Frutarier am Küniglberg

Ich bin auch beim Thema Ernährung ein halbwegs toleranter Mensch. Jeder soll das essen, was er mag und sich leisten kann, solange er andere nicht mit der angeblichen moralischen Überlegenheit seiner Ernährungsgewohnheiten belästigt. Die Schriftstellerin Karen Duve hat sich nun in die Schar jener eingereiht, die den Omnivoren die Schuld für traurige Häschen, weinende Kühe, depressiven Salat und natürlich für den drohenden Untergang der Welt durch einen von Nutztierfürzen verursachten Klimawandel zuschieben möchten. Fein, soll sie machen, aber wie kommt der mit Zwangsgebühren finanzierte ORF dazu, in der Nachrichtensendung „ZIB 2“ vom 5.1.2001 einen Bericht über Duves neues Büchlein „Anständig Essen“ zu senden, der so auch als Propagandavideo von PETA hätte gedreht worden sein können? Mit manipulativ-trauriger Musik untermalt und mit grellem Rotfilter verfremdet wurden uns da ein paar Bilder von Massentierhaltung usw um die Augen geknallt, und dazu sagte eine tief betroffen klingende Sprecherin Sachen wie „ohne Betäubung kastriert…bei lebendigem Leib im Schlachthof zerhackt…Klimawandel“. Einmal ganz davon abgesehen, dass ich die Sache mit den bei lebendigem Leib in Schlachthöfen zerhackten Rindern vom ORF gerne genauer erläutert und bewiesen haben würde (und nein, EIN Schlachthof in EINEM Land irgendwo weit weg reicht mir da nicht): Das geht nicht! Mittel der Emotionsmanipulation, wie man sie aus Spielfilmen kennt, haben in einem Bericht einer Nachrichtensendung eines Öffentlich Rechtlichen Senders nichts verloren. Agitation gegen den Fleischkonsum, ja sogar gegen den Verzehr von, wie die Frutarier sagen, gequältem Gemüse (Übersetzung: gerntet) hat in einem Medium, das für sich Seriosität in Anspruch nimmt, nichts verloren. Wenn ich sowas sehen möchte, gehe ich zu Vorträgen der Sekte „Universelles Leben“, schalte aber nicht ein Nachrichtenformat des ORF ein. Ein neuer Tiefpunkt des Journalismus Marke Österreichischer Rundfunk.

Soviel Armut!

Arme Eisbären: Pech für die Klimahysteriker und die Profiteure der Hysterie: Der „Klimagipfel“ in Kopenhagen steht vor dem Scheitern. Nun willl man als letzten Versuch den Schwellenländern ein „Ultimatum“ stellen. Wie verblendet/bescheuert/fanatisch kann man denn bitte sein?

Arme Freiheitliche: Das Bundes-BZÖ denkt nicht daran, sich aufzulösen, bloß weil ihre Kärntner Filialie auf Haiders Grab ludelt und sich mit der FPÖ wiedervereinigt hat. Das hat zur Folge, dass die „Freiheitliche Partei Kärntens“ (FPK) keinen Klubstatus im Parlament erreichen wird. Damit fällt die erhoffte Geldquelle der Klubförderung schon mal weg. Dafür wird Heinz Christian Strache künftig im kärntner Parteivorstand sitzen. Welch Bereicherung!  Es wird noch „lustiger“ in Kärnten, aber wenigstens darf der Strache jetzt bei jeder Pressekonferenz erklären, warum er mit den Verantwortlichen für den bislang größten Bankenskandal Österreichs kooperiert. Naja, falls die liebe Presse nicht wieder schläft…

Arme Mullahs: Der friedliebende Iran hat nach eigenen Angaben „unzerstörbare Mittelstreckenraketen“, also Angriffswaffen, getestet, wobei hier Angaben und Angeben recht nahe beieinander liegen dürften. Die iranische Bevölkerung, die unter einer immer schlechteren Wirtschaftslage darbt und mit Rekordinflation klarkommen muss, wird sich sicher ganz doll über die weise Verwendung der Staatsgelder freuen. Am Ende des Tages wird die Mullahbande dort sein, wo sie hingehört: An den Laternenmasten.

Armes Großbritannien: Ein britisches Gericht hat nach Anzeigen arabischer bzw. pro-palästinensischer Gruppierungen einen Haftbefehl gegen israels ehemalige Außenministerin Zipi Livni wegen „mutmaßlicher Kriegsverbrechen“ ausgestellt. Man kann die britische Justiz also nicht mehr ernst nehmen (und sie wird ohnehin bald von Schariagerichten abgelöst werden). Zur Stunde liegt übrigens noch kein britischer Haftbefehl gegen die Verursacher des Krieges, die mit Raketen auf Zivilisten feuernde Hamas, vor…