Völkische Beobachter

Tagelang spielten Europas Medien ohne Hemmungen Völkischer Beobachter, schrieben vom „blonden, blauäugigen Kind“, das „bei Roma gefunden“ worden sei, und wärmten die alten Hetzmärchen von den „Kinder entführenden Zigeunern“ auf. Erwartungsgemäß ist nun klar: Alles Blödsinn. Das Mädchen wurde nicht „gestohlen“, es wurde von seiner bitter armen bulgarischen Mutter gegen eine kleine Geldleistung einem befreundeten Paar überlassen. Eine Sache, die  tausende Male pro Jahr passiert. Kinderlose Griechen fahren nach Bulgarien und „adoptieren“ dort an der Bürokratie vorbei Kinder, und niemanden hat das bislang interessiert, waren es doch in aller Regel Nicht-Roma, die das machten. Aber ein Kind, das äußerlich dem Stereotyp der Nordländerin entsprach bei „schwarzen“ Eltern? Das konnte nur Entführung sein, Kindesdiebstahl, letztlich eine Art „Rassenschande“. Als die irischen Behörden durchdrehten und aus rassistischen Motiven zwei Kinder ihren Eltern wegnahmen, weil auch diese Kinder blond waren, dröhnte es im Boulevard von „Fällen in ganz Europa“ und von „Babymafia“. DNA-Tests widerlegten das zwar, aber der Schaden war schon angerichtet. Und auch wenn all die reißerischen Schlagzeilen nun Lügen gestraft sind bedeutet das für die werten Kolleginnen in den Redaktionen nicht, dass man nicht weiterhin Stories einfach erfinden könnte…

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Ireland sucks

„Ja hat der Lindwurm nix zu den Jahrzehnten des Kindesmissbauchs in irischen Kinderheimen zu sagen“?, höre ich euch fragen. Doch, hat er, aber er wird nicht in das fröhliche Katholikenbashing einstimmen, das mal wieder losgebrochen ist, denn nicht die Konfession der Quäler und Missbraucher ist entscheidend, sondern die Haltung der Gesellschaft gegenüber Kindern, Waisenkindern zumal, und das konsequente Wegschauen einer ganzen Nation, denn jeder, wirklich jeder Ire hat ganz genau gewusst, was da abging bei den „Fathers“ und „Sisters“. Und man hat weggeschaut, den „Bastarden“ die Qualen ebenso vergönnt wie den „Vätern“ ihre perverse Triebabfuhr. Aber den Touristen das heimelige Bier- und Schnapsland vorspielen, derweilen die anderen EU-Staaten durch Steuerdumping ausbremsen und beim ersten Zeichen von Krise die angelockten Ausländer wieder loswerden wollen, ja? Drecksland mit einer Drecksbevölkerung, das ist Irland, das sind die Iren. Den Österreichern sind sie sehr ähnlich, und das sollte eigentlich alles sein, was man über die zu großgeratenen Leprechauns, die sich Iren nennen, wissen muss, um sie zu verabscheuen. Ehrliche Slogans der Irlandwerbung wären: „Mach Urlaub bei Trunkenbolden, die vergewaltigten Kindern die Abtreibung verbieten“. „Ein wild-romantisches Abenteuer unter vergewaltigten Vergewaltigern“. „Irland – wo Katholizismus noch richtig eklig ist“.Ein Stück Scheiße im Atlantik.“