Jerusalem teilen? Wozu denn?

Netanyahu hält hoffentlich Wort, wenn er ankündigt, dass Jerusalem „niemals“ geteilt würde. Weshalb auch sollte die Stadt, die seit Jahrtausenden das Zentrum der jüdischen Welt und Spiritualität und Identität ist und in der trotz Diaspora schon seit den 1850er Jahren wieder eine stabile jüdische Mehrheit lebt, geteilt werden? Weil die Araber sonst beleidigt wären? Weil der unfehlbare Schlächter und Liebhaber grünen Gemüses von dort aus auf einem Pferdlein gen Himmel entritten sein soll? Nix! Die Israelis hindern wenigstens keinen Moslem und keinen Christen daran, die ihnen heiligen Stätten aufzusuchen, so wie es arabische und zuvor osmanische Verwaltungen getan hatten.

Nahost: Orwell lässt grüßen

Wie nennen die Peace Wankers dieser Welt die Bemühungen Israels, sich gegen den Terrorismus zu schützen? Apartheid.

Und was sind Juden, die außerhalb des israelischen Kernlandes siedeln, durch ihre bloße physische Präsenz die edlen Araber zur Weißglut treiben, von fast jedem Araber als unzumutbare Provokation empfunden werden und denen alle westlichen Politiker bis hin zum UNO-Generalsekretär immer wieder mitteilen, sie sollten sich doch bitte in Luft auflösen, denn man könne Arabern keine jüdischen Nachbarn zumuten? Apartheidsopfer? Aber wo denken sie hin, liebe Leser? Diese Juden sind „Hindernisse für den Frieden“.

Tja: Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Ignoranz ist Stärke…