Europa ohne Hosen

Europa lässt vor aller Welt die Hosen runter: Der Luftkrieg über Libyen dauert etwas mehr als einen Monat, aber der Nato geht bereits die Munition aus. Die Vorräte der europäischen Streitkräfte an lasergelenkten Präzisionsbomben schwinden. Der Direktor des Forschungsinstituts Globalsecurity.org, John Pike, findet deutliche Worte: „Libyen ist kein großer Krieg. Wenn den Europäern schon zu so einem frühen Zeitpunkt in so einer kleinen Mission die Munition ausgeht, fragt man sich, auf welche Art von Krieg sie sich vorbereitet haben“, sagte er der „Washington Post“. „Vielleicht wollten sie ihre Luftwaffen nur bei Flugshows einsetzen.“ 

Ja, Mr. Pike, ein Großteil der Europäer möchte die Flugwaffen wirklich nur bei Flugshows einsetzen, denn man hat sich daran gewöhnt, dass andere die Drecksarbeit erledigen, während man selbst moralisch empört tat, um dann dem Drecksarbeiter im Hinterzimmer einen fetten Scheck auszustellen. Das sollte diesmal anders sein, nun wollte man mal selber militärisch was tun, zeigen, dass man es noch konnte, ging es doch um europäische Interessen in einem europäischen Hinterhof, doch man hätte wohl wirklich auf die Deutschen hören sollen, ausnahmsweise mal. Die haben sich die Sache vor der UN-Entscheidung genau angesehen, vor allem die militärischen Kapazitäten der EU, erkannten sofort, dass sich Russland und China totlachen werden, sobald die sehen, dass Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Co nicht mal mit der Hälfte von Libyen fertig werden, und dann haben sie gesagt: „Ne ihr, lasst mal, wir machen da nicht mit“.

Tapferer Araber wehrt sich gegen zionistisches Besatzerbaby

Ein mutiger Kämpfer für die arabische Sache hat eine schlafende jüdische Familie abgeschlachtet. Tapfer ließ er sich auch nicht durch die gewalttätige zionistische Gegenwehr des dreijährigen Kindes und vor allem des Babys davon abhalten, seine edle Tat zu vollenden. Bilanz: Fünf tote Juden, davon drei Kinder. Alle einfach abgestochen. Derzeit läuft eine Großfahndung nach dem Helden. Die Israelis möchten seiner habhaft weren, um ihn ungerechterweise vor Gericht zu stellen, die Fatah, die Hamas und die Hisbollah wollen zumindest seinen Namen erfahren, damit sie Plätze und Straßen nach ihm benennen können…

Gar nicht so klammheimliche Freude über die bestialische Untat keimt erwartungsgemäß bei den Lesern der „Presse“ und des „Standard“ auf.

Presse:

Niemand wird gezwungen, auf palästinensischem Gebiet zu siedeln. Die „Siedler“ sind alle politische und antisemitische Hardliner und wissen genau, worauf sie sich einlassen. Das sind Freiwillige in einem gewalttätigen Konflikt und diese Gewalt, die Sie begonnen haben, wird Sie schlussendlich zurecht vernichten.

Diese Siedler verstießen gravierend gegen die 4. Genfer Konvention 1949, die toten Kinder sind zu sehen wie missbrauchte Kindersoldaten

Standard:

Woher wollen die wissen, das es ein Palästinenser war?

Die besetzten Gebiete sind nach allen Maßstäben winzig klein, ihre natürlichen Ressourcen sehr begrenzt. Wenn nun eine typische Siedlerfamilie sechs Kinder hat, weil Gott es so will und man damit die Araber aus dem Land hinausdrängen kann, und die Araber ihrerseits auf die demografische Bombe hoffen, um ihrerseits Israel in die Knie zu zwingen – was kann da rauskommen, außer einer Katastrophe?

man kann der hamas allerlei vorwerfen, anhängen aber dieses bestialische verbrechen, das geht mir zu weit. so blöd sind die hamasler nicht, so etwas öffentlich gut zu heißen. andererseits hat die idf im gaza streifen etwa 450 kleinkinder abgemurkst und die israelische öffentlichkeit sprach ja von heldentaten der israelischen armee anfang 2009.

 

Die Friedenstäubchen in Aktion

Warum, ja warum nur haben die israelischen Soldaten letztendlich von der Schusswaffe Gebrauch gemacht, als sie auf der Mavi Marmara, dem größten Schiff der „Free Gaza“-Flotte, landeten? Vielleicht lag es an dem überaus herzlichen Empfang?

Und hier noch ein Foto von einigen der harmlosen Gegenstände, mit denen die Friedentäubchen die brutalen israelischen Aggressoren freundlich begrüßt haben. Man erkennt die himmelschreiende Ungerechtigkeit: Die Juden hatten Paintballgewehre und echte Pistolen, während die humanitären Friedenshalbmondfahrer bloß über Stich- und Schnittwaffen verfügten. Gemein.

Himmelschreiend ungerecht auch die Opferbilanz: Während die edlen Pazifisten neun Märtyrer und einige Verletzte zu bejubeln beklagen haben, sind die Juden mit ihren drei Schwerverletzten und vier leicht Verwundeten wieder mal fein raus. Das ist einfach unverhältnismäßig, wie es europäische Politiker und Journalisten bereits mehrfach gesagt haben.  Aber so ist eben  ist die hässliche Fratze des israelischen Apartheidnaziregimes – statt der Hamas und anderen Gruppen, die bloß ein bisschen Endlösung spielen wollen, die Arbeit zu erleichtern, verschanzen sich die Juden hinter schweren Waffen und bauen ihren Kindern Bunker, um sie vor den harmlosen Feuerwerksraketen aus Gaza zu beschützen. Pfui!

Neues aus dem „Freiluftgefängnis“

Im Gazastreifen, in dem, glauben wir manchen Medien und den leicht durchgeknallten westlichen Pro-Hamas-Aktivisten, bitterste Not und Mangel an allem herrscht, wurde kürzlich das modernste Freibad der Region eröffnet, samt einem Schwimmbecken in Olympiagröße. Auch das Luxusrestaurant „Roots Club“ ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass Gaza „das größte Freiluftgefängnis der Welt“ ist, wenn nicht sogar „ein KZ“. Die zwölfseitige Speisekarte des „Roots“ dürfte selbst für den zynischsten Gaumen das passende Gericht bereithalten. Wie wir alle wissen, langweilten sich auch die Insassen des Warschauer Ghettos und die Gefangenen in den Vernichtungs Erholungslagern der Nazis zwischen Besuchen in nagelneuen Schwimmbädern und dem Essen in feinen Restaurants so sehr, dass sie geradezu umkamen vor Müßiggang…

Verzeihen sie mir meinen Sarkasmus, liebe Leser, aber in Zeiten, in denen Narrenschiffe voller westlicher Hamas-Sympathisanten gen Gaza unterwegs sind, um die dortige Bevölkerung vorgeblich mit „Hilfslieferungen“ zu beglücken, in Wahrheit aber um ihren gar nicht so latenten Judenhass auszuleben, und in denen dem „Palästinensismus“ verfallene Rinke und Lechte keine Gelegenheit auslassen, wahrheitswidrig zu verbreiten, in Gaza herrsche Hunger und Not, ja in solchen Zeiten fällt es einem schwer, sachlich zu bleiben. Ich will es dennoch versuchen. In einer kleinen Punktation:

-Ist Gaza ein „Freiluftgefängnis“? Nein, ist es nicht. Die Bewohner des Gazastreifen leben allerdings in einer Art selbstgewählter Isolation, da es keinerlei Blockaden oder verschärfte Grenzkontrollen gäbe, würde die dortige Bevölkerung damit aufhören, Gruppierungen zu unterstützen, die vornehmnlich Israelis, manchmal aber auch Ägypter umzubringen versuchen.

-Herrschen in Gaza Hunger und Not? Nein. Die Märkte sind mit allen Grundnahrungsmitteln gut bestückt, die Bevölkerung ist wohl genährt und erhält regelmäßig und ausreichend Hilfslieferungen, die das bereits vorhandene Angebot ergänzen. Man findet im Gazastreifen keine ausgezehrten Hungerkinder mit Wasserbauch, keine von Fliegen umschwirrten Elendsgestalten, keine am Straßenrand liegenden Toten. Auch mit Medizin und Ärzten ist man nicht unterversorgt, und das am stärksten nachgefragte Medikament ist – Viagra. Nicht gerade typisch für eine Gegend, wo Menschen angeblich „systematisch ausgehungert“ werden. Medizinische Notfälle werden ebenfalls behandelt – in israelischen Krankenhäusern.

-Warum gibt es dann Schmuggeltunnels? Weil durch diese jene Sachen transportiert werden, die Israel und Ägypten offiziell nicht hineinlassen nach Gaza – als da zB wären Viagra, Waffen, Sprengstoff, Prostituierte und gekaufte Ehefrauen.

-Ist Gaza also ein eh ganz toller Ort? Nein, die Bevölkerung leidet natürlich unter der Bewegungseinschränkung, unter dem Terror der klerikalfaschistischen Hamas, unter militärischen Vergeltungsschlägen der Israelis, unter Perspektivlosigkeit und unter dem Minderwertigkeitsgefühl, Almosenempfänger zu sein. Und es gibt eine extreme Kluft zwischen denjenigen, die gerade mal so durch den Tag kommen und den korrupten Hamasfunktionären und anderen Kriminellen, die ein Luxusleben führen, das sich durchaus mit dem westlicher Millionäre vergleichen lässt. Verglichen mit wirklich armen Weltgegenden ist man aber auch als Unterschicht-Gaza-Araber ganz gut dran.

-Begeht Israel in Gaza einen „Völkermord“? Einen „schleichenden“ vielleicht? Hölle nein! Die Bevölkerungszahl in Gaza wächst, wie sie es auch im Westjordanland tut. Würde Israel also eine Völkermordpolitik betreiben, dann wären die dafür verantwortlichen Politiker allein schon wegen ihrer totalen Inkompetenz abzusetzen. Völkermord bedeutet, ein Volk zu vernichten. Es bedeutet nicht, ein Volk davon abzuhalten, sich im Nachbarland in Schulbussen in die Luft zu sprengen oder zur Fußball-WM zu fahren.

-Warum sperrt Israel Araber in Gaza ein? Tut es gar nicht. Wie schon erwähnt: Die Gazabewohner sind selbst für die Abriegelung ihres Wohnraums verantwortlich. Es ist eine einfache Gleichung: Kein Terrorismus + keine Führung, die Israel auslöschen will = keine Grenzzäune oder Blockaden.

-Hungert Israel den Gazastreifen aus? Nein, nein und nochmals nein!  Mehrmals pro Woche passieren Konvois mit Hilfslieferungen die Grenzposten in Richtung Gaza. Israel betont glaubhaft, dass jedermann, der nichtmilitärische Güter in den Gazastreifen bringen wolle, dies ganz offiziell über Israel tun könne. Schifflein voller westlicher Selbstdarsteller, die angeblich „die Blockade durchbrechen“ und Hilfslieferungen transportieren wollen, sind also nichts als Propagandavehikel, die mehr dem Ego der Narrenschiffer schmeicheln sowie eine antiisraelische Stimmung im Westen verbreiten sollen, als konkrete Hilfe für die Gazabewohner zu bringen.