Vorwärts in die Barbarei

„1.200 Menschen von psychisch Kranken getötet“, brüllt die britische Bouldevarddreckschleuder „The Sun“ ihren Millionen Leserinnen und Lesern entgegen.

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Im Inneren des Blattes wird die Hetze als scheinheilige Besorgnis über den Zustand des Gesundheitssystems getarnt.

Ich werde nun etwas machen, was ich nie machen wollte: Angesichts der Entwicklung in Europa warne ich davor, sich bei der Suche nach Hilfe an psychiatrische Krankenanstalten oder psychosoziale Dienste zu  wenden. Man ist dann registriert und eventuellen Verfolgungs- oder gar Vernichtungsgelüsten auf dem Präsentierteller ausgeliefert. In Belgien und den Niederlanden hat man die „Euthanasie“ für psychisch Kranke bereits legalisiert. Noch müssen die Opfer zuvor ihre Einwilligung geben, aber es ist angesichts der politischen Entwicklung, der totalen Vorherrschaft der betriebswirtschaftlichen Berechnung des Wertes von Menschenleben und den mit Fressneid verbundenen Abstiegsängsten der Mehrheitsbevölkerungen davon auszugehen, dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis Menschen erneut wegen ihrer angeblich „unwerten“ Existenz ermordet werden. Die „Sun“ zeigt, wohin die Reise geht – in Richtung Barbarei.