Teufel Real Blue NC: Der beste Bluetooth-Kopfhörer, den man derzeit kaufen kann

Mit dem neuen Real Blue NC ist der Firma Teufel jenes Kopfhörer-Meisterstück gelungen, das man den Berlinern schon lange zugetraut hat.

Anfang März brachte mir ein Paketbote den Real Blue NC von Teufel. Ich packte ihn aus, lud ihn auf, und fing um zehn Uhr vormittags an, Musik damit zu hören. Ich hörte Musik und ich hörte nicht auf, Musik zu hören. Mein Grinsen wurde breiter und breiter. Ungefähr zehn Stunden später setzte ich ihn wieder ab und war glücklich. Das ist mir bislang noch mit keinem Kopfhörer passiert. Je nach Güteklasse brauchte ich nach spätestens drei Stunden eine Pause. Mit dem Real Blue NC war es aber fast unmöglich, das Musikhören zu beenden, denn alles, was ich da hörte, war einfach zu schön. Es machte süchtig. Aber der Reihe nach!

Foto: Bernhard Torsch

Teufel baut schon lange gute Lautsprecher und gute Kopfhörer. Sogar einige der besten, die ich je gehört habe. Ich halte zum Beispiel die Standbox Definion 5 und ihr Nachfolgemodell, die aktive Stereo L, für Speaker, die jeden Audiophilen zufriedenstellen sollten und die mit Konkurrenzprodukten mithalten können, die mehr als das Doppelte kosten, ja sogar viel mehr als das Doppelte. Mit den Top-Produkten seiner Lautsprecher hat Teufel nämlich exakt den Punkt getroffen, ab dem man nur mehr minimale Verbesserungen erreichen kann, selbst wenn man zehntausende Euros dafür zahlt. Die Kopfhörer von Teufel waren auch immer schon gut, aber ein wirklich klar herausragendes Produkt, das mit den Definions oder den Stereo L vergleichbar wäre, also genau den „point of diminishing return“ traf, ab dem man nur mehr für minimale, oft kaum wahrnehmbare Sound-Upgrades zahlt, fehlte. Bis jetzt.

Man verstehe mich nicht falsch! Teufels Kopfhörer, wie etwa der kabelgebundene Real Z, waren sehr gut, vor allem für den verlangten Preis. Allein die etwas klapprige Verarbeitung und das Erscheinungsbild waren nur mittelmäßig. Tonal war der Real Z schon weit vorne mit dabei und keinen Deut schlechter als zB ein AKG K701 oder ein Sennheiser HD-650. Der On-Ear Bluetooth-Hörer „Supreme On“ von Teufel klingt sehr gut und sieht schick aus und ist zusammen mit dem Vorgänger des aktuellen Real Blue ein beachtlicher Fortschritt in Sachen hochwertige Musikwiedergabe über Bluetooth. Das alles war und ist gut, aber es war noch nicht Weltklasse.

Der neue Real Blue NC spielt jetzt in der Weltklasse mit. Er sieht aus wie Weltklasse, er fühlt sich an wie Weltklasse und er klingt vor allem wie Weltklasse. Erhältlich ist er in den Farben Blau, Weiß und Schwarz.

Bluetooth wird erwachsen

Ich war gegenüber Bluetooth-Kopfhörern lange skeptisch. Ich verfolgte den Markt zwar und sah, dass sie immer besser wurden, aber ich war nicht überzeugt. Trotz all der neuen Codecs mit fancy Namen wie AptX, AAC oder LDAC war das halt doch eine verlustbehaftete Übertragung. Als Audio-Snob war ich fest der Meinung, kabelgebundene Hörer seien das einzig Wahre. Ich hörte schon öfters mal rein in die Bluetooth-Welt, aber selbst die neuesten Angebote von Bose, Sony oder Apple konnten mich nicht zu 100 Prozent überzeugen. Das lag aber nicht an Bluetooth, sondern an der verbauten Technik, an Treibern und DSPs. Der Bose Quiet Comfort 35 war mir schlicht zu warm, also allzu basslastig und oben herum nicht luftig genug. Dasselbe traf auf die Sonys zu, die ich hörte. Der Apple war eine Spur neutraler, aber irgendwie blutleer.

Der erste Bluetooth-Kopfhörer, der mir wirklich imponierte, war der VMK20 der finnischen Firma Valco. Mit dem klang Musik über Bluetooth für mich zum ersten Mal natürlich und verdammt nahe an dem, was sonst nur hochpreisige Kabel-Kopfhörer bieten können. Die Schwäche des Valco: Seine Treiber sind nicht so gut wie seine Digitale Signalverarbeitung. Auf Deutsch: Im Bluetooth-Modus klingt er super, über Kabel verbunden eher mittelmäßig. Das wird den meisten Leuten egal sein, mir aber nicht. Ich bin da ein bisschen pedantisch. Aber trotzdem: Für den Preis (170 Euro) ist der Valco super und eine valide Empfehlung.

Dann kam mir der Austrian Audio Hi-X25BT (150 Euro) ins Haus. Der hatte einen kristallklaren Sound. Sehr analytisch und hell und extrem hoch auflösend. Und obwohl der nur den einfachsten Bluetooth-Codec SBC beherrschte, war da fast kein wahrnehmbarer Unterschied mehr zum Betrieb via Kabel. Das lag an den Treibern, die einfach besser sind als die von Valco, Bose, Sony & Co. Aber meine Skepsis gegenüber Bluetooth war überwunden. Ich wusste nun, dass man auch mit Kopfhörern, die für den mobilen Einsatz gedacht sind, kaum mehr Kompromisse beim Sound machen muss.

Der neue Maßstab aller Bluetooth-Dinge

Und dann kriegte ich den Teufel Real Blue NC zum Testen und ich kann ohne zu lügen und ohne von Teufel dafür bezahlt worden zu sein sagen: Das ist der beste Bluetooth-Kopfhörer, den ich bislang ausprobieren konnte. Und nicht nur das, er ist sogar einer der besten Kopfhörer überhaupt, die ich bislang ausprobieren konnte. Der braucht sich vor keinem Sennheiser HD660S, keinem Hifiman Sundara, keinem AKG-K712, keinem Sony MDR-Z7M2 oder sonst einem Hörer zwischen 200 und 1.000 Euro zu verstecken. Und egal, ob mich die Audiophilen-Community jetzt kreuzigt: Mir gefällt der sogar besser als der Meze Empyrean (3.000 Euro).

Im Gegensatz zu manch anderen Kritikern, die den Real Blue NC getestet haben, kann ich nicht bestätigen, dass er im Bluetooth-Modus besser klänge als über Kabel. Für meine Ohren klingt er im Gegenteil über Kabel ein ganz klein wenig, wirklich gaaanz wenig besser. Das spricht für die hohe Qualität der Treiber. Leider liefert Teufel nur ein kurzes 3mm auf 3mm-Kabel mit, was schade ist eben weil der Real Blue NC auch an der Strippe so gut ist, dass er locker viele dezidiert kabelgebundende Cans ersetzen könnte. Ebenfalls ein bisschen enttäuschend, auch wenn es nur eine kleine Minderheit an Freaks wie mich betrifft, ist der fehlende „Hybrid-Modus“, also die Möglichkeit, Musik auch über USB wiederzugeben. Der Austrian Audi Hi-X25BT und der Hifiman Ananda-BT können das, und wenn man es einmal benützt hat, will man diese Funktion nicht mehr missen. ABER: Der Teufel ist auch über Bluetooth so gut, dass allenfalls Tonstudio-Besitzer die Hybrid-Funktion vermissen werden, und die gehören nicht zur Zielgruppe des Real Blue NC.

Teufel bietet übrigens auch einen um rund 50 Euro günstigeren Real Blue an, der dann aber ohne Aktive Geräuschunterdrückung und ohne Transparenzmodus auskommen muss. Wer auf beides verzichten kann, sollte einen ziemlich gleich gut klingenden Hörer kriegen, kann sich aber ein paar Euro sparen. Nach einigen Testtagen kann ich aber sagen, dass ich beide Funktionen zu schätzen gelernt habe. Teufel hat in Sachen ANC deutlich nachgebessert und liegt damit jetzt fast auf dem Niveau der Platzhirsche Bose und Sony. Fast. Die Geräuschunterdrückung wie auch der Transparenzmodus, der Außengeräusche durchlässt, sind bei der teureren Konkurrenz immer noch ein ganz klein wenig besser. Wem es also nur darauf ankommt, die Außenwelt per Knopfdruck zum Verstummen zu bringen, hat andere Optionen, die das noch besser machen als der Teufel. Auch ein automatisches Pausieren der Musik, wenn man den Kopfhörer abnimmt, muss man beim Teufel verzichten. Aber wem Klang auch nur ansatzweise wichtig ist, dem kann ich angesichts der 220 Euro, die der Teufel normalerweise kostet, und den vielen Aktionen, bei denen er schon ab 199 Euro zu haben ist, nicht guten Gewissens zu etwas anderem als dem Real Blue NC raten.

Was ist es nun, das mich so ein Jubel-Review schreiben lässt? Was törnt mich dermaßen an am Real Blue NC? Die schnelle Antwort: Der Sound „passt einfach“. Die Abstimmung der Frequenzen aufeinander ist nahe an der Perfektion. Der Bass ist enorm kraftvoll und geht bis auf 10 Herz runter. Und das ist hier nicht nur Marketing-Blabla. Wenn es die Musik oder der Soundtrack eines Films hergeben, kann der Teufel tatsächlich einen Subwoofer-Effekt an die Ohren weiterreichen. Aber der Bass ist nicht nur stark und tief, er ist vor allem auch kontrolliert. Er kann Techno UND Jazz-Stehbass. Er kann Hip Hop UND Folkrock. Er kann Metal-Kickdrums UND Fusion. Aber noch wichtiger: Er ist sauber definiert und macht nicht aus dem ganzen Kopfhörer eine einzige Bass-Kanone. Übergangslos geht der Bass in die Mitten über, die wunderbar samtig und gleichzeitig detailliert sind, und die Mitten wiederum schließen nahtlos an die Höhen an. Es entsteht ein tonales Ganzes, das Musik zu einem wunderbaren Genuss macht. Die Bühne ist für einen geschlossenen Kopfhörer recht weit, vor allem aber dreidimensional, also auch vertikal fein gestaffelt.

Freude an der Musik

Mir hat kaum ein anderer Kopfhörer soviel FREUDE an der Musik vermittelt wie der Real Blue NC. Ja, andere sind analytischer. Klar, andere sind für Mixing und Mastering geeignet. Sicher, andere zeigen noch den kleinsten Fehler und das am tiefsten im Mix versteckte Detail auf. Aber so faszinierend das sein kann, letztendlich will man Musik GENIESSEN. Und es ist nicht so, als würde der Teufel nicht hoch auflösen oder als würde er Details unterschlagen. Es ist alles da, aber es brüllt einem nicht ins Ohr: „HEY, ICH BIN DAAAA!“ Es fügt sich alles einfach zu einem harmonischem Ganzen zusammen, das einen mit Musik umschmeichelt wie ein warmes Bad oder die Umarmung einer/eines Geliebten. Oder wie Livemusik.

Manche „analytische“ Kopfhörer erinnern an ein mit hellem LED-Licht ausgeleuchtetes Labor, wo Menschen in weißen Wissenschaftler-Kitteln die Musik streng untersuchen und auseinandernehmen. Der Real Blue NC dagegen ist wie ein gemütliches Zimmer mit flauschigen Wandteppichen, weichen Polstern, Perlenvorhängen und Lavalampen. Oder: Ist der eine Kopfhörer ein olympisches Schwimmbad mit kühlem, klaren Wasser, so ist der Teufel wie ein Wellness-Ressort mit Massagen und Sauna und Whirlpool. Beides hat seine Berechtigung, aber nach Jahren des Begutachtens von Lautsprechern und Kopfhörern bin ich inzwischen ein Fan des Wellness-Prinzips. Allerdings, wie schon erwähnt: Das ist der Eindruck, den der Real Blue NC hinterlässt. Technisch KANN er auch gleich viel wie die Analytiker und Technokraten unter seinen Kollegen. Er macht dabei aber… Spaß. Gerade auch der Betrieb am TV ist empfehlenswert, da der Teufel mit seiner Fähigkeit, einen Subwoofer nachzuahmen, Filmen und Serien ein echtes Kinofeeling verleiht. Die Latenz ist zumindest für mich nicht existent, so dass nie der Eindruck entsteht, es gäbe eine Bild-Ton-Schere. Ob das Gamer, bei denen es auf jede Millisekunde ankommt, auch so sehen bzw hören, kann ich nicht beurteilen.

Bedient wird der Teufel übrigens nicht mehr über Touch-Flächen, sondern über einen Ein-Aus-Schalter an der linken Hörmuschel sowie über einen Mini-Joystick an der rechten Muschel. Das funktioniert prima und besser als die meisten kapazitiven Touch-Bedienungen. Lautstärke-Regelung, Zum nächsten oder vorherigen Song springen, Anrufe annehmen oder ablehnen – all das funzt klaglos und nach kurzer Umgewöhnung zuverlässiger als das Streichen und Klopfen, mit dem die meisten Konkurrenzprodukte bedient werden müssen. Telefonieren ist mit dem Real Blue NC ein Vergnügen, denn der Anrufer kommt klar rüber und die eigene Stimme wird sehr gut übertragen. Smartphone- oder Tabletbesitzer sollten sich die kostenlose Teufel Headphones-App herunterladen. Mit der kann man nicht nur ganz einfach das ANC oder den Transparenz-Modus ein- und ausschalten, sondern hat auch Zugriff auf Updates und einen recht umfangreichen Equalizer. Ich habe den Kopfhörer in seiner Default-Abstimmung „neutral“ getestet, da ihn nicht jeder Käufer am Smartphone betreiben wird und ein quasi auf Null gestellter EQ den besten Eindruck von der Fähigkeit der Treiber vermittelt.

Fazit

Der Real Blue NC von Teufel ist einer der besten Bluetooth-Kopfhöer, ja einer der besten Kopfhörer überhaupt, die man derzeit kaufen kann. Für das, was er kann, hat er noch dazu einen echt fairen Preis (229 Euro, derzeit 199). Ich persönlich liebe die Soundsignatur. Perfekt wäre der Kopfhörer, wenn er noch einen Hybrid-Betrieb über USB zuließe und ein besseres Kabel beigepackt hätte. Aber beides werden nur wenige vermissen. Egal, was da noch kommen mag, für mich ist der Real Blue NC DER Kopfhörer der Saison 2021/22 und der neue Standard in Sachen Bluetooth-Headphones.

Foto: Lautsprecher Teufel

Teufel 3Sixty: Das ultimative Radio

Die Neuauflage des Erfolgsmodells kommt nun mit Farbdisplay, Fernbedienung und Amazon Music.

Als die Berliner Soundexperten von „Lautsprecher Teufel“ 2018 das Radio 3Sixty auf den Markt brachten, war das durchaus eine technische Sensation, denn kein anderer Hersteller hatte ein vergleichbares Produkt im Angebot, das mit dermaßen kompakten Ausmaßen einen derartig überzeugenden 360-Grad-Sound ins Wohnzimmer oder in die Küche brachte. Egal, wo man das Ding aufstellte, es versorgte den ganzen Raum mit satter und überraschenderweise durchaus hochwertig klingender Musik. Seit gut einem Jahr gibt es nun das Nachfolgemodell und das ist Grund genug, zu prüfen, ob es immer noch so gut ist wie das Original.

Form & Function

Das aktuelle 3Sixty hat die kompakte Formsprache des Vorgängers beibehalten, trumpft jetzt aber mit einem Farbdisplay auf und hat ab Werk die Streaming-Dienste Spotify und Amazon Music eingebaut. Natürlich kann man via Bluetooth auch jeden anderen Musik-Dienst in ausgezeichneter Qualität benutzen. AptX ist an Bord und sorgt für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten. Über WLAN gibt es Zugriff auf tausende Internetradios aus aller Welt und wer mag, kann auf digitale DAB+-Sender zugreifen. Natürlich funktioniert das 3Sixty auch als „klassisches“ Radio und hat eine Teleskopantenne für guten FM-Empfang verbaut. Über einen USB-Anschluss lassen sich per Stick sogar High-Res-Dateien wie FLAC und WAV wiedergeben. Und weil das 3Sixty wirklich ein Alleskönner ist, hat es sogar eine Weckfunktion verbaut.

Bild: Lautsprecher Teufel

Das neue LCD-Farbdisplay gibt dem 3Sixty einen zeitgemäßen Look und beeindruckt mit klaren, gut ablesbaren Informationen. Die Fernbedienung, die beim Vorgänger noch fehlte, ist eine praktische Dreingabe, die man bald zu schätzen lernt, wenn man nicht immer am Gerät selbst oder via App Lautstärke oder andere alltägliche Funktionen einstellen will. Das neue 3Sixty ist minimal höher und tiefer als das Vorgängermodell, aber immer noch extrem kompakt.

Die Einrichtung des 3Sixty ist eigentlich selbsterklärend. Man schaltet es ein, navigiert mit dem Drehrad auf das Symbol für Internet, gibt das WLAN-Passwort ein und los geht es. Alternativ kann man zur Einrichtung auch die kostenlose Teufel Remote App verwenden. Bei mir klappte beides problemlos.

Klang

Schon das erste 3Sixty war eine absolute Überraschung, denn dass mit einem dermaßen kompakten Gerät so eine volle, raumfüllende und dazu noch fast high-endige Musikwiedergabe möglich war, ließ mich staunen. Das aktuelle Modell hat da noch ein paar Schippen drauf gelegt. Die von Teufel entwickelte Dynamore-Technik, die mit zwei rundum strahlenden Hochmittelton-Treibern sowie einem nach unten gerichteten Subwoofer arbeitet, ist zwar im Prinzip dieselbe wie beim Vorgänger, hat aber mit einem zusätzlichen passiven Bassreflex-Kanal noch einmal mehr Power bekommen. Dieses System schafft es, schon bei leiser Wiedergabe äußerst fein und tonal überzeugend aufzuspielen und wird, dreht man die Lautstärke hoch, zu einem regelrechten Hifi-System, das ohne Probleme selbst größere Zimmer mit Musik in Partylautstärke bespielen kann. Und selbst bei hoher Lautstärke bleibt der Teufel ausgewogen und kommt nicht ins Schwitzen. Keine Verzerrungen, keine einander auslöschende Überlappung der Frequenzen, kein Pfeifen oder Fiepen. Da kommt einfach nur Musik in sehr guter Qualität raus und beim Hören fragt man sich immer wieder mal, wie zum Teufel Teufel das schafft. Klar, mit einer ausgewachsenen und hochwertigen Stereoanlage kommt der Winzling dann doch nicht mit, aber er kommt verdammt nahe ran. Das kann zu diesem Preis und mit diesem Formfaktor derzeit kein anderer Hersteller.

Im Detail beeindruckt die enorme Räumlichkeit des Sounds sowie dessen Facettenreichtum. Das 3Sixty ist das einzige Radio, das einen dermaßen detaillierten Einblick ins musikalische Geschehen erlaubt und das dabei auch noch natürlich klingt. Mehr High-Fidelity geht derzeit zu diesem Preis und in dieser kompakten Form einfach nicht, egal, wo man sucht. Es gibt einige Konkurrenzprodukte, die für sich genommen gut bis sehr gut klingen, aber keines davon kann dem Teufel in Sachen Dreidimensionalität und schierer Kraft das Wasser reichen.

Fazit

Das neue 3Sixty von Teufel ist ein kompakter Allrounder, der keine Wünsche offenlässt und den ich allen empfehlen kann, die ein Radio suchen, das verbindungstechnisch alle Stückerln spielt und beim Sound keine Kompromisse eingeht. Das 3Sixty ist in den Farben Schwarz und weiß erhältlich

Bild: Lautsprecher Teufel

Teufel Real Blue TWS: In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer mit feingeistigem Wumms

Obwohl ich persönlich kein Fan von In-Ear-Kopfhörern bin, sind diese eines der am schnellsten wachsenden Marktsegmente im Kopfhörerbereich. Die meisten Menschen mögen, was bequem und praktisch ist, und In-Ears sind halt beides: Ungemein praktisch, optisch unaufdringlich, platzsparend und im Gegensatz zu großen Over-Ears quasi in jeder Situation einsatzbereit. Schon aus Rücksicht auf die sich ändernden Konsumgewohnheiten muss ich mir als Kopfhörertester auch die einen oder anderen In-Ears anhören. Im Fall der Real Blue TWS, der neuen kabellosen Ohrstöpsel-Kopfhörer der Berliner Firma Teufel, war das überraschenderweise aber mehr Spaß als Pflicht.

149,99 Euro verlangt Teufel für den Real Blue TWS. Das ist nicht wenig, aber noch im leistbaren Bereich. Allerdings gibt es zwischen 80 und 250 Euro auch einiges an Konkurrenz. Wie schlägt sich das neue Produkt der Berliner Sound-Experten also?

Klang: 1+

Fangen wir diesmal mit dem an, was normalerweise am Schluss besprochen wird, nämlich mit dem Sound. Der ist gut. Nein, der ist sogar sehr gut. Überraschend sehr gut. Überraschend, weil ich einen dermaßen sauberen und packenden Klang von Bluetooth-In-Ears um 150 Euro absolut nicht erwartet hätte. Was mir da zu Ohren kam, klang ausgesprochen „high-endig“, aber mit einem hohen Spaß-Faktor. Für den Spaß sorgt der sehr starke Bass, der ohne Mühe in den Tieftonbereich hinunter gräbt und bis in den Oberbass hinauf muskulös, aber trotzdem unverzerrt und unverfälscht zulangt. Dieser Bass, der Tiefton-Fanatiker ebenso begeistern sollte wie audiophile Feingeister, ist sicher das Ass im Ärmel des Real Blue TWS, sein Alleinstellungsmerkmal. Was mich aber begeisterte ist die Fähigkeit der Teufel-In-Ears, neben dem Bass die Mitten und Höhen klar und detailgetreu wiederzugeben. Selbst bei Musikstücken, in denen viele Instrumente und Stimmen gleichzeitig um Aufmerksamkeit heischen, erzeugt der Real Blue TWS keinen Soundbrei, sondern behält stets die Kontrolle und erlaubt tiefe Einblicke in das akustische Geschehen. Auch große Dynamiksprünge zeigt der TWS klar auf und bildet sie mühelos ab. Das liegt auf nahezu demselben Niveau wie einige meiner liebsten kabelgebundenen Kopfhörer wie zB Denon AH-D7200 oder Meze 99 Classic. Der Teufel spielt also tonal in der Klasse von Kopfhörern aus der Preisregion von 300 bis 600 Euro mit, und allein dafür schon kriegt er von mir eine Kaufempfehlung.

Die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) funktioniert ebenfalls sehr gut und steht wesentlich teureren Modellen nicht nach. Aktiviert man das ANC, werden Außengeräusche effektiv ausgeblendet, ohne dass es zu negativen Begleiterscheinungen wie Rauschen oder „Verdünnung“ der Musik käme. Schaltet man die Ambient Sound-Funktion ein, kriegt man Umgebungsgeräusche klar ans Ohr weitergereicht. Auch in diesem Bereich spielt der Teufel also ganz vorne mit. Unter der Haube werkt der Kopfhörer mit Bluetooth 5.2 und dem Codec AAC. Das erlaubt zwar kein echtes High-Res, aber doch eine Streaming-Qualität, die der CD nahe kommt.

Funktionalität: 1

Bluetooth-In-Ears kauft man aber nicht nur für deren Klang. Auch die Handhabung muss passen, die Akkuleistung und die Sprachqualität beim Telefonieren. Und natürlich auch die aktive Geräuschunterdrückung.

Die Laufleistung des Real Blue TWS ist sehr gut, wenn auch nicht revolutionär gut. Ohne Case laufen sie zwischen sechs und acht Stunden, je nachdem, ob man das ANC anhat oder nicht. Mit dem aufgeladenen Case verlängert sich die Laufzeit auf 18 (mit ANC) bis 25 Stunden. Die Kopfhörer können im Ladecase bis zu knapp dreimal mit frischer Energie versorgt werden. Das sind gute Werte, allerdings keine weltbewegenden, denn in etwa so lange halten die meisten In-Ears dieser und höherer Preisklassen.

Das Ladecase ist mit Magneten ausgestattet, was zuverlässlich dazu führt, dass man die Earbuds richtig hineinlegt. Das Case selbst hat einen USB-Anschluss und ein Ladekabel. Ein eigenes Ladegerät liefert Teufel wie die meisten anderen Firmen nicht mit, aber USB-Anschlüsse sind vom Handy-Ladegerät über diverse Ports in modernen Autos bis notfalls hin zum Laptop ja quasi überall. Gut: Drei LEDs zeigen den aktuellen Ladestand des Case an.

Teufel legt dem Real Blue TWS vier verschieden große Ear-Tips bei, die aus antibakteriellem Silikon gefertigt werden. Da sollte für jeden Gehörgang die richtige Größe dabei sein. Bei mir war die mittlere Größe die bequemste. Und obwohl ich In-Ears normalerweise nicht sehr schätze, konnte ich den Real Blue TWS stundenlang problemlos im Ohr haben.

Von der Bedienung hängt es oft ab, ob man Bluetooth-Kopfhörer gerne benützt oder ob man sie nervig findet. Teufel hat das ganz gut gelöst.

-Zweimal auf den rechten oder linken Earbud klopfen: Die Musik pausiert

-Dreimal auf den rechten Earbud tippen: Nächster Titel

-Dreimal links tippen: Ein Titel zurück.

-Zweimal auf den rechten oder linken Earbud tippen: Anruf annehmen.

-Zweimal rechts oder links tippen: Anruf beenden.

-1,5 Sekunden den Finger auf den rechten Earbud legen: Anruf ablehnen

-1,5 Sekunden Finger auf den linken Earbud legen: ANC an. Nochmal dasselbe: Ambient Sound ein. Weitere 1,5 Sekunden drücken; ANC aus.

Foto © Teufel

Verarbeitung und Qualitätsanmutung: 2+

Der Teufel Real Blue TWS sieht schick aus und die verwendeten Materialien wirken hochwertig. Freilich ist hier noch Luft nach oben. Das Ladecase ist zum Beispiel relativ lieblos aus Hartplastik fabriziert. Wie edle Schmuckstücke schauen die Earbuds auch nicht aus. Wem der Bling-Faktor sehr wichtig ist, muss wohl zu wesentlich teureren Produkten greifen. Das heißt aber nicht, dass die Real Blue TWS hässlich wären. Vor Regenspritzer, Schweiß und Staub brauchen sich Besitzer des Real Blue TWS übrigens nicht zu fürchten, gegen all das ist er nämlich geschützt.

Fazit: Teufel liefert einmal mehr überzeugende Qualität zum fairen Preis. Der Real Blue TWS hat mich mit mit seiner Abstimmung, die dank des fantastischen Basses viel Spaß macht, dabei aber trotzdem fein auflöst, begeistert. Es dürfte schwer sein, in der Preisklasse und sogar noch in ein bis zwei Preisklassen höher etwas zu finden, das klar besser ist.

Disclaimer: Die Firma Teufel hat mir den Real Blue TWS für Testzwecke zur Verfügung gestellt. Teufel nahm keinerlei Einfluss auf den Inhalt dieses Textes.

Kopfhörer „Supreme On“: Des Teufels neue Kleider

Die Produkte der Berliner Sound-Schmiede „Lautsprecher Teufel“ sprachen viele Jahre lang eine Design-Sprache, die den Namen des Herstellers spiegelte: Sie waren schwarz oder schwarz gemischt mit rot. Das hatte einen hohen Wiedererkennungswert, aber wir leben im Zeitalter von Instagram & Co und Unterhaltungselektronik ist nun ein Mode-Accessoire wie alles andere auch. Für Kopfhörer erfand man den Begriff „Fashion-Can“, und obwohl das zunächst abwertend als Ausdruck der Verachtung strenger Audiophiler gegenüber Kopfhörern, die mehr schick waren als sie gut klangen, gemeint war, ist daraus eine wertfreie Bezeichnung für Headphones geworden, die nicht nach Studiotechnik aussehen, sondern nach optischer Alltagstauglichkeit.

Fashionable

Der brandneue „Supreme On“ von Teufel ist so ein „Fashion Can“. Er ist gleich in sechs Farben erhältlich: In „Night Black“, „Sand White“, „Space Blue“, „Moon Grey“, „Ivy Green“ und „Pale Gold“. Das klingt nicht zufällig nach den fantasievollen Namen, die Smartphone-Hersteller ihren Modellen geben, denn genau das möchte der Supreme On sein: Der schicke Begleiter zum schicken Smartphone. Damit das nicht nur gut aussieht, sondern auch gut klingt, hat Teufel die aktuellste Technik verarbeitet: Bluetooth 5.0, aptX, AAC und natürlich NFC. Mit der „ShareMe „-Funktion lassen sich zwei Kopfhörer ohne Kabel mit einer Quelle verbinden und der Akku hält bei mittlerer Lautstärke bis zu 30 Stunden lang. Außerdem merkt der Kopfhörer, ob er gerade auf jemandes Ohren sitzt oder nicht. Nimmt man ihn ab, pausiert er automatisch die Musikwiedergabe. Setzt man ihn wieder auf, spielt er weiter.

Preis, Verarbeitung, Leistung

Knapp 150 Euro verlangt Teufel für sein neuestes Produkt. Ist es das wert? Kurze Antwort: Ja. Etwas ausführlicher: der Supreme On ist für seine Preisklasse außergewöhnlich gut verarbeitet, technisch voll auf der Höhe der Zeit und musikalisch keinem Konkurrenten bis in die 300-Euro-Preisklasse unterlegen. Die weichen Kunstleder-Ohrpolster liegen angenehm auf den Lauschern, ohne zu viel Druck aufzubauen, und die Optik ist verdammt schick. Das Design erinnert ein bisschen an die zeitlose Eleganz skandinavischer Formsprache. Zum Lieferumfang gehören ein 120 cm langes Klinkenkabel, mit dem sich der Supreme On auch ohne Bluetooth betreiben lässt, ein USB-Ladekabel sowie eine kleine Transporttasche. Der einzig negative Punkt in Sachen Verarbeitung ist das meiner Meinung nach etwas kurz gehaltene Kopfband. Ich habe zugegebenermaßen einen festen Quadratschädel, aber ich musste die weiteste Einstellung wählen, damit der Supreme On bequem auf meinen Ohren ruhte. Ja, AUF den Ohren, denn er ist ein On-Ear-Kopfhörer, kein Over-Ear. Bequem ist er aber. Auch als Brillenträger konnte ich ihn stundenlang benützen, ohne dass mich etwas zwickte. Technisch hatte ich beim Test keinerlei Probleme. Der Supreme On ließ sich mit allen Ausgabegeräten problemlos verbinden und auch die Steuerung mittels des clever designten kleinen Joysticks an der Ohrmuschel klappte problemlos. Man lernt sehr schnell, damit umzugehen, und danach kommen einem die meisten anderen Steuerungs-Methoden anderer Hersteller albern und schlecht durchdacht vor. Ein Schalter, mit dem alle Funktionen zu steuern sind – so muss das sein!

Der Klang

Das schönste Design und die beste Verarbeitung sind freilich nicht viel wert, wenn der Klang nicht stimmt. Zum Glück hat Teufel hier keine faulen Kompromisse gemacht. Der Supreme On mit seinen dynamischen 40-Millimeter-HD-Treibern ist ein erfreulich musikalischer und erstaunlich neutraler Kopfhörer. Seine knackigen Bässe, die vor allem im wichtigen Mittelbass-Segment überzeugen, übertönen nie die Mitten, sondern legen ein festes Bass-Fundament, auf dem der Supreme On dann mit klaren, minimal zurückgenommenen Mitten die Stimmen von Sängerinnen und Sängern sowie die Instrumente sehr hübsch darstellen kann. Alles ist gut ortbar und die Stereo-Bühne ist für einen On-Ear-Bluetooth-On-Ear-Kopfhörer sehr gut. Auch die Höhen haben mich in den meisten Fällen überzeugt. Sie sind glasklar und nur bei extrem schrillen Aufnahmen ein bisschen grell. Damit gibt sich der Supreme On tonal erwachsen und sollte mit seinem Mittelweg zwischen Spaß und Linearität auch Leute, die hohe Ansprüche haben, zufriedenstellen.

Wer seinen Sound gerne ein bisschen pimpen mag, kann das mit der Teufel Headphones App tun. Die ist im Google Play Store und im iOS-Store erhältlich und hat einen ordentlichen Equalizer an Bord. Mit der App lassen sich auch die einzelnen Funktionen des Supreme On neu zuweisen oder gänzlich ein- oder ausschalten.

Der Supreme On hat kein aktives Noise Cancelling, aber er hält Außengeräusche dennoch gut fern. Auch umgekehrt geht die Schalldämpfung voll in Ordnung, denn die Umgebung kriegt fast nichts von der Musik mit, die man mit dem Gerät hört.

Fazit: Der Supreme On von Lautsprecher Teufel ist mit seinen 149,99 Euro ein weiterer Preis-Leistungs-Schlager der Berliner Soundspezialisten und überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung ebenso wie mit einem Klang, der spaßig genug ist, um Party zu machen, und fein genug, um auch mal anspruchsvollere Musik zu genießen.

Teufel Airy – wenig Gewicht, fetter Sound

Die Berliner Soundspezialisten von „Lautsprecher Teufel“ haben ihren Bluetooth-Kopfhörer „Airy“ behutsam modernisiert. Schon das Vorgängermodell erfreute sich großer Beliebtheit, nicht zuletzt wegen seines geringen Gewichts, das ihn zu einem perfekten Outdoor-Begleiter machte. Ist der Nachfolger, der schon für 149,99 Euro zu haben ist, besser oder wurde hier nur verschlimmbessert?

Entwarnung: Der Airy 2.0 ist in allen Belangen besser als die erste Version. Die Akkulaufzeit für den Bluetooth-Betrieb wurde von 20 auf 30 Stunden erhöht, die Reichweite für den Empfang stieg von acht auf über zwölf Meter, der allerneueste apt-X-Standard ist an Bord und die Neodym-Treiber wurden noch einmal feiner getunt. Teufel verspricht auch einen besseren Tragekomfort durch weichere Ohrpolster und einen geringeren Anpressdruck.

Optik und Haptik

Der neue Airy fühlt sich trotz seiner nur 165 Gramm, die ihn zu einem der leichtesten vollwertigen Bluetoothkopfhörer am Markt machen, nicht zerbrechlich oder billig an. Natürlich gibt es in dieser Preisklasse kein Echtleder und keine Bügel aus gegossenem Aluminium, aber die Kunststoffe wirken solide und das Kunstleder ist schön weich. Plastik ist ja kein Zeichen für mangelnde Qualität, kommt es doch selbst bei High-End-Kopfhörern, die über 1.000 Euro kosten, zum Einsatz. Optisch ist der Airy ein schlanker Geselle, der dank der mitgelieferten und wechselbaren farbigen Ringe für die Ohrmuscheln in Rot, Gelb und Grün jugendlich-frische Akzente setzt. Wer es noch bunter haben will, kann sich ein Zusatzpaket an Wechselringen bestellen. Gut gefallen mir der drehbare Lautstärkeregler und die Bedientasten für den Telefonbetrieb. Damit ist der Airy einfacher und genauer zu benutzen als viele Konkurrenzprodukte, die auf Touch-Bedienfelder setzen.

Tragekomfort

Nicht zu 100 Prozent glücklich bin ich mit dem Tragekomfort, denn obwohl Teufel die Ohrpolster verbessert und den Anpressdruck vermindert hat, spüre ich nach ca eineinhalb Stunden einen leichten Schmerz auf den Ohren. Das ist kein Beinbruch, denn der Airy ist ja nicht dafür gedacht, ihn den ganzen Tag lang zu tragen. Er soll vor allem unterwegs zum Einsatz kommen, also zum Beispiel bei der Zugfahrt zur Arbeit oder beim joggen. Unter eineinhalb Stunden habe ich als Brillenträger kein Problem mit dem Komfort, aber lange Opern oder die Vier-Stunden-Fassung von „Es war einmal in Amerika“ würde ich mir mit dem Airy nicht antun wollen.

Im tiefen Keller des Sounds

Teufel hat dem grundsätzlich neutral abgestimmten Airy im Bassbereich einen Tacken mehr Power gegeben, nach meiner Einschätzung ca 2 dB mehr, und das war eine sehr gute Entscheidung, denn er klingt jetzt voller und satter als zuvor. Vor allem Tiefbass kommt beeindruckend wuchtig und dennoch kontrolliert rüber, was den Freunden elektronischer Musik sehr gefallen dürfte. Die Mitten sind sauber und neutral, wobei Bariton- und Bassstimmen besonders gefällig klingen. In den höheren Tonlagen spielt der Airy detailliert und klar. Insgesamt kommt der neue Teufel viel teureren Kopfhörern tonal verblüffend nahe. Der Airy hat zwar kein aktives Noise Cancelling, schirmt aber gegen Außengeräusche recht gut ab und lässt auch fast keine Töne nach außen dringen.

Lieferumfang

Kopfhörer, Anschlusskabel mit 2,5-mm-Miniklinke (1,3 Meter lang) , Micro-USD-Ladekabel, 3 Paar farbige Ringe für die Ohrmuscheln, Stofftasche.

Pro: Hervorragend klingender und leichter Bluetooth-Kopfhörer. Tolle Akkulaufzeit. Hohe Bluetooth-Reichweite. Modernste Technik an Bord. Gute und logische Bedienung.

Contra: Kann je nach Empfindlichkeit der Ohren nach längerer Zeit etwas zu zwicken anfangen.

Fazit: Wer einen leichten und sehr gut klingenden Bluetooth-Kopfhörer sucht und nicht unbedingt aktives Noise Cancelling braucht, findet im Teufel Airy ein fair kalkuliertes Angebot, das viele Konkurrenzprodukte an Tonqualität und Preis-Leistungs-Verhältnis übertrifft. Die Ergonomie könnte noch ein bisschen besser sein. Ansonsten ein fast makelloser Kopfhörer.

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Teufel 3sixty: Kleines Radio spuckt große Töne

Mit dem kompakten Alleskönner 3sixty bietet die Firma „Lautsprecher Teufel“ ein Radio an, das die Technik des 21. Jahrhunderts mit nostalgischem Design kombiniert.

Platz für guten Sound ist in der kleinsten Hütte“, könnte das Motto des 3sixty sein. Die Neuinterpretation des klassischen Küchenradios durch die Berliner Firma Teufel ist gerade mal 28 Zentimeter breit, 16 Zentimeter tief und 17,50 Zentimeter hoch. Und mit zweieinhalb Kilo Gewicht gehört es zu den leichteren Vertretern seiner Art. Wobei: Seiner Art? Viele Artgenossen hat das 3sixty gar nicht. Radios gibt es wie Sand am Meer, aber nur wenige können das, was das Teufel-Gerät kann. Das spielt nämlich, wie man in Österreich sagt, alle Stückerln. FM-Radio, Digitalradio DAB+, Internetradio, Spotify Connect, Musik vom Smartphone, NAS und USB-Sticks sowie Bluetooth aptX. Und zum Drüberstreuen gibt es noch eine Weckfunktion.

Look, Feel und Einrichtung

Einmal ausgepackt, fallen zunächst die gute Verarbeitung und die originelle Formsprache des 3sixty auf. Das Radio steht stabil auf gummierten Füßchen, hat die klassische würfelartige Form alter Küchenradios und wirkt mit dem Stoffbezug an der Oberseits und der klaren, nicht mit Bedienelementen überfrachteten Vorderseite sehr gefällig und zeitgemäß. Die Ersteinrichtung ist keine Hexerei. Mit dem großen linken Drehrad regelt man die Lautstärke, mit dem rechten Drehrad surft man durch die Menüs und bestätigt Befehle durch Drücken. Teufel setzt auf diese Lösung statt auf einen Touchscreen, und ich muss sagen: Es funktioniert sehr gut. Erinnert ein bisschen an das iDrive-System von BMW. Von den drei Radioquellen FM, DAB+ und Internetradio kann man jeweils fünf Lieblingssender abspeichern, die dann über die Zifferntasten am unteren Rand des Geräts sofort anwählbar sind. Ebenfalls mit den Speichertasten belegen lassen sich Spotify-Playlists. Eine Bluetoothverbindung zum Smartphone steht binnen zwei Sekunden. Empfehlenswert ist, das 3sixty ans heimische WLAN anzuschließen. Nicht nur wegen der Internetsender, die man dann empfangen kann, sondern auch wegen der Updates, die Teufel von Zeit zu Zeit ausliefert.

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360-Grad-Sound

Teufel nennt das Radio aus zwei Gründen 3sixty: Einerseits soll an die gute alte Zeit des Küchenradios in den 60er Jahren erinnert werden, andererseits hat das Teil eine ausgeklügelte Lautsprechertechnik an Bord, die es schafft, kleine bis mittelgroße Räume mit einer Art Rundum-Sound zu befeuern. Das funktioniert in der Praxis bemerkenswert gut. Egal, wo man das 3sixty auch hinstellt – es verteilt Musik gleichmäßig im ganzen Raum, fast wie eine Punktschallquelle. Teufel schafft diesen Trick mit zwei als 360-Grad-Kegel konstruierten Hochmitteltönern im Breitbandprinzip sowie einem Downfire-Subwoofer, der diskret an der Unterseite des Geräts verbaut ist. Es ist wirklich überraschend, wie viel Klang Teufel dem kleinen Radio verpasst hat. Natürlich kann der Zwerg nicht mit großen Standboxen oder teuren Regallautsprechern konkurrieren, aber er klingt viel voluminöser und auch feiner, als man angesichts seiner kompakten Maße vermuten würde. Musik hat einen schönen und nachvollziehbaren Körper; Bässe, Mitten und Höhen vermatschen nicht zu einem Brei, sondern sind klar definiert, und selbst bei höheren Lautstärken kommt das 3sixty nicht ins Schwitzen, will heißen ins Knarren und Übersteuern. Dieses Küchenradio ist tatsächlich auch partytauglich. Es kann einen am frühen Morgen mit sanften Klassikklängen langsam munter werden lassen, es kann aber auch die Küche rocken. Wie viel Sound die Ingenieure von Teufel in diesen Winzling gepackt haben, ist wirklich überraschend.

Alles eitel Wonne Sonnenschein am Radio-Himmel über Berlin also? Nicht ganz. Das Display ist ein bisschen schwächlich und wird bei direkter Sonneneinstrahlung bald mal schwer leserlich und der WLAN-Empfang scheint mir nicht zu den stärksten zu gehören. Ein direkter Netzwerkanschluss für ein LAN-Kabel wäre wünschenswert, aber für 279,99 Euro kann man halt nicht alles haben. Man hat eh fast alles.

Pro: Schickes Küchenradio, das großartig klingt und alle Anschlüsse hat, die man heutzutage braucht.

Contra: Display könnte heller sein, nur WLAN und kein LAN.

Testfazit: Das 3sixty von Teufel ist das Küchenradio, das fast alles kann. Es empfängt quasi alles, was derzeit senden kann, ob über Funkwellen, DAB+, Bluetooth oder Internet und es gibt auch Musik von NAS-Speichern und USB-Sticks wieder. Die Tonqualität ist für diese Preisklasse und Gerätegröße überragend und der Preis ist fair.

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Teufel Definion 5 – Bezahlbares High End

Zu Lautsprechern und Kopfhörern gibt es fast so viele Meinungen, wie es Ohren gibt. Bei höherpreisigen Geräten gibt es dann noch so was wie Audio-Sekten, die bestimmten Marken oder Bauarten ewige Treue schwören und sich in Internet-Foren mit Anhängern anderer Marken und Bauarten erbitterte verbale Schlachten liefern. Ich halte das anders. Gutes Audio-Equipment erkennt man meiner Meinung nach so: Man möchte damit seine gesamte Musiksammlung von vorne bis hinten neu hören, weil alles besser klingt als zuvor. Das unterschiedet gute von schlechten Boxen oder Kopfhörern, nicht aber der Preis, der Markenname oder das Bauprinzip.

Mit den Definion 5 von „Lautsprecher Teufel“ höre ich mich seit gut einem Monat durch all meine Platten, meine digitale Musikbibliothek und verlustfreie Streamingdienste. Ich höre meine Musik, wie ich sie nie zuvor gehört habe. Zwar hatte ich durchaus damit gerechnet, dass die Definion 5 eine ganz gute Box ist, die große Überraschung aber war, dass sie meine bisherigen Wiedergabegeräte dermaßen klar auf die Ränge verweist, dass dabei ein Wow-Effekt eingetreten ist, wie ich ihn zuletzt beim Umstieg von billigen Regalboxen auf große Standlautsprecher hörte oder als ich erstmals Kopfhörer der 200-Euro-Preisklasse gekauft hatte. 20 Jahre lang taten meine Lautsprecher „Elac Limited One“, die fast baugleich mit der Edition One sind und in Hi-Fi-Kreisen einen sehr guten Ruf haben, beste Dienste. Mit Kopfhörern wie dem Rs2e von Grado, dem HD-800 von Sennheiser und dem Beyerdynamic T1 meinte ich überdies, all meine Bedürfnisse nach möglichst hoher Auflösung abgedeckt zu haben. Überraschenderweise lösen die Definion 5 ein ganzes Eck besser auf und ich höre mit ihnen Details, die mir sogar mit den genannten Musik-Mikroskopen entgangen waren. Und im Vergleich zu den Elac-Boxen, die unter Einberechnung der Inflation damals gleich viel kosteten wie die Teufel heute, sind die Definion 5-Speaker in etwa vier Mal so gut. Ich schreibe das nicht leichtfertig und ich werde im Folgenden versuchen, es etwas genauer zu begründen.

PR-Gelaber und Unboxing

Die Berliner Firma Teufel brachte die Definion 5 vor knapp vier Jahren als ihr neues Top-Modell auf den Markt und sparte bei dessen Vorstellung nicht mit Eigenlob und Superlativen. Die Box sei ein „brutal anderer Lautsprecher, der sich über Konventionen hinwegsetzt“, hieß es im Pressetext. Es handle sich um einen „High-End-Stereo-Lautsprecher mit kompromisslos unverfälschter Wiedergabe“. Die patentierte „Synchronized Coaxial Acoustic-Technik“ sorge für eine Wiedergabequalität, die „in puncto Räumlichkeit, Feindynamik und Präzision neue Maßstäbe“ setze. Klingt hübsch, aber was steckt hinter dem Marketing-Sprech? Und hält das Produkt, was die PR verspricht?

Teufel liefert die Boxen wie versprochen bis zur Haustür. Wenn die Haustür aber wie in meinem Fall drei Stockwerke weiter unten ist und das Haus keinen Lift hat, kann das mit diesen Brocken, die mit Verpackung fast 35 Kilo wiegen, zu einem logistischen Problem werden. Ich konnte den Lieferwagenfahrer zum Glück überreden, mir beim Hinauftragen behilflich zu sein. Schält man die Definion 5 aus der Verpackung, fällt einem sogleich die exzellente Verarbeitungsqualität auf. Das Gehäuse der Box besteht aus MDF, also einem mitteldichten Holzwerkstoff, der von vielen Herstellern wegen seiner hohen Biege- und Zugfestigkeit für den Bau hochwertiger Lautsprecher verwendet wird. Die weiße Lackierung ist makellos und wird auf der Vorderseite durch eine schwarze Blende ergänzt. Nirgendwo sieht man eine Schraube, nicht einmal die Anschlüsse auf der Rückseite stecken, wie bei den meisten anderen Herstellern, in einer aufgeschraubten oder geklebten Fassung, sondern kommen direkt aus dem Gehäuse. Die Standfüße bestehen aus massivem Metall und ruhen auf Puck ähnlichen Absätzen, die die Box sehr gut vom Boden entkoppeln. Wie von Teufel gewohnt, ist die Montage selbsterklärend und kann auch von einer Person bewältigt werden. Die Definion 5 hat vier Anschlüsse. Man kann sie also mit einem Verstärker allein betreiben oder auch mit einem Verstärker und einem Vorverstärker.

Das Erblühen einer Schönheit

Natürlich war ich ganz heiß darauf, die Definion 5 sofort anzuschließen und Probe zu hören. Nach der Verkabelung legte ich auch gleich los und speiste den Verstärker mit einer elend langen Playlist – und ging dann für einige Stunden außer Haus. Warum? Weil die Teufel-Spitzenboxen wie alle anderen High-End-Tonwiedergabegeräte direkt aus dem Karton nicht fair beurteilt werden können. Sie brauchen eine Einspielzeit, die mindestens 24 Stunden betragen sollte, besser noch 50. Direkt nach dem Anschließen klang die Definion ein bisschen so wie ich am frühen Morgen – theoretisch auf Zack, aber irgendwie lustlos und fast beleidigt, in die Gänge kommen zu müssen. Das Schöne daran ist, dass die Box stündlich besser wird und man dann live dabei sein kann, wie sie nach und nach aufblüht. Nach ungefähr zwei Wochen war der Speaker so weit, dass ich anfangen konnte, ihn fair zu kritisieren.

Äußere Werte

Die Definion 5 ist wirklich hübsch. Trotz ihrer 1,1 m Höhe, 21,8 cm Breite und 37 cm Tiefe wirkt sie zwar nicht direkt mager, aber doch schlank genug, um nicht das Wohnzimmer zu dominieren als wäre sie eine übergewichtige Hausbesetzerin. Der Corpus der Box verjüngt sich nach hinten trapezförmig. Eine schöne Abwechslung zur jahrzehntelang vorherrschenden rechteckigen Form, die nicht nur originell aussieht, sondern auch stehende Wellen und innere Reflexionen minimieren soll. Eine Form übrigens, die andere Hersteller von High-End-Boxen auch immer öfter verwenden. Auf der Vorderseite lachen uns drei Tieftöner sowie die in Koaxialbauweise ineinander verbauten Mittel- und Hochtöner an. Teufel findet das Front-Design offenbar so gelungen, dass man gar keine Abdeckung beilegt. Ich vermisse sie nicht, aber wer kleine Kinder oder Katzen zuhause hat, riskiert eventuell, dass diese sich an den empfindlichen Treibern zu schaffen machen. Abgesehen davon ist die Box optisch unaufdringlich und sollte sich in jeden Wohnraum harmonisch einfügen können. Die Definion 5 ist eine geschlossene Box, hat also keine Bassreflex-Öffnung.

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Innere Werte

Die Definion 5 schluckt eine Dauerbelastung von 250 Watt und kann als Impulsbelastung auch 100 Watt mehr ertragen. Die Empfindlichkeit liegt bei 85 dB. Diese Zahlen bedeuten, dass man zum Anfeuern der Box einen Verstärker braucht, der mindestens 50 Watt sinus auf zwei Kanälen leisten kann. Mit weniger Saft lässt man die ungeheuren Potenziale des Lautsprechers brach liegen. Wenn es sein muss, geht die Definion bis zu einer Lautstärke von 104 Dezibel. Ich habe die Box abwechselnd mit dem Marantz PM7005-Stereoverstärker und dem AV-Reciever VSX-930 von Pioneer betrieben. Obwohl der Marantz deutlich teurer ist als der Mittelklasse-Verstärker von Pioneer, waren die Ergebnisse nicht wie Tag und Nacht, sondern überraschend ähnlich. Und obwohl mich manche Audiophile jetzt kreuzigen werden: Ich hatte den Eindruck, dass die 165 Watt, die der AV-Reciever an die Boxen lieferte, einen kleinen Tacken besser klangen als die 80 Watt vom dezidierten Stereo-Verstärker.

Den Frequenzgang gibt Teufel mit 42 Hz bis 22 kHz an. Am Papier klingen 42 Hz nicht nach einer Tiefbass-Orgie, und in der Tat gibt es Konkurrenzprodukte, die mit Bassreflex-Konstruktionen tiefer in den Tonkeller steigen als die Definion 5 – am Papier zumindest. In der Praxis vermisst man hier kein bisschen Bass, sondern hat es im Gegenteil mit einer der bassstärksten Boxen ihrer Preisklasse zu tun, oder genauer: ihrer Klasse. Die Definion spielt nämlich eher in der Liga von Boxen um 8.000 Euro und mehr als in der um 1.400, die sie pro Stück kostet. Die Basswiedergabe ist eines der Filetstücke dieses Lautsprechers. Der Bass ist dank der geschlossenen Bauweise extrem exakt und pegelfest und rutscht auch bei hohen Lautstärken nie ins Schwammige ab. Da gleich drei Tieftöner vorhanden sind, ergibt sich in Summe eine große Membranfläche, aber die Aufteilung auf drei kleinere Töner hat den Vorteil der viel höheren Präzision. Die Tieftöner spielen auch recht weit in die Höhe, was den Übergang zu den Mitten ungeheuer flüssig macht und vor allem Stimmen eine äußerst lebensechte Charakteristik verleiht.

Meisterklasse

Der technische Höhepunkt der Definion 5 ist freilich ihr Koaxialreiber. Auf Deutsch heißt das, dass Mittel- und Hochtöner im selben Chassis stecken. Teufel ist hier sogar noch weiter gegangen als viele andere Hersteller und hat für den Hochtöner eine Flachmembran verwendet, die ohne mechanische Abgrenzung sozusagen frei im Mitteltöner schwebt. In der Praxis ergibt das zwei große Vorteile gegenüber anderen Konstruktionen. 1. kommen Mittel- und Hochtöne zeitgleich beim Hörer an und 2. nähert man sich damit dem Lautsprecher-Ideal der Punktschallquelle an. Punktschallquellen sind seit langem der heilige Gral der Lausprecher-Baukunst. Vereinfacht gesagt ist eine Box, die nahe an der Punktschallquelle dran ist, in der Lage, einen Raum fast unabhängig von ihrer Positionierung mit Klang zu füllen. Die Definion 5 ist zwar, wie alle anderen Lautsprecher unter 100.000 Euro, keine „echte“ Punktschallquelle, aber sie ist so nahe dran, dass man es hören muss, um es zu glauben. Das Koaxial-Prinzip verwenden ansonsten nur Kleinserienhersteller oder Edel-Firmen wie Tannoy und Vienna Acoustics. Ein Bekannter von mir besitzt Tannoy-Lautsprecher der „Cambridge“-Reihe, die pro Stück 25.000 Euro kosten. Ich hoffe, er ist nicht beleidigt, falls er das hier liest, aber die Definion 5 steht diesen Luxus-Modellen kaum nach. In der Tat sind diese mehr als zehnmal so teuren Tannoy jene Boxen (die ich kenne), die der Definion am ähnlichsten klingen. Die große Leistung von Teufels patentierter „Synchronized Coaxial Acoustic-Technik“ ist das nahezu perfekte Timing der Box. Da wabert kein Bass den Mitten hinterher, da kommt keine Mitte vor den Hochtönen beim Hörer an – alles ist wie aus einem Guss und verleiht der Musik dadurch eine Lebhaftigkeit, ein Live-Feeling, wie es nur ganz wenige andere Boxen können und in dieser Preisklasse vielleicht keine andere.

The Sound of Awesome

Soviel zur Theorie. In der Praxis verblüfft mich die Definion 5 mit einer Linearität und Neutralität, die atemberaubend ist. Die Grundabstimmung der Box ist zwar leicht warm, also mit einer sanften Bassbetonung, aber weder ist das ein zu groß geratener Ghettoblaster noch verschluckt der Lautsprecher Details in den Mitten und Höhen. Wenn ich die Definion 5 mit einem Satz beschreiben müsste dann vielleicht so: Sie klingt wie ein extrem guter Monitor, der aber auch Spaß macht. Hierzu eine kleine Warnung: Die Definion 5 ist definitiv „audiophil“. Sie ist also nix für Leute, denen es nur auf möglichst lautes „Bummbumm“ ankommt. Der Bass ist zwar mächtig, aber nicht aufdringlich. Das merkt man, wenn man die Box mal richtig aufdreht. Da ist kein unangenehmes Wabern oder Grummeln, man kriegt keine Schläge in die Magengrube verpasst. Eben wie bei sehr guten Monitoren meint man fast, dass kaum ein Unterschied zwischen laut und leise zu vernehmen ist – bis man plötzlich merkt, dass der Sessel unter einem vibriert und die anderen Möbel unter dem Schalldruck leise Stöhngeräusche von sich geben. Während die Box nichts aus der Ruhe bringt und der Zuhörer auch bei hohen Pegeln enorme Präzision geboten kriegt, rückt wahrscheinlich schon die Polizei an wegen einer Ruhestörungs-Meldung.

Die Definion 5 macht Bass, wenn die Aufnahme Bass hat, bläst aber keinen bassarmen Track zu einem vermeintlich basslastigen auf. Das gilt auch für alle anderen Frequenzen. Wie jeder gute Lautsprecher oder Kopfhörer macht die Teufel-Box aus schlecht aufgenommener Musik keine gute. Sie ist zwar relativ gnädig, aber kann ihre Natur als High-End-Gerät halt nicht verbergen. Klar, sie spielt auch schlecht gemasterte Musik in schlechter MP3-Qualität ab, aber sie verhält sich dabei ein bisschen so wie eine Opern-Diva, die man bittet, doch mal „An der Nordseeküste“ zu singen. Sie macht es, aber sie gibt subtil zu erkennen, dass sie zu Höherem bestimmt ist. Richtige Spielfreude kriegt sie mit gut gemischtem Material in guter Qualität. Wer behauptet, zwischen MP3 und Lossless oder High-Res keinen Unterschied hören zu können, wird von der Definion eines Besseren belehrt. Um ein praktisches Beispiel zu bringen: Klar klingt Spotify auch mit der Definion super, aber wenn man dann einen verlustlosen Streamingdienst wie Qobuz oder Tidal verwendet, merkt man Unterschiede, die man mit schlechteren Boxen nie gehört hätte. Sporify klang für mich mit der Definion 5 okay, aber halt auch ein bisschen „falsch“, gleichzeitig zu dünn und wie mit Loudness aufgeblasen. Auf Tidal oder Qobuz geschwenkt kriegten dieselben Tracks plötzlich viel mehr Körper und Energie.

In der Praxis

Hier nun ein paar Beispiele dafür, wie sich die Definion 5 im echten Leben schlägt.

Nirvana: „Smells Like Teen Spirit“ (CD). Unfassbar! Ich bin wieder 20 Jahre jung. Krist Novoselic‘ drängende Basslines und Dave Grohls Drums knallen so wuchtig in den Raum, dass ich meine Kinder freiwillig dem Jugendamt übergeben würde, wenn ich welche hätte. Kurt Cobains Gitarre sägt und schreit und jault bei den berühmten Breaks jammervoll auf. So wurde das aufgenommen, so gibt es die Definion 5 auch wieder. Ich drehe die Lautstärke immer weiter auf und werde vom Sound richtiggehend in den Sessel gepresst, ohne aber das Gefühl zu haben, bedrängt zu werden.

Richard Thompson, Doppelalbum „You? Me? Us?“ (High Res). Die zweite Platte, auf der Thompson nur von akustischer Gitarre, einem Kontrabass und manchmal einer Geige begleitet singt, ist ein packendes Erlebnis. Es mag wie ein abgenudeltes Klischee klingen, aber das hörte sich tatsächlich so an, als säße Thompson wenige Meter entfernt im gleichen Raum auf einem Barhocker, zwei Meter links von ihm der Mann mit dem Stehbass und in der Mitte die Violinistin. Man hört das so intensiv und lebendig, als wäre es tatsächlich live. Jede kleinste Modulation der Stimme, jedes Vibrato, jede Anstrengung bei höheren Tönen transportiert die Definion 5 so glaubhaft, dass man fast meint, Thompsons Stimmbänder anschwellen und wieder entspannen zu sehen.

Bei „All Ireland“ von Roy Harper, zugespielt als 16-Bit/44,1 kHz-CD, hat man bei geschlossenen Augen tatsächlich den Eindruck, der Künstler sitze weniger Meter vor einem auf einem Barhocker. Jeder Akkord der zwei akustischen Gitarren, jede einzelne Saite ist exakt zu hören und die Stimme des Sängers bekommt einen Corpus, der auf schlechteren Boxen schlicht nicht zu vernehmen ist.

How Does It Feel“, ebenfalls von Roy Harper (Flac). Am Ende des Stücks spielt eine zweite Gitarre eine Reihe von einzelnen Töten, die auch gute Lautsprecher gerne halb verschlucken. Die Definion 5 arbeitet jeden einzelnen dieser Töne ganz klar heraus und gibt den Anschlägen genau das Volumen, das sie haben und brauchen.

The Beatles, „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“, Bluray. Ich höre akustische Gitarren im Mix, die ich nie zuvor gehört habe. Wenn Lennon, McCartney und Harrison im Chor singen, ist jede Stimme eindeutig herauszuhören und zuzuordnen. Die ganze Platte wirkt warm und lebendig. Zuletzt hörte ich sie so, als ich sie zum allerersten Mal hörte.

Richard Strauss, „Also sprach Zarathustra“, London Symphony Orchestra, LP. Die Definion bewältigt die enormen Dynamiksprünge mühelos. Ich schließe die Augen und sehe das gesamte Orchester vor mir, höre auch die hinteren Reihen ganz klar. Die Pauken fetzen mächtig, sind aber unter Kontrolle, und kein Instrument säuft im Mix ab.

War, „Smile Happy“, CD. Diese Aufnahme der Funk-Soul-Combo aus Kalifornien erstrahlt auf der Definion 5 in einem Glanz, wie ich ihn nicht mehr kannte, seit ich die Nummer einst in einer Diskothek gehört hatte. Von der Bassdrum zu den Snares, vom Bass zu den harmonierenden Saxophonen und Trompeten – das hat einen Körper, das ist massiv! Und wie bei anderen Stücken auch bedrängt einen die Teufel-Box nicht, sondern nimmt einen in den Arm, umschmeichelt einen von allen Seiten mit Klang. Ja, das ist ganz groß, das ist ein Erlebnis.

Und Filme? Ja, auch Filme!

Ich betreibe mit der Definion 5 ein 4.0-Surround-System für Filme und Multichannel-Musik. Die Firma Teufel wird das jetzt nicht gerne hören, aber die Stimmwiedergabe bei der Definion ist dermaßen gut, dass ich in meinem gut 20 Quadratmenter großen Zimmer keinen Center-Speaker vermisse. Stimmen sind sehr konturiert und klar gezeichnet. Und der Bass reicht mir persönlich völlig aus, so dass ich auch nicht dringend einen Subwoofer brauche. 5.1-Systeme oder 7.1, 9.1 oder gar Dolby Athmos machen ehrlich gesagt in einem relativ kleinen Raum nicht viel Sinn. Wer einen Raum extra für Heimkino hat, der braucht natürlich Center und Subwoofer, aber für den gelegentlichen Filmgenuss im Wohnzimmer? Nope, braucht man nicht. Da die Definion durch ihre Koaxial-Technik sehr breit strahlt, muss man auch nicht im exakten Sweetspot sitzen, um das volle Stereo- oder Surround-Erlebnis zu kriegen. Wer das bodenlose Grummeln eines Subs vermisst, sollte sich hier klar sein, dass er einen Woofer braucht, der mindestens 800 Euro kostet. Ansonsten riskiert man, dass die wunderbare Soundlandschaften, die die Definion erschließen, durch einen schlampigen Tiefton versaut werden.

Chinesische Wertarbeit

Die Definion 5 sind Made in China. Von deutschen Ingenieuren entworfen und patentiert, aber halt nicht in Deutschland zusammengebaut. Mich persönlich stört das nicht, denn ich finde es gut, dass auch Chinesen einen Job haben und ihre Familie ernähren können. Und dass sie sich irgendwann die gleichen Lautsprecher kaufen können wie wir Westler. Made in China ist außerdem schon lange kein Indiz für Qualitätsmängel mehr. Teufel gewährt nicht ohne Grund zwölf Jahre Garantie auf die Definion 5. Zu bedenken ist auch, dass durch den Direktvertrieb, den Teufel als Verkaufsmodell gewählt hat, und die Herstellung in Fernost Kosten wegfallen, die durchaus 100 Prozent des Endpreises ausmachen können. Für manchen Lautsprecher, der Made in Germany ist und den man im Laden nebenan kauft, zahlt man also das Doppelte. Das kann auch Vorteile haben. Neben allfälligem Wirtschafts-Partriotismus auch den, dass man dann halt einen Serviceberater in der Nachbarschaft hat. Allerdings ist der Teufel-Kundenservice ziemlich auf Zack.

Compared to what?

Ist die Definion 5 also die beste Box in ihrer Preisklasse? Das traue ich mich nicht zu sagen, weil ich zwar einige Konkurrenzprodukte gehört habe, aber nicht alle, und weil der Geschmack der Menschen sehr unterschiedlich ist. Was ich aber zu behaupten wage, ist dies: Teufels teuerster Lautsprecher geht ganz klar in Richtung High End und Audiophilie und ich kenne einige Speaker, die deutlich mehr kosten und deutlich weniger können. Wer wissen will, ob die Definion 5 was für ihn ist, sollte sie Probe hören, und zwar nicht eine halbe Stunde lang, sondern ein paar Wochen lang. Teufel bietet ja eine achtwöchige Probezeit an, während der man die Lautsprecher einfach zurückschicken kann. In der Preisklasse der Definion habe ich zum Beispiel die Nuvero 110 und 140 der Firma Nubert gehört. Das sind tolle Lautsprecher, aber für meinen Geschmack klangen die ein bisschen zu hell. Die Klipsch Palladium PF-37F hat auch ihre Stärken, zum Beispiel eine extreme „Brutalität“ der Darbietung vor allem bei elektrischen Gitarren, geht aber bei Klassik eher unter und es ist recht schwer, sie richtig im Hörraum zu positionieren. Am ähnlichsten und ähnlich angenehm klangen für mich noch die Tannoy, aber die kosten das Zehnfache der Teufel. Ein kleiner Geheimtipp sind die Teufel Definion 3. Die habe ich auch gehört und sie bringen in etwa 75 Prozent der Definion 5, kosten aber 1.000 Euro weniger. Die Definion 3 hat allerdings auch nicht die tollen massiven Standfüße, die die Definion 5 hat, und 25 Prozent Sound sind halt 25 Prozent Sound.

Teufel Definion 5, Preis: 2.799.99 Euro (Paar). Erhältlich bei https://www.teufel.de

Teufel Move Pro – kleine Kopfhörer, großer Klang

Nur circa 50 Jahre nach Erfindung der In-Ear-Kopfhörer habe ich nun beschlossen, mir auch mal welche zuzulegen. Immer auf der Höhe der Zeit halt. Okay, das war ein bisschen geflunkert, ich hatte natürlich schon mal welche, aber die haben mir so wenig zugesagt, dass ich das Konzept rundheraus ablehnte und lieber bei On-Ear-Hörern blieb. Meine bisherigen Erfahrungen mit In-Ears: Unbequem, mauer Sound, Kabelsalat (ohne Dressing) und irgendwann waren sie futsch – vom Sofa gefressen, in der Kneipe verloren, am Strand verbuddelt, vom Hund verspeist. Da ich nun aber ein recht gutes Smartphone gekauft habe und mich in der Öffentlichkeit nicht mit meinen großen offenen 400-Euro-Kopfhörern lächerlich machen will, gebe ich In-Ears eine neue Chance. Es trifft sich gut, dass die Berliner Firma „Lautsprecher Teufel“, Produzentin sehr guter Boxen und seit einigen Jahren auch immer besserer Kopfhörer, ein brandneues Produkt auf den Markt gebracht hat: Den Teufel Move Pro um 119,99 Euro UVP.

Erster Eindruck: Hohe Qualität

Schon Verpackung und Zubehör sagen mir zu. Die Teufel-Hörer kommen mit einem stabilen Hardcase zur Aufbewahrung, einer praktischen Aufwickelhilfe zur Vermeidung von Kabelsalat, auf einem Stäbchen platzierten Eartips aus medizinischem Silikon in vier verschiedenen Größen und einem Röhrchen, in dem die Aufsetzer ganz unkompliziert   gereinigt werden können (einfach Wasser mit Seife einfüllen, Eartips reintun und schütteln – fertig). Die Kopfhörer selber sind wertig verbaut, teils aus Aluminium. Die fest in den Ohrteilen sitzenden Kabel sind recht robust und bestehen aus einem flexiblen Gewebe, das zusätzlich mit einer Schutzschicht ummantelt ist, die sowohl Kabel-Knicken als auch Reibungsgeräusche effektiv unterbindet. Am Kabel befindet sich auch eine Fernbedienung, mit der man alle wichtigen Funktionen einer Music-App bedienen kann. Eingebaut ist auch ein Mikrofon, das die Kopfhörer zur Freisprecheinrichtung macht.

Klangtest: Wow!

Bevor ich näher auf die Klangeingenschaften des Move Pro eingehe, ein Hinweis: In-Ear-Kopfhörer klingen nur dann gut, wenn man sie ordentlich in die Ohren reinschiebt und die richtigen Eartips verwendet. Jedes Ohr ist ein bisschen anders, weswegen man zuerst ausprobieren muss, welcher Kopfhöreraufsatz der richtige ist. Sind die Teile nicht weit genug im Ohr, verliert man mehr als die Hälfte des Klanggenusses. Vor allem Bässe werden dann nur mehr sehr dünn dargestellt. Steckt Eure In-Ears also ordentlich tief in Eure Ohrwascheln! Und keine Angst, da kann nix passieren, solange Ihr dazu keinen Hammer benutzt.

Zum Testen nehme ich mein Smartphone, ein LG G4, und höre mich quer durch meine Musiksammlung. Die erste Überraschung ist der Bass. So einen voluminösen, gleichzeitig aber kontrollierten und bestens akzentuierten Tiefton kannte ich bislang von In-Ears nicht. Es ist verblüffend, dass die winzigen Teile das so gut hinkriegen. Die exzellent  abgemischte Platte „Exotica“ des New Yorker Jazz-Exzentrikers Kip Hanrahan ist hier ein gutes Beispiel. Der bundlose E-Bass von Jack Bruce wirkt mächtig, aber schön warm, organisch und spieltechnisch jederzeit nachvollziehbar. Es ist kein Wummer-Bass wie bei vielen billigen Kopfhörern, sondern ein zwar starker, aber stets unter Kontrolle bleibender. Dazu trägt wohl auch bei, dass der Move Pro über eine Art „Druckventil“ verfügt, dass übermäßigen Schalldruck nach außen ableitet, weshalb auch keinerlei Gefühl einer tonalen Beklemmung aufkommt und sich stattdessen eine sehr schöne, für In-ears beachtlich breite Stereobühne auftut.

König der Mitten

Die Höhen bringt der Teufel Move Pro exzellent rüber, verschluckt keine Details, ist sehr transparent, ohne schrill zu werden. Hier zischt nix, hier schweigt aber auch kein Hi-Hat und kein Glockenspiel. Am meisten fasziniert mich jedoch die außergewöhnlich schöne Darstellung der Mitten. Wie hier Stimmen, E-Gitarren und Blasinstrumente klingen, ist Spitzenklasse, wie man sie sonst nur von sehr teuren On-Ear-Kopfhörern kennt. Das macht den Teufel Move Pro nicht nur für Pop- und Rockmusikfans interessant, sondern auch für Jazzliebhaber. Einzig bei sehr komplexen Klassikstücken mit großem Orchester vermisst man ein bisschen die Leistung von teuren On-Ears, aber angesichts der Bauweise liefert der Move Pro auch in dieser Disziplin beeindruckende Ergebnisse. Rock, Folk, Jazz, Hiphop, Schlager – all das beherrschen die Move pro fast im Schlaf. Selbst komplexe Percussion-Instrumente heben sich gut vom Rest des Sounds ab, man hört polyrhythmische Schlaginstrumente und kann zwischen ihnen gut differenzieren. Ganz erstaunlich für eine Gerät um rund 120 Euro.

Umfangreich ausgestattet

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Telefonieren

Die Freisprecheinrichtung mittels eingebautem Mikrophon funktioniert klaglos. Ich konnte Anrufer tadellos verstehen und das eingebaute Mikrofon ist so gut, dass von mir Angerufene den Unterschied zum normalen Handy-Mikro nicht bemerkten.

Überlegenswert: Kopfhörerverstärker anschaffen

Ich habe die Move Pro auch an der sehr guten Soundkarte meines PC angeschlossen und dabei einen nochmals deutlich besseren Klang gehört. Obwohl die Teufel-Hörer mit ihren 16 Ohm an jedem halbwegs aktuellen Smartphone gut und laut genug aufspielen, merkt man mit besseren Tonquellen, das noch viel mehr in ihnen steckt. Mein LG G4 ist kein schlechter Music-Player, aber auch nicht der beste. Ich denke, ein eigener kleiner Kopfhörerverstärker könnte aus den Teufel Move Pro noch einiges herauskitzeln. Das ist aber ein Tipp für Audiophile, der akustische Normalverbraucher wird auch so schon bestens bedient.

Vergleich mit anderen Kopfhörern

Ich kann hier keinen großen Klangvergleich anstellen, da ich derzeit nur zwei weitere In-Ears hier rumliegen habe, aber für einen kleinen Eindruck reicht das wohl. Als Konkurrenten treten also an: Der Sennheiser Momentum In-Ear (99 Euro) und der Sony MDR-EX750 (179 Euro). Der für sich genommen sehr feine Senni muss sich dem Teufel leider in jeder Hinsicht geschlagen geben. Alles, was der Sennheiser gut macht, macht der Teufel um ein Eck besser. Es liegen zwar keine unendlichen Weiten zwischen den beiden Geräten, aber doch eindeutig wahrnehmbare. Überraschenderweise behauptet sich der Teufel auch gegen den deutlich teureren Sony, wenn auch mit etwas geringerem Vorsprung. Der MDR-EX750 ist übrigens technisch recht ähnlich aufgebaut, hat wie der Teufel Neodym-HD-Treiber und sogar eine vergleichbare Überdruck-Abfuhr. Doch während der Japaner ein wenig dazu neigt, die Bässe unten abzuzwacken und die Höhen oben zu beschneiden, macht das der Teufel nicht, sondern stellt das ganze Frequenzband dar. Da ist sicher auch einiges an persönlichen Klangvorlieben im Spiel, aber für mich gewinnt der Teufel recht klar gegen Sony und Sennheiser.

Pro: Wirklich gute In-Ear-Kopfhörer, die nicht nur mit hervorragenden Klangeigenschaften punkten, sondern auch mit guter Verarbeitung und umfangreichem, durchdachtem Zubehör. Sie gehören mit Sicherheit zu den Besten ihrer Klasse.

Contra: Das Wechseln der Eartips ist eine elende Fummelei, die an ein Gedulds- oder Geschicklichkeitsspiel grenzt, aber das ist bei vielen In-Ears so und kein Problem von Teufel allein. Klassik-Fanatiker könnten eventuell mit einem Gerät um 500 Euro besser bedient sein.

Konkurrenten: In-Ear-Kopfhörer in der Preisklasse zwischen 150 und 300 Euro.

Tl; dr: Die Teufel Move Pro sind großartige In-Ear-Kopfhörer, die zwar nicht ganz billig sind, aber eine Leistung bringen, die weit über dem liegt, was andere Geräte der Preisklasse zeigen. Klang, Verarbeitungsqualität und Zubehör stimmen und machen die Move pro zu einem echten Tipp für Musikfreunde, die auch unterwegs nicht auf guten Sound verzichten wollen. Lautsprecher Teufel bietet damit erneut einen sehr innovativen, hochwertigen und fair kalkulierten Kopfhörer an.