Obamas neueste Fehlentscheidung

Die USA wollen ihren Boykott gegen den UN-Menschenrechtsrat beenden und sich aktiv um einen Sitz in dem Gremium bemühen. Das klingt bei oberflächlicher Betrachtung toll und nach „change“ und „we shall overcome“, und überhaupt: Wer könnte denn etwas gegen ein Gremium haben, wenn dieses sich doch dem Namen nach um die Einhaltung der Menschenrechte kümmern müsste? Nun ja, jeder Mensch, dem wirklich an Menschenrechten gelegen ist. Dieser „Menschenrechtsrat“, in dem vor allem islamische Diktaturen das Sagen haben, befasst sich obsessiv mit Israel und mit Israelbashing, reale Menschenrechtsverletzungen kümmern diesen „Rat“ nicht die Bohne. Neben der Existenz Israels ist diesem feinen „Menschenrechtsrat“ auch die freie Meinungsäußerung ein Dorn im Auge. Vor wenigen Tagen erst wurde eine glücklicherweise nicht bindende Resolution mehrheitlich angenommen, die die „Diffamierung von Religonen“ (namentlich wird als einzige der Islam genannt!) als „Rassismus und Menschenrechtsverletzung“ brandmarkt.

Also: Was zum Henker glaubt Obama, in dieser schlechten Gesellschaft verloren zu haben? Außer „nein“ zu sagen und danach überstimmt zu werden, wird den USA in den meisten Fällen nichts übrig bleiben, doch allein schon durch die Teilnahme werten die Vereinigten Staaten diesen antiwestlichen und demokratiefeindlichen Verein unnötig auf.

Israel: Propagandakrieg tobt weiter

Zwar wird zur Zeit an Israels Grenzen relativ wenig geschossen und bombardiert, doch der Propagandakrieg tobt weiter. So druckt etwa der „Standard“ eine Agenturmeldung nach, in der es heißt, ein „UNO-Bericht“ werfe den IDF vor, palästinensische Kinder als lebende Schutzschilde missbraucht zu haben (was übrigens ausdrücklicher Bestandteil der palästinensischen „Kriegsführung“ ist, Anm.). Dass dieser „UNO-Bericht“ unter der Ägide des berüchtigten Israel-Bashers, 9/11-Verschwörungstheoretikers, Terroristenfreunds und Khomeini-Unterstützers Richard Falk entstanden ist und dass sich die UNO und ihre Vorfeldorganisationen gegenüber Israel zumeist alles andere als fair verhalten, verschweigt der „Standard“ vorsorglich.

Der „Standard“ berichtet auch über einen Artikel in „Haaretz“, in dem von IDF-Soldaten die Rede ist, die sich zum Abschluss ihrer Grundausbildung geschmacklose und rassistische T-Shirt-Aufdrucke herstellen lassen (zB eine Karikatur einer bewaffneten schwangeren Burkaträgerin im Fadenkreuz mit der Unterschrift „one shot, two kills“). Das ist, falls es sich nicht eine typische Haaretz-Ente handelt, ein Fall für interne Untersuchungen der israelischen Armee und natürlich Stoff für eine Diskussion über Verrohungstendenzen bei den IDF. Dass die Antizionisten dieser Welt sich über ein paar mit widerlichen Motiven bedruckte Baumwollleiberln furchtbar aufregen und darin einen weiteren „Beweis“ für die Verkommenheit der Juden sehen werden, steht bereits fest, und natürlich wird keiner der „zutiefst Schockierten“ auch nur auf den Gedanken kommen, dass es eventuell ganz normal sein könnte, dass es unter 18/19-jährigen Kids, die Waffendienst unter realen Kriegsbedingungen und ständiger Bedrohung leisten müssen, selbstverständlich auch welche gibt, die unreif und verängstigt und großtuerisch und, ja doch, rassistisch sind. Israelis sind ganz normale Menschen mit ganz normalen menschlichen Schwächen. Eine banale Tatsache, die sich den „Friedensfreunden“, die meinen, Auschwitz sei eine Erziehungsanstalt zum Edelmut gewesen, einfach nicht erschließen mag und so deren antisemitische Ressentiments entlarvt. Und kein „Antizionist“ oder „Israelkritiker“ wird so viel Anstand haben, neben der Kritik an den menschenverachtenden T-Shirtaufdrucken auch zuzugeben, dass Israels Soldatinnen und Soldaten trotz des enormen Drucks, den ihre Feinde seit Jahrzehnten auf sie ausüben, stets eine im Rahmen des militärisch Möglichen klar humanere Kriegsführung betrieben haben als andere Armeen in vergleichbaren Situationen. Wetten?