Neonazismus und Homophobie

-Österreichs Grüne planen den Aufbau einer Website gegen rechtsextremistische Umtriebe, um den immer aggressiver und bedrohlicher agierenden Neonazis etwas entgegenzuhalten. Und wie reagieren die Leser des „liberalen“ Standard darauf? Sie schäumen vor Wut und ergehen sich in Spott und Hohn.

-Die österreichische EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek (Grüne) wurde bei der ersten Homosexuellenparade in Bratislava mit Steinen beworfen. Alle slowakischen Parlamentsparteien lehnen Ehen oder rechtlich abgesicherte eheähnliche Partnerschaften zwischen Schwulen oder zwischen Lesben ab. Die Gruppe „Slowakische Gemeinschaft“ hatte im Vorfeld zur Homosexuellenparade eine Gegenveranstaltung mit dem Motto Für die Zukunft der Familie, gegen Perverse“ angekündigt. Die Schwulenhatz, die in ganz Mittel- und Osteuropa traurige Urständ feiert, sollte man keineswegs als Problem ansehen, welches „nur“ Homosexuelle betrifft. Wir haben es mit einer Wiederkehr rechtsxtremen bis neonazistischen Gedankenguts zu tun, denn die meisten jener Gruppen, die gegen Schwule hetzen, sind auch zutiefst antisemitisch sowie fremden- und zigeunerfeindlich.