Holocaustleugnung in Aktion

Sie, Herr Christian Gerstl, lassen auf ihrer Website hauptwort.at nicht nur die üblichen Chemtrails-NWO-9/11-Spinner von der Leine, sondern auch Holocaustleugner. Das liest sich dann so: „Es sollte jedem Leser wohl klar sein, dass das Wort “Holocaustleugnung” eine der MVW (Massenvernichtungswaffen) des Rothschild-Imperialismus ist, deren Wirkung angeblich verheerend sein soll. Deshalb sollten wir uns diese “Waffe” mal genauer ansehen, denn es handelt sich wohl auch hier nur um einen “medialen” Papiertiger. (…) Der Ausdruck LEUGNEN ist eigentlich nur dann angebracht, wenn es sich um eine offensichtliche Tatsache handelt; also wenn man z.B. nicht wahrhaben wolllte, dass die Sonne scheint, obwohl sie scheint, dass es Nacht ist statt Tag etc. (…) Historisch kenne ich das Wort “LEUGNEN” dann noch aus der Geschichte von Galileo, der etwas geleugnet hat, von dem die mächtige Kirche angeblich wollte, dass es eine Tatsache sei. Da ist es aber tatsächlich so, dass Galileo nur der angebliche Leugner war, in Wahrheit war es jedoch die Kirche, die die Tatsachen nicht anerkennen wollte. (…) Holocaust-Leugnung ist objektiv unmöglich, denn es handelt sich bei “Holocaust” um eine Geschichte, die aus Einzeltatsachen bestehen soll, die jedoch einzeln weder offensichtlich noch jederzeit verifizierbar sind. (…) Ein weiterer Unterschied zum -theoretisch möglichen, aber unsinnigen- Leugnen von Sonnenschein und chemtrailing im Vergleich zum Holocaust ist, dass der Begriff “Holocaust” und somit auch dessen angenommene Leugnung erst zu einer  Zeit entstanden sind, als es diesen definitiv gar nicht mehr gab. Vergleichbar könnte ein Diktator behaupten, er habe vor 10 Jahren ein UFO gesehen und damit die Existenz von Ufos zur Staatsdoktrin erklären. (…) es gab die von Rothschild getragene zionistische (Schnaps-) Idee eines “homeland” in Palästina für eine Religion, die bis dahin weltweit in nahezu jedem beliebigen Land problemlos praktiziert werden konnte – wie jede andere. Ohne entsprechende Bevölkerung wäre diese “Idee” nicht umsetzbar gewesen. Also musste den europäischen Juden irgendwie klar gemacht werden, dass sie nur in desem “homeland” sicher sind. Dementsprechend scheint es glaubwürdig, dass tatsächlich einige Züge mit deutschen Juden in Richtung Palästina abgingen. Es scheint auch naheliegend, dass vor allem die Zionisten ein Interesse hatten, diejenigen Juden bestrafen zu lassen, die sich weigerten, zu glauben, dass sie in ihrer Heimat gefährlich lebten. Da sie ganz augenscheinlich auch auf anderen Gebieten mit den Nazis zusammen arbeiteten,  warum sollte man nicht auf diesem Gebiet eine “Arbeitsteilung” vereinbart haben. Von den Deutschen hatten Anfang der 1930er ca. 450.000 – 500.000 Menschen die jüdische Religion, viele dieser deutschen Juden waren nach dem Krieg in den USA und anderswo, in Palästina/Israel gab es ganze Städte, die fast ausschliesslich von Deutschen und deren Nachkommen besiedelt waren und auch in Deutschland gab es gleich nach dem Krieg wieder zahlreiche jüdische Religionsmitglieder. Mit der “vollständigen Vernichtung” aller Juden kann demnach bei den Nazis trotz Hollerith-Datenverabeitung nicht alles so gelaufen sein, wie es angeblich geplant war. (…) Sobald also diese “Mängel” in der Geschichte die Holocaust eingefügt sind, mag sich jeder selbst überlegen, was ihm davon plausibel oder unlogisch erscheint, ob er bereit ist, an einzelne Fakten eher zu glauben oder diese zu bezweifeln.“

Sehr fein, Herr Gerstl, damit haben sie auf ihrer „Heimseite“ in nur einem Artikel die ganze Palette zeitgenössischer Shoaleugnung abgedeckt, vom kompletten Abstreiten historischer Ereignisse über semantische Worklauberei zu manipulativen Zahlenspielen bis hin zur abscheulichsten aller Verschwörungstheorien, wonach die Juden den Holocaust selber inszeniert hätten. Erwarten sie demnächst Post von der Staatsanwaltschaft!

Bischof relativiert Holocaust

Schon wieder relativiert ein hochrangiger katholischer Funktionär den Holocaust. Aus dem „Standard“: Ein brasilianischer Erzbischof hat mit einer relativierenden Äußerung über den Holocaust am Freitag (Ortszeit) für Empörung gesorgt. „Die Juden reden über etwa sechs Millionen Tote. Aber wie viele Katholiken wurden Opfer des Holocausts? Es waren insgesamt 22 Millionen“, sagte Erzbischof Dadeus Grings aus dem südbrasilianischen Porto Alegre dem Werbefachblatt „Press & Advertising“. Weiter führte er aus, dass „während die Juden behaupten, die Hauptopfer des Holocausts zu sein, waren die größten Opfer doch die Zigeuner, weil sie ausgerottet wurden“. Die jüdische Gemeinde des Staates Rio Grande do Sul beschuldigte den Erzbischof umgehend, nicht zum ersten Mal den Holocaust verzerrt zu haben.

Hübsch finde ich zwar die Idee des Weltgeists, das Interview in einer Zeitschrift namens „Press & Advertising“ erscheinen zu lassen, aber mal im Ernst: Die Katholische Kirche hat ein gravierendes Antisemitismusproblem und trägt derzeit massiv dazu bei, dass sich diese Seuche wieder ausbreitet wie in den Jahren vor Hitler.