Zeig mir deine Wahlhelfer

Ein Herr Erich Reder aus Wien gefällt sich darin, mich und weitere Bloggerkollegen mit vollem Namen an den Internetpranger zu stellen, da wir es gewagt haben, die Kandidatur von Barabara Rosenkranz als skandalös zu kritisieren und weil wir auf die neonazistischen Unterstützerszene der Dame hingewiesen haben. Ganz empört gibt sich das Kerlchen und schreibt, nachdem er kritische Stimmen als „primitiv und unqualifiziert“ abgekanzelt hat, eine Lobeshymne auf die Frau, die man laut Spruch des EuGH als „Kellernazi“ bezeichnen darf. Eine Lobehuddelei, die vor Auslassungen und Schönfärberei nur so strotzt.

Lustig wird die Sache aber, wenn wir uns mal ansehen, wer dieser Herr Reder ist. Bei Erich Reder, dem Betreiber der Webseite erstaunlich.at, handelt es sich um einen Wiener, der mehrere Stripclubs bzw. Peepshows betreibt. Ein kleiner Milieukaiser aus dem „Zehnten Hieb“ ist er also , der edle Verteidiger der armen Frau Rosenkranz, und er bezeichnet seine Betriebe auch ganz offen als „Rotlichtlokale“. Schon amüsant, wenn so eine Figur, die von der Ausbeutung weiblicher Körper lebt, sich als moralische Instanz aufzuspielen versucht. Und bezeichnend, dass der Herr der FPÖ, also der Partei der „Ehrlichen und Anständigen“,  nahesteht. Wenn er nicht gerade die „Ehre“ von Kellernazis verteidigt, hetzt Herr Reder gegen Arbeitslose, Homosexuelle, Kunst und BDSM,  Schwulenehe, Abtreibung und was immer sonst noch als Zielscheibe für die Aggressionen einer politisierenden Halbweltfigur herhalten kann.

Die diversen Wahlhelfer und Unterstützer für Frau Rosenkranz, die sich bislang zu Wort gemeldet haben, sollten sich zusammenschließen und ein Personenkomitee bilden, vielleicht mit dem Namen „Nazis und Zuhälter für Babsi“?