Best Albums of 1972

1972

In München, bei den Olympischen Sommerspielen, fallen 16 Menschen einem palästinensischem Terroranschlag zum Opfer, in Nordirland mäht die britische Armee 13 Demonstranten nieder, Richard Nixon lässt ins Watergate-Gebäude einbrechen, und in Deutschland mordet die RAF. Trotzdem wurde 1972 höchst erfreuliche Musik gemacht. Zum Beispiel diese hier:

The Rolling Stones: Exile On Main Street

Die Stones waren in zwei miteinander zerstrittene Fraktionen zerfallen: die Junkies (Keith Richards, Mick Taylor) und die Playboys (Mick Jagger, Bill Wymann, Charly Watts). Allesamt lebten sie im südfranzösischen Steuer-Exil, wo man im Keller von Richards Villa jammte und mit fragmentarischen Songideen herumspielte. Es herrschte eine angespannte, bedrohliche Stimmung, verschlimmert durch Alkohol und Heroin. Nach langen, quälenden Monaten erschien ein außergewöhnliches Doppelalbum – dreckig, obszön, laut, bluesig und auch countryesk. Die Fans liebten die Hymnen auf Underdogs, auf das schnelle Leben zwischen Puff, Drogenbeschaffung und Knast. Die Kritiker hingegen brauchten noch Jahre, bis sie „Exile“ jenen Status zugestanden, den es zweifellos verdient; nämlich den als beste Platte, die die Stones je gemacht haben, und eines der größten Alben der Rockmusikgeschichte. 2010 erschien eine empfehlenswerte remasterte Version.

Lou Reed: „Transformer“

Nach dem eher durchwachsenen Solodebut bewies der ehemalige Velvet Underground-Frontman mit dieser Platte, dass er seinem Ruf als Genie der Songwriterkunst durchaus gerecht werden konnte. Ein Knaller jagt auf dieser Platte über Transvestiten, Fixer und Bisexualität den nächsten. „Walk On The Wild Side“, „Perfect Day“, „Satellite Of Love“ – lauter Lieder für die Ewigkeit, die aber trotzdem den Zeitgeist der beginnenden Ära des Glam Rock widerspiegelten wie wenige andere. Das lag nicht zuletzt daran, dass die LP von David Bowie produziert wurde, der Reeds Songpretiosen jene schimmernde Politur verpasste, die er selbst so gerne auf die eigenen Werke auftrug. Reed hätte sich, währe er ein weniger schwieriger Mensch, mit dieser Platte seinen Weg zum Superstar ebenen können, doch er schob das bedrückende „Berlin“ und das fast unhörbare „Metal Maschine Music“ nach. Vielleicht nicht schlau, aber sicher respektabel.

David Bowie: „The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars“

Wenn der Glam Rock einen König hatte, so hieß dieser David Bowie, und wer den definitiven Sountrack zu dieser wilden Zeit voller sexueller Experimente und gefährlicher Drogenkonsumwut sucht, der muss zu dieser Platte greifen. Dieses Konzeptalbum über einen Rockstar, der zum Propheten und schließlich zur Inkarnation außerirdischer Glückseligkeitsbringer mutiert, ist Höhepunkt und gleichzeitig schon Satire auf den Größenwahn, der in Rockmusikantenkreisen um sich gegriffen hatte und in immer mehr und wirreren „Rockopern“ seinen Ausdruck fand. Abgesehen von der reichlich seltsamen Rahmenhandlung ist dieses Album eine lückenbüßerfreie Sammlung bester Popmusik, welche Bowie endgültig als einen ganz Großen des Geschäfts definierte und ihm den Weg frei machte zur Weltspitze der Unterhaltungsbranche. Jedes Stück hat höchsten Wiedererkennungs- und Mitsingwert. Und jetzt alle: „And here come the spiders…“!

Neil Young: „Harvest“

Während andere über Dragqueens und Kokain sangen, fragte Neil Young sein Publikum 1972: „Are You Ready For The Country?“ Und wenn man dieses Meisterwerk hört, dann möchte man ihm zurufen: „Klar, sind wir“. Wie schon Bob Dylan und The Band zuvor griff Young hier auf den reichen Schatz volkstümlicher amerikanischer Musik zurück und verwob geschickt ländlichen Bauersleutsound mit edlem Songwriting und sozialkritischen Texten („Alabama“, „The Needle And The Damage Done“). Zusätzlichen Reiz gewinnt die Platte durch die überraschend anspruchsvollen Arrangements des Phil-Spector-Schülers Jack Nitzsche, der hier auch schon mal die Londoner Philharmonie aufspielen ließ und für einen majestätischen Klangteppich sorgte. Mit „Heart Of Gold“ enthielt „Harvest“ auch den ersten und immer noch einzigen Song Neil Youngs, der es an die Spitze der US-Charts schaffte. Für den Harmoniegesang zeichneten unter anderem Youngs Kumpel/Konkurrenten Crosby, Stills & Nash verantwortlich.

Stephen Stills: „Manassas“

Wie bei den Beatles in Europa fragte sich in den USA jeder, was wohl die Mitglieder von Crosby, Stills, Nash & Young nach der Trennung machen würden. Nun, sehr gute Platten machten sie, und Stephen Stills bot mit „Manassas“ sogar eine der besten der 70er Jahre zum Kauf feil. Unterstützt von ehemaligen Musikern der Byrds und offen für Einflüsse, die von Jazz, Folk, Blues und Latin bis hin zu Americana reichten, schrieb Still hier ein echtes Großwerk, das wieder zu entdecken sich auszahlt und hiermit dringend empfohlen wird. Beginnend mit extrem kompetentem Bluesrock nimmt Stills einen rasch mit auf eine coole Reise durch mitklatschewürdige Rocksongs, sensible Balladen mit Mehrstimmgesang und Latinorhytmen (letztere ganz ohne Maya/Inka/Aztekenkitsch, wie Stills Freundfeind Neil Young ihn so gerne verbreitete).

War: „The World Is A Ghetto“

1972 hatten sich War längst vom Image der Begleitband für Eric Burdon, als die sie zwei Jahre zuvor bekannt geworden waren, freigespielt und sich einen Platz unter den besten und beliebtesten Vertretern der Black Music erkämpft. Und sie trugen ihre unwiderstehliche Mischung aus Funk, Soul, Jazz und Blues ins Herz der Musikwelt. „The World Is A Ghetto“ schaffte es ganz an die Spitze, sowohl das Album , als auch der Titelsong wurden Nummer 1 in den amerikanischen Charts. Eine der Stützen des unverwechselbaren War-Sounds war ausgerechnet ein Däne, Lee Oskar, dessen virtuoser Umgang mit der Mundharmonika das tonale Bild der Band wesentlich prägte. Und auch das war „War“, nämlich eine Antithese zum Rassismus, denn die Band stieß sich nie daran, dass Oskar ein Weißer war. Höhepunkte dieser grandiosen Scheibe sind neben der Titelnummer das funkige „The Cisco Kid“ und das spannende „City, Country, City“, auf dem alle Bandmitglieder ihr Können, das jenes der meisten anderen Musiker jener Zeit übertraf, vorstellen durften.

Stevie Wonder: „Talking Book“

Diese Platte überzeugte noch die letzten Zweifler davon, dass Stevie das Zeug zum Superstar hatte. Die Verknüpfung beatlesartiger Melodieverliebtheit mit inoffensivem Funk und vorsichtig angejazzten Akkorden war unwiderstehlich. Wonder erklomm damit, nach 15 Jahren im Business, endlich die letzte Sprosse zum Welterfolg. Sehr sexy klingt das und sehr zum Mitshaken und Mitsummen. Neben vielen anderen Hits ist auch das so oft nachgespielte und kopierte „Superstition“ da, ein Song, der noch die müdesten Lenden zu funkiger Aktivität anregt. Für die Mischung aus anschmiegsamem Soft-Funk, Balladen und extatischem Gestampfe auf der Scheibe sollten jene Politiker, die die Menschen unter ihrer Fuchtel gerne zum Kinderkriegen anreden wollen, Herrn Wonder eigentlich einen Sonderpreis verleihen, denn diese Musi regt schon sehr zum Geschlechtsverkehr an.

Aphrodite´s Child: „666“

Die Platte muss man allein schon besitzen um zu hören, wie die Schauspielerin Irene Papas in dem Song ∞ („Infinity“) immer und immer wieder „I was, I am, I am about to come“ schreit, stöhnt, keucht, maunzt und kreischt, als hätte sie gerade den großartigsten Sex im Universum. Mit Satan persönlich vermutlich. „666“ ist die letzte und bei weitem beste Platte der griechischen Kombo um Vangelis Papathanassiou und Demis Roussos, die hier nichts Geringeres versuchen, als die Offenbarung des Johannes, das vielleicht seltsamste und rätselhafteste religiöse Buch aller Zeiten, zu vertonen. Eine gute Themenauswahl wenn man vorhat, der Welt zu zeigen, wie richtig ausgeflippter Psychedelic-Prog-Art-Rock zu klingen hat. Es gibt aber neben den LSD durchtränkten Freak-Outs auch eingängige Songs auf dem Album, zum Beispiel das hymnenhafte „The Four Horsemen“, das bessere Djs bis heute gerne zu vorgerückter Stunde auflegen.

Jethro Tull: „Thick As A Brick“

Es sollte ein Scherz werden. Nachdem die Kritiker die Platte „Aqualung“ trotz aller Dementis der Band als „Konzeptalbum“ bezeichnet hatten, wollte Tull-Chef Ian Anderson die Musikpresse mal so richtig reinlegen und behauptete, „Thick As A Brick“ sei die Vertonung des gleichnamigen Gedichts eines zehnjährigen Wunderkinds names Gerald Bostwick, das bei einem Literaturwettbewerb disqualifiziert worden sei, da sein Poem „obszön“ und der Autor „mental instabil“ sei. Zum „Beweis“ ließen Jethro Tull auf dem Cover Zeitungsberichte über den angeblichen Skandal nachdrucken. Alles Fake, alles als Parodie auf die „aufgeblasenen, größenwahnsinnigen Konzepalben von Yes und Konsorten“ (Anderson) gemeint. Tatsächlich aber ist die Satire auf die „Gymnasiasten-Teenage-Angst“ der Marke Genesis oder Pink Floyd so gelungen, dass Andersons Texte das Thema besser und literarisch hochwertiger abhandeln als die meisten der persiflierten Vorlagen. Auch die Musik, obwohl aus nur zwei jeweils plattenseitenlangen Songs bestehend, überzeugte sowohl künstlerisch, als auch kommerziell völlig, was die LP nicht nur auf Platz 1 der Charts brachte, sondern auch dafür sorgte, dass ausgerechnet eine Parodie zu einem der zeitlosesten Vertreter des Genres „Konzeptalbum“ werden sollte.

Little Feat: „Sailin´ Shoes“

Kokainbäume, Teenagernervenzusammenbrüche, drogensüchtige Lastwagenfahrer auf großer Fahrt und Politikverweigerer mit Gewichtsproblemen, die nicht mal dann ans Telefon gehen, wenn Mao persönlich anruft – das alles und mehr vermengte diese große Band hier zum musikalischen Portrait eines Paralleluniversumamerika, in dem man im Cadillac durch das Land brausen und durch die Windschutzscheibe die wunderlichsten Dinge begutachten kann. Dinge und Szenen, die in etwa so aussehen mögen wie das neu-surrealistische Coverartwork von Neon Park, das eine Torte mit menschlichen Zügen zeigt, die auf einer Schaukel sitzt und dabei einen Schuh verliert, während eine schäferhundgroße Schnecke, ein Rokokoprinz, ein böser Magier und ein Ast mit Augen zusehen. Dazu spielen Little Feat, die aus Musikern bestanden, die so gut waren, dass zu ihren Fans vor allem andere Musiker zählten, ein bisschen vom Anspruchsvollsten und Besten, was die 70er Jahre hervorzubringen im Stande waren, und schon haben alle eine sehr gute Zeit.

Weitere wichtige Platten von 1972. John Lennon: „Some Tine In New York City“. Wishbone Ash: „Argus“. J.J. Cale: „Naturally“. Deep Purple: „Machine Head“. Sandy Denny: „Sandy“. Manfred Mann´s Earth Band: „Glorified Magnified“. Genesis: „Foxtrot“. Roxy Music: „Roxy Music“. The Allman Brothers: „Eat A Peach“. Steely Dan: „Can´t Buy A Thrill“. Randy Newman: „Sail Away“. Grateful Dead: „Europe ´72“. Paul Simon: „Paul Simon“. Curtis Mayfield: „Super Fly“. Van Morrison: „Saint Dominic´s Preview“. Elton John: „Honky Chateau“. Joni Mitchell: „For The Roses“. Alice Cooper: „School´s Out“. Mott The Hoople: „All The Young Dudes“. Captain Beefheart: „Clear Spot“. Frank Zappa: „Waka/Jawaka“. Humble Pie: „Smokin´“. Tim Buckley: „Greetings From L.A.“. T. Rex: „The Slider“. Dantana: „Caravanserei“. Randy Newman: „Sail Away“. Yes: „Close To The Edge“. Pink Floyd: „Obscured By Clouds“. Neu: „Neu“. Can: „Ege Bamyasi“. Miles Davies: „On The Corner“. The Band: „Rock Of Ages“. Aretha Franklin: „Amazing Grace“. John Mayall: „Jazz Blues Fusion“. Focus: „Focus III“. Jerry Garcia: „Garcia“. Ton, Steine, Scherben: „Keine Macht für Niemand“. Georg Danzer: „Der Tschik“. Steeleye Span: „Below The Salt“. Amon Düül II: „Wolf City“. Chicken Shack: „Imagination Lady“.

Zeichnung und Collage © Christian Berger

Eigth Miles High

Als der „L´Osservatore Romano“, das Zentralorgan des Vatikan, im Jahr 2010 David Crosbys erstes Soloalbum „If I Only Could Remember My Name“ zur zweitbesten Platte aller Zeiten kürte, war das zwar nicht so überraschend, als hätte der Papst erklärt, die Sache mit der Jungferngeburt und der Auferstehung sei bloß Schwindel, aber ungewöhnlich war das schon, ist die Scheibe doch ein Paradevertreter jener Musik, die von konservativen Kirchenkreisen lange als ganz besonders fieses Werkzeug des Satans verdammt wurde: Bis in die Haarspitzen zugedröhnte Psychedelic. Nun soll zwar Weihrauch auch ein wenig THC enthalten, aber es ist schon eine seltsame Vorstellung, dass sich Benedikt XVI nach einem harten Tag voller Vom-Balkon-Grüßen, Segnen und Seligsprechen ein Pfeiferl anzündet, die sicher ziemlich tolle Stereoanlage in seinen Privatgemächern aufdreht und zu den spacigen Jams und trippigen Texten der Scheibe, die Crosby 1971 zusammen mit Extremkiffer-Kollegen wie Neil Young und Jerry Garcia eingespielt hatte, abhottet. Das tut er vermutlich eh nicht, aber wenn der Vatikan zeigen wollte, dass er zur Abwechslung auch mal cool sein kann, dann ist ihm das mit der Lobpreisung dieses unterschätzten Meisterwerks der Hippiekultur gelungen.

David Crosby ist mit seinen nun schon 70 Lebensjahren auch noch immer cool. Natürlich schon lange nicht mehr angesagt oder gar „relevant“, aber immer noch ein Hippie – und er lebt noch, was an ein Wunder grenzt (ist DAS die Vatikan-Connection?) wenn man bedenkt, dass der Mann in seinen „besten“ Zeiten ganzen Drogenkartellen im Alleingang ihr kriminelles Auskommen sichern hätte können. Den Tiefpunkt erreichte der Musiker Anfang der 80er Jahre, als er auf Tourneen von „Crosby, Stills & Nash“ dermaßen mit illegalen Substanzen abgefüllt war, dass er auf der Bühne kaum mehr ohne Hilfe gerade stehen, geschweige denn singen und Gitarre spielen konnte. Sein Gesangspart wurde einfach von Sessionmusikern beigesteuert, während David, aufgedunsen und mit wächsernen Gesichtszügen, so wirkte, als würde er jeden Moment tot von der Bühne plumpsen. 1982 endete der wilde Trip dann ganz ganz unten: Crosby landete wegen Drogen-und Waffenbesitzes für neun Monate in einem texanischen Knast, kalter Entzug und Zwangsarbeit inklusive. Kaum aus der Haft entlassen, führte ihn sein erster Weg zu einem Dealer und weiter ging´s mit Haschisch, Kokain und Opium. Es war dann Neil Young, selber ein großer Freund von „weichen“ Drogen, der Crosby mittels ökonomischer Erpressung vom harten Zeug runterbrachte. Er machte nämlich seine Beteiligung an einer Reunion von „Crosby. Stills, Nash & Young“ davon abhängig, dass David seine Finger von Kokain und Opiaten lasse. Den letzten Ausschlag gab aber das Versagen von Crosbys Leber, die dieser 1990 gegen ein Spenderorgan eintauschen musste.

Ach ja, Musik hat der Mann auch gemacht. Genauer: er hat Musikgeschichte geschrieben. Zunächst mit den Byrds, jener Band, die für die Musikszene der USA in etwa jene Bedeutung hatte wie die Beatles für die britische. Mit dieser Formation, für die er die LSD-Hymne „Eight Miles High“ co-komponierte, übte Crosby das Songwriting wie auch das geschickte Arrangieren mehrstimmigen Gesangs. Mit der Zeit wuchs sein Talent ebenso wie sein Ego, was Bandleader Roger McGuinn mit Argwohn beobachtete. Den ersten großen Krach gab es dann nach dem Monterey Pop Festival, weil Crosby den Auftritt der Gruppe dazu nutzte, wilde Verschwörungstheorien über die Ermordung von John F. Kennedy zum Besten zu geben, ohne das zuvor mit seinen Kollegen abgesprochen zu haben. Als er dann, aufgestachelt von Kollegen, die ihm nicht ganz zu Unrecht einredeten, er wäre zu Höherem bestimmt, damit anfing, die Kompositionen der anderen Byrds lächerlich zu machen, wurde er mitten in den Aufnahmen zum Album „Notorious Byrds Bothers“ an die frische Luft gesetzt. Sein Song „Triad“, der eine bisexuelle Dreiecksbeziehung besingt, wurde von der Trackliste gestrichen, im selben Jahr aber von Jefferson Airplane gecovert.

Der nun arbeitslose Crosby traf sich oft mit Stephen Stills, dessen Band Buffalo Springfield sich gerade ausgelöst hatte. Die beiden begannen, Songideen auszutauschen, und als dann der Exil-Brite Graham Nash, der sich mit seiner Band „The Hollies“ überworfen hatte, dazustieß, war eines der erfolgreichsten Trios der Musikgeschichte geboren. Mit eleganten marihuanaseligen Kompositionen und einem Harmoniegesang so exakt wie eine Atomuhr spielte sich die Gruppe rasch in die Herzen Amerikas und später der ganzen Welt. Schon der zweite Liveauftritt der noch hörbar nervösen C,S&N fand vor hunderttausenden Menschen in Woodstock statt und begründete ihren Ruf als neue Popsensation. 1970 holte man mit Neil Young einen vierten Mann an Bord und veröffentlichte die Platte „Deja Vu“, die das zum Quartett gewachsene Hippiekollektiv an die Spitze der weltweiten Charts beförderte und die vier Sangesbrüder zu Multimillionären machte. Crosby, Stills , Nash & Young waren 1970 DAS Ereignis der amerikanischen Musikszene, von Kritikern bejubelt und kommerziell erfolgreicher als alle anderen Bands. Da hier aber vier starke Egos aufeinanderprallten und vor allem Stills und Young andauernd in einem reichlich kindischem Wettstreit lagen, wer denn nun der bessere Gitarrist/ Liederschreiber/Jointbauer sei, waren die folgenden Jahre von einem steten Auflösen und Wiedervereinen und erneutem Auflösen der Viererbande gekennzeichnet – bis heute übrigens. David Crosby nutzte die immer neuen Zwangspausen von C,S,N&Y zu einer sehr erfolgreichen Nebenbeikarriere als Duo mit Graham Nash, mit dem zusammen er erklecklich viele Platten verkaufen konnte. Und seit er von den Drogen weg ist, arbeitet er sehr erfolgreich als Solokünstler und wird gerne von den ganz Großen der Rockmusik dazu eingeladen, als Gastmusiker seinen unvergleichlichen Harmoniegesang beizusteuern. Crosby hat mehrere Kinder mit verschiedenen Frauen und ist sogar als Samenspender für die lesbische Musikerin Melissa Etheridge eingesprungen. Dieser Mann hat intensiv gelebt, und man möchte ihm wünschen, dass er noch mit 80auf der Bühne steht, und sei es nur, um unseren verblüfften Enkerln zu zeigen, wie das so war mit den Hippies und ihrer Musik.

Cortez The Killer und Verkehrsfunk

„Cortez The Killer“ im Autoradio, die Version von der „Live Rust“, die gegen Ende hin diesen unerwarteten Abstecher in die Karibik unternimmt, indem Neil Young zu reaggaeesken Gitarrenriffs den Jamaikaner macht („He came dancing across di water, man), und ich denke, dass Karl Fluch schon gerne zeigt, das er viele ganz doll komplizierte Wörter kennt, die er auch dann mal in eine Plattenbesprechung packt, wenn sie nicht viel Sinn ergeben, denn was bitte soll „subkutane Dynamik“ bedeuten? Mediziner wissen sicher, was subkutan ist, nämlich zum Beispiel das Fettgewebe am menschlichen Arsch, der gemeine Durchschnittsleser wird ein Wörterbuch zu Rate ziehen müssen. Oder, was wahrscheinlicher ist: Er lässt das bleiben und interpretiert „subkutane Dynamik“ ganz nach eigenem Gusto. Ich muss an eine Szene aus dem Lucky Luke-Comic „Auf nach Oklahoma“ denken.

„Verwenden Sie den Ausdruck INFAM nicht ein wenig oft? Seit sie ihn im Wörterbuch gefunden haben, nehmen Sie ihn immer wieder“. 

„Das ist ein hübsches Wort, zumal es die Leser nicht verstehen. Jeder kann sich dabei vorstellen, was er will“. 

Ansonsten ist gegen Karl Fluch aber wenig zu sagen. Er hat Musikgeschmack und kann sich zumeist gut ausdrücken. Ich lasse „Cortez The Killer“ von vorne beginnen und gleite über die Landstraße, hoffend, dass jetzt bloß nicht der Verkehrsfunk dazwischentrötet wie ein besoffener Jugendlicher, der im Kino den falschen Saal angesteuert hat, nun „Yo Tambien“ statt „Transformers II“ guckt und eine der rührendsten Sexszenen der Filmgeschichte mit Furzgeräuschen und höhnischem Kichern kommentiert. Der Verkehrsfunk, das ist hierzulande der Populärmusiksender Ö3, der sich mit Überlautstärke und gespielter Hektik mit Meldungen über Staus oder eben keine Staus dazwischenschaltet, ohne Rücksicht darauf, dass man gerade in etwas anderes völlig versunken ist, in ein interessantes Feature über eine im Exil verstorbene Lyrikerin zum Beispiel, in den Höhepunkt von Ravels Boléro, oder eben in „Cortez The Killer“. Sicher, man könnte diese Dreinquatschfunktion im Autoradio auch deaktivieren, aber ob der ungestörte Kulturgenuss es wert ist, ungewarnt in einen Geisterfahrer zu knallen, ist eine dieser schwierigen Abwägungen, die man im Leben treffen muss.

Der Text von „Cortez The Killer“ verlangt dem Hörer auch eine Entscheidung ab, nämlich die, ihn entweder schön oder fetzendeppert zu finden. Irgendwie ist er ja beides. Die wunderbare Musik nützt natürlich dem vom Künstler gewollten Eindruck, man habe es hier mit großer Lyrik zu tun, der nackte Text aber ist stellenweise unfreiwillig komisch mit seiner fast an Karl-May erinnernden Edle-Wilde-Romantik. Die Zeile „They offered life in sacrifice so that others could go on“ klingt für sich genommen ja noch okay, denn was wären Revolutionen, Widerstandskämpfe, Unabhängigkeitskriege, aber auch Krankenhäuser ohne Aufopferungsbereitschaft? Der Kontext jedoch rückt den Satz von einer allgemein akzeptablen Aussage hin zu einer idiotischen, denn es geht hier um Opferbereitschaft im Dienste religiösen Wahns, um die Entscheidung, sich Ermorden zu lassen, um die Götter gnädig zu stimmen, und damit komme ich nicht gut klar, das finde ich scheiße. Und historisch akkurat ist das auch nicht, denn zwar gab es das freiwillige Selbstopfer, aber die Azteken haben vorrangig Gefangene aus unterworfenen Stämmen rituell getötet. Nicht wirklich sympathisch. Aber die Musik macht alles gut. Die flimmernde Melodie, die sich ins Bewusstsein sägende Gitarre! Und natürlich ist der Text von einem Hippie für Hippies, also keinesfalls wörtlich zu nehmen, er soll nur Assoziationen wecken, lose Wegbeschreibungen anbieten für die frei durch alle möglichen Bilderwelten driftende Fantasie. Das kann er wirklich gut, der Neil Young. Nicht ganz so gut wie Bob Dylan, Leonard Cohen oder Robyn Hitchcock, aber dafür rockt der Mann (vor allem, wenn Crazy Horse dabei sind, die beste Begleitband der Welt).

Where is Licorice McKechnie?

Am achten März vor 20 Jahren bekam Frau Frances McKechnie in Edinburgh einen Brief aus Sacramento, USA. Der Brief stammte von ihrer jüngeren Schwester, Christina „Licorice“ McKechnie, und gilt als das letzte gesicherte Lebenszeichen der ehemaligen Sängerin, Percussionistin und Gitarristin der legendären britischen Folk- und Weltmusikgruppe „The Incredible String Band“. Licorice würde heuer 67 Jahre alt werden – falls sie noch lebt.

Anfang der 60er Jahre vibriert Großbritannien von der Energie der Beat-Kultur und des langsam beginnnenden Hippie-Zeitalters. Auch im schottischen Edinburgh spielen Abend für Abend Musiker in den Cafes und Poeten tragen ihre neuesten lyrischen Ergüsse vor. Die blutjunge Licorice tritt in den Bars und Clubs mit ihren Gedichten auf und trifft dabei den Singer-Songwriter Robin Williamson und reist mit ihm nach Marokko. Eine Reise mit weitreichenden Folgen für die Musikgeschichte, denn Williamson bringt eine ganze Reihe orientalischer Instrumente von dort mit und sollte diese nur wenig später, als er zusammen mit dem begnadeten Songschreiber Mike Heron die „Incredible String Band“ gründet, sehr effektvoll einzusetzen wissen, womit die Band zu den Gründervätern der Weltmusik wurde.

Ab dem zweiten Album, dem wegweisenden „The 5.000 Spirits of the Layers of the Onions“, gehört Licorice zur Band. Sie wertet den morgenländisch angehauchten LSD-Folk mit ihrer elfenhaften Stimme und bezaubernd semiprofessionellem Percussionspiel auf. Das folgende Jahr wird zum kreativ und kommerziell erfolgreichsten der Band, die mittlerweile auch Herons Freundin Rose Simpson als fixes Mitglied aufgenommen hat. Die beiden Hippiepärchen nehmen mit „The Hangman´s Beautifull Daughter“ eine LP auf, die mit einer zutiefst mystischen musikalischen Stimmung und mit rätselhaften spirituellen Texten einen bis heute nachhallenden Einfluss auf die Musik- und Esoterikszene ausübt – und auf jeden Hippie, der diese Bezeichnung verdient. Robert Plant sollte später sagen, dass Led Zeppelin ohne „Hangman´s“ nicht denkbar gewesen wären, und der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, wird 40 Jahre später von der Musik der Incredible String Band völlig ironiefrei behaupten, diese sei „heilig“.

Während einer US-Tour im Jahr 1968 wird die Band mit den Lehren von Scientology bekannt gemacht und schon bald ist die gesamte ISB Mitglied bei der umstrittenen Sekte und macht offen Werbung für Ron L. Hubbards Thesen, auch noch nach der Trennung der Gruppe im Jahr 1974. McKechnie bringt es angeblich bis zur höchsten Stufe der „Erleuchtung“, dem „Operating Thetan Level 8“. Von Williamson inzwischen getrennt, tritt die zarte Musikerin in den 70er Jahren immer wieder bei Scientology-Benefizkonzerten auf. In den frühen 80ern jedoch verschwindet Licorie von der Bildfläche. Gerüchte machen die Runde, dass sie von Scientology desillusioniert sei und sich „seltsam“ verhalte. 1989 behauptet ein Freund der Band, sie habe sich alleine auf eine Wanderung durch die Mojave-Wüste gemacht und sei niemals zurückgekehrt. Dagegen spricht freilich der Brief, den sie 1990 an ihre Schwester schreibt. Eine Nachfrage bei der Polizei von Los Angeles bringt die knappe Antwort, dass sie nicht auf der Liste der vermissten Personen stehe. Manche verbreiten unbewiesenermaßen, dass sie in einer Art Umerziehungskolonie von Scientology lebe. Mehrmals hat sich in jüngerer Zeit in Internetforen ein angeblicher Freund von McKechnie zu Wort gemeldet und behauptet, sie wohne zufrieden, aber weltabgewandt in Kalifornien. Heron und Williamson sagen bloß, dass sie nichts über den Verbleib ihrer früheren Kollegin wüssten – und dass Licories mittlerweile wieder recht volles Tantiemenkonto seit Jahren nicht angerührt worden sei. Auch ein von ihrer schottischen Familie angeheuerter Privatdetektiv konnte nichts über ihren Aufenthaltsort herausfinden. Falls Licorie McKechnie noch lebt, will sie nicht gefunden werden – oder jemand anderers will dies nicht.

In der Mitte: Licorice

Im Renault auf dem „Highway To Hell“

Manchmal ist Arbeitslosigkeit ein Segen. Hätte der gelernte Bäcker Charles Chick Belford Scott im Schottland der Nachkriegszeit einen Job gefunden, wäre er wohl nie nach Australien ausgewandert, und sein Sohn Ronald Belford Scott, genannt „Bon“, hätte niemals die Gebrüder Angus und Malcom Young getroffen, ebenfalls Söhne von Auswanderern. Wir haben es also der beschissenen britischen Wirtschaftslage der frühen 50er Jahre zu verdanken, dass AC/DC eine musikalischen Autobahn zur Hölle gebaut haben, auf der wir noch heute gerne fahren.

Beginnings and Endings

Der junge Scott macht seine erste Bekanntschaft mit der Musik über den Klavierunterricht, den er aber nicht mag. Auch das Akkordeon kann den Nachwuchsmusiker nicht begeistern. Er trommelt lieber und pfeift auf dem Dudelsack seines Alten. Bald entdeckt er den Rock´n´Roll und ab diesem Zeitpunkt interessiert ihn nichts mehr anderes. Schule und anderen bürgerlichen Kram lässt er links liegen, genau wie seine späteren Kollegen Angus und Malcom Young. Mit diversen australischen Bands steigt er in die Welt der Profimusiker ein und schafft trotz diverser Rückschläge den Weg bis ganz nach oben. Noch ahnt er nicht, dass auf dem Gipfel Gevatter Tod auf ihn lauert. Er genießt, was das Leben einem jungen Musiker zu bieten hat: Drogen, Frauen und vor allem Alkohol in verbrecherischen Mengen.

Der 18. Februar 1980 ist ein verregneter Halbwintertag. Bon und sein Kumpel Alistar Kinnear gehen im Londoner Club „The Music Machine“ Scotts Lieblingsbeschäftigung nach: Sie saufen wie durstige Rindviecher. Bon hat schon einen Liter Bourbon im Blut, ist aber noch gut zu Fuß und flirtet mit ein paar Mädels an der Theke. Die Stimmung ist entspannt und Scott genehmigt sich noch einen weiteren Liter Whisky. Zwei Stunden später ist er wirklich streichfähig – man könnte auch sagen: breit wie ein irischer Dockarbeiter nach Feierabend – und klappt auf seinem Barhocker zusammen. Kinnear kann ihn nur mit Mühe zu seinem blauen Renault 5 schleppen. Als man vor der Wohnung von Alistar ankommt, ist Scott dermaßen blau, dass er nur noch wirres Zeug stammelt und nicht vom Fleck zu bewegen ist. Kinnear lässt ihn also im Renault sitzen und geht zu Bett. Acht Stunden später wacht er mit einem Mordskater auf und merkt, dass Scott noch immer nicht in der Wohnung ist. Er geht nachsehen und findet Bon auf der Rückbank des Autos. Überall ist Erbrochenes. Alistar will Bon wecken, doch bei dem setzt schon die Leichenstarre ein. Scott wurde 33 Jahre alt.

Die Rockwelt ist geschockt. Gerade erst hatten die australischen Hartbrettbohrer mit dem Album „Highway to Hell“, aus dem gleich drei Hitsingles ausgekoppelt wurden, den großen Durchbruch geschafft. Endlich Ruhm, Reichtum und das ganze Pipapo, und dann kratzt der Frontman ab! Auch Kollege Ozzy Osbourne (von Black Sabbath) ist entsetzt und verarbeitet seinen Frust in dem Song „Suicide Solution“, der ihm später noch viel Ärger mit dem amerikanischen Christen-gegen-Metal-Lynchmob einbringen sollte. Bon Scott hatte immerhin erreicht, was er sich vorgenommen hatte. Angus Young gegenüber hatte er nämlich mal erwähnt, dass er erst dann sterben wolle, wenn er berühmt geworden sei. Der Unfall hat vermutlich nur vorweggenommen, was ohnehin bald passiert wäre. Auch wenn Scott nicht in jener Nacht im Schlaf erstickt wäre, hätte es wohl nicht mehr lange gedauert, bis er den Löffel abgeben hätte müssen. Seine Leber war nach 15 Jahren Extremsaufen zerfressen, das Herz geschwächt. Freunde und Bekannte beobachten im Laufe des Jahres 1979 besorgt, wie sich Bons Gesundheitszustand rasant verschlechtert. Sein Hausarzt gibt ihm noch „zwei bis drei Jahre“ .

Living Rock´n Roll

Bon hat immer gefährlich gelebt. 1973 baut er in Australien mit seinem Motorrad einen Unfall und liegt drei Tage lang im Koma und monatelang im Krankenhaus. Dadurch verliert er seinen Job als Drummer bei der Bluesrock-Partie „Fraternity“, mit der er auch in England und Deutschland gespielt hat, und muss fortan von Gelegenheitsjobs leben. Er jobbt als Briefträger und Chauffeur. Unter anderem fährt er Bands zu ihren Auftritten, auch eine räudige junge Gruppe namens AC/DC, bei der damals noch Dave Evans hinterm Mikro steht, und deren Auftritte regelmäßig in Massenschlägerein enden. Als Evans mit dem Management nicht mehr klarkommt und sich mit den Youngs anlegt, wird er gefeuert. Scott sieht seine Chance – und ergreift sie; Malcom und Angus merken schnell, dass dieser tätowierte Typ der perfekte Frontman ist. Den Job hat er nicht nur wegen seines Talentes bekommen, sondern wohl auch deswegen, weil er den älteren Bruder von Angus und Malcom kannte, der als erster der Youngs ins Musikgeschäft eingestiegen war und später etliche AC/DC-Scheiben produzieren sollte. Die Tatoos hatte Scott übrigens nicht aus modischen Gründen, sondern weil er eine Zeit lang auf einem Fischkutter gearbeitet hatte, und wie wir alle wissen, haben Seeleute drei Hobbies: Gras rauchen, Tätowieren und Analsex.

Scott ist fast zehn Jahre älter als seine Bandkollegen und fungiert daher für diese als so etwas wie ein großer Bruder. Er legt den Youngs schon mal nackte Groupies ins Bett, um die Gitarristen „zu Männern“ zu machen, und verführt sie zu brutalen Trinkgelagen. Alkohol hin oder her – im Konzert gibt Bon alles, singt sich die schwarze Seele aus dem Leib, bläst den Dudelsack und trägt Angus auf den Schultern ins Publikum. Fast alle Showelemente, mit denen AC/DC noch heute glänzen, werden schon in den 70er Jahren entwickelt, vor allem die Eckpfeiler des Gleichstrom/Wechselstrom-Universums: No Bullshit, purer Rock, reine Lebensfreude. Das alles aufgebaut auf einem soliden Fundament granitharter Riffs und garniert mit augenzwinkerndem Lausbubencharme. Diese Mischung setzt sich in den späten 70ern trotz Disco-Sound im Äther und gegen die Kunststudenten, die sich als Punks verkleiden, durch. Das Publikum spürt, dass diese Band „echt“ ist, eine schuftende, schwitzende Ansammlung von Rockarbeitern. Das sind AC/DC bis heute geblieben, und Bon Scott, zur Linken Satans sitzend, schaut sicher mit Wohlwollen auf die coole Entwicklung seiner Band herab

Back In Black

Beim Begräbnis im heimatlichen Australien beschwören die Young-Brüder lautstark das Ende von AC/DC, doch sie haben nicht mit Mama Scott gerechnet. Die resolute Dame sagt den Jungs, dass sie gefälligst weitermachen sollen, denn Bon hätte es sicher auch so gewollt. Die Band heuert also Brian Johnson, Ex-Sänger der Gruppe „Geordie“ und notorischer Mützenträger, an, der nicht nur stimmlich, sondern aus als Textschreiber durchaus an Scott heranreicht. Dann kommt mit „Back in Black“ ein Meisterwerk heraus, das die Ex-Garagenband endgültig in den Götterhimmel des Hardrock katapultiert.