Wien wählt: Der degenerierte Klassenkampf

Kommenden Sonntag wählt Wien. Kann sein, der Schock vom Oberösterreichischen Wahlergebnis und die Zuspitzung des Wahlkampfes auf ein Rennen um den ersten Platz zwischen FPÖ und SPÖ mobilisiert all jene, die bei aller Kritik an den Sozialdemokraten keinen FPÖ-Bürgermeister haben wollen. Kann also sein, es wird alles halb so schlimm. Kann aber auch sein, der Strache wird der große Sieger. Die Arbeiterklasse hat in Oberösterreich schon zu über 60 Prozent die Freiheitlichen gewählt. Weil diese Klasse vor Wut kocht.

Objektiv betrachtet hätten die Arbeiter und alle anderen außer den Hardcorerechten keinen Grund, in Wien aus Protest die FPÖ zu wählen. Die Stadt ist trotz einiger Dekadenzerscheinungen, die eine jahrzehntelange parteipolitische Dominanz mit sich bringt, immer noch äußerst lebenswert und gut verwaltet. Gerade die sozial Schwachen leben in Wien besser als in den meisten anderen Städten der Welt. In Wien, und das ist global gesehen fast einzigartig, muss niemand obdachlos sein. Es gibt natürlich trotzdem Obdachlosigkeit, aber die Stadt beschafft jedem, der sich an die zuständigen Stellen wendet, eine Wohnung. Die Wiener Obdachlosigkeit ist keine, die auf materielle Not zurückzuführen ist, sondern liegt meist an schweren psychische Beeinträchtigungen der Betroffenen, die Hilfsangebote nicht mehr annehmen können oder wollen. Diese Art von Obdachlosigkeit könnte man nur bekämpfen, indem man Zwangsmaßnahmen gegen die Obdachlosen ergreift und sie in Heime sperrt. Auch bei der Gewährung der Mindestsicherung und anderer Sozialleistungen ist Wien recht großzügig.

In Wien lebt man auch in Arbeiterbezirken recht gut. Die Stadt bemüht sich nach Kräften, die Außenbezirke nicht zu vernachlässigen und keine Slums entstehen zu lassen. Die Freizeitangebote sind vielfältig, der Öffentliche Nahverkehr ist so gut ausgebaut, dass niemand auf ein Auto angewiesen ist. Egal, wo man wohnt, man ist mit der U-Bahn in wenigen Minuten im Grünen. In internationalen Vergleichen landet Wien verlässlich unter den drei Städten, die weltweit als die lebenswertesten gelten.

Und dennoch könnte es sein, dass die Sozialdemokraten, die das alles ermöglicht haben, abgewählt werden. Das aber hat nur sehr wenig mit der Stadtpolitik zu tun. Die Wut und die Unzufriedenheit richten sich allenfalls symbolisch gegen das Rathaus. Darunter köchelt ein Hass, der sich aus den Verschiebungen der Machtverhältnisse speist, die die Globalisierung mit sich gebracht hat. Die Lohnabhängigen merken, dass ihre Realeinkommen seit 20 Jahren sinken und gleichzeitig die soziale Absicherung immer löchriger wird. Sie merken auch, dass die Schicht der Gewinner immer reicher wird. Da es aber keine ernsthaften linken Alternativen zu geben scheint, wählen sie rechts in der Hoffnung, die Rechten würden das tun, was die FPÖ auf Wahlplakaten verspricht, nämlich „Rache“ zu nehmen. Rache für Lohnkürzungen. Rache für demütigende Erfahrungen mit dem Arbeitsamt. Rache für eine Politik, die den Menschen immer nur sagt, sie müssten sparen.

Dass die FPÖ eine Partei der Industriellen, der Großgrundbesitzerinnen und der akademischen Spitzenverdiener ist und daher nicht im Traum an Verbesserungen für die Arbeiterklasse denkt, wird einerseits zu selten thematisiert und ist andererseits denjenigen, die vor Wut blind geworden sind, inzwischen egal. Die Zornigen wollen gar kein besseres Leben mehr für sich, denn solche Gedanken hat man ihnen gründlich ausgetrieben, sie wollen ein schlechteres Leben für andere. Das ist die degenerierte Form dessen, was früher mal der Klassenkampf gewesen ist. Wem immer gesagt wird, er brauche sich keine Hoffnungen mehr auf Verbesserungen machen, sondern müsse sich im Gegenteil an ständige Verschlechterungen gewöhnen, dessen Gerechtigkeitsgefühl pervertiert zum Neid auf jene, denen es besser geht, und diesen Neid bedient die FPÖ schon seit den Zeiten Jörg Haiders

WKR-Ball: Die schlimme Wahrheit

Die FPÖ will die Grünen „verklagen“. Weil die nämlich böse Randalierer aus Deutschland eingeladen hätten, sagt die FPÖ. Bislang hielt ich das für das übliche strunzdumme Propaganda-Gefasel verwirrter Rechter, doch nun liegt mir exklusiv ein Telefonprotokoll vor, welches beweist: Die FPÖ hat Recht.

Die Rote Flora, Hamburg. Das Telefon läutet.

Autonomer: „Hallo, wer nervt?“

Eva Glawischnig (forsch): „Hier Tamara Bunke. Bisserl mehr Haltung, wenn das Oberkommando anruft!“

Autonomer (verdattert): „Pardon, Frau Glawisch… Genossin Bunke. Was dürfen wir für Dich tun?“

Eva Glawischnig: „Ihr tanzt am 24. 1. in Wien an und macht Randale! Wir erwarten mindestens fünf zerbrochene Blumentöpfe, einen spektakulären Blendgaranteneinsatz, zwei zerbrochene Schaufensterscheiben, ein ruiniertes Polizeifahrzeug und einen zerdepperten ORF-Wagen.“

Autonomer: „Zu Befehl, Genossin.“ (schlägt knallend die Hacken zusammen)

Eva Glawischnig: „Für Drogen und Alkohol ist gesorgt. Wir ziehen unsere nigerianischen Dealer von den Kindergärten ab, damit wir Euch und die mitmarschierenden nützlichen Idioten mit Haschisch aufputschen können. Wer zuviel Hasch erwischt, kriegt Kokain zur Beruhigung.“

Autonomer (schmeichelnd): „Klingt ausgezeichnet, Genossin Oberkommandierende.“

Eva Glawischnig (autoritär): „Vollzug! Und wartet auf weitere Befehle. Marschroute wird noch durchgegeben. Die Polizei sollte durch die Umwandlung der Mariahilfer Straße in eine Fuzo ausreichend geschwächt und verwirrt sein. Nachdem der Ball erfolgreich sabotiert wurde, tritt Plan Frankfurt in Kraft. Alle Mitglieder von Burschenschaften und FPÖ werden verhaftet und kommen in Transgenderumerziehungslager und LSD-Camps.“

Autonomer: „Fantastisch! Es lebe die ökototalitäre Diktatur des Proletariats! Ev… Tamara befiehl, wir folgen. Ich spreche wohl für alle Autonomen hier wenn ich sage, dass wir strenge Befehlshierarchien lieben“.

A hard rain´s a-gonna fall

Europas Politik des Sozialabbaus führt zu Zuständen, die wir seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr gekannt haben. Mitten in Wien betteln Menschen um Essen. Nicht um Cents, sondern um Brot und Wurst. Die, die noch nicht zu den Bettlern gehören, reagieren aggressiv – nicht auf das Elend, sondern auf die Elenden. Kleinunternehmer heuern Sicherheitsfirmen an, die die Hungernden vertreiben sollen. Die, die noch nicht zu den Hungernden zählen, klatschen Beifall und fordern noch mehr Härte gegen die Hungerleider. Der Mensch zeigt sich von seiner schlechtesten Seite in der Vorweihnachtszeit 2013. Er tritt auf als Angstbeißer, der nicht die Zustände ändern möchte, die die Not hervorbringen, er will die in Not Geratenen beseitigt sehen. 2000 Jahre Christentum und 150 Jahre Sozialdemokratie für die Katz. Die autoritär abgerichteten Befehlsempfänger  spüren sich so wenig, dass sie nicht einmal mehr die einfachsten Formen von Richtig und Falsch auseinander halten können. Jedes Kind weiß, dass es falsch ist, Hungernden nichts zu essen zu geben. Die Erwachsenen jedoch, nachdem man ihnen in Schule und Berufsausbildung und Militär jede Menschlichkeit ausgetrieben hat, engagieren Wachdienste, die die Brotlosen vertreiben sollen, und wählen die FPÖ. A hard rain´s a-gonna fall.

Menschen zum Fürchten

Falls sich jemand fragt, wo nach einer faschistischen bzw totalitären Machtergreifung immer so rasch all die Folterknechte und Mittäterinnen und Erschießungskommandofreiwilligen herkommen, hier die Antwort anhand von Userkommentaren zum Polizeiübergriff bei einer Demo gegen Abschiebungen.

„Krone“:

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„Die Presse“:

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„Kleine Zeitung“:

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Zwei Genossen

Wien, 1972, Rathaus

A: „Mahlzeit, Genosse. Alles in deutscher Hand?“

B: „Mahlzeit, je eh. Du, wenn ich dich grad da hab, ich hab da schon wieder so einen komischen Bericht gekriegt. Irgend so ein ehemaliges Heimkind vom Wilheminenberg hat was gsagt von wegen Misshandlungen und so. Ich wollt´s grad in der Rundablage entsorgen“.

A: „Dort gehörts auch rein. A Wahnsinn dass die Gschrappen so undankbar sind! Kriegen von uns ein Dach überm Kopf und a warme Mahlzeit am Tag und dann gibts echt ein paar, die sich noch beschwern, nur weils manchmal a Watschn  kriegen. Gsindl!“

B: „Haha aber echt. Unterm Adolf hamma die einfach weggräumt. A Spritzn und vorbei war´s mit dem Gfick was dem Steuerzahler auf der Taschn liegt. Vielleicht sollt ma den Genossen Heinrich Gross mal hinschicken, damit er aufräumt, hahaha“.

A: „Hahaha, ka schlechte Idee. Sind eh ein Haufen ehemaliger Kameraden dort als Erzieher und Aufpasser und Hausmeister und so. Alles Rote jetzt natürlich. Na ja. Du, wie gehts deiner Frau?“

B: „Ja eh gut. Weißt eh wie das is nach ein paar Jahren Ehe, da ist es halt nimmer das Gleich wie es amal war“.

A: „Willst eine 13-Jährige pimpern? Solltest mal! So unverbraucht und fesch und nach ein paar Watschn auch total willig. Und kost ned viel, 30 Schilling musst dem Genossen geben, der grad Dienst hat am Wilheminenberg. Der arrangiert dann alles und lasst dich drüberrutschen“.

B: „Kling ned schlecht, aber was is mit der Polizei?“

A: „Geh bitte, erstens glaubt den Gschrappen eh keiner ein Wort und zweitens waren Genossen vom Stadtkommando auch schon dort und ham pempert. Bei der Geburtstagsfeier vom Oberst Pepi hamma sogar die Haserln aus dem Heim antanzen lassen, damit´s uns alle bedienen“.

B: „Und du hast echt ka Angst dass das mal rauskommen könnt?“

A: „Na echt ned. Leut von der Zeitung ham sich auch schon mal ein paar Mäderln und Buben zuführen lassn. Und selbst wenn da mal was rauskommt, wer glaubt denn bitte einem rachsüchtigen Heimkind?“

B: „Richtig, das is ja fast so wie mit dem Professor Wurst in Klagenfurt. Der soll ja auch fleißig auf der Psychiatrie die Kinderlein vögeln und nix passiert, weil denen keiner was glaubt, den behinderten Tschapperln“.

A: „Na siehst, du hast es erfasst. Freundschaft noch“.

B: „Freundschaft“

Wohnen und sterben in Berlin und Wien: Ein kleiner Vergleich

In Berlin ist eine 67-jährige behinderte Frau verstorben, nachdem man sie delogiert hatte. Die Frau war mit der Miete im Rückstand und Vermieter und Nachbarn behaupten auch, sie sei ein „Messie“ gewesen und habe ihre Wohnung so verkommen lassen, dass es im Haus gestunken hätte. Gegen die angekündigte Delogierung formierte sich Widerstand von Demonstranten, weswegen 150 Polizisten ausrückten, um die Räumung der Wohnung zu ermöglichen. Nach der Delogierung fand sich die Frau in einer „Kältenotstelle“ wieder, wo sie dann starb. Berlin und seine über drei Millionen Einwohner waren war nicht willens oder in der Lage, einen humanen Ausweg zu finden.

In Wien gab es vor ein paar Jahren einen ähnlichen Fall: Ältere Dame ist mit der Miete im Rückstand, hält sich in ihrer winzigen Wohnung einen kleinen Privatzoo mit etlichen Katzen und Hunden und Meerschweinchen, stapelt so lange den Müll in der Wohnung, bis sich die Nachbarn über den Gestank beschweren. Auch hier reagierten die Behörden. Aber ganz anders. Man schickte nicht die Polizei, sondern ein Team von psychologisch geschulten Sozialarbeitern. Die brachten die Frau vorübergehend in eine andere Unterkunft, reinigten die Wohnung, ließen die Tiere medizinisch versorgen und bezahlten den kleinen Mietrückstand. Als das erledigt war, brachte man die alte Dame wieder in ihre gewohnte Umgebung, wo sie seither einmal pro Woche Besuch von einem Betreuer erhält, der ihr beim Wohnungsputz und bei der Versorgung ihrer Vieher hilft. SO geht das, DAS ist sozial und menschenwürdig!

Zwei vergleichbare Fälle, zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Dienst nach Vorschrift versus Menschlichkeit, sture Paragraphenreiterei gegen Eingehen auf individuelle Bedürfnisse. Auch in Wien gibt es immer wieder furchtbare menschliche Schicksale, gibt es Menschen, die ihre Wohnungen verlieren, aber im Vergleich zu anderen großen Städten hat die Donaumetropole einen hervorragend ausgebauten Mieterschutz und ein soziales Unterstützungssystem, das auf die Menschen eingeht, statt bloß Amtshandlungen zu setzen. Anderswo hätte die Frau wohl ihre Wohnung verloren und wäre entmündigt in der Psychiatrie oder sogar auf der Straße gelandet. In Wien entschied man sich für Humanität. Das ist kein Zufall, sondern liegt daran, dass die Stadt seit Jahrzehnten sozialdemokratisch regiert wird. Und auch daran, dass diese Wiener Sozialdemokratie nie ganz vergessen hat, wofür Sozialdemokratie zu stehen hat, nämlich das Leben für möglichst viele Menschen lebenswert zu gestalten, wozu eben auch zählt, nach Möglichkeit allen Menschen einen würdigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Überraschenderweise und trotz aller seit 100 Jahren andauernden Unkenrufen von Konservativen und Rechten nagen Wiener Immobilienbesitzer trotzdem nicht am Hungertuch.

King Abdullah Bin Abdulaziz International Centre

Es gibt viel Kritik am „King Abdullah Bin Abdulaziz International Centre“, dem Zentrum für interreligiösen Dialog, das von Saudi Arabien in Wien gegründet und finanziert wird. Ich aber sage euch: Es ist allemal besser, wenn die „Nutters of God“ (Roy Harper) miteinander reden, statt auf einander zu schießen. „Imagine no religion“, die Utopie von einer mit dem Menschsein ins Reine kommenden Menschheit, können wir uns wohl abschminken, denn die Zahl der bedrängten Kreaturen, die ihr spirituelles Opium wollen, wird nicht kleiner, auch wenn das bei oberflächlicher Betrachtung der Religiositätsentwicklung in manchen europäischen Staaten so aussieht. Nein, es gibt einen überaus vitalen Islam, ein in weiten Teilen der Welt, vor allem auch in den USA, Großbritannien, Russland und Südeuropa (von Lateinamerika und Afrika ganz zu schweigen), fast unvermindert einflussreiches Christentum, mehr Buddhisten und Hindus als je zuvor und einen ganzen Supermarkt voller neuer, wiederentdeckter oder gerade erst erfundener Religionen und Religionsersatzdrogen. Seit es in vielen Staaten als unschick gilt, Juden zu verfolgen und/oder zu ermorden, wächst sogar die Schar der Kinder Mose, wenn auch weniger rasant. Religion ist nicht tot, es kam uns bloß so vor. Ist halt so, trotz Bildung und Informationszeitalter. Was mich wieder an den Anfang dieses kleinen Beitrags zurückbringt: Wenn die bequatschen, wie man in Frieden miteinander auskommen könnte, soll mir das recht sein, auch deshalb, weil es vielleicht ein bisschen Energie, die die Religionen ansonsten darin investieren würden, Agnostikern und Atheisten auf den Sack zu gehen, bindet. Auch wenn die Initiative dazu von einem der furchtbarsten Gottesstaaten kommt und teilweise zu Recht als klerikalfaschistische Charmeoffensive bekrittelt wird, sollte man Dialogangebote nie rundweg ablehnen. Für saudi-arabische Verhältnisse ist so ein Dialog, der ja das Existenzrecht anderer Religionen eingesteht, schon ein Fortschritt. Man wird noch sehen, was im „King Abdullah Bin Abdulaziz International Centre“ besprochen werden wird, und es wird natürlich schon spannend sein zu beobachten, ob sich da bloß ein paar Pfaffen gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich dann doch wieder nur in einem einigen, dass nämlich díe Nichtgläubigen verachtenswerter Abschaum seien, oder ob man da wirklich auch ein bisserl Tacheles darüber reden wird, warum zB Juden nicht nach Saudi Arabien reisen dürfen und Christen dort an der Religionsausübung gehindert werden. Dass die Leute in diesem „interreligiösen Dialog“ zu dem Schluss kommen, stets nur Unsinn verbreitet zu haben und dann einen mit einer Entschuldigung für all den blutigen Wahnsinn verbundenen Appell an die Weltbevölkerung veröffentlichen, doch bitte vom Gläubigsein abzusehen, darf man getrost als unwahrscheinlich voraussetzen, ohne damit rechnen zu müssen, von der Realität widerlegt zu werden. Aber wenn das Dialoggequastsche dazu führt, dass man ein wenig netter zueinander ist, wäre schon viel gewonnen.

Demo gegen das iranische Regime

Stop The Bomb ruft zu einer Demonstration gegen den Empfang in der Residenz des iranischen Botschafters in Wien auf.

Nieder mit der Islamischen Republik!
Kundgebung gegen Empfang in der Residenz des iranischen Botschafters!

Freitag, 11. Februar 2011, 18:00 Uhr
Lainzer Straße/Ecke Gloriettegasse, 1130 Wien

Am Freitag, den 11. Februar findet in der Residenz des Botschafters des iranischen Regimes in Wien-Hietzing der alljährliche Empfang zur Feier des Jahrestages der islamischen Revolution statt. Diese Revolution hat dem Land eine seit über 30 Jahren andauernde Terrorherrschaft beschert. Während das Regime im Iran seine Legitimität bei großen Teilen der Bevölkerung längst verloren hat, hofieren Politiker, Wirtschaftsvertreter und Diplomaten, die sich zu solch einem Empfang einladen lassen, weiterhin die Diktatur aus Ajatollahs und Revolutionsgarden. Trotz des unbeirrten Festhaltens am Nuklearwaffen- und Raketenprogramm, das eine Gefahr für die gesamte Region und eine existenzielle Bedrohung für Israel darstellt, suchen EU-Politiker immer wieder den völlig nutzlosen Dialog mit dem Regime, anstatt endlich die demokratisch-rechtsstaatliche und säkulare Opposition zu unterstützen. Anstatt dem Regime durch scharfe und umfassende Sanktionen die Fortsetzung seiner Projekte zu verunmöglichen, ist die Europäische Union weiterhin der wichtigste Handelspartner des Regimes und auch in Österreich steigt das Handelsvolumen mit dem Iran weiter an.

Veranstalter: STOP THE BOMB
Unterstützt von: Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich, Basisgruppe Politikwissenschaft, Bund sozialdemokratischer Juden – Avoda, Café Critique, Demokratische Partei Kurdistan – Iran, European Council of WIZO Federations, Grüne Andersrum Wien, Liberales Forum, Queer Hebrews, WIZO Österreich, Zionistische Föderation in Österreich u.a.

Rot-Grün in Wien? Hell Yes!

Die Wiener SPÖ führt überraschenderweise Koalitionsverhandlungen mit den Grünen und tut damit das einzig Richtige. Das wenig beliebte Modell einer SPÖ-ÖVP-Zusammenarbeit vom Bund auf die Hauptstadt zu übertragen, wäre ein Signal für Stagnation und Fantasielosigkeit und würde es wohl verunmöglichen, frustrierte Nichtwähler ebenso wie jene, die dem hetzerischen Wahlkampf der FPÖ auf den Leim gegangen sind, wieder von ihrem (a)politischen Horrortrip runterzuholen. Die ÖVP, die mit dem lächerlichen Versuch, sich als harte Law-&-Order-Partei zu positionieren, ihr schlechtestes Wahlergebnis aller Zeiten einfuhr, muss den Verhandlungen stumm zusehen, denn durch ihre seit Jahren funktionierende Koalition mit den Grünen in Oberösterreich hat sie selbst dafür gesorgt, dass Propaganda a la „mit den grünen Chaoten kann man doch nicht regieren“ nicht verfängt. Schwer zu schlucken haben allerdings die Sympathisanten der FPÖ. Straches Fanboys drehen regelrecht durch vor Wut und überschwemmen derzeit diverse Internetforen mit paranoiden Schreckensvisionen vom Untergang des Abendlandes in Wien. Wahnhaft-aggressiv wird da davon fantasiert, dass Rot-Grün in Wien die Benzinpreise erhöhen oder überhaupt die Autos verbieten werde, dass der Stephansdom demnächst in eine Moschee umgebaut werde, dass bald an jeder Ecke Haschischtrafiken aus dem Boden schießen würden und, mein Favorit, dass die „grünen Emanzen“ die armen Wiener Männer gesetzlich zwingen werden, nur noch im Sitzen zu pinkeln. Und natürlich träumen sich diese Leute einen Erdrutschsieg für die FPÖ bei den Wahlen in fünf Jahren herbei.

Sollen sie ruhig von warmen Eislutschern träumen, die armen blauen Hascherln, aber dass ihnen außer Schreien und Hetzen nichts bleibt, daran sind sie ganz allein selber schuld. Wer einen Johann Gudenus zum Klubchef der Rathausfraktion macht, die neuen Mandate fast ausschließlich mit deutschnationalen Burschenschaftern beschickt, einen rassistischen Wahlkampf samt Nazidiktion führt und Kontakte zum neonazistischen Untergrund pflegt, der nimmt sich aus dem Spiel, der signalisiert: „Ich will gar nicht koalieren“. Und in der Tat kann keine Partei, die sich an die Basics von Demokratie und Anstand hält, mit der Strache-FPÖ zusammenarbeiten.

Sollte die rot-grüne Koalition zustande kommen, bleibt zu hoffen, dass diese demokratiepolitische Chance  nicht versaubeutelt wird. Risikofaktoren gibt es genug. Bei den Grünen sind ja etliche Leute, deren Welt beim Ring anfängt und beim Gürtel endet, und für die die so genannten „Arbeiterbezirke“ politisches, psycholgisches und wahlkämpferisches terra inkognita sind, was zu einer Tendenz führt, zB Probleme mit der Migration oder auch soziale Fragen romantisierend zu betrachten. Freilich gibt es auch genügend grüne Realisten, welche die Stadt und deren Möglichkeiten und Probleme ganzheitlich erfassen. Von daher betrachtet müsste diese Partei für die Regierungsverantwortung durchaus fit sein – wenn die Realisten die Oberhand bewahren. Die SPÖ ihrerseits wird sich auch bewegen müssen und ein wenig von ihrem Totalitätsanspruch abrücken. Auch wenn das viele Rote anders sehen: Wien gehört ihnen nicht und sie haben keinen Exklusivitätsanspruch auf Ideen und Reformen. Dass sich sowohl bei der SPÖ, als auch bei den Grünen einige Figuren tummeln, die gerne Außenpolitik spielen möchten, und das vorzugsweise antiisraelisch, ist traurig, aber immer noch harmloser als die diversen Direktkontakte der FPÖ zu arabischen Despotien und dem iranischen Klerikalfaschismus. Also: Schauen wir einmal, was bei den Koalitionsverhandlungen herauskommt. Ich hoffe, dass man sich einigen kann und damit beweist, dass es Alternativen gibt zu Koalitionsformen, die vielen Österreichern schon zum Halse heraushängen.

Brauner Sexualneid

Dass die vorgeblich „prorisraelische“ Website „Polically Incorrect“ den Wahlsieg der antisemitischen, proiranischen, prosyrischen, prolibyschen und propalästinensischen FPÖ in Wien bejubelt, überrascht mich nicht. Schön ist es allerdings zu sehen, welche psychosexuellen Motive die „PI“-Leserschaft umtreiben:

FPÖ hat vor allem bei Männern hinzugewonnen. Frauen scheinen sowohl in Österreich wie auch in Deutschland eher LINKS zu wählen. Darum auch das Buhlen der CDU/CSU um jede Frauenstimme,das”Modernisieren” im Schwenk nach LINKS,das Frau Merkel exzessiv betreibt. Wissen Frauen denn nicht,daß die LINKE ihnen den Islam bescheren werden ? Daß AUCH Frau Merkel,die sich fälschlicherweise als Mitte bezeichnet, ihnen den Islam bringt ? Dann ist aber endgültig Schluß mit dem Heidenspaß.

die frauen vögeln halt gern mit den islamis, lassen sich als “übungsmaterial” gern missbrauchen. und wählen dann natürlich die partei, welche ihnen exotischen nachwuchs garantiert. so ist es jedenfalls meiner erfahrung nach in deutschland. man sollte frauen bis zum 30 lebensjahr das wahlrecht entziehen. sie haben zum großen teil den islam hier nach europa hineingewählt.

ist wirklich ein Witz, die westlichen Frauen haben alles zu verlieren, wählen die FPÖ aber nicht. Werde einer schlau aus den Frauen.

sie haben zum großen teil den islam hier nach europa hineingewählt. Ich verstehs auch nicht. Da wird ständig in den Medien von “der starken Frau palavert” und dann diese Unterwürfigkeit gegenüber den Muslimen. Haben die alle Minderwertigkeitskomplexe,sehnen die sich nach dem “starken Mann”,der sie dann doch nur als de utsche Schlampe beschimpft und benutzt ? Gefällt denen so etwas ? Ist Masochismus schick ?

ist wirklich ein Witz, die westlichen Frauen haben alles zu verlieren, wählen die FPÖ aber nicht. Werde einer schlau aus den Frauen. Hat die ewige Nazikeule hier noch fester getroffen als bei den Männern? Sind Frauen Medien-gläubiger als Männer? Leichtgläubiger? Lassen sie sich linken Müll schneller aufschwatzen,weil die LINKEN ihnen schmeicheln (starke Frau),um sie dann doch nur zu missbrauchen? Informieren sie sich ebenso intensiv im Internet wie offenbar die Männer? Fragen über Fragen . Haben Frauen mehr Angst vor einem hier eh nicht zu erwartenden Widererstarken der katholischen Kirche als vor dem Islam? Das wird sich für sie aber am Ende als die falsche Wahl herausstellen.

ich war aber auch mal jung und war exotisch dunkel wie ein araber. staunten die frauen immer, wenn ich mich als biodeutscher outete. fanden sie sexy. hoffe nur, blonde männer werden wieder sexy für westliche frauen, dann müssen sich die moslemischen männer die haare färben hi.hi..

Tja, das erinnert mich so sehr an das da: