Islamkritik: Die verlogene FPÖ

Der politische Islam, klerikalfaschistische Diktaturen und radikale Islamisten sind eine Bedrohung für die Freiheit aller Menschen – für jene, die bereits unter ihrer Fuchtel leben müssen wie auch für diejenigen, die „bekehrt“ werden sollen. Niemand, der bei Verstand ist, wird das leugnen können. Es ist ja nicht so, als würden diese Kräfte mit ihren Absichten hinterm Berg halten. Sie sind offen antidemokratisch, antisemitisch, frauenfeindlich, antiaufklärerisch, sexualneurotisch, totalitär und nekrophil.

Die Gegner  des funadamentalistischen Islam lassen sich derzeit grob in folgende Gruppen unterteilen:

1. Die Progressiven. Für sie macht es keinen Unterschied, wer die Freiheit bedroht und und wo dies geschieht. Sie sind prinzipiell gegen Unterdrückung und Totalitarismus und sehen im radikalen Islam eine von mehreren antiliberalen, antiemanziparotischen und antifortschrittlichen und daher zu bekämpfenden Kräften. Kommunistische Sekten und weite Teile der linksextremen Szene, naive Folkoristen und realitätsblinde Schwärmer zähle ich ausdrücklich nicht zu dieser Gruppe.

2. Die Konservativen: Die nehmen den Islam in erster Linie als Bedrohung für den Status Quo, eine unliebsame Konkurrenzreligion zum Christentum und eine Gefahr für das christliche Abendland wahr. Diese Gruppe hat nur dann etwas gegen klerikale Einflussnahme auf Politik und Gesellschaft einzuwenden, wenn diese von nicht-christlichen Religionen ausgeht.

3. Die Rechtsradikalen: Diese Leute unterscheiden nicht mehr zwischen einem Djihadisten und dem muslimischen Gemüsehändler von nebenan, da sie den Islam außerhalb seiner unterstellten „Stammländer“ per se ablehnen und ihn zumeist noch rassistisch konnotieren. Der Islam in Europa wird als ganzes negativ gesehen aus dem einzigen Grund seiner angeblichen Fremdheit und wegen der rassistischen Ablehnung der Bevölkerungsgruppen, von denen er großteils praktiziert wird. Rechtsradikale Xenophobe haben kein Problem mit dem Klerikalfaschismus islamischer Prägung, solange er „nur“ Muslime knechtet. Rechtsradikalen geht es nicht um die Menschenrechte, sie agitieren gegen Muslime auf einer taktisch-populistischen Basis.

4. Nazis. Diese überschneiden sich teilweise personell mit Gruppe drei. Sie sind zwar zumeist nach außen hin antiislamisch positioniert, paktieren jedoch mit radikalen Muslimen und nationalarabischen Diktaturen, da sie deren kompromisslosen Antisemitismus schätzen und auf eine Tradition der Kollaboration zwischen Nazi-Deutschland und der arabischen Welt zurückgreifen können. Nazis möchten Juden vernichten und es ist ihnen egal, wer ihnen dabei behilflich ist.

5. Die existenziell Bedrohten. Zu diesen zählen vor allem Jüdinnen und Juden in und außerhalb Israels, muslimische Intellektuelle und Linke, religionskritische Denker und Künstlerinnen, Homosexuelle, nicht-muslimische Schwarzafrikaner sowie religiöse und ethnische Minderheiten in klerikalfaschistischen Staaten.

Zu den seltsamsten Vorgängen der jüngeren Zeit zählt die Intellektuelle Fehlleistung von Teilen der Gruppe 5, in Vertretern der Gruppen 3 und 4 Verbündete zu imaginieren. In einer militärischen Auseinandersetztung mag der uralte taktische Gedanke, dass der Feind meines Feindes mein Freund sein müsse, Sinn machen – aber nur dann, wenn dieser Feind meines Feindes tatsächlich einer ist und sich nicht bloß als solcher tarnt. Intelligente und geschichtsbewusste Menschen haben beispielsweise längst erkannt, dass sich gerade europäische rechtsextreme Parteien nicht als Verbündete im Kampf gegen den radikalen Islam eignen, da die meisten dieser Parteien viele Positionen des fundamentalistischen Islam und des antisemitischen arabischen Nationalismus teilen. Es ist nicht so, wie manche meinen, dass zB die Juden und die österreichische FPÖ im radikalen Islam einen gemeinsamenen Gegner hätten, es ist vielmehr genau umgekehrt: Die FPÖ und der radikale Islam haben bei aller vordergründigen Gegnerschaft die Juden als gemeinsames Feindbild.

Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemneidne, weiß das: Die Israelitische Kultusgemeinde verwehrt sich gegen die Unterstützung durch die FPÖ im Kampf gegen Antisemitismus. So hatte der Wiener FPÖ-Gemeinderat David Lasar sein SPÖ-Pendant, Omar Al-Rawi, aufgefordert, sich von Antisemitismus und Judenhatz zu distanzieren. Der Präsident der IKG Wien, Ariel Muzicant, wies gegenüber der APA die ungewollte Hilfe zurück. Die FPÖ agiere scheinheilig und heuchlerisch, bei keiner Partei gebe es so viele “Kellernazis” und Verbindungen zu Holocaust-Leugnern. “Keine Partei in Österreich hat so viele Kontakte zu Islamisten und radikalen Muslimen, wie FPÖ, FPK, BZÖ”, so Muzicant, der als Beispiele Saddam Hussein, Muammar Al-Gaddafi und Mahmoud Ahmadinejad nannte. Der FPÖ-Abgeordnete Johannes Hübner vertrete zudem den “selbst ernannten Oberrabbiner” Moishe Arye Friedman anwaltlich, wobei unklar geblieben sei, “ob ihn die FPÖ bezahlt oder der iranische Geheimdienst unterstützt hat”.

Belege dafür, wie es die österreichischen Rechtsaußenpolitiker mit Israels Feinden halten, lassen sich zur Genüge finden.

-Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Peter Fichtenbauer unterhält exzellente Beziehungen zum Regime in Teheran: Fichtenbauer, for his part, said that Vienna wants to increase ties with Tehran as Iran is a powerful country. (…) The Austrian official also called for the expansion of parliamentary ties between Tehran and Vienna.

-Auch der FPÖ-Chefideologe Andreas Mölzer und der Ex-FPÖler und nunmehrige BZÖ-Politiker Ewald Stadler  haben ein Herz für Mullahs: Gleich zwei Delegationen der FPÖ besuchten am Wochenende den Iran: So stattete EU-Mandatar Andreas Mölzer mit vier Freunden der Islamischen Republik einen angeblich „vorwiegend privaten“ Besuch ab. Hier trafen sie auf eine mehrköpfige Reisegruppe der FP-Akademie samt Ewald Stadler. Der widrigen Witterung zum Trotz wurden Sehenswürdigkeiten von Teheran bis Isfahan besucht. Höhepunkt dürften aber „hochrangige Treffen“ mit Regierungsvertretern gewesen sein. Mit wem genau die FPÖ-Delegation konferierte, darüber sei – so Mölzer – Stillschweigen vereinbart gewesen. Wie nahe sich die Daham-statt-Islam-Partei und die Spitzen des Mullahstaates stehen, wurde zuletzt im Juni bewiesen. Damals konnten iranische Spitzenpolitiker die Bühne der FP-Akademie für PR zum Thema „unser friedliches Atom-Programm“ nutzen.

-Der ehemalige Verteidigungsminister Herbert Scheibner (BZÖ, vormals FPÖ) wurde 2008 zum Präsidenten der Österreichisch-Syrischen-Gesellschaft gewählt.

-Ewald Stadler war zu Zeiten Saddam Husseins Präsident der Österreichisch-Irakischen Gesellschaft.

Wir sehen: Wer meint, ausgerechnet bei der FPÖ pro-jüdische, pro-israelische oder auch nur islamismuskritische Verbündete zu finden, irrt sich gewaltig. Hinter der Hetze gegen Muslime verbergen sich strategische Partnerschaften mit antisemitischen Staaten. Oder auf den Punkt gebracht: Wenn der Muslim vertrieben ist, kommt der Jude als nächster dran.

PR-Tipps aus Wien für die Hamas

Tarafa Baghajati, Mitbegründer der „Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen“, kritisiert in einem in der Wiener Tageszeitung „Die Presse“ erschienenen Kommentar das von der Hamas im Gazastreifen verhängte Verbot für Frauen, Wasserpfeife zu rauchen. Dabei geht es dem gebürtigen Syrer aber nicht so sehr um die grotesken islamistischen Moralvorstellungen hinter dem Pfeifenverbot, sondern es treibt ihn die Sorge um, diese Zurschaustellung von Geschlechterapartheid könne der palästinensischen Sache (oder was Baghajati dafür hält) schaden: Politisch ist es also alles andere als eine geschickte Handlung. Insbesondere in einer Zeit, in der die ganze Welt zu Recht sich mit Gaza solidarisch erklärt hat und sich für die sofortige, ja auch bedingungslose Beendigung der Blockade einsetzt, erweckt die Hamas-Regierung den Eindruck, als ob es keine gewichtigeren Probleme in Gaza gebe. (…) Der taktische Fehler liegt zudem darin, dass die Hamas zu vergessen scheint, dass ihre Wähler keinesfalls nur aus dem streng religiösen Spektrum stammen. (…) Es muss der Hamas klar sein, dass ihre Macht in Gaza auf die Verwaltung des „größten Freiluftgefängnisses der Welt“ (Erzbischof Desmond Tutu) beschränkt ist. Und nicht die Frauen-Shisha ist eine Gefahr, sondern die politische Zerrissenheit des palästinensischen Volkes.

Da gibt also ein Mann, der sich immer wieder als „Dialogpartner“ aufdrängt und sich als selbst ernannter Sprecher der österreichischen Muslime wichtig macht, einer klerikalfaschistischen und vernichtungsantisemitischen Terrororganisation, die vor der Ermordung politischer Konkurrenten nicht zurückschreckt, PR-Tipps, und das kommt den Verantwortlichen bei der „Presse“ nicht ein ganz klein wenig verdächtig vor? Noch dazu muss es der „Presse“ bekannt gewesen sein, wen sie da einen Gastkommentar schreiben ließ. Dies ist ja nicht das erste Mal, dass Baghajati in der Traditionstageszeitung zu Wort kommt. Einmal durfte er dort Menschen, die er nicht mag, als „Philozionisten“ und „Antideutsche“ anrempeln (von einem Islamisten solcherart bezeichnet zu werden, sollte man freilich als Auszeichnung sehen, wobei an einer Befürwortung des Zionismus ohnehin nichts auszusetzen ist im Gegensatz zum Apologetentum für Terroristen). „Die Presse“ bietet also gerne Leuten, die schon mal Veranstaltungen, die ihnen nicht passen, verbieten oder in ihrem Sinne umgestalten lassen wollen, ein Podium, und zwar mehrmals. Damit marschiert  die angeblich „konservative“ Tageszeitung im Gleichschritt mit der SPÖ, die Baghajati in der Zeitschrift ihrer Vorfeldorganisation BSA, „Vorwärts“, auch gerne eine Bühne bietet, auf der er dann mit Gestalten wie dem antiisraelischen Megaphon Fritz Edlinger sein Schmierentheater vom ach so falsch verstandenben Islam aufführen darf. Mit den Sozialdemokraten ist der selbst ernannte muslimische Lobbyist bestens vernetzt, was nicht zuletzt an seiner Komplizenschaft mit dem Wiener SP-Gemeinderat Omar al-Rawi liegt. Bei Licht betrachtet ist Baghajati freilich nur ein Privatmann, der einen Verein gegründet hat, der sich personell mit der „Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs“ weitgehend überschneidet und für ebenso wenige Muslime spricht wie dieser. Seltsam, mit welchem Nachdruck die SPÖ, aber verstärkt auch „bürgerliche“ Kreise diesem Mann den Hof machen und ihn seine Propaganda verbreiten lassen…

Die Loveparade und ihre Feinde

Neben vielen anderen Dingen, die Nazis und religiöse Extremisten einen, ist wohl der Hass auf Lebensfreude und befreite Sexualität besonders auffallend. Daher können diese Leute vor lauter Schadenfreude über die Tragödie bei der Loveparade in Duisburg kaum noch an sich halten und lassen es einfach laufen.

Die christlich-rechtskonservative Sicht der Katastrophe liefert Eva „Mutterkreuz“ Herman in einem Kommentar auf der Internetseite des einschlägig berüchtigten Kopp-Verlages. Die strafende Hand Gottes habe eingegriffen, was Herman „Mit Erleichterung“ aufnimmt. Und schuld an allem sind natürlich „die 68er“: Das ohrenbetäubende, stereotype Rave-Gehämmere, das nicht mehr im Geringsten etwas mit dem einstmaligen Begriff von Musik zu tun hat, zerschmettert ihnen über zahllose Stunden Trommelfelle und Nervenkostüme. Doch das scheint den 1,4 Millionen Partygästen nichts auszumachen. Sie wussten, was sie erwartet, haben sich freiwillig dazu entschieden, hierher zu kommen. Viele Mädchen haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt. Sie wiegen sich in ekstatischer Verzückung im ohrenbetäubenden Lärm, Begriffe wie Sittlichkeit oder Anstand haben sich in den abgrundtiefen Bassschlägen ins Nichts aufgelöst. (…) Man muss nicht ausgesprochen prüde sein, um sich hier nach kurzer Zeit mit Grausen abzuwenden. Riesige dunkle Wolken der Enthemmung und Entfesselung treiben über dem Geschehen, die jungen Menschen wirken, als hätten sie jegliche Selbstkontrolle abgegeben, ekstatisch und wie im Sog folgen sie dem finsteren Meister der sichtbaren Verführung. (…) Selten wurde ein Begriff mehr durch den Dreck gezogen als bei der Loveparade. Man fragt sich verzweifelt, welche Definition von »Liebe« die jungen Menschen durch derartige und leider selbstverständlich gewordene Falschbezeichnungen für das eigentlich Schönste und Höchste in dieser Schöpfung erhalten müssen? Die unheilvollen Auswüchse der Jetztzeit sind, bei Licht betrachtet, vor allem das Ergebnis der Achtundsechziger, die die Gesellschaft »befreit« haben von allen Zwängen und Regeln, welche das »Individuum doch nur einengen«. Wer sich betrunken und mit Drogen vollgedröhnt die Kleider vom Leib reißt, wer die letzten Anstandsrnormen feiernd und tanzend einstürzen lässt, und wer dafür auch noch von den Trägern der Gesellschaft unterstützt wird, der ist nicht weit vom Abgrund entfernt. Die Achtundsechziger haben ganze Arbeit geleistet! (…) Für die Zukunft wurden jedoch Weichen gestellt: Denn das amtliche Ende der »geilsten Party der Welt«, der Loveparade, dürfte mit dem gestrigen Tag besiegelt worden sein! Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen! Grauenhaft allerdings, dass es erst zu einem solchen Unglück kommen musste.

Wo der christliche Gott straft, darf Allah nicht nachstehen, meinen die netten islamischen Fundamentalisten von „dawa-news“, die ihre Leser mit dem Gedankenspiel zu erschrecken versuchen, sie könnten einst, falls sie sich verführen lassen, in Raver-Kluft ihrem Schöpfer gegnenüberstehen, quasi das muslimische Äquivalent zu den berühmten Albträumen, in denen man sich plötzlich nackt auf dem Podium wiederfindet: (…) Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein „nackter Wahnsinn“, der sich dort abgespielt hat.  Zu kaum einer anderen Zeit und an kaum einem anderen Ort wurden so viele Drogen konsumiert und Menschen sexuell missbraucht. Ein treffen, wie vom Teufel inszeniert, welches zu schlechten Taten aufruft und durch selbige durchweg begleitet wurde. Niemand kann eine Sache stoppen, die Allah s.t. bestimmt hat. Wenn jemand einem anderen gegenüber ungerecht ist, so wird Allah s.t. den Ungerechten am Jüngsten Tag bestrafen, aber auch in der Dunja wird er seine Strafe bekommen. Stellt euch vor ihr wäret auf so einer Party und verbringt dort eure letzten Minuten, bis der Tod euch ereilt. Welch grausames Schicksal, wo wir doch wissen, dass wir vor Allah s.t. so stehen werden, wie wir gestorben sind. Doch genau solch ein Tod ist jetzt 19 Menschen wiederfahren. Noch dazu gibt es über 300 teils schwerverletzte.

Und wer geifert sonst noch gegen die Love Parade? Genau, unsere lieben Nazis natürlich. Gerd Honsik, Neonazi und, was am schlimmsten ist, Verfasser grauenhafter Lyrik und Anwärter auf den Titel „schlechtester Poet des Universums“, dichtete bereits im Jahr 2002:

Im Freudentaumel schiebt sich und Frohlocken
ein Menschenstrom soweit das Auge schweift,
betäubt, enthemmt. Schweißnaß die blonden Locken,
der Lemminge, indess die Dealer zocken
und millionenschwere Ernte reift.Die Jugend hier, dem Angesicht der Väter
erschütternd ähnlich und doch seelenlos,
ekstatisch längst verfallen dem Verräter –
dem Gold’nen Kalb, dem ewig bösen Täter.
Und wieder kroch es aus demselben Schoß.In allen Stimmen lag ein frommes Beben
als in wohl fünf Kanälen uns davon
Reporter dann geschönt ein Bild gegeben
vom Elendzug, als würden sie erleben
die Krönung eines Kaisers einst in Rom.

Und die Alleen, die einstmals hörten Märsche,
von Deutschlands Ruhm, von Preußens Gloria,
die deutscher Reiter klingend Spiel beherrschte,
die füllen tätowierte Brüste, Ärsche.
Der Text? Ist leicht. Sag einfach: Bla, bla, bla!

Wo deutsche Jugend schritt zum letzten Gange
im Volkssturm einst, als letztes Aufgebot,
da taumeln sie zum letzten Abgesange
mit Schwulen und mit Lesben Wang’ an Wange
und in den Büschen stinken Harn und Kot.

Die zehn Gebote kennen keine Sünde,
die hier nicht öffentlich getrieben wird:
Der Christustreue blickt in Höllenschlünde!
Der Papst sagt nichts. Zersprengt in alle Winde
bald ist die Herde ohne jeden Hirt.

So singen sie, Politiker und Pfaffen,
ihr Lied vom Tod. Und Kollaboration.
Sie sind dabei, beim Kriechen und beim Raffen,
dabei um Deutschlands Untergang zu schaffen,
wenn möglich noch in dieser Gen’ration

Einmütig lobt der Chor dies Fest der „Liebe“
und Techno-Klänge blasen hier den Marsch.
Welch endlos Drängen, Zucken und Geschiebe
im Drogentaumel der entmenschten Triebe:
Die Jugend Deutschlands auf dem Todesmarsch!

Ob Hinz und Kunz hier heut zur Party baten?
Mit Modedrogen niedlich weiß, wie Schnee?
Woher die Schufte Millionen hatten,
der Medien Gunst – doch für sich selber Schatten?
Du weißt es nicht? Frag doch die CIA!

Eva Herman, Möchtegernmullahs und Gerd Honsik vereint im Kampf gegen Party und Nacktheit – da kriegt man richtig Lust, sich die Kleider vom Leib zu reißen und diesen Kreaturen mit dem Arschgeweih voraus ins Gesicht zu springen.

Die Rechte der Frau sind relativ?

Feminismus hatte mal was damit zu tun, für die Befreiung der Frauen von den Zwängen einer patriachal dominierten Kultur einzutreten. Es ging um politische, wirtschaftliche und sexuelle Selbstbestimmung und um die Emanzipation von – vor allem durch Religionen tradierte – Rollenzuweisungen. Mittlerweile sind weite Teile der westlichen Frauenbewegung jedoch den Weg vieler ehemals emanzipatorischer Strömungen gegangen und haben sich geradezu lustvoll der Regression ergeben. So kann dann auch die Kulturwissenschafterin und Amerikanistin Gabriele Dietze in einem Interview mit dem „Standard“, in dem sie zum französischen Burka-Verbot Stellung bezieht, von „Islamophobie“ quasseln, gegen den „säkularen Universalismus“ wettern, mit dem das „krisengebeutelte und zerrüttete Frankreich“ sich seines „abendländischen Führungsanspruchs“ versichern wolle, und den westlichen Staat mit dem „imaginierten muslimischen Patriarch“ (sic) gleichsetzen. Was für ein Schlag ins Gesicht all jener Frauen, die von ihren streng muslimischen Vätern, Gatten und Brüdern unterdrückt, misshandelt, wie Vieh verschachert und immer wieder auch im Namen der „Ehre“  ermordet werden! Welch Verrat an den Frauen in der islamischen Welt und in den islamischen Communities im Westen, die oft genug unter Lebensgefahr für ihre Freiheit kämpfen! Ihnen allen unterstellt Dietze, quasi gegen ein Fantom anzutreten, da der „muslimische Patriarch“ ja nicht real, sondern nur ein „imaginierter“ sei.

Ganz im Stile der Delegitimationsstrategien, die auch in diversen linken Sekten seit jeher gegen „Abweichler“ zur Anwedung kommen, spricht Dietze Frauen, welche die Gefahr thematisieren, die vom radikalen Islam für die Frauenrechte ausgeht, das Recht ab, sich Feministinnen zu nennen und unterstellt ihnen frech und unbewiesen, sich nicht in gleichem Ausmaß gegen misogyne Auswüchse des Christentums zu engagieren. Und Dietze schreckt auch vor völlig unpassenden Vergleichen nicht zurück: Es verträgt sich nicht mit einem universalistischen Rechtsverständnis, Sondergesetze für Bevölkerungsgruppen zu machen. Der Gesetzgeber nimmt sich ja auch nicht heraus, kontemplative Nonnen in die Welt zu befreien oder Internate für Sportgymnastinnen zur Vermeidung von Anorexie und Übertraining von vorpubertären Mädchen zu schließen. Dass im Jahr 2010 nur die wenigsten Nonnen unfreiwillig im Kloster sitzen, dass diese Nonnen, wenn sie das Kloster verlassen wollen, in aller Regel nicht von ihren Vätern oder Brüdern verprügelt und/oder ermordet werden, dass der Besuch von Sportinternaten nur recht selten mit der Befolgung religiös fundierter Traditionen zusammenhängt und dass Sportinternate schon längst verboten wären, würde es einen nachweisbaren und nicht bloß als billiges Scheinargument herbeifantasierten Zusammenhang dieser Institutionen mit Magersucht geben – was kümmert das eine postmoderne, postkolonialistische Kulturrelativistin?

Ach ja, so wie es den „musilimischen Patriarch“ laut Dietze nur als Imagination gibt, so ist für diese große Feministin auch die systematische und strukturelle Unterdrückung der Frau in muslischen Staaten bloß eine „Erfindung“: Mit Okzidentalismus meine ich eine abendländische Ideologie, die sich ihrer Überlegenheit über die Stigmatisierung, und im weitesten Sinne auch über die Erfindung, eines rückständigen ‚orientalischen Anderen‘ versichert. Frauen werden in diesem Zusammenhang zu ‚Grenzobjekten‘, an denen die Fortschrittlichkeit des Abendlandes bewiesen wird. Der Kampf um Kopftuch und Schleier ist insofern kein altruistischer Versuch, unterdrückte Frauen zu retten, sondern ein Kampf um Leitkultur.

Und eine Leitkultur ist natürlich böse, denn allein schon das Wort klingt nach Schwanzvergleich und Hierarchie, und das ist ganz ganz schlimm, viel schlimmer, jedenfalls für Frau Dietze, als der ganz reale Status der Frau als Mensch zweiter Klasse in traditionell islamischen Gesellschaften. Aus dem geschwollenen Theoretikerinnensprech übersetzt ist Dietzes Position diese: Solange auch nur ein besoffener Europäer seine Frau schlägt, solange der weibliche Körper im Westen für Werbezwecke ausgebeutet wird, solange es sexistische Benachteiligungen in westlichen Gesellschaften gibt  ist Kritik am radikalen islamischen Patriachat unangebracht. Das ist selbstverständlich totaler antiemanzipatorischer Quatsch, da Frauenrechte Menschenrechte sind und daher deren Verletzung überall bekämpft werden muss. Aber das ist Leuten wie dieser Dietze wohl zu „universalistisch“ und daher auch „kulturimperialistisch“ und gar „kolonialistisch“…

Mosab Hassan Yousef, der Störfaktor

Ein Interview mit Mosab Hassan Yousef, der als Sohn eines Hamas-Mitbegründers für Israel spionierte, dadurch etliche Terroranschläge vereitelte, dann emigrierte und zum Christentum konvertierte, erregt die Leserschaft des „Standard“ – und entblößt gnadenlos deren beschränktes Welt- und Menschenbild. Immer wieder wird unterstellt, der Mann sei von den Israelis (oder wahlweise den Amerikanern) einer „Gehirnwäsche“ unterzogen worden, denn dass ein Mensch, ein arabischer Mensch gar, selbständig denken kann und zu anderen Schlussfolgerungen gelangt als die Islamisten und ihre westlichen Fans, passt so gar nicht zum Rassismus und Kulturrelativismus der immer dümmer werdenden Linken und der immer schon dumm gewesenen Rechtsextremen.

Für den gemeinen westlichen Wohlstandslinken ist Mosab Hassan Yousef ein gehirngewaschener Verräter, denn wessen Verstand lange genug durch den Konsum einseitiger Lektüre von Lenin bis Chomsky weichgekocht wurde, der kann kritisches Denken und aus Kritik resultierende geistige und analytische Weiterentwicklung nicht anders begreifen als das Resultat finsterer Vorgänge. Wer nicht kritisch denken kann, der bemerkt natürlich seinen eigenen Rassismus nicht, der sich im konkreten Fall darin äußert, einem palästinensischen Araber, der seinem Volk etwas Besseres wünscht als ewigen Krieg im Namen Allahs und die Knechtung durch Klerikalfaschisten und korrupte Banden, zu unterstellen, dass dies niemals seine eigenen Gedanken sein könnten. Ein arabischer Palästinenser, noch dazu der Sohn eines hochrangigen Hamas-Funktionärs, der sich radikal dem Konformitätsdruck seiner Erziehung und Lebensumgebung entzieht, ist natürlich auch eine Kränkung für die authoritären Charaktere jener schon lange nicht mehr emanzipatorischen Linken, deren Sympathien stets bei den Tyrannen und bei totalitären Ideologien lagen und immer noch liegen und für die auch islamistische Bewegungen in ihrer kompromisslosen Ablehnung des individuellen Strebens nach Glück eine ideale Projektionsfläche für ihre eigene Sehnsucht nach Zucht und Ordnung sind.

Natürlich kann man das nicht pauschal allen Menschen, die sich selbst als „links“ definieren, unterstellen, doch die wirklichen Linken, denen es um die Befreiung des Indiviuums geht, die Glück und Lebensfreude im Hier und Jetzt und nicht in einer utopischen Zukunft oder gar im Jenseits als Menschenrecht betrachten, waren und sind eine Minderheit, die ab der Oktoberrevolution in Russland und seither in jedem linkstotalitärem Staat vom pseudolinken autoritären Establishment verleumdet und verfolgt und oft genug auch ermordet wurde. Heute, da es nur mehr sehr wenige linke Diktaturen gibt, suchen sich dieselben Leute, die vor kurzem noch jedem rot lackierten Menschenschinder die Stange hielten, neue Gruppierungen und Staaten, die für sie stellvertretend kompromisslos brutal und herrisch sein dürfen und also das ausleben, was der kritikunfähige westliche Linke nur als psychisches Problem hat, und da bieten sich islamistische Diktaturen und Organisationen geradezu an. Ein Mosab Hassan Yousef ist hier, genau wie viele  progressive Intellektuelle aus dem arabischen bzw. islamischen Kulturkreis, nichts anderes als eine ärgerliche Irritation, welche am einzementierten, ultrakonservativen Weltbild der vorgeblich Fortschrittlichen kratzt.

ps: Dass Nazis eine ganz ähnliche Begeisterung für geistesverwandte Gewaltsysteme hegen wie es Teile der Linken tun, ist logisch, wenn auch nicht ganz so ärgerlich, denn Nazis behaupten von sich immerhin nicht, für Ideale wie Frieden, Freiheit und Emanzipation einzutreten….

Klagenfurt sendet Friedensgrüße an Moskauer Terroropfer

Mutmaßlich islamistische Selbstmordattentäterinnen haben in Moskau 39 Menschen ermordet. 39 Menschen, die nicht etwa einer Spezialeinheit angehörten, welche im Nordkaukasus muslimische Separatisten liquidiert, sondern die mit der Metro zur Arbeit fahren wollten. Wer nun aber meint, diese abscheuliche Tat würde von jedem halbwegs mit Verstand und Empathie ausgestatteten Menschen klar und ohne Relativierungen verurteilt, der kennt das „Zentrum für  Friedensforschung und Friedenspädagogik“ an der Universität Klagenfurt nicht. Dort werkelt auch eine Frau Claudia Brunner, und der gehen angesichts des Massakers ganz andere Gedanken im friedens- und frauenbewegten Kopf herum, wie sie im Interview mit dem „Standard“ offenbart. Sie kritisiert, dass man die Motive der Terroristinnen nicht ausreichend würdigt: „Terroristen werden durch ihre mediale Darstellung ausschließlich als brutal und irrational gezeigt, um dadurch ihre politischen Ziele unsichtbar zu machen. Das kann man auch im aktuellen Fall beobachten. Der Begriff „Schwarze Witwe“ verweist ins Tierreich, auf eine tödliche Spinnenart. Die Täterinnen werden somit entmenschlicht. Die gleiche Logik bedient der russische Premier Putin, wenn er davon spricht, dass die Täterbande „vernichtet“ werden soll. Die Terroristinnen werden als Monster dargestellt“. Liebe Frau Brunner, auch wenn ich nur ein männliches Chauvinistenschwein bin, hören sie mal zu: 39 Menschen und sich selbst zu ermorden, IST brutal und irrational, das muss man nicht erst „medial so darstellen“. Und das edle Ziel der Moskauer U-Bahn-Bomberinnen, die Errichtung eines Kalifats im Kaukasus durch das Ermorden Unschuldiger voranzutreiben, wird keineswegs von den bösen russischen Machos „unsichtbar gemacht“, es wird nur nachhaltig diskreditiert, und zwar durch die Taten der Mörderinnen. Noch etwas: Die Sache mit dem „Entmenschlichen“ der Täterinnen, die erzählen sie mal bei einer Tasse Tee den Witwen, Witwern und Waisen der Opfer dieser armen, verleumdeten und dehumanisierten Sprengstoffgürtel-Damen!

Doch halt, „individuellen Opfern“ wird nach Meinung der Frau Brunner ohnehin viel zu viel Bedeutung beigemessen: „Die in den Medien beschriebene und zum Grund für ihre Taten ausgewalzte Traumatisierung dieser Frauen ist wohl ein Produkt des militärischen Konflikts der russischen Armee mit Aufständischen in den Kaukasus-Republiken Russlands. Ihre Angehörigen starben durch Krieg, nicht durch einen Autounfall. Das rechtfertigt ihre Taten nicht, aber es macht sie für uns in einem politischen und historischen Kontext verstehbar.(…) Private Motive werden den Selbstmordattentäterinnen manchmal auch bloß zugeschrieben. Da sprechen Journalisten und Wissenschafter hinterher mit den Angehörigen der Täterinnen, die ihnen über deren Leben und Leidensgeschichte erzählen. Das sagt jedoch noch nicht aus, wie die Frauen sich selbst sehen. Die permanente Individualisierung von Konflikten, die eine gesamte Gesellschaft betreffen, ist Teil des Problems.“

Was kümmert eine echte Friedenforscherin schon das individuelle Schicksal von Opfern? Einer echten österreichischen Friedensforscherin kann es niemals um weniger als ums große Ganze gehen, um Geopolitik mindestens, und da stört es doch nur, sich mit den Auswirkungen des Terrorismus auf Marginalien wie einzelne Menschen zu befassen, nicht wahr? Sehr fein finde ich auch, dass die „Friedensforscherin“ den Massenmord in Moskau zwar nicht „rechtfertigen“ will –  da sei der vorgeschützte Pazifismus vor – aber halt doch in einem „politischen und historischen Kontext“ verständlich findet. Dann hätte die Frau wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn ich meine Glock nähme und ein paar steinalte Nazis oder deren Nachkommen erschießen würde? Das wäre nämlich aus einem „politischen und historischen Kontext“ heraus noch viel „verständlicher“ als das Totbomben Moskauer Zivilisten. Aber wohl auch zu „individuell“, also lasse ich es besser sein…

In einem hat Frau Brunner recht: Man sollte weiblichen Täterinnen nicht  das bewusste Täterinnen-Sein absprechen. Andererseits scheint Frau Brunner mir die einzige zu sein, die das Massaker in Moskau unbedingt auch noch durch den Gender-Wolf drehen zu müssen glaubt, und zwar auf eine bizarre Art, welche Sexismus bei jenen wittert, die die Motivation von Mörderinnen auch auf eventuelle persönliche Hintergründe überprüfen wollen, statt bei denen, für die Frauen gerade mal als Kanonenfutter gut genug sind und die Frauen mit Sprengstoffgürteln auf Selbstmordmissionen schicken.

Ach, diese „Zentren für Friedensforschung und -pädagogik“, sie bringen soviel Unsinn hervor! Die Klagenfurter wollen offenbar ihren Kollegen aus Kassel nicht nachstehen und setzen alles daran, diese in der Disziplin „Mit-altlinkem-Analysewerkzeug-die-Welt-falsch-deuten“ noch zu übertreffen. Das dürfte nicht leicht werden, aber nachdem schon der Klagenfurter Friedensforscher Werner Wintersteiner mit seinen antiisraelischen Fieberfantasien zum Nahostkonflikt die Latte des Diskurses niedriger gelegt hat und Claudia Brunner als Terroristinnenversteherin eben diese Latte noch ein paar Zentimeter nach unten verlegte, darf man gespannt sein, ob die Kasseler Friedensspatzen diesen Limbowettbewerb der Versteher und Entschuldiger noch gewinnen können werden.

Islam: Aufwachen, Sozialdemokraten!

Ein hübsches Beispiel für das so oft von guten Menschen beschworene „Miteinander der Kulturen“ wurde gerade aus Spanien gemeldet: Ein „Scharia-Gericht“ hatte eine Frau wegen „Ehebruchs“ zum Tode „verurteilt“ – mit Zustimmung der Familie des in letzter Sekunde entkommenen Opfers. Die Täter, zugewanderte Salafisten aus Nordafrika, sind bekannt für ihre fundamentalistische Koran-Auslegung, und sie sind den Behörden schon mehrmals aufgefallen.

Fälle wie dieser sind Benzin für das Feuer des Radikalismus, das Europas rechtsextreme Parteien schüren, und sie sind das nicht nur wegen der verabscheuungswürdigen Barbarei dieser „Kultur“, sondern vor allem wegen des Wegschauens und Nichtstuns und Nicht-Kommentierens der demokratischen Parteien, vor allem der Sozialdemokraten und Grünen. Obwohl der radikale Islam alle Werte, für die die Sozialdemokratie früher stand und laut eigenen Beteuerungen immer noch steht, wie zB. gesellschaftlicher Fortschritt, Gleichberechtigung der Geschlechter, Überwindung der Macht der Kleriker usw, mit Füßen tritt, kommt keinem hochrangigen SPler ein Wort der Kritik am Einbruch der Barbarei in unsere westlichen rechtsstaatlichen Demokratien über die Lippen. Obwohl längst erwiesen ist, dass ein großer Teil auch der muslimischen Immigranten nach Zuerkennung der Staatsbürgerschaft Parteien wie die FPÖ wählt, weil der gemeinsame Hass auf Juden und Modernität eben stärker ist als alles andere, schielen die Roten ängstlich auf die Wählerschaft islamischen Glaubens und hoffen, durch Totschweigen der Probleme, mit denen die Normalbevölkerung immer stärker konfrontiert wird, den aufziehenden Sturm überwintern zu können. Das wird nur nicht funktionieren.

Nun gibt es die vor allem unter linksliberal eingestellten Leuten gängige Meinung, die Furcht vor „dem Islam“, die unter Menschen anderer Glaubensrichtungen und Atheisten um sich greift, sei „irrational“, und man finde „Islamophobie“ vor allem dort, wo nur wenige Muslime anzutreffen seien, so wie der generelle Ausländerhass in Gebieten ohne Ausländer am stärksten sei oder es auch einen Antisemitismusm ohne Juden gäbe. Das ist zwar nicht ganz falsch, denn zu Angst oder Hass lässt sich am leichtesten derjenige aufstacheln, der von seinen Hassobjekten keinerlei Ahnung hat, doch sollte man darob nicht leichtfertig die tatsächlich teils unangenehmen Erlebnisse, die die Menschen mit Islamisten haben, in jedem Fall als Ausdruck von Fremdenhass und damit als diskussionsunwürdig vom Tisch wischen!

ich erzähle mal von drei Erlebnissen, die ich hatte: Als ich in Wien lebte, wohnte ich in in einem schäbigen, aber irgendwie auch gemütlichen Genossenschaftsbau aus den 50er Jahren. Hausmeisterin war eine türkische Muslimin. Diese Frau traf ich hin und wieder beim Einkaufen im nahen Supermarkt. Gekleidet war sie sommers wie winters in einen dicken, bis zum Boden reichenden Mantel und sie trug stets ein Kopftuch, das so geschlungen war, dass man gerade mal Augen, Nase und Mund erkennen konnte. Ich habe sie stets gegrüßt, immerhin waren wir Nachbarn und sie war noch dazu meine Hausmeisterin, doch zurückgegrüßt hat sie nie, kein einziges Mal. Wenn man ein Anliegen als Mieter vorzubringen hatte, öffnete sie die Tür einen Spalt weit, wobei sich sofort ihr Gatte, der einen islamisch-korrekten Vollbart und orientalische Kleidung trug, hinter sie stellte und die Ohren spitzte. Als eines Tages mein Wasserhahn nicht mehr funktionierte, bat ich die Hausmeisterin um eine Reparatur. Sie schickte ihren Gatten, der dann auch rasch ankam und sich als geschickter Klempner erwies. Ich saß am Küchentisch, während er am Wasserhahn herumfuhrwerkte, doch als ich ihm ein – alkoholfreies – Getränk anbot, schüttelte er nur den Kopf. Meine Versuche, ein wenig Smalltalk zu betreiben, quittierte er mit eisigem Schweigen, und es war keineswegs so, dass er kein Deutsch beherrschte. Er blickte mich nur kurz an mit einem sehr grimmigen Gesichtsausdruck, den ich nur als kalte Verachtung interpretieren konnte  und der sicherlich genau so gemeint war. Dreimal hatte ich die Hausmeisterfamilie zum Essen eingeladen, dreimal bekam ich keine Rückmeldung, keine irgendwie nachvollziehbare Absage, gar nichts. Und dass die mich mal zum gemeinsamen Fastenbrechen, wie es Politiker und christliche Würdenträger im Zeichen einer angeblichen Toleranz gerne vor Pressefotografen vorexerzieren, eingeladen hätten, darauf wartete ich vergeblich, obwohl ich immer äußerst höflich und zuvorkommend ihnen gegenüber war. Kurz: Diese Familie gab einem das Gefühl, dass sie einen hasste und man für sie ein Untermensch war. Die Kinder, drei Jungs, so um die acht, neun und zehn Jahre alt, schienen noch anders drauf gewesen zu sein, die waren stets freundlich zu mir und offen, aber wenn die Hausmeisterin oder ihr Vollbartgatte sie dabei erwischten, wie sie mit mir quatschten, setzte es gleich wüstes Geschimpfe auf Türkisch und die Kleinen wurden in die Wohnung gescheucht.

Nächstes Beispiel: Ebenfalls in der Zeit, als ich in Wien lebte, ging ich abends durch die Straßen und hörte plötzlich sehr interessante orientalische Musik. Als großer Fan der morgenländischen Instrumente und der damit produzierten Sounds folgte ich den reizvollen Tönen bis in eine Art Cafe, in dem die Wasserpfeifen glühten und Männer auf Polstern sitzend und liegend den Musikern lauschten. Kaum hatte ich das Lokal betreten, wurde ich auch schon von einem wild gestikulierenden Araber wie ein Hund davongejagt.

Man bedenke bitte, dass sich diese Ereignisse vor mehr als zehn jahren zugetragen haben! Mittlerweile soll es um einiges schlimmer geworden sein. Bei diesen Erlebnissen fühlte ICH mich marginalisiert, ausgegrenzt und als Mensch zweiter Klasse, also genau so, wie es die Gutmenschen immer der jeweils anderen Kultur andichten.

Als ich heuer das Missvergnügen hatte, wegen meiner Krebserkrankung viele Monate im Krankenhaus zu verbringen, ging ich zwischen den Behandlungen oft auf dem weitläufigen Areal des Spitals spazieren. Dabei lernte ich einige Leute kennen, darunter auch einen Türken um die 50, einen einfachen Arbeiter, mit dem ich mich zunächst sehr gut verstand. Er war wirklich freundlich und offen und dankbar dafür, jemanden gefunden zu haben, mit dem er über seine Probleme reden konnte. Doch als er anfing, über diese Probleme zu berichten, wurde mir doch etwas unwohl. Der Mann berichtete nämlich von erbitterten Kämpfen mit einer „feindlichen“ Familie in der Türkei, von Rachemorden, denen einige seiner männlichen Verwandten zum Opfer gefallen waren, von seinen Plänen, sich dafür zu revangieren, und von seiner allergrößten Sorge: Dass nämlich einer seiner Söhne sich mit einer „christlichen Hure“ abgäbe und seine Tochter sich weigern könnte, den für sie ausverhandelten Mann zu heiraten. Österreich habe seine Kinder verdorben, jammerte er, und das bringe große Schande über die Familie, und er frage sich, ob er da nicht mal hart durchgreifen müsse, um Allah zu besänftigen. Ich wollte dann bei den nächsten Treffen von solchen Theman ablenken, doch sein religiöser Furor steigerte sich immer mehr. Er hasse Österreich, er hasse diese Kultur, Allah werde den Westen unterwerfen etc. Ich aber sei ganz nett und sollte dringend zum islam konvertieren, um meine Seele zu retten. Dann fing er auch noch damit an, dass der Haider ein „großer Mann“ gewesen sei und die FPÖ die einzige Partei sei, die sich gegen die „Judenschweine“ was zu sagen traue.  Tja, das war dann das Ende dieser kurzen Freundschaft.

Ich bin mir sicher, dass sehr viele Menschen ähnliche Begegnungen und Erfahrungen hatten und haben mit Vertretern einer Kultur, die rückständig, aggressiv, frauenfeindlich und zutiefst antiwestlich ist. Nicht alles nämlich, von dem Demagogen wie Heinz-Christian Strache profitieren, ist Einbildung oder Ignoranz. Der harte Nazi- und Rassistenkern ist nicht so groß, dass er Wahlergebnisse von 30 Prozent und mehr ermöglicht. Die können Strache und andere Extremisten nur deswegen einfahren, weil das linke, das bürgerliche und das liberale Lager weitgehend zu den zunehmenden Kulturkonflikten schweigen beziehnungsweise, was noch viel kontraproduktiver ist, die verunsicherten Menschen pauschal des Rassismus oder der Dummheit zeihen.

Die Sozialdemokratie (ja, ich komme immer wieder auf diese zu sprechen, weil das meine ursprüngliche politische Heimat ist), hat die verdammte Pflicht, Muslimen die Ausübung ihres Glaubens zu ermöglichen, aber nur so lange das nicht den Werten der Bewegung widerspricht. Ganz sicher im Widerspruch zu den Werten der sozialdemokratischen Bewegung stehen nämlich die Behandlung von Frauen als minderwertige Wesen, die Abkapselung in religiös dominierten Subkulturen sowie generell eine Lebenswelt, die von voraufklärerischen religiösen Dogmen bestimmt wird und in der Kleriker politischen Einfluss ausüben und die wahren Machthaber sind. Ja, stimmt schon, der Einfluss der katholischen Kirche in Österreich ist auch noch sehr groß, zu groß, aber das Machtmonopol der Kirchen und der ihnen nahestehenden Parteien wurde gebrochen. Sozialdemokratische bzw. sozialistische und liberale Kräfte haben erfolgreich und in langen Auseinandersetzungen durchgesetzt, dass das Meinungs- , Bildungs- und Herrschaftsmonopol der Kirchen gebrochen wurde, was letztlich allen zugute kam, da gebildete Menschen, die aus freien Stücken glauben, ja eigentlich genau das sein müssten, was wahren Nachfolgern Christi besser gefallen sollte als zwangsbekehrte Heuchler. Dass dem nicht so ist, dass man vor allem der katholischen Kirche jedes Fitzelchen Sekularität in zermürbenden Kämpfen abringen musste, dass die Kirche immer wieder versucht, das Rad der Geschichte zurückzudrehen und dass die katholische Elite neidvoll auf den dynamischen radikalen Islam blickt, da sie darin das Spiegelbild ihrer vergangenen Glorie zu erblicken meint, das alles ist wahr, ändert aber nichts daran, dass sich gerade eine andere Religion massiv und aggressiv ausbreitet und eher früher als später eine echte Gefahr für alle Errungenschaften der Aufklärung und dem folgenden und bis heute andauernden Streben nach Freiheit von religiösen Zwangs- und Unterdrückungsstrukturen sein wird. Wer das ignoriert, der ist für mich nicht links, noch nichtmal Ein Sozialdemokrat – und er ist ganz sicher auch kein Freund der Zuwanderer, die ja selber die größten Leidtragenden sind, soferne es sich um Anhänger des radikalen Islam handelt. Er ist viel mehr ein nützlicher idiot im Dienste der Rechtsextremen und der Klerikalextremisten. Wenn die gemäßigt linken Parteien Europas nicht bald aufwachen, werden sie erst dann aus ihrem Schlaf aufschrecken, wenn es zu spät ist.