Dacia-Taxis und die „Lei-Losn-Mentalität“ der Kärntner

Liebe Klagenfurter Taxiunternehmer

Ihr wart ja noch nie dafür bekannt, eure Kunden mit Luxusschlitten zu transportieren, aber dass ich in jüngster Zeit fast nur noch Dacias mit aufmontiertem Taxischild herumgurken sehe, finde ich doch ein bisschen frech. Ihr habt, wie ich euch kenne, nicht mal den Hauch eines schlechten Gewissens, von euren Kunden für eine Fahrt mit dem rumänischen Billigauto gleich viel zu verlangen wie jene Taxler, die mit dem Mercedes unterwegs sind, stimmts? Gegen den Dacia Logan als solchen ist nichts einzuwenden, der ist ein okayes Auto für wenig Geld, aber wenn ich schon die Apothekerpreise der Taxiinnung zahlen muss, dann möchte ich doch etwas stilvoller chauffiert werden, möchte meine Beine ausstrecken können und mich sicher fühlen. Leider funktioniert eure Abzocke in Klagenfurt hervorragend, da der Kärntner ein duldsames Wesen ist, das sich nicht aufzumucken traut. In Wien habe ich noch kaum ein Dacia-Taxi gesehen, und das sagt einiges über die Kärntner Mentalität, finde ich. Selbst wenn man dem Kärntner unverschämt die  Hosentaschen ausräumt brummt er nur ein resigniertes „Lei losn“, und von genau dieser seltsamen Gleichgültigkeit dem Leben gegenüber, die sich nur dann in Leidenschaft verwandelt, wenn es gilt, sich gegen Opfergruppen zusammenzuschließen oder sich vor Slowenen zu fürchten, profitieren schamlose Abzocker und ebenso schamlose Politgangster.