Schlagwort-Archive: Ungarn

Rassistenpack

Die von der rechtskonservativen Partei Fidesz regierte ungarische Stadt Ozd wollte den Roma mitten in der Hitzewelle das Trinkwasser abdrehen. Nach massiven internationalen Protesten traute man sich das dann doch nicht, sehr zum Unmut der österreichischen Volksseele. Und für dieses Rassistengesindel wollen Grüne, FPÖ, ÖVP und SPÖ mehr “direkte Demokratie” einführen? Habt ihr euch das gut überlegt?

“Krone”:

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“Die Presse”:

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usw. Mag nimmer mehr dokumentieren. Zu heiß die Temperaturen,  zu widerlich die Leute.

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Nazi-Österreich mault

Der Nazi-Kriegsverbrecher Laszlo Csatary wurde in Ungarn aufgespürt und unter Hausarrest gestellt. Das verletzt auf eklatante Weise das Rechtsempfinden der Leser österreichischer Zeitungen.

Im “Standard” würde einer dieser Leser würde gerne sehen, dass man die Juden endlich in Nürnberg vor Gericht stellt:

Der nächste meint, dass man den Judenschlächter doch in Ruhe lassen solle, weil der doch so ein armer alter Mensch sei und immerhin anderswo auch irgendwelche Verbrechen begangen würden:

Wieder einer plädiert für Resozialisierung und gegen das Vorhalten von “Jugendsünden” (Tausende in die Vernichtung zu schicken ist nämlich so was ähnliches wie einen Kaugummiautomaten zu knacken)

Ein ganz besonders Dummer kommt mit Mandela und mahnt, dass wir uns mit dem Mörder versöhnen sollten (denn immerhin waren die Juden ja wohl auch zum Teil mit schuld damals, was?)

In der “Presse” geht es weiter. Zuerst kommt mal das Klagelied über die “Siegerjustiz:

Der zweiter Dodel schafft es, seinen Hass auf “Linke” ebenso wie die älteste aller Ausreden ins Spiel zu bringen:

Es folgt der unvermeidliche revanchistische Vertriebene in dritter Generation:

Dann kommt die Ausrede auf den Befehlsnotstand:

Ein Spitzenjurist schaltet sich ein:

Auch in der “Krone”, Österreichs größter Tageszeitung, geht es rund. Da will zunächst einer, dass wir nur ja kein Urteil fällen über die Nazis:

Die “Judenlobby” wird erwähnt:

Der arme Mann hatte gar keine andere Wahl:

Die Kommunisten waren auch ganz böse:

Die “Jagdgesellschaft” gegen den armen gebrechlichen Greis:

Korrrrz ont bönndig:

Der unersättlich rachsüchtige Jude:

Massenmörderischer Nazi, demokratische Regierung Österreichs – alles dasselbe:

Und erneut sei darauf hingewiesen: Das sind jene Postings, die es durch die Moderation schafften. Man kann also davon ausgehen, hier in einem Land voller Nazis zu leben.

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Orbán, die “linke” EU, SS….

Ungarns Möchtegerndiktator Victor Orbán ist in Bedrängnis geraten. Das wollen seine österreichischen Fans nicht auf ihm sitzen lassen. Ein kleines Sittenbild aus den Online-Leserbriefspalten…

“Kleine Zeitung”:

Die Presse“:

“Der Standard”:

“Krone”:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Faschisierung Europas

In Ungarn sollen nun Vertreter der Vorgängerregierungen von Victor Orbáns Regime eingesperrt werden. Wegen des “politischen Verbrechens” der Staatsverschuldung. Arbeitslose sollen in bewachten Containerlagern “konzentiert” werden, um de facto Zwangsarbeit zu verrichten. In Medien, die der mit Zweidrittelmehrheit herrschenden Regierungspartei Fidesz nahe stehen, wird gegen Juden, Roma, Sozialdemokraten, den Rechtsstaat und die EU gehetzt. Oppositionelle oder auch nur kritische Zeitungen und Rundfunksender werden ausgehungert und mit Sondergesetzen zum Schweigen gebracht. Orbán erklärt die westlichen Demokratien zu “Auslaufmodellen” und lobt das totalitäre chinesische System. Kurz: Ungarn wird zu einem faschistoiden Staat. Die EU schweigt dazu. Die sozialdemokratischen Parteien Europas schweigen. Die internationalen Gewerkschaften schweigen. Viele konservative Parteien schweigen nicht nur, sondern sympathisieren offen mit der Entwicklung in Ungarn. Rechtsradikale Gruppierungen sehen in Ungarn ein Vorbild. Und weil alle schweigen oder gar zustimmen, kann sich die braune Pest ungehindert ausbreiten. Wie schon einmal in der Geschichte. Beinahe. Denn damals gab es einen entscheidenden Unterschied: Es gab einen antifaschistischen Grundkonsens in den angelsächsischen Staaten und es gab eine zumindest offiziell antifaschistische Sowjetunion (dass der stalinistische Kommunismus ein Verbrecherregime war, weiß man. Nicht ohne Grund greift Orbán mitunter auch auf stalinistische Methoden zurück). Heute aber sind die Voraussetzungen, den neuen Faschismus aufzuhalten, schlecht. Was Orbán macht, stößt auf Sympathie, von der amerikanischen “Tea Party”-Bewegung über Europas Konservative und Rechte bis hin zu den russischen Pseudodemokraten, den chinesischen Polizeistaatskapitalisten und sogar Vertretern der israelischen Rechten. Von außen wird keine Hilfe kommen, sollte sich der neue Rechtsextremismus in Europa durchsetzen.

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Ungarn: Faschismus reloaded

So ist das also, wenn die Freiheit stirbt. Ich habe mich ja oft gefragt, wie das war, als der Faschismus einst Stück für Stück Europa übernahm. Jetzt weiß ich es, weil man es derzeit live miterleben kann. Ungarn führt Zwangsarbeit ein samt Lagern, in denen die Zwangsarbeiter von ehemaligen Polizisten bewacht werden. Und diese Zwangsarbeiter werden nicht nur, unabhängig von ihrer Qualifikation, als Sklaven für Bauvorhaben des Staates eingesetzt, sie sollen auch an Privatunternehmer “verliehen” werden. Betroffen sollen alle Arbeitslosen sein, die nach einer Frist von 180 Tagen noch keinen neuen Job haben. Ungarns Regierungspartei Fidesz setzt damit einen Plan der neofaschistischen Jobbik in die (Un)Tat um. Gleichzeitig geht die “Säuberungswelle” gegen regierungskritische Journalisten weiter. Und genau wie in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts schaut Europa belämmert dabei zu, wie ein Staat die Vorreiterrolle auf dem Weg in den Faschismus übernimmt, und die sozialdemokratischen und liberalen Parteien der EU schweigen, wie auch die europäischen Gewerkschaften. Genau so geht das los, genau so beginnt der Weg in den braunen Abgrund. Und demnächst, vielleicht schon 2013, wird Österreich wohl nachziehen…

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Deppenflotte ahoi

In Ungarn flüchten Roma vor neonazistischen Paramilitärs. In Syrien lässt Diktator Assad mit tatkräftiger logistischer Unterstützung aus Teheran Oppositionelle massakrieren. Leider können viele europäischen “Menschenrechtsakivisten” und “Linke” dazu nicht mal einen Kommentar abgeben, geschweige denn was dagegen tun, denn die sind derzeit voll und ganz damit beschäftigt, in Komplizenschaft mit radikalislamistischen Kräften eine antiisraelische Blockadebrecherflotte zusammenzustellen

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Die Fäkalantisemiten der Fidesz

Weil viele Rechtskonservative immer wieder mal behaupten, die ungarische Fidesz sei nicht antisemitisch, empfehle ich die Lektüre eines Gastkommentars von Karl Pfeifer in der “Presse”. Pfeifer, seit Jahrzehnten Ungarn-Experte, weist darin auf die besorgniserregende Mischung aus nationalistischem Trotz, vulgärem Antikapitalismus und antisemitischer Propaganda hin, die Ungarn langsam in einen autoritären Staat zu transformieren droht.

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