Schluck: Islamophobie in Kairo!

Die rechtsradikalen kulturimperialistischen Faschistennazis, die Frauen das gottgegebene Recht absprechen wollen, sich den lüsternen Blicken der dauergeilen Männer durch das Tragen einer Burka oder eines undurchsichtigen Gesichtsschleiers zu entziehen, schrecken echt vor gar nichts mehr zurück. Jetzt haben sie schon wieder an einer Universität ein Schleierverbot durchgesetzt, diese Macho-Schweine, die, anders als vernünftige Linke wie Naomi Klein, das feministische Statement der weiblichen Gesichtseinpackung und Gesichtsfeldeinschränkung einfach nicht kapieren wollen. Auf die Barrikaden, KämpferInnen für die Freiheit der Frau, sich unterdrücken zu lassen!

Moment mal, so ein Pech aber auch. Es ist weder eine französische, noch eine deutsche und schon gar keine amerikanische Uni, an der das Verschleierungsverbot jetzt gelten soll. Und es wurde auch nicht von westlichen „Kreuzzüglern“ verhängt. Für die islamophobe Schurkerei ist…die wichtigste theologische Instanz im sunnitischen Islam verantwortlich:  Die höchste theologische Autorität im sunnitischen Islam, der Großscheich der Kairoer Universität und Moschee Al-Azhar, Mohammed Sayed al-Tantawi, hat das Tragen von Gesichtsschleiern an der Universität verboten. Nach Auffassung der meisten Religionsgelehrten sei „das Gesicht einer Frau keine Schande“, sagte Tantawi am Donnerstag in Kairo. Bereits vergangene Woche hatte er mit seiner Meinung, der Gesichtsschleier habe mit dem Islam nichts zu tun, und eine heftige Kontroverse ausgelöst.

Obamas Rede

Sollte es einem, wie ich meine, doch recht intelligenten und gebildeten Menschen wie Barack Obama nicht zu denken geben wenn nach seiner groß beworbenen, an „den islam“ – wer immer das auch sein mag – gerichteten „Versöhnungsrede“ (Subtext: „Entschuldigung, dass wir 9/11 nicht ganz locker weggesteckt haben als Strafe Allahs, Entschuldigung für Madrid, Entschuldigung für die Londoner Subway, Entschuldigung für die Beseitigung des Monsters Saddam Hussein, Entschuldigung für unsere Ungläubigkeit, im Grunde sind wir alle gleich und was unterscheidet eine Prom-Night schon von einer arrangiereten Hochzeit und überhaupt, sehet die Sternlein, die KANN doch nur ein gütiger Gott gemacht haben, wie schon in der Thora, in der Bibel und im Koran geschrieben steht und bla bla bla bla bla bla?“) ausgerechnet die Pistolieros der Fatah, der Bomber der Hamas, die Menschenfreunde der jemenitischen Islah und der Muslimbruderschaft und ähnliche Extremungusteln aus den Büschen springen und „hurra“ schreien, wenn auch, wie im Falle der Hamas besonders deutlich, mit der üblichen „Israel-must-die-Würze“ versehen? Nicht? Ok, dann weitermachen mit der Mission „Welt schönreden, Augen zudrücken“!

Hexenjagd und satanische Kondome

Der Papst meint, Kondome hülfen nicht gegen die Verbreitung von AIDS. Gambias muslimischer Präsident Yahya Jammeh veranstaltet unterdessen Hexenjagden – und zwar nicht im sprichwörtlichen Sinn, sondern im mittelalterlichen, und er verkündet, er könne AIDS mit Kräutern und Koranversen heilen. Ist es vermessen zu behaupten, Christentum und Islam, hübsch gemischt mit traditionellem afrikanischem Aberglauben, seien zwei der größten Geißeln des Schwarzen Kontinents?