Neonazis: Wo bleibt das Machtwort der demokratischen Politiker?

Die übelste deutschsprachige Neonaziwebsite droht inzwischen Demokraten ganz offen mit „Vernichtung“, die Hinweise auf direkte Verbindungen von FPÖ-Parlamentariern zu diesen Verbrechern verdichten sich, der braune Untergrund bewaffnet sich offenbar und trainiert in Ungarn den Häuserkampf, und was hört man vom offiziellen Österreich? Nichts hört man. Lieber Herr Bundespräsident, lieber Herr Bundeskanzler, liebe Demokraten in allen Parteien: Hier ist nicht mehr Feuer am Dach, das ganze Haus steht schon fast in Flammen. Und ihr schweigt einfach. Alle, die von dieser Website und ihrem Umfeld bedroht, beschimpft, verleumdet und zum Abschuss freigegeben werden, alle Antifaschisten und Antinationalsozialisten, alle Juden, Roma und andere von der braunen Pest gefährdeten Menschen warten darauf, dass ein Machtwort gesprochen wird, dass es eine eindeutige überparteiliche Stellungnahme gegen das Neonaziunwesen gibt, dass klargestellt wird, dass Nazis in unserer Demokratie keinen Platz haben (und schon gar nicht im Parlament), und dass man endlich mit dem gebotenen Ernst und Nachdruck gegen die braunen Droher und Verschwörer und Hochverräter vorzugehen gedenkt. Oder will man warten, bis es Tote gibt?