza egal gewesen, hätte es wohl viel mehr tote Nicht-Kämpfer als tote Terroristen gegeben. Natürlich haben die Araber diese Zahlen bestritten, natürlich haben die westlichen Israelfeinde den Angaben der IDF keinen Glauben geschenkt, natürlich hat Richard Goldstone, dieser freundliche Mann, der als Richter im südafrikanischen Apartheidsregimne fleißig Schwarze zum Tode verurteilt hatte, einen „Bericht“ verfasst, der quasi das Gegenteil von dem behauptete, was Israel verlautbaren hatte lassen. Und natürlich haben viele, allzu viele den Arabern und Goldstone Glauben geschenkt. Blöd nur, dass jetzt die Hamas die Zahlen der Israelis bestätigt. Spät, aber doch gibt Hamas-„Innenminister“ Fathi Hamad jetzt zu„It has been said that the people were harmed by the war, but is Hamas not part of the people? It is a fact that on the first day of the war Israel struck police headquarters and killed 250 members of Hamas and the various factions, in addition to the 200-300 operatives from the [Izz al-Din] al-Qassam Brigades. In addition, 150 security personnel were killed, and the rest were from people.“ (Es wurde gesagt, dass der Bevölkerung in dem Krieg geschadet wurde, aber ist Hamas kein Teil der Bevölkerung? Es ist ein Faktum, dass Israel am ersten Tag des Krieges Polizeistationen angegriffen und 250 Hamas-Mitglieder und Mitglieder anderer Fraktionen getötet hat, zusätzlich zu den 200 bis 300 Kämpfern der Al-Kassam-Brigaden. Dazu wurden noch 150 Sicherheitskräfte getötet, und der Rest war aus der Bevölkerung).

Eine peinliche Sache für die arabische Propaganda, für die Hamas-Apologeten unter westlichen NGOs und Bewegungen, für diverse „Israelkritiker“, für die UNO und natürlich für Richard „Hanging Judge“ Goldstone.

„Irene“ – Sturmtief der Dummheit

Das intellektuelle und moralische Sturmtief „Irene“ konnte davon abgehalten werden, mit voller Wucht auf die ohnehin schon unter der Hamas leidende Bevölkerung von Gaza zu treffen. Großes Aufatmen dort. Jüdische Verrückte, die Judenmördern ein fröhliches „Toy Toy Toy“ zurufen und debil grinsend „symbolische Hilfsgüter“ verteilen, kann man nicht einmal der Hamas zumuten. In diesem Sinne war der Einsatz der IDF gegen „Irene“ höchst humanitär.

Hamas: Baden verboten!

Dass der größte Feind der Bevölkerung im Gazastreifen die Hamas ist, konnte schon lange jeder wissen, der es wissen wollte. Sie sorgt nicht nur dafür, dass Israel und Ägypten zweiterhin strengste Grenzkontrollen zu dem Gebiet aufrechterhalten müssen, nein, sie geht systematisch gegen alles vor, was sie als „unsittlich“ empfindet, und gemischter Badespaß darf natürlich gar nicht sein, denn sowas gibt es erst im Paradies und nur für Märtyrer, weswegen die Vollarschlöcher halt auch einen Wasserpark verwüsten. Die dort Entspannenden könnten ja glatt auf andere Gedanken kommen als die von der Hamas gewünschten…

Wer und wie die Hamas real ist

Wer die Hamas ist und wie sie moralisch beschaffen ist, das kann jedem klar sein, der sich abseits weltfremder Propaganda nur fünf Minuten lang mit der Materie befasst. Manche schnallen es freilich immer noch nicht. Für solche Leute verlinke ich diesen  „Spiegel“-Artikel der in „israelkritischen“ Kreisen unverdächtigen Ulrike Putz, in dem die Nahostkorrespondentin, die früher gerne mal mit kernigen Raketenbastlern abgehangen ist, sich und ihren Lesern erstaunt eingestehen muss, dass die Hamas eine Mörderbande ist, die neben israelischen Zivilisten auch Kritiker, Rivalen und ökonomische Konkurrenten ermordet.

Auszüge: (…) Sein Sohn Munir, ein Kommandant der militanten Kassam-Brigaden der Hamas, galt zu diesem Zeitpunkt seit einem Monat als vermisst. „Der Mann sagte mir, Munir sei von den Ägyptern erschossen worden, aber das kann nicht stimmen“, erzählt sein Vater in seinem Wohnzimmer in Beit Lahia im Norden des Gaza-Streifens. „Munir wurde auf unserer Seite des Tunnels gefunden, da haben die Ägypter keinen Zutritt. Es muss die Hamas selbst gewesen sein, die ihn getötet hat.“ Der Vater glaubt zu wissen, warum sein damals 36-jähriger Sohn verschleppt wurde, warum er sterben musste: „In den Wochen vor seinem Verschwinden hatte er sich mit den lokalen Größen der Bewegung angelegt. Er hat ihnen vorgeworfen, korrupt zu sein. Sie haben Hilfsgelder nur an ihre eigenen Leute, nicht an die wirklich Bedürftigen verteilt.“ Der 63-Jährige weint, als er eines der Trauerplakate für seinen Sohn vorzeigt: „Hamas-Männer haben ihn umgebracht. Und dann sind sie bei seinem Trauerzug mitgelaufen.“ (…)

Die Herrscher des Gaza-Streifens scheinen bei Säuberungsaktionen in eigenen Reihen auch prominente Mitglieder nicht zu verschonen. Munir Warschara beispielsweise war ein wichtiger Waffeneinkäufer der Organisation – eine Tatsache, die seinen Vater mit Stolz, aber auch mit zusätzlichem Zorn erfüllt. „Er ist für sie in der ganzen Welt herumgereist, war für sie in Iran, Syrien, Irland. Und weil er die reine Lehre der Hamas vor Verfälschungen schützen wollte, haben sie ihn getötet.“

(…) Ihm und anderen Abtrünnigen sei gedroht worden: Entweder sie hörten auf, die Hamas zu kritisieren, oder die Bewegung brächte in Umlauf, sie seien israelische Kollaborateure – im Gaza-Streifen ein sicheres Todesurteil.

Und aus einem aktuellen Artikel der „Welt„: Bekennende Hamas-Gegner haben Angst vor einem Bestrafungsritual: Schüsse in die Kniekehlen. Rückblickend haben all jene Recht, die vor den negativen Folgen eines einseitigen Abzug Israels nach 38 Jahren Besatzung gewarnt hatten. Die moderate Palästinenserführung konnte sich damals vor fünf Jahren weder einen Verhandlungserfolg an die Brust heften noch Sympathiepunkte bei der Bevölkerung sammeln. Stattdessen argumentierte die Hamas, dass ihr fortwährender Raketenbeschuss Israel mürbe gemacht und schließlich zur Aufgabe Gazas gezwungen habe. Gegen Israel helfe nur reine Gewalt, lautet die Hamas-Logik bis heute.

Selbstverständlich ändern solche Artikel gar nichts an der Haltung jener Figuren, die uns andauernd damit die Ohren vorplärren, man müsse die „demokratisch gewählte“ Hamas doch bitte endlich als „gleichwertigen Verhandlungspartner“ akzeptieren. Sie ändern nichts daran, dass es vermutlich nur eine Frage der Zeit ist, bis der Wiener Gemeinderat erneut einstimmig eine de facto Pro-Hamas-Resolution verfassen wird. Sie ändern nichts daran, dass sich diverse westliche „Linke“ erneut mit Hamasfahnen schwingenden Terroristensympathisanten gemein machen werden. Wie auch? Diese Leute sind ja nicht blöd, es sind bloß Antisemiten.