Kann die FPÖ den Juden jemals verzeihen?

Ein imaginäres Interview, basierend auf einem echten

Journalist: Lieber Herr FPÖ-Politiker XYZ. Ihre Partei wurde von der jährlichen Gedenkfeier im ehemaligen KZ Mauthausen ausgeladen. Ein Auftritt von FPÖ-Politikern dort wäre „eine erneute Demütigung für die Überlebenden“, so das Mauthausen-Komitee. Können Sie das nachvollziehen?

FPÖ-Politiker XYZ: Nein, kann ich nicht. Ich bin zutiefst gekränkt und frage mich nun wirklich, ob wir den Juden je verzeihen können, was sie unseren Vätern und Großvätern angetan haben. Irgendwann muss doch auch mal Schluss sein mit den alten Geschichten!

Journalist: Wie bitte? Sechs Millionen Juden wurden ermordet und…

FPÖ-Politiker XYZ: Legen Sie mir keine Worte in den Mund! Ich sage es in aller Deutlichkeit: Ich finde Straflager wie Mauthausen entsetzlich. Wir lehnen die Nationalsozialisten, obwohl sie eine ordentliche Beschäftigungspolitik machten, ebenso klar ab wie den Bombenterror der Alliierten.

Journalist: Straflager? Das waren Vernichtungslager! Straflager würde implizieren, dass die dort Inhaftierten eine Straftat begangen hätten. Und die Bomben kamen, weil Hitler zuerst ganz Europa überfallen hat.

FPÖ-Politiker: Nun ja, Jude zu sein war damals halt ebenso strafbar wie Opposition zur Regierung. So waren halt die Gesetze und wer bin ich, gesetzestreue Bürger von damals zu verurteilen? Und Krieg ist immer schrecklich, ganz gleich, wer ihn auch beginnt.

Journalist: FPÖ-Chef Strache, FPÖ-Klubobmann Gudenus und FPÖ-Innenminister Hofer haben vor kurzem behauptet, der jüdische Milliardär George Soros sei für die Flüchtlingsströme verantwortlich. Eine klassische antisemitische Verschwörungstheorie.

FPÖ-Politiker XYZ: Aber nein! Dass wir uns aus hunderten Milliardären, die Lobbyarbeit finanzieren, ausgerechnet einen jüdischen ausgesucht haben, um ihm die Schuld für die Flüchtlinge zu geben, hat nicht das Geringste mit Antisemitismus zu tun. Es geht uns doch nicht um die Religionszugehörigkeit dieses Herren, der keine Heimat kennt, sein raffendes Kapital vermehrt und wie ein Krake die Welt mit seinen raffgierigen Fangarmen im Griff hat, sondern ausschließlich um Fakten. Wie sie wissen gibt es fundierte Gerüchte und glaubwürdige Lügen, die Herrn Soros eine Beteiligung an der Flüchtlingskrise nachweisen.

Journalist: Was ist mit den Liederbüchern der Burschenschaften, in denen von der Ermordung einer weiteren Million Juden geschwärmt wird? Was ist mit den FPÖ-Inseraten in Zeitschriften wie der „Aula“, in der KZ-Überlebende als „Landplage“ und „Kriminelle“ verunglimpft wurden?

FPÖ-Politiker: Wenn sie nicht Fake News verbreiten würden, sondern ordentlich recherchiert hätten, dann wüssten sie, dass in dem Liederbuch keineswegs gefordert wird, noch eine Million Juden zu ermorden. Das Büchlein, mit dem wir übrigens nichts zu tun haben, sagt lediglich, die Juden hätten den Holocaust selbst inszeniert, um danach Israel geschenkt zu kriegen. Die „Aula“ hat mit uns rein gar nichts zu tun, obwohl sie sich selbst „das freiheitliche Magazin“ nennt und wir dort inserieren wie die Blöden. Außerdem muss man in einer Demokratie auch Stimmen aushalten, die sich nicht dem Diktat der Politischen Korrektheit beugen.

Journalist: Sie verstehen also nicht, dass KZ-Überlebende sich durch Bezeichnungen wie „Landplage“ oder „Kriminelle“ gedemütigt fühlen?

FPÖ-Politiker XYZ: Wirklich nicht! Sie, da gibt es Sachen, die die Mainstream-Geschichtsschreibung bis heute totschweigt. Ich selber kenne einen Bauern, dem KZ-Überlebende kurz nach ihrer Befreiung ein paar Äpfel gestohlen haben. Der Mann war danach ein seelisches Wrack. Es gab eben auch deutsche Opfer des Holocaust, aber über die redet mal wieder keiner. Das ist typisch für die linken Brunnenvergifter, dass sie nie über die Opfer reden wollen.

Journalist: Ich danke ihnen für dieses, äh, erhellende Interview.

FPÖ-Politiker XYZ: Immer gerne, aber keine Lügengeschichten drucken wie sonst immer, gell?

An die Nachwuchslinken

Der Mensch hat es nicht leicht als junger Linker, daher habe ich einen kurzen Ratgeber zusammengestellt, mit dem auch der/die dümmste Linke halbwegs durch diese schwierigen Jahre der politischen Rebellion kommen sollte.

1. Sei ein Großmaul! Linke Zusammenhänge, Splittergruppen und Kleinstparteien sind ideal, um in beinahe realistischer Umgebung deine Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen. Das wissen auch Personalchefs zu schätzen, und der Eintrag „Ortsvorsitzender der revolutionären maotrotzkistischen WLAN-Intiative“ im Lebenslauf ist längst kein Makel mehr, sondern zeigt deinem zukünftigen Arbeitgeber, dass du ehrgeizig bist und bereit, noch den größten Schwachsinn mit Inbrunst zu vertreten. In deiner kurzen Zeit als radikaler Linker lernst du, dass die Größe der Klappe wichtiger ist als die des Gehirns, dass der Lautere und Gröbere stets gewinnt und dass der Chef die schönsten Frauen bumst (bzw die Chefin die schärfsten Kerle abkriegt). Halte dir immer das Vorbild der deutschen Grünen und teilweise auch Sozialdemokraten vor Augen, wo einstmals super radikale Linke später zu bestens verdienenden Stützen des bürgerlichen Staates wurden und dank ihrer früh gelernten Rücksichtslosigkeit auch kein Problem damit hatten, Hartz IV einzuführen und Jugoslawien zu bombardieren. Vergiss auch nicht einen weiteren wichtigen Teilaspekt des Großmaultums, die Schwafelitis! Nur wer die Dinge so lange zerreden kann, bis um ihn herum alles in tödliche Müdigkeit verfällt, hat das Zeug zum linken Sektenchef, aus dem mal ein richtiger Politiker wird.

2. Sei paranoid! Überall lauern Spitzel des Staates, Agenten von Mossad und CIA und andere Büttel des Kapitals. Benutze im Internet Anonymisierungsdienste wie „Tor“, die jedem, der wirklich an dir interessiert sein könnte, laut zubrüllen, dass du was zu verbergen hast! Vertritt jemand eine andere Meinung als du, ist der mit Sicherheit einer, der dir ans Leder will, vermutlich ein Nazi oder gar ein Antideutscher.

3. Verachte das Proletariat und das Subproletariat! Klar, du willst diese Leute schon irgendwie befreien und ins sozialistische Paradies führen, aber die sind halt wirklich ein bisserl dumm. Du willst sie in Gesprächen vor der Fabrik aufklären über Privilegien, Support, Awareness, sensibles Miteinander, Gender- (queer) Feminismen, Weiß Sein, Rassismus, Adultismus und so weiter, und was machen die? Sie lachen dich aus, diese Fleisch fressenden heteronormativen Rassistenschweine. „Sollen sie doch die FPÖ wählen, sie werden schon sehen, was sie davon haben“, denkst du gekränkt, während du in deine WG zurück schleichst, wo man dich wenigstens versteht. Erfahrungen wie diese lehren dich, so elitär wie möglich zu empfinden und dich den wirklich wichtigen Dingen zu widmen, zum Beispiel den wöchentlichen Plenarsitzungen deiner WG, deiner Katze und der anstehenden Wahl zum Häupling deiner aktuellen Polit-Sekte.

4. Hasse die „Antideutschen“! Keine wie auch immer geartete linke Bewegung wollte je auf Dissidenten, die man so richtig dissen kann, verzichten. Schon Marx und Engels verbrachten mehr Zeit mit dem Lächerlichmachen und dem Widerlegen von Anarchistinnen und anderer linker Konkurrenz als mit dem Klassenkampf, von Lenin, Trotzki und Stalin ganz zu schweigen. Häresie ist Todsünde, und Häretiker ist 1. immer der andere und 2. ist Häresie mit Eispickel und Erschießungskommando und, wenn ganz extreme Maßnahmen nötig sind, mit Entfreundung auf Facebook zu bestrafen. Du weißt zwar nicht genau, was Antideutsche eigentlich sind, aber es reicht doch, dass die keiner so richtig mag mit ihren komischen, von der Mehrheitsmeinung in deiner WG abweichenden Ansichten. Irgendwo hast du gehört, das seien Rechtsextreme, die einen Atomkrieg anfangen wollen, und die „junge welt“ schreibt auch nix Gutes über die. Wie aber identifizierst du einen Antideutschen? Ganz einfach: Antideutsche meinen, auch Zionistinnen hätten ein Existenzrecht, und sie verstehen das Konzept des kulturellen Rassismus nicht, da sie nicht einsehen, warum die Todesstrafe für Homosexualität mal was Schlechtes ist und dann wieder ganz okay. Diese Narren!

5. Misstraue Menschen über 40, die immer noch so links sind wie du! Du spürst in deinem Inneren, dass die nicht ganz richtig im Kopf sein können, denn du wirst in deren Alter längst Chefredakteur einer bürgerlichen Zeitung, Werbeagenturinhaber oder Pressesprecher eines namhaften Konzerns geworden sein und die Grünen oder eine liberalkonservative Kleinpartei zu deiner politischen Heimat gemacht haben. Allenfalls wirst du Mitglied der Sozialdemokratischen Partei sein, aber du wirst keinesfalls etwas machen, das verhindern könnte, dass du deiner Familie, die zu betreuen und groß zu ziehen Aufgabe deiner ebenfalls früher mal ganz links gewesenen Frau ist, die natürlich jetzt und seit Jahren nur deswegen Hausfrau und Mutter ist, weil ihr euch basisdemokratisch drauf verständigt habt, den jährlichen Dritturlaub bezahlst. Wärst du mit 40 noch so links wie mit 20, würdest du nicht in der Eigentumswohnung mit Dachterassse im angesagten Viertel wohnen, sondern einsam und verbittert in einer Sozialbude am Stadtrand und wütende Pamphlete bloggen.

6. Ehre die Antifa! Sie ist der letzte verblieben Rest linker Militanz, was österreichische Staatsanwälte nicht davon abhält zu denken, es handle sich um eine gigantische Untergrundarmee, die jederzeit die Regierung stützen könnte. Natürlich macht auch die Antifa mal Fehler, zum Beispiel wenn sie Linke für Rechte hält und dann verprügelt, aber hey: Wo gehobelt wird und so, nicht wahr? Frage dich nie, warum in Zeiten europaweiten massiven Sozialabbaus die Antifa die einzige Militanz ist, zu der ein ganz kleiner Teil der Linken fähig ist, denn dann müsstest du ja hinterfragen, was mit der Linken generell falsch läuft in diesen Tagen.

7. Sieh ein, dass du gar nicht links bist!  Eigentlich willst du ja nur vegan containern und die Frau/den Mann fürs Leben kennen lernen, und weil das eine/einer sein soll, mit dem/der man Pferde stehlen kann, treibst du dich halt in linken Zusammenhängen herum, weil du das irgendwie total rebellisch findest. Eigentlich sind dir die Arbeiterinnen und die Widersprüche des kapitalistischen Systems ja wurscht, du findest bloß den Style der Linken schick und den der Rechten scheiße.

WKR-Ball: Die schlimme Wahrheit

Die FPÖ will die Grünen „verklagen“. Weil die nämlich böse Randalierer aus Deutschland eingeladen hätten, sagt die FPÖ. Bislang hielt ich das für das übliche strunzdumme Propaganda-Gefasel verwirrter Rechter, doch nun liegt mir exklusiv ein Telefonprotokoll vor, welches beweist: Die FPÖ hat Recht.

Die Rote Flora, Hamburg. Das Telefon läutet.

Autonomer: „Hallo, wer nervt?“

Eva Glawischnig (forsch): „Hier Tamara Bunke. Bisserl mehr Haltung, wenn das Oberkommando anruft!“

Autonomer (verdattert): „Pardon, Frau Glawisch… Genossin Bunke. Was dürfen wir für Dich tun?“

Eva Glawischnig: „Ihr tanzt am 24. 1. in Wien an und macht Randale! Wir erwarten mindestens fünf zerbrochene Blumentöpfe, einen spektakulären Blendgaranteneinsatz, zwei zerbrochene Schaufensterscheiben, ein ruiniertes Polizeifahrzeug und einen zerdepperten ORF-Wagen.“

Autonomer: „Zu Befehl, Genossin.“ (schlägt knallend die Hacken zusammen)

Eva Glawischnig: „Für Drogen und Alkohol ist gesorgt. Wir ziehen unsere nigerianischen Dealer von den Kindergärten ab, damit wir Euch und die mitmarschierenden nützlichen Idioten mit Haschisch aufputschen können. Wer zuviel Hasch erwischt, kriegt Kokain zur Beruhigung.“

Autonomer (schmeichelnd): „Klingt ausgezeichnet, Genossin Oberkommandierende.“

Eva Glawischnig (autoritär): „Vollzug! Und wartet auf weitere Befehle. Marschroute wird noch durchgegeben. Die Polizei sollte durch die Umwandlung der Mariahilfer Straße in eine Fuzo ausreichend geschwächt und verwirrt sein. Nachdem der Ball erfolgreich sabotiert wurde, tritt Plan Frankfurt in Kraft. Alle Mitglieder von Burschenschaften und FPÖ werden verhaftet und kommen in Transgenderumerziehungslager und LSD-Camps.“

Autonomer: „Fantastisch! Es lebe die ökototalitäre Diktatur des Proletariats! Ev… Tamara befiehl, wir folgen. Ich spreche wohl für alle Autonomen hier wenn ich sage, dass wir strenge Befehlshierarchien lieben“.

Ein Telegramm

Lieber Michael Spindelegger

Jetzt nur nicht locker lassen! Die Zeit ist günstig. Bald gibt es 500.000 Arbeitslose. Eine Top-Gelegenheit, mit den Resten des Sozialstaates endlich aufzuräumen. Falls die Roten nicht alles machen, was wir wollen, machst du hurtig Schwarz-Blau-Pink. Lass dich vom verbalen Sträuben der NEOS nicht täuschen. Gibst halt dem Haselsteiner einen Ministerposten. Im Großen und Ganzen ist der eh voll auf unserer Linie. Zwar war der Faymann für Sozi-Verhältnisse recht brav, und es hat schon auch Vorteile, Politik in unserem Sinne von Sozialdemokraten erledigen zu lassen, aber jucken tät es uns jetzt schon, wieder so richtig in die Vollen greifen zu können, also noch ein bisserl mehr als jetzt, weist schon Es gibt immer noch ein paar Sachen, die man privatisieren könnte, und dass die Arbeitslosen noch nicht verhungern, ist bedauerlich, da hat das Proletengesindel noch nicht genug Angst. Aber ob nun mit den, hahaha, „Roten“ oder mit den Kornblumerln, vergiss unser Motto nicht: We want it all. Du weißt schon, „wettbewerbsfähiger“ werden, vulgo Umverteilung von allen anderen zu uns.

Grüße

Industriellenvereinigung

Wirtschaftskammer

Überleben mit Hartz-IV

Liebe Hartz-IV-Kunden in Deutschland*

Dass ihr Leitungswasser statt Cola trinken, Kartoffeln statt Fleisch essen und auf spätrömisch-dekadenten Luxus wie Vollbäder verzichten solltet, rät euch eine Broschüre des Jobcenters Pinneberg, die ganz zurecht von Funktionären des Armutsverwaltungsapparats hoch gelobt wird, zeigt sie euch Assis doch endlich mal, worauf ihr von selbst nie gekommen wärt, dass mit wenig Kohle nämlich schlecht Kegeln gehen ist. Nur ein wenig inkonsequent ist der Ratgeber. Ich erlaube mir, wichtige Ergänzungen anzubringen, und wenn man die beherzigt, kommt jeder, sogar so ein vom Arbeitsmarkt ausgeschlossenes Versagergesindel wir Ihr, mit dem aus, was man ihm so großherzig zugesteht.

-In der Pinneberg-Broschüre ist davon die Rede, dass sich die Tochter der Beispielfamilie darüber freut, dass endlich kein Geld für Fleisch mehr da ist, weil sie ohnehin Vegetarierin werden wolle. Moment mal, eine Tochter? Ihr leistet euch ernsthaft ein Kind und füttert es durch? Unser Tipp: Einfach beim nächsten SOS-Kinderdorf abgeben, das Gör! Befreit euch von dieser Belastung und erfreut euch an dem Gedanken, dass sich für das Kind, sofern es stubenrein und gut gekämmt ist, sicherlich irgendwann mal eine Besserverdienerfamilie finden wird, die es bei sich aufnimmt. Oder ein Landwirt, der eine unbezahlte Hilfskraft brauchen kann! Nachdem ihr euer Balg abgegeben habt, unterzieht ihr euch einer Gratis-Sterilisation in der erst zu schaffenden Thilo-Sarrazin-Eugenikklinik, denn ihr wollt doch wohl nicht eure widerliche Armut weitervererben?

-Ihr habt immer noch Handys? Wozu denn das? Keine Sau ruft euch an, denn für eure Freunde werdet ihr ohne Geld uninteressant, und wenn sich Arbeitgeber für euch interessieren würden, hättet ihr wohl kaum diese Broschüre in die nur geduschten, aber nicht gebadeten Pfoten gedrückt bekommen. Weg mit dem Millionärsspielzeug!

-Dass Fleisch etwas für russische Oligarchen, aber nicht für Arbeitslose ist, haben wir euch ja schon gesagt. Aber wo es die leckersten Sachen gratis gibt, verraten wir euch jetzt: In den Mülltonnen. Ihr würdet nicht glauben, was die Leute alles wegwerfen. Kaum angeschimmelte Kartoffeln, erst einmal gekochte Nudeln, Dosenerbsen mit nur seit Monaten überschrittenem Haltbarkeitsdatum, von Anorektikern nur kurz vorgekautes Chilli – all das und mehr findet ihr beim Durchwühlen des Abfalls. Außerdem macht euch der Kampf, den ihr mit Obdachlosen und hippen Konsumverweigerern um die besten Stücke ausfechten werdet, fit für die Herausforderungen des modernen Arbeitsmarktes.

-Die Kollegen aus Pinneberg raten euch, Steine in den Spülkasten des Klos zu tun, damit ihr weniger Wasser verbraucht. Ein kluger Tipp, aber nur halb durchdacht. Verzichtet einfach ganz auf euer WC und verrichtet eure Notdurft im Freien! Das spart noch mehr Wasser, und wenn ihr in absehbarer Zeit delogiert werdet, müsst ihr euch nicht erst mühsam umgewöhnen.

-Bestellt die Fernwärme oder das Öl ab und heizt mit dem Bollerofen! Brennmaterial klaut ihr einfach im Park, und wenn ihr die ganze Scheiße nicht mehr ertragt, könnt ihr den Kamin abriegeln und einen „tragischen Unfall“ erleiden. *Zwinker zwinker*

-Verkauft euren Körper! Das bringt noch viel mehr Kohle, als nur die alten Möbel zu verscherbeln. Ihr werdet vor Freude in die Luft springen , wenn ihr mit nur ein bisschen Schwanzlutschen und Arschhinhalten plötzlich hun-der-te Euro verdient. Und verkneift euch irgendwelche moralischen Anfälle. Was der Ukrainerin recht ist, kann euch nur billig sein. Die Zeiten, in denen man sich zieren durfte, sind vorbei.

-Dealt mit Drogen! Diese Gesellschaft scheißt auf euch. Zeit, zurückzuscheißen!

*(und liebe Mindestsicherungsbezieherinnen in Österreich)

Zwei Genossen

Wien, 1972, Rathaus

A: „Mahlzeit, Genosse. Alles in deutscher Hand?“

B: „Mahlzeit, je eh. Du, wenn ich dich grad da hab, ich hab da schon wieder so einen komischen Bericht gekriegt. Irgend so ein ehemaliges Heimkind vom Wilheminenberg hat was gsagt von wegen Misshandlungen und so. Ich wollt´s grad in der Rundablage entsorgen“.

A: „Dort gehörts auch rein. A Wahnsinn dass die Gschrappen so undankbar sind! Kriegen von uns ein Dach überm Kopf und a warme Mahlzeit am Tag und dann gibts echt ein paar, die sich noch beschwern, nur weils manchmal a Watschn  kriegen. Gsindl!“

B: „Haha aber echt. Unterm Adolf hamma die einfach weggräumt. A Spritzn und vorbei war´s mit dem Gfick was dem Steuerzahler auf der Taschn liegt. Vielleicht sollt ma den Genossen Heinrich Gross mal hinschicken, damit er aufräumt, hahaha“.

A: „Hahaha, ka schlechte Idee. Sind eh ein Haufen ehemaliger Kameraden dort als Erzieher und Aufpasser und Hausmeister und so. Alles Rote jetzt natürlich. Na ja. Du, wie gehts deiner Frau?“

B: „Ja eh gut. Weißt eh wie das is nach ein paar Jahren Ehe, da ist es halt nimmer das Gleich wie es amal war“.

A: „Willst eine 13-Jährige pimpern? Solltest mal! So unverbraucht und fesch und nach ein paar Watschn auch total willig. Und kost ned viel, 30 Schilling musst dem Genossen geben, der grad Dienst hat am Wilheminenberg. Der arrangiert dann alles und lasst dich drüberrutschen“.

B: „Kling ned schlecht, aber was is mit der Polizei?“

A: „Geh bitte, erstens glaubt den Gschrappen eh keiner ein Wort und zweitens waren Genossen vom Stadtkommando auch schon dort und ham pempert. Bei der Geburtstagsfeier vom Oberst Pepi hamma sogar die Haserln aus dem Heim antanzen lassen, damit´s uns alle bedienen“.

B: „Und du hast echt ka Angst dass das mal rauskommen könnt?“

A: „Na echt ned. Leut von der Zeitung ham sich auch schon mal ein paar Mäderln und Buben zuführen lassn. Und selbst wenn da mal was rauskommt, wer glaubt denn bitte einem rachsüchtigen Heimkind?“

B: „Richtig, das is ja fast so wie mit dem Professor Wurst in Klagenfurt. Der soll ja auch fleißig auf der Psychiatrie die Kinderlein vögeln und nix passiert, weil denen keiner was glaubt, den behinderten Tschapperln“.

A: „Na siehst, du hast es erfasst. Freundschaft noch“.

B: „Freundschaft“

Ein kleines Burschendrama

Vor nicht allzu langer Zeit, in einer „Bude“…

Burschi: „Des traust di nie, Hazeh“

Strache: „Ich trau mi olles“

Burschi: „Na dann bring die Zeichnung da auf deiner Facebookseite.“

Strache: „Welche Zeichnung?“

Burschi: „Na die da. Die Zeichnung da, wo der Staat den fetten Judn füttert, während das Volk hungert. Siehst, die is ursprünglich von so einer komischen, haha, linken amerikanischen Zeitung aus den 60er Jahren, aber Kameraden aus dem Altreich haben die Karikatur noch ein bisserl eindeutiger gemacht, so mit Davidsternen auf dem Gwand vom Bänker, und a Judennasen haben´s eam auch verpasst. Aber des traust di ned posten, gell?“

Strache (vor Erregung mit Meidlinger L sprechend): „I soll mi des ned traun? Hör zu, Bub, I bin schon mit der VAPO durch den heiligen Kärntner Tann gerobbt wia du noch ned amoi gwusst hast, wie ma Hiddler schreibt. I hab öffentlich den Kühnen-Gruß gezeigt! I bin bei einem Treffen der Wiking-Jugend von den Bütteln des BRD-Besatzungsregimes verhaftet wordn. I woa mit der Elite vom nationalen Widerstand unterwegs, vom Andi über den Jürgen bis zum Gottfried. Herrgott nochmal, der Norbert Burger selbst hat mich eingeschult! I hab die Bewegung aus den Klauen von dem unzuverlässigen Homofürsten und seinen warmen Brüdern entrissen und wieder auf den echten rechten Weg gebracht. I hab sogar in Yad Vashem a Burschenschafter-Tonne aufn Kopf getragn. I trau mi alles“.

Burschi: „Na dann bring die Karikatur!“

Strache: „Her mit dem Link! So, und jetzt schau!“ (öffnet Facebook auf dem PC der „Bude“ und tippt die Email-Adresse Herr_Wolf_18@altermedia.de und das Passwort „Bumstinewjew“ ein, veröffentlich die antisemitische Karikatur und schreibt dazu: „So sieht die Umverteilung von Rot-Schwarz mit ihren grünen Helferleins in Wahrheit aus! Sie verteilen unser hart erarbeitetes und erwirtschaftetes österr. Steuergeld in Richtung der EU-Bankspekulanten mittels ESM-Diktat und Österreich-Verrat! Gleichzeitig kürzen sie das Pflegegeld und die Familienbeihilfe in Österreich und haben damit die Ärmsten der Armen getroffen (Kreisky dreht sich im Grab um)“.

Burschi: „Respekt, Alter…Herr. Des sitzt! Die Roten und die Schwarzen und die Grünen schenken unser Geld den Juden und nehmen es den Ärmsten der Armen weg. Supa! Und dann noch den alten Saujud Kreisky ins Spiel bringen quasi als Kronzeuge unserer Sache… genial. Ich nehm alles zurück, du hast echt Eier, Hazeh“.

Strache: „Na sicher. Ich bin im Stahlgewitter der Zahntechnikerausbildung, äh, gestählt worden und ich kenn doch die Pappenheimer von den anderen Parteien und von den Medien. Die ÖVP hofft auf mich als Koalitionspartner, die halten also brav die Pappn, den Roten ist Antisemitimus auch a lässliche Sünd und die Medien, ja mei, da werden ein, zwei empörte Kommentare kommen, aber mia sind in Österreich, des schlaft wieder ein – nachdem die Botschaft hängen geblieben is und ein weiterer Zwischensieg bei der Enttabuisierung unseres nationalen Gedankenguts errungen worden ist.“

Burschi (schenkt sich und Strache ein Bier ein): „Ja, genial, aber hast keine Angst, dass deine neuen Freunde in Israel des eventuell missverstehen könnten? Und was ist mit dem Lasar , dem Hausju… dem Verbindungsmann zur rechtszionistischen Szene?“

Strache: „Hahaha, der Lasar, der Naivling! Und die rechten Juden in Israel! Hättest sehen sollen, wie ich die um den kleinen rechten Finger gewickelt hab mit  ein bisserl Billigrhetorik gegen den Islam. Die san so verzweifelt auf der Suche nach Freunden und so an´gfressen von de europäischen Linken, dass die echt glauben, wir waratn auf ihrer Seite. Simma ja auch irgendwie. Die wollen, dass alle Juden nach Israel einwandern, und wir wollen, dass alle Juden von hier auswandern. Des passt doch super zusammen. Profitiern ja beide davon.“

Burschi: „Aber eigentlich san wir ja traditionell eher mit den Arabern und dem Iran verbandelt, oder? Wir ham ja ned umsonst diverse österreichisch-syrische, österreichisch-libysche und so weiter Gesellschaften? Und der Ahmedinedjad, auf den hat ja der Mölzer, der ja unser Ideologe ist und, ned beleidigt sein, Hazeh, ein echter Burschenschafter, wahre Hohelieder geschrieben in seinem Blattl. Weist eh noch: Sogar ein T-Shirt mit der Aufschrift „A world without Zionism“ hamma damals kaufn können beim Mölzer, vor ein paar Jahren, so um 2008 rum. Ist der Iran jetzt plötzlich der Feind?“

Strache: „Aber nein, grundsätzlich hat der schon recht, der Kravattenverweigerer aus Teheran. Aber hier bei uns gibt´s halt viel mehr Musels als Juden, deswegen hamma eine Feindbild-Analyse gemacht und dabei festgestellt, dass der durschnittliche Wiener Prolo die Islamers noch mehr hasst als wie die Juden. Da muss man sich halt anpassen. Aber des ändert nix an unseren Überzeugungen, und ich hab das ja gerade bewiesen mit dem Posten der schönen Karikatur“.

Burschi: „Wow, Hazeh, du hast echt was am Kasten, strategisch und so.“

Strache: „Ja, deswegen bin I ja auch Parteichef und du nur Aktenträger beim Graf. Haha, nix für Ungut, und jetzt PROST“ (beide stoßen an, knallen die Biergläser auf den Tisch und sagen im Duett: „Keine Juden am Tisch“)

Blue Jew

Ich verstehe die empörten Reaktionen nicht. Heinz Christian Strache, FPÖ-Führer, hat ja nur wie immer die Wahrheit gesagt, als er Gesinnungskameraden am Burschenschafterball  zuraunte: „Wir sind die neuen Juden“. Und die Proteste gegen den Ball seien „wie die Reichskristallnacht“ gewesen. Diese Vergleiche sind doch keineswegs übertrieben oder gar eine Provokation, denn wann bitte hat der Strache je übertrieben oder provoziert? Jeder kann sehen, wie die Freiheitlichen in Österreich gnadenlos verfolgt und unterdrückt werden. Man sieht sie beschämt durch die Gassen huschen, leicht erkennbar an der vorgeschriebenen Kornblume, die sie am Gewand tragen müssen.  Traurig stehen sie hinter den Tresen ihrer Geschäfte, auf deren Fensterscheiben Plakate prangen: „Kauft nicht bei Blauen!“. Nach dem Burschenschafterball wurden ehemals stolze Schmissträger dazu gezwungen,  die Hofburg mit Zahnbürsten zu desinfizieren, während hämisch lachende Kommunistengrüne ihnen Schilder um den Hals hängten mit Aufschriften wie: „Der Fridhelm muss jetzt das Arbeiten lernen“. Im Zuge der von oben gesteuerten sogenannten „Proteste“ gegen den WKR-Ball gingen FPÖ-Parteilokale in Flammen auf, Burschenschafterbuden wurden geplündert und weinende Kinder von FPÖlern mussten miterleben, wie ihre Eltern verprügelt, verschleppt und totgeschlagen wurden. Kürzlich, auf der berüchtigten Ziegelteichkonferenz, wurde außerdem bekannt, dass die linksradikale Große Koalition einen „Kärnten-Plan“ ausgearbeitet hat, der die Deportation aller Freiheitlichen in das südlichste Bundesland vorsieht. Zuvor sollen aber deren Wohnungen, Häuser, Gutshöfe, Geschäfte und Fabriken beschlagnahmt werden, so das furchtbare Vorhaben. Sollte dies aber der wegen der Wirtschaftskrise nicht finanzierbar sein, denken die bösen Ausgrenzer daran, die Deutschnationalen in Lagern zu konzentrieren. Man munkelt von einer „Endlösung“. Es ist so grauenhaft, und die Welt sieht tatenlos zu!

Kleines Wörterbuch 2011

Afghanistan – Ödes Gebirgsland am Arsch der Welt, das vom Westen demnächst aufgegeben und wieder exklusiv von den Taliban, den Roten Khmer unter den Islamisten, regiert werden wird. Arm an Sehenswürdikeiten, seit die braven Koranschüler die Buddha-Statuen von Bamiyan in die Luft gesprengt haben, dafür reich an Opium und Mädchen, denen die Nase abgeschnitten wurde zur Strafe, weil sie in die Schule gegangen sind. Möglicherweise hat das Land eine Zukunft als Reiseziel für ultraperverse Snufffilmsammmler, werden doch dort demnächst wieder öffentliche Massenhinrichtungen von ungehorsamen Frauen vor johlendem Publikum stattfinden. Sightseeingtipp: Den Bärten der Männer beim Wachsen zuschauen.

Alte Menschen – Eine Belastung. Einerseits nehmen sie Nachwuchskräften die Arbeitsplätze weg, weil sie sich weigern, Platz für die Jugend zu machen, andererseits gehen die faulen Säcke viel zu früh in Rente, die sie wegen der gestiegenen Lebenserwartung überdies jahrzehntelang in Saus und Braus genießen, statt sozialverträglich am Tag der Pensionierung zu sterben. Dabei sind die Renten doch, wie uns unabhängige Experten im Sold der Versicherungskonzerne seit vielen Jahren erklären, nicht mehr finanzierbar. Erinnert sich denn niemand mehr an die Warnungen von ca 1980, wonach das Pensionssystem spätestens im Jahr 2000 wegen der „gekiptten Alterspyramide“ kollabieren werde? Oder an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als man die Renten abschaffen musste, da diese Alterspyramide wegen der Millionen im Krieg getöteter junger Männer ja auf dem Kopf stand? Alte Menschen verursachen außerdem, statistisch aufgedröselt, die wenigsten Autounfälle, weshalb es höchste Zeit wird, ihnen die Führerscheine wegzunehmen. Geht ja nicht an, dass so ein Oldtimer, der sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält, einem idealistischen jungen GTI-Fahrer, der sich anschickt, vorbildlich zum Organspender zu werden, das Rasen verleidet! Es wird Zeit, dass sich die Politik mutig des gigantischen Überalterungsproblems annimmt und mit Maßnahmen wie einem medizinischen Behandlungsverbot für Menschen über 50 dafür sorgt, dass sich die Lebenserwartung in Europa endlich wieder jener von Zentralafrika annähert.

Arabischer Frühling – Zustand der Hoffnung vor dem Sommer der Konfusion und dem Winter des islamistischen Missvergnügens.

Arbeitslose – Gibt es in Wahrheit gar nicht, denn wie uns Industrielle und Rechtspopulisten erklären, findet jeder, der arbeiten will, auch einen Job. Es sind also Drückeberger, die zu faul und zu unflexibel sind, um im besten Wirtschaftssystem aller Zeiten zu bestehen. Oft handelt es sich um Personen, die der irrigen Meinung sind, bloß weil sie Beiträge zur Arbeitslosenversicherung eingezahlt hätten, wären sie berechtigt, diese Versicherung im Ernstfall auch in Anspruch zu nehmen. Dabei sagte doch schon der Apostel Paulus: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“. Weitsichtige Büttel der Produktionsmitteleigentümer Politiker fordern daher die Einführung von „gemeinnütziger Zwangsarbeit“, was den äußerst positiven Effekt hätte, dass Löhne und Gehälter weiter sinken. Dafür gibt es heftigen Applaus von den werktätigen Massen, die schon immer dafür zu gewinnen waren, sich selbst ins Bein zu schießen, wenn sie dafür im Ausgleich der Demütigung von noch Schwächeren zusehen dürfen.

Banker – Hoch sympathische Berufsgruppe, die die Privatisierung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten zur Perfektion getrieben hat. Gemäß dem Leistungsprinzip erhalten Banker umso fettere Boni, je mehr Unsinn sie anstellen.

Bunga Bunga – Italienischer Brauch, bei dem einige alles hinten reingeschoben bekommen.

Christentum – Vom Judentum abgespaltene Endzeitsekte, die mit rituellem Kannibalismus und Blutopferzermonien heftiges Kopfschütteln bei gebildeten Griechen und Römern auslöste. Stieg trotzdem zur mächtigsten Religion der Welt auf. Hat sich durch diverse Verbote und Regelungen große Verdienste darin erworben, die menschliche Sexualität interessanter erscheinen zu lassen, als sie eigentlich ist. Beruft sich auf einen gewissen Jesus von Nazareth, der nach allem, was wir wissen, ein sympathischer Mensch gewesen sein dürfte, dessen humanistische und selbstlose Gedanken leider nicht von allen geteilt werden, die vorgeben, in seinem Namen zu handeln.

Deutschland – Staat in Mitteleuropa, dessen Exportwirtschaft brummt, weil die Bevölkerung unter ihren Verhältnissen lebt. Ließ sich im 20. Jahrhundert zwölf Jahre lang ausgerechnet von einem Österreicher regieren, mit entsprechend katastrophalen Ergebnissen. Die Bewohner von D. sind meist sympathischer und netter, als man das angesichts der Historie des Landes erwarten würde, leiden aber unter immer wieder auftretenden Anfällen von irrationaler Technophobie und Fortschrittsfeindlichkeit, die laut der Ansicht einiger Experten mit einer unbewussten Sehnsucht nach den Zeiten, als die Deutschen noch in Wäldern hausten, rohe Wildschweine fraßen und kein Alphabet hatten, zusammenhängen könnte.

Esoterik – Hervorragende Methode, um dummen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Oft Religionsersatz für vom Leben Enttäuschte sowie pseudospirituelle Unterfütterung rassistischer Bewegungen.

FDP – Existiert, weil auch Millionenerben und deren Groupies ein Vereinsleben brauchen. Schlittert wegen des hohen Haargelverbrauchs ihrer Funktionäre immer wieder an der Pleite entlang.

FPÖ – Österreichische Partei, die zu dem einzigen Zweck gegründet wurde, den Begriff „Freiheitlich“ ad absurdum zu führen. Ist so freiheitlich wie demokratische Volksrepubliken demokratisch sind. Versucht verzweifelt, international salonfähig zu werden, stolpert dabei aber regelmäßig über die schwierige Aufgabe, sich eindeutig vom Nationalsozialismus abzugrenzen. Hat aber bei der ungarischen Jobbik und bei den serbischen Ultranationalisten gute Freunde gefunden. Will aus der EU austreten und stattdessen die mächtige Achse Wien-Budapest-Belgrad schaffen. Hätte Berlin auch gern dabei, aber Berlin will diesmal nicht.

Frauen – Dazu da, Männer in den Wahnsinn zu treiben. Trotzdem das sympathischere Geschlecht.

Gott – Höchstes Wesen. Nicht tot, aber im kosmischen Schmollwinkel. Hat es satt, als Anstifter zum Genozid verleumdet zu werden. Daher Null Kontakt zur Menschheit. Mag Sonnenuntergänge und romantische Spaziergänge am Strand und würde sich, gewänne er die Wahl zum Mr. Universum, gerne für den Weltfrieden einsetzen.

Grasser, Karl-Heinz – Synonym für Unschuldsvermutung. Sehet in seine Rehäuglein, erblicket seine hervorragend geföhnte Frisur und saget mir dann, dass dieser schöne Mensch auch nur einen Dukaten gestohlen haben könne!

Heinz-Christian Strache – FPÖ-Chef und womöglich nächster Bundeskanzler Österreichs. Kann auf eine beeindruckende Karriere als Wehrsportüber, Kühnen-Gruß-Zeiger, Kruzifixschwenker und Brüllaffe zurückblicken. Zeigte seinen tiefen Respekt vor den Opfern der Shoa, indem er in Yad Vashem den Deckel einer deutschnationalen Burschenschaft trug.

Homosexualität – Sexuelle Orientierung, die es im Iran nicht gibt.

Homöopathie – Eine ziemlich dünne Angelegenheit.

Internet – Pornos! ………… ……………… ……………….. …………………….. ……………….. ………………… …………….. …………… …………….. ……………. und noch ein paar Sachen.

Islam – Die Fun-Religion mit dem größten Propheten aller Zeiten (Gröpaz). Der hier verehrte Gott ist ein bisserl schüchtern und unsicher, weshalb er sich von seinen Anhängern fünf Mal pro Tag versichern lässt, wie cool er doch sei. Teilt mit dem Christentum das Bestreben nach Weltherrschaft, was naturgemäß manchmal zu kleineren Reibereien führt. Glücklicherweise gibt es die Juden, auf die beide herabblicken können und so zumindest eine Sache gemeinsam haben.

Israel – Staat, der in der unglücklichen Lage ist, in den Augen seiner Feinde nichts richtig machen zu können, weil diese Feinde schon seine bloße Existenz ablehnen. Beharrt arrogant darauf, überleben zu dürfen.

Judentum – Religion für Sturköpfe, die einfach nicht einsehen wollen, welch super lässige Typen Jesus und Mohammed waren. Missioniert im Gegensatz zu den meisten anderen Glaubensgemeinschaften nicht und wäre schon damit zufrieden, in nur einem einzigen winzigen Staat die Mehrheitsreligion zu sein, aber selbst das wird ihm missgönnt. Ultraorthodoxe Juden sind übrigens genauso spaßig wie ihre christlichen  und muslimischen Kollegen, mit denen sie im Wettstreit um die bizarrsten Auslegungen der Schriften stehen.

Karibik – Außerhalb der Hurrikansaison schöne Gegend, wo auf mysteriöse Weise das Vermögen der österreichischen Gewerkschaftsbank BAWAG vermutlich im Bermudadreieck „verschwunden“ ist.

Kärnten – Is lei ans, und das ist schon fast zuviel.

Liebe – Ungeheuer populäre Erfindung aus dem Mittelalter, an die die Menschen trotz aller schlechten Erfahrungen und den redlichen Bemühungen der Unterhaltungsindustrie, sie einem mit furchtbaren Liedern und noch schlimmeren Filmen endgültig zu verleiden, immer noch glauben.

Leben – Die Zeit, die man damit verschwendet, irrelevante Dinge in Blogs zu schreiben.

Männer – Treiben Frauen in den Wahnsinn. Machen gerne Sachen kaputt.

Nazis – das Dümmste, was die Evolution je hervorgebracht hat. Brauchen hin und wieder Nürnberger Prozesse, um daran erinnert zu werden, dass die Sache mit den germanischen Übermenschen Quatsch ist.

Orgasmus – Das was Männer haben, bevor sie sich umdrehen und einschlafen.

Österreich – Seltsamer Staat mit hohem allgemeinen Wohlstandsniveau in dem trotzdem jeder jammert und unzufrieden ist. Illiberal, katholisch und anfällig für autoritäre Ideologien.

ÖVP – Politisierende Bauern.

Palästinenser – Araber, die unter Realitätsverweigerung leiden. Erhalten von Europa und den USA Schutzgeld, damit sie keine Flugzeuge entführen. Verbreiteten jahrzehntelang Terror in aller Welt und haben dennoch einen großen Fanclub im Westen.

Rassismus – Die Lehre von der Dämlichkeit der Rassisten.

Römisch Katholische Kirche – Niemand sonst hat so lustige Kostüme und Hüte… vielleicht mit der Ausnahme britischer Adelsdamen. Ärgert sich bis heute darüber, Martin Luther unterschätzt zu haben.

Satan – tarnt sich gern als Mann des Friedens

SPÖ – ehemalige Arbeiterpartei, weltanschaulich reichlich verwirrt.

Tod – Zustand nach dem Leben. Vermutlich ohne Glasfaseranschluss.

Universität – Ort zur Anbahnung von Geschlechtsverkehr und zum Ausleben spätpubertärer Revoluzzerphasen.

Wohlfahrtsstaat – Steht kurzfristig höheren Gewinnen im Weg und muss daher abgeschafft und durch einen Polizeistaat ersetzt werden.

Xylophon – Instrument, das man hört, wenn Skelette tanzen (Homer J. Simpson)